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Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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fullscreen: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Neukölln
Title:
Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1919-1920
ZDB-ID:
2859803-9 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Keywords:
Neukölln
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8220301
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
28. März 1919
Publication:
, 1919-03-28

Contents

Table of contents

  • Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain)
  • Ausgabe 1919 (Public Domain)
  • 21. März 1919
  • 28. März 1919
  • 11. April 1919
  • 25. April 1919
  • 9. Mai 1919
  • 23. Mai 1919
  • 4. Juni 1919
  • 27. Juni 1919
  • 18. Juli 1919
  • 22. August 1919
  • 5. September 1919
  • 26. September 1919
  • 22. Oktober 1919
  • 21. November 1919
  • 12. Dezember 1919
  • 22. Dezember 1919

Full text

bessere Zeiten und dann werden w ir von selbst zu einem Abbau kommen. E s ist wohl anzunehmen, daß wieder englische Kohlen nach Deutschland kommen. W ir zahlen heute 63 M . für die Tonne, und da ist eine G aspreiserhöhung nicht zu umgehen. — Da S ie selbst nicht in der Lage sind, andere Vorschläge zu machen, wie das Defizit gedeckt werden soll, und da w ir bisher immer so stolz darauf w aren, daß unsere städtischen Werke die melkende Kuh w aren, mit deren Überschüssen w ir alle K ultur­ aufgaben erfüllen konnten, so müssen w ir auch dafür sorgen, daß es weiter so bleibt, und dazu ist notwendig, daß w ir heute beschließen, den P re is auf mindestens 35 P fg . festzusetzen. Ich m uß leider gestehen, daß unser Werk durch die langen Kriegsjahre in eine V er­ fassung gebracht worden ist, die Schlimm es befürchten läßt. (Zuruf: Unterernährt!) D er Verschleiß des Werkes ist ein sehr großer. D as G as geht in die Lust, Kohle verbrennt, die nicht ausgenutzt werden kann, die G a s­ behälter werden vom Rost aufgefressen, und ein neuer Anstrich kostet allein 500 000 M . (Hört, hört!), und w ir haben dabei noch nicht einmal eine G arantie für einwandfreies M aterial. W ir sind aber gezwungen, einen Neuanstrich vorzunehmen, und solche Ausgaben dürfen nicht aus dem Extraordinarium genommen werden. Folgen S ie unserm R a t und dem Ih re r B erliner Parteifreunde und stimmen S ie für 35 Pfg. Sfabfo. K arl (S . P . D.): M eine Herren, w ir haben uns auch nicht leicht dazu hergeben können, diesem A ntrag auf 35 Pfg. unsere Zustimmung zu geben. Auch den Vorschlag der uns nicht wohlgesinnten B rüder in der Kommission haben w ir reiflich überlegt. Und wenn ich erwähne, daß sie gegen unsere Ansicht ver­ schiedene Vorschläge gemacht haben und unter anderem bei einem Einkommen bis 1200 M . einen G aspreis von 32 Pfg., bei einem Einkommen bis 2500 M . 35 Pfg. bis 5000 M . Einkommen einen G aspreis von 37 Pfg. und über 5000 M . einen solchen von 40 Pfg. verlangt wurde, so haben w ir uns diesen A nträgen nicht an ­ schließen können, weil ja auch die Herren von der Un­ abhängigen P a rte i einsehen mußten, daß Neukölln nicht mit B erlin zu vergleichen ist, weil Neukölln an und für sich mehr Arbeiterstadt ist; daß die Mindesteinkommen bis 1200 M . hier überhaupt nicht vorkommen, oder nur m it wenigen Ausnahm en, so daß der Satz von 32 P fg . überhaupt in W egfall kommt. Die meisten, die bis 5000 M . Einkommen haben, würden sogar noch m ehr belastet werden, nämlich m it 37 Pfg. und über 5000 M . mit 40 Pfg. Nun ist festgestellt worden, daß, w ährend in B erlin tatsächlich bei einem G asver­ brauch von 383 M illionen cbm 330 Großabnehm er mit 59 M illionen cbm in F rage kommen, also sozusagen J ö, das für Neuköllner Verhältnisse nicht zutrifst. W ir haben nur 57 größere Gasverbraucher, und wie w ir in der Kommission feststellten, bezogen diese einen ge­ wissen R abatt, der in Zukunft wegfallen soll. M ithin w ar auch dieser Vorschlag unannehm bar. Ich hätte übrigens gewünscht, daß der H err V orredner, S ta d ra t Conrad, sich seinen Kommissionsmitgliedern in ihrem Vorschlage angeschlossen hätte. M an kann doch ledig­ lich aus P rinzip nicht gegen eine Sache stimmen, wenn m an nicht mit besseren Vorschlägen kommen kann. Ich weiß nicht, w orauf m an das zurückführen soll. W enn die Kommissionsmitglieder sich mit den F ragen beschäftigt haben, und sie sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß ein anderer A usweg nicht besteht, so finde ich es eigentümlich, daß die übrigen Herren der Unabhängigen ihre M itglieder in der Kommission im Stiche gelassen. Ich glaube, wenn auch die übrigen Herren von den Unabhängigen in der Kommission gesessen und die Ausführungen des Herrn S ta d tra t C onrad und der übrigen Herren gehört hätten, könnten sie nicht zu einer anderen Auffassung kommen, als den P re is auf 35 Pfg. festzusetzen. Ich hoffe, daß sich die S tadtverordnetenversam m lung auf den Beschluß der Kommission stellen wird. 28 Sfabfo. Abraham (Komm. P .) : Ich stelle zunächst! fest, daß ich für den A ntrag der M ehrheit stimmen! werde. I n den Ausschüssen werden solche F inanz! fragen in eingehender und gewissenhafter Weise geprüft! und wenn dann ein Mehrheitsbeschluß herauskommt! so kann m an dem mit gutem Gewissen zustimmen.! (Z uruf: Einstimmig ist der Beschluß gefaßt worden!)! E s wird wieder auf das böse Erbe von der alten! Stadtverordnetenversam m lung hingewiesen. W ie ist es! denn gekommen? (Zuruf U. S . : Durch Ih r e Schuld!)! A ls der A ntrag kam. den G aspreis zu erhöhen, da war! die alte Stadtverordnetenversam m lung durch einen I Federstrich der Preußischen Regierung bereits abgesägt! und w ir hatten nichts mehr zu sagen? E s w ar unsere! Pflicht und Schuldigkeit, der neuen Stadtverordneten-! Versammlung nicht die Gelegenheit zu geben, sich über! einen Beschluß der alten Stadtverordnetenversam mlung! aufzuhalten. Dann hätten S ie ein Recht gehabt zu sagen: J a , das hat die alte böse S tadtverordneten­ versammlung noch gemacht. W ir haben gesagt: Die neue Stadtverordnetenversam m lung hat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, vor ihrer Wählerschaft das zu verantw orten (Aha-Rufe), und ich bedaure, daß Sie diese V erantw ortung nicht auf sich nehmen wollen. Es ist ja sehr leicht gesagt: W ir lehnen den G aspreis ab! Aber machen S ie doch andere Vorschläge; an irgend einer S telle m uh der Schornstein rauchen! S ie kommen fortgesetzt mit neuen Anträgen. W ir wollen sie Ihnen gern bewilligen, aber sorgen S ie dafür, daß Geld ein­ kommt. Sehen S ie sich unseren E tat an. S ie haben keinen Begriff davon. E s wird im Rechnungsausschuß harte Kämpfe geben, wenn S ie dort mit Ih re n Ideen kommen. W ir wollen uns nicht dem R uin überant­ worten. W ir haben für die Volksschule allein einen Zuschuß von 2 600 00 M . zu zahlen. Die Kämmerei­ verwaltung kostet uns etwa 10 M illionen M ark. Dazu kommen die A usgaben für die Kriegsfürsorge, und nun wollen S ie uns noch die einzigen Einnahmequellen abschneiden. D as heißt unwirtschaftlich sein bis zum tz, und das können w ir nicht mitmachen. Verantworten S ie das vor Ih r e r Wählerschaft, vor der M ehrheit der Bürgerschaft können w ir das nicht verantworten. Sfabfo. Kabffe (U. S . P . D .): Selbst wenn Sie Ju ris t sind, H err Justiz rat A braham , werden S ie nicht den B ew eis erbringen können, daß S ie Ih r e Pflicht a ls S tad tverordneter erfüllt haben. S ie haben be­ wiesen, daß S ie den M u t nicht hatten, die Vorlage vor 4 M onaten zu beraten. H err N eum ann, Sie brauchen nicht lachen. (Zuruf.) Keiner wollte mehr dafür eintreten, w as notwendig w ar. W enn sich die Notwendigkeit einstellt, daß die Gemeinde der Ein­ nahmequellen bedarf, dann hat m an einzuschreiten. Ich will Ih n e n nur gestehen, solange w ir nicht die pro­ gressive S teu er haben zur restlosen Erfassung der Kriegsgewinne, solange w ir nicht eine durchgreifende Sozialisierung haben, solange nicht die Gesetze des Reiches andere find, die nicht die Tätigkeit der Ge­ meinden einschränken, solange werden m ir im mer so herumkümmern müssen. W ir wollen die Notwendig­ keit beweisen, daß gerade die Gesetze des Reiches in dieser Hinsicht geändert werden müssen. W ir werden ja auskommen, dann müssen w ir eben Anleihen auf­ nehmen. (Heiterkeit.) B itte, w ir haben den M ut, der Bevölkerung das zu sagen, soundsoviel S teu ern sind zu zahlen; damit sie endlich zum Verständnis kommen. | I D as ist wichtiger als das indirekte Schlucken. Wir haben weiter zu sagen, daß w ir es vor der Bevölke­ rung nicht verantw orten können, in einem Augenblick, wo 2^2 M illionen Ü berschuß aus dem Werke heraus- gewirtschaftet werden und wo in demselben Augenblick die Hälfte der Verbraucher arbeitslos ist. D as bitte ich zu berücksichtigen. (Zurufe von der Gallerie.) Vorsteher: (S . P . D.) Ich habe heute abend der Gallerie einigen S pielraum m it ihren Aeußerungen ge- j stattet. Sollten sich die Zwischenrufe aber wiederholen, so m uß ich die Beteiligten von der weiteren Anwesenheit ausschließen.

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