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Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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fullscreen: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Neukölln
Title:
Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1919-1920
ZDB-ID:
2859803-9 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Keywords:
Neukölln
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8220301
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
28. März 1919
Publication:
, 1919-03-28

Contents

Table of contents

  • Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain)
  • Ausgabe 1919 (Public Domain)
  • 21. März 1919
  • 28. März 1919
  • 11. April 1919
  • 25. April 1919
  • 9. Mai 1919
  • 23. Mai 1919
  • 4. Juni 1919
  • 27. Juni 1919
  • 18. Juli 1919
  • 22. August 1919
  • 5. September 1919
  • 26. September 1919
  • 22. Oktober 1919
  • 21. November 1919
  • 12. Dezember 1919
  • 22. Dezember 1919

Full text

en F all besprochen — und auch in Neukölln ist er orgebracht worden — die Freistellen von 15 auf 25 ° / o u erhöhen und diese Freistellen dann begabten Kindern zugänglich zu machen. Gegen diesen Vorschlag haben wir erhebliche Bedenken, so schön er an und für sich aussieht. W enn 25 % Freistellen für die begabten Volksschüler aufgehoben werden sollen, wo bleiben dann die anderen, die bisher die Freistellen innehatten? Sollten diesen ohne w eiteres die Freistellen genommen werden, oder sollen sie von der Schule entfernt werden? Das müßte berücksichtigt werden, denn wenn dies nicht geschieht, fehlen die Freistellen, die m it Volksschülern zu besetzen sind. Nun ein anderes Bedenken: W enn diese Freistellen für Proletarierkinder eingeführt werden, kommen die begabten Volksschüler vielfach schon vom 9. Jah re an in die höheren Schulen. Dadurch werden bewährte Volksschüler aus der Volksschule heraus­ genommen, diese wird herabgewürdigt zu einer Schule der M inderbegabten oder zu einer Armenschule. D as würde die Freudigkeit der Lehrer am Unterricht ganz entschieden herabsetzen und auch die Freudigkeit der Kinder zum Lernen w ürde verkümmern. W eiter: ̂ Der höheren Schule wird dadurch wieder eine viek größere Bedeutung zugestanden, indem m an die be­ gabten Proletariererkind hineinbringt. W ir wollen aber doch nicht die höheren Schulen als S ta n d es­ schulen weiter bestehen lassen, sondern w ir wollen die Einheitsschule schaffen, die mit der Grundschule an­ fängt und auf der sich die höheren Schulen als Begabten- schulen aufbauen. W ir müssen dafür sorgen, daß die höheren Schulen daher nicht m ehr so bestehen bleiben wie jetzt, sondern tatsächlich nur begabten Schülern zu­ gänglich sind. W enn nun diese Freistellen tatsächlich errichtet werden, sollen sie als Ehrenstellen der P ro le ­ tarierkinder bezeichnet werden. W as diese Ehrenstellen auf sich haben, daß muß jeder wissen, der darüber nachgedacht hat, wie es jenem zu M ute ist, der auf Freistellen angewiesen ist. W enn es natürlich auch nicht beabsichtigt ist — und ich glaube, daß das nicht der F all ist — , so kommt es sehr leicht dazu, daß diese Ehrenstellen zu Gnadenstellen werden. W ir haben leider in Neukölln noch das häßliche System , das Schulgeld während der Unterrichtsstunden einzukassieren. M ithin würde sofort zu Tage treten, wer das Schul­ geld nicht bezahlt. Oder, wenn sich das Kind damit entschuldigt, die E ltern bezahlen im R athaus, so würde es zur Unwahrhaftigkeit verleitet. F erner liegen die Verhältnisse so, daß es wahrscheinlich ist — wenn auch nicht in böser Absicht, das möchte ich hinzufügen — , daß die Kinder, die aus den minderbemittelten S tänden kommen, als P roletarierkinder schließlich als eine un­ angenehme Schicht in den höheren Schulen empfunden werden. S ie würden von den anderen Kindern nicht günstig angesehen werden, denn ein Kind urteilt hart, es legt sehr viel W ert auf gute Kleidung und andere Äußerlichkeiten. D as müssen w ir heute unbedingt noch feststellen. F erner müssen w ir fürchten, daß die Kinder, wenn sie in die höheren Schulen aufgenommen werden, dem P ro le ta ria t entzogen werden. Denn die höheren Schulen sind noch Standesschulen und werden auch in einem anderen S in n e geleitet, als m an es sozialpolitisch wünschen möchte. (S eh r richtig!) Welche Vorschläge bringen w ir nun gegen diese Bedenken? W ir wünschen, daß Dersuchsklassen einge­ richtet werden, und zw ar denken Tvir uns dies so: Diese Versuchsklassen bauen sich auf der Volksschule auf, die für die Begabten oder für die Kinder offen ist, die die Volksschule mit Auszeichnung absolviert haben. Diese Versuchsklassen haben sehr viel Vorteil für sich, daß sich ein Versuch mit denselben lohnen würde. S ie würden einen praktischen Versuch darstellen, um vor Einführung der Einheitsschule vielen begabten Proletarierkindern eine höhere Ausbildung zu geben, und gleichzeitig würden sie den organischen Aufbau der Einheitsschule ermöglichen. Zw eitens werden die Kinder der Volksschule nicht entzogen, sondern die Volksschule bliebe für alle bestehen und ihr W ert w ird auch weiter anerkannt. W enn die Kinder von der Volksschule in die höhere Schule auf­ genommen werden, so weiß jeder, daß das sehr viel Schwierigkeiten macht. Die V orbildung in den Volks­ schulen ist heutzutage eine derartige, daß es sehr schwer sein wird, ohne weiteres den Uebergang von der Volks­ schule zur höheren Schule zu ermöglichen, d. H. nicht von den unteren Klassen, sondern von den späteren Klassen aus. Dieser Uebergang w äre den P ro le ta rie r­ kindern nur dann möglich, wenn sie Nachhilfestunden bekämen, oder wenn sie in anderer Weise gefördert würden. W enn w ir aber die-Verfuchsklasfen einrichten, so werden diese auf einer einheitlichen G rundlage auf­ gebaut. Sämtliche Kinder haben dieselbe Vorbildung, und die gleichen Vorbedingungen zur Aufnahme erleichtern den Unterrichtsgang. Diesen Versuchsklassen ist ein freierer Lehrplan zugrunde zu legen, der es den Kindern auf möglichst rasche und beste Weise ermöglicht, eine höhere Schulbildung zu erlangen. D ann fallen auch manche der vorhin genannten Bedenken fort, weil die P ro le ­ tarierkinder unter sich bleiben und zudem der ganze Aufbau der Schule viel m ehr erleichtert wird. N un werden manche Bedenken gegen die E in­ richtung der Versuchsklassen haben. Ich möchte einige derselben erwähnen, um sie gleich zu entkräften: S ie werden fragen, wie können S ie diesen P la n verwirk­ lichen und wie sollen die Geldmittel dafür aufgebracht werden? W enn die Vorschule abgebaut w ird, so werden dadurch augenblicklich noch keine Geldmittel frei, die für die Versuchsschule verw andt werden könnten, denn w ir haben schon gehört, E innahm en und A usgaben sollen sich in den Vorschulen ziemlich decken. Aber ich möchte Ih n en einen anderen Punkt zur B e­ gutachtung vorlegen, nämlich: durch die Vorschule wird doch tatsächlich ein großer Teil von Kindern in die höheren Schulen gebracht, die den Ansprüchen einer höheren Schule vielfach nicht genügen, und w ir haben dadurch sehr ""meFIIIRmberbegabte an den höheren Schulen, d le 'ben anderen Kindern nicht nur die Plätze wegnehmen, sondern der S ta d t auch große Kosten ver­ ursachen. Und weiter: Diese M inderbegabten würden im Laufe der Zeit doch fortfallen, weil w ir die G rund­ schule aufbauen wollen und die höhere Ausbildung nur den B .gab ten ermöglicht bzw. bereitgestellt sein soll. Die Folge ist, daß dadurch viele Geldmittel frei werden, denn die höheren Schulen werden picht m ehr so besucht sein wie heute, und vielleicht würde m an dann mit viel weniger höheren Schulen auskommen können. Nach Berechnungen ist festgestellt worden, daß in den meisten höheren Schulen nur 50 P n z. der Kinder, die die Vorschule besucht haben, tatsächlich die höhere Schule bis zu Ende besuchten. Die meisten schwenken schon vorher ab, ein großer Teil beim Einjährigen. S o sind die Erm ittlungen in verschiedenen S täd ten gewesen, so auch in Berlin, Charlottenburg usw. W eiter kann gesagt werden: Technische Schwierigkeiten ständen der Einrichtung dieser Versuchsklassen entgegen. Diese technischen Schwierigkeiten fallen dadurch meiner A n­ sicht nach vollständig fo-t, daß doch durch die Auf­ hebung der Vorschule genügend Lehrkräfte frei werden, die dann auch für die Versuchsschule gebraucht werden könnten. Außerdem soll die Versuchsschule an irgend eine höhere Schule angegliedert werden. S o w äre es möglich, daß die Lehrkräfte, die an der Oberrealschule oder am Gymnasium unterrichten, dann auch einige S tunden an der Versuchsschule geben, und andererseits können diese Lehrer wieder entlastet werden durch andere Kräfte, die durch den Abbau der Vorschulen frei werden und S tunden für sie übernehmen. F erner: Schulräum e stehen auch genügend zur Verfügung, eben durch A bbau der Vorschulen. Endlich könnte m an noch sagen: D as Kultusministerium w ürde Schwierigkeiten machen. Da möchte ich Hinweisen, daß doch auch sch o n ....................erklärt hat, daß mit dem Aufbau der Einheitsschule unverzüglich begonnen werden muß. V or allen Dingen führt er dann später noch au s: Liest vor: Hand in H a n d ................. 21

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