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Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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fullscreen: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Neukölln
Title:
Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1919-1920
ZDB-ID:
2859803-9 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Keywords:
Neukölln
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8220301
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
28. März 1919
Publication:
, 1919-03-28

Contents

Table of contents

  • Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain)
  • Ausgabe 1919 (Public Domain)
  • 21. März 1919
  • 28. März 1919
  • 11. April 1919
  • 25. April 1919
  • 9. Mai 1919
  • 23. Mai 1919
  • 4. Juni 1919
  • 27. Juni 1919
  • 18. Juli 1919
  • 22. August 1919
  • 5. September 1919
  • 26. September 1919
  • 22. Oktober 1919
  • 21. November 1919
  • 12. Dezember 1919
  • 22. Dezember 1919

Full text

Volkes gleichmäßig zugute kommt. M it aller Schärfe wehren w ir uns gegen den absichtlich geschaffenen Klassencharakter der Schule, denn w ir sehen darin eine der W urzeln für die Ursachen des Klassenkampfes, die w ir ausroden müssen. — I n einer Gemeinde wie Neu­ kölln, die doch zum größten Teil Arbeiterstadt ist, hätte eine einsichtsvolle Schulverw altung eigentlich nicht erst die Revolution abw arten dürfen, um auf dem Gebiet der Schule dem Volke das zu geben, w as des Volkes ist. Aber w ir müssen feststellen, daß auch hier in Neukölln bis jetzt für die höheren Schulen m ehr übrig w ar als für die Volksschulen. W ir können nicht umhin, dieses heute an der W ende zum Neuen noch einmal ausdrücklich festzustellen. E s kann dabei nicht verkannt werden, daß im einzelnen manches Gute geschaffen worden ist, und wenn w ir jetzt an die B eratung unseres neuen P lan es gehen, dann soll dieses alte Gute sicherlich seine W ürdigung finden. Ich will nicht einen längeren V ortrag über die Einheitsschule halten, denn ich möchte da unserm neuen Schuldezernenten nicht vorgreifen, von dem ich weiß, daß er uns große P läne vorlegen wird, P läne, bei deren B eratung w ir tüchtig mithelfen wollen, nach unserem besten W ollen und Können. F ü r uns kommt es heute nur darauf an, einen Anfang zu schaffen, und der soll darin bestehen, daß zunächst die Vorschulen an den höheren Schulen verschwinden. W ir wollen dam it beginnen, gleich die unteren Klassen abzubauen. W ir sehen in der Vorschule dasjenige M erkmal der Klaffenschule, durch das ein w ahres Volkstum am allertiefsten beleidigt wird, und deshalb m uß die V or­ schule so schnell a ls möglich verschwinden. Alle Kinder des Volkes, ob reich, ob arm , haben eine gemeinschaft­ liche Grundschule zu besuchen. Dann möge es weiter heißen mit dem jetzt so oft zitierten W ort: Freie B ahn dem Tüchtigen! — Unter diesem Wahrzeichen soll von jetzt ab in Neukölln richtige Schulpolitik getrieben werden. E s fragt sich nun: I s t es möglich, zum 1. April d. J s . schon mit dem Abbau der Vorschulen zu be­ ginnen. — S ie haben gelesen, daß Charlottenburg erst am 1. April 1920 dam it beginnt, wohl gemerkt in Charlottenburg, wo keine sozialistische M ehrheit ist, und S ie wissen auch, daß leider der S ta a t beschlossen hat, seinerseits mit dem Abbau der Vorschulen erst Ostern 1920 zu beginnen, es ist aber Aussicht dafür da, daß dieser Beschluß wieder über den Haufen geworfen wird. (S eh r richtig!) Jedenfalls haben einige G roß-B erliner Vorortgem einden ihrerseits die Sache schon in die Hand genommen und sind radikal vorgegangen, Adlershof, Lankwitz und Reinickendorf, die gleich angefangen haben, und w ir in Neukölln haben die Ueberzeugung, daß es auch bei uns so schnell als möglich gehen m uß, denn hier ist eine Verzögerung nur eine unnütze Beunruhigung. Die B eunruhigung ist eigentlich schon da, denn m an hat die Aufnahmen in Neukölln schon erledigt, und das hat V erw underung hervorgerufen. S e it M onaten spricht m an hier von der Sache. E s wird schon an­ dauernd überlegt, w as mit den Vorschullehrern geschieht; für den Leiter der Vorschule des Kaiser-Friedrich-Real- gym nasium s ist schon eine Rektorstelle bestimmt, und da sind w ir der Ansicht, daß schon stüher hätte an die Sache herangetreten werden können. Ich habe mit dem Leiter dieser Vorschule und anderen gesprochen und habe mich überzeugt, wie weit die Sache gediehen ist. Jedenfalls haben die Eltern, die ihre Kinder zur Vorschule angemeldet haben, eine ^Benachrichtigung be­ kommen, auf der steht: „ I h r S o h n soundso wird Ostern in die Klaffe 3 0 aufgenom m en", und in den Lyzeen ist es so ähnlich; da ist es statt der Karte ein Schein. N un ist m ir gesagt w orden: D as ist vorläufig noch keine Einschulung, sondern nu r eine Anmeldung. Aber ich bitte S ie , wenn die Eltern so ein Ding in die Hand bekommen, dann nehmen sie an, daß die Sache dam it erledigt ist. Nun wird uns sicherlich heute hier gesagt werden: W arten w ir bis zum nächsten Term in. E s find juristische Bedenken vorgebracht worden. E s wird ge­ sagt: Durch diese Tatsache ist ein V ertrag geschlossen zwischen Schule und H aus, und dieser V ertrag kann nicht einseitig gelöst werden. W ir können uns nicht näher dazu äußern und erw arten heute diesbezügliche Erklärungen des M agistrats, ob wirklich die Gefahr vorliegt, daß unser A ntrag, der auf Ostern 1919 lautet, unter den Tisch fällt. Liegt diese G efahr vor, dann m uß ich sagen, es ist hier unter allen Umständen eine Unterlassungssünde begangen worden, und w ir müssen ~tiann heute den vielen Tausenden, die eine erlösende T a t von uns verlangen, unbedingt eine Enttäuschung bereiten. (S eh r richtig!) V or 8 Tagen wollte ich dem M agistrat vorschlagen, durch eine V erordnung die Sache zu annullieren. Das hätte sich technisch leicht machen lassen. Der betr. Leiter der Vorschulen und Lyzeen hat ein Bezirksverzeichnis da und konnte die schon angemeldeten Kinder an die Gemeindeschulen verweisen. Auch schultechnisch liegt durchaus keine Schwierigkeit vor, denn die anderweite Verwendung der Klaffen, der freiwerdenden Lehrer läßt sich leicht durchführen. Und auch die Befürchtung möchte ich zurückweisen, daß vielleicht durch Uebernahme dieser Kinder in die Gemeindeschule die Frequenzen erhöht werden, die w ir ja bekämpfen wollen, denn die heutigen Neuaufnahm en in die Schulen sind so schwach, daß m ir das noch vertragen können, und w ir haben ja auch noch andere M aßnahm en, um die Frequenzen radikal herunter zu bringen. Auch vom finanztechnischen Standpunkt aus würden keine Bedenken vorliegen. Es ist eine Rentabilitätsberechnung aufgestellt worden, aus der hervorgeht, daß entgegen der oft verbreiteten An­ sicht die Vorschulen gar keinen Verdienst abwerfen; die Vorschulen in den höheren Knabenschulen erfordern im Gegenteil einen Zuschuß von etw as über 20000 M., und nur die Vorschulen der Mädchenklaffen werfen etw as ab, ungefähr 18000 M . I m großen und ganzen m uß gesagt werden, daß die Sache ungefähr aufgeht Ich möchte nun den H errn V ertreter des M agistrats bitten, uns m al klar die juristischen Bedenken vorzu­ führen; sie sind immer nur allgemein vorgebracht worden. Davon hängt unsere S tellungnahm e ab. Vorläufig müssen w ir bei unserem Antrage bleiben, der dahin geht, jetzt zu Ostern schon mit dem Abbau zu beginnen. Ich möchte den A ntrag sogar dahin er­ weitern: W ir meinen, nicht bloß die Vorschule zum Kaiser-Friedrich-Realgym nasium und zum Lyzeum, sondern unsere Absicht ist, sämtliche Unterklassen der höheren Schulen zu beseitigen, also auch des privaten Lyzeum s und der Mittelschulen. S obald w ir die Ant­ w ort des M agistrats haben, werden w ir weiter Stellung zu der Sache nehmen. Schnell getan ist gut getan, und es m uß unsere S o rg e sein, in der F rage der Einheitsschule einen guten Anfang zu machen. (Lebhafter Beifall, Klatschen.) z> z> n a Vorsteher (S . P . D.): Z u diesem Punkt steht noch der A ntrag 3 der Fraktion der U. S . P . zur B eratung: Z u Ostern d. J s . zwei Versuchsklassen einzu­ richten und einer der hiesigen Lehranstalten ein­ zugliedern. Skadtv. F r l. Schütz (U .S . P . D.): D aß w ir selbst­ verständlich für sofortige Schaffung der Einheitsschule eintreten, m uß allen klar sein, die sich schon länger mit diesem P roblem beschäftigt haben. N un möchten wir doch weiterkommen und haben daher den A ntrag ge­ stellt, zu Ostern gleich Versuchsklassen für begabte Volksschulkinder einzurichten. W ir haben schon sehr viel von dem Aufftieg der Tüchtigen gesprochen, und gerade im Kriege w urde mit diesem W orte vielfach operiert. W ann soll dieser Aufstieg beginnen? Selbst­ verständlich ist die Einheitsschule der vorgeschriebene W eg, der am sichersten zum Ziele führt. A ber bis die Einheitsschule eingerichtet ist, geht viel Zeit verloren, und w ir möchten darum in den Schulen schon jetzt Einrichtungen haben, die es tatsächlich schon jetzt ermög­ lichen, begabten Proletarierkindern eine bessere Aus­ bildung zu geben. N un hat m an in manchen Städte» 20

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