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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 7.1881 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 7.1881 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Charlottenburg (Berlin)
Title:
Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen
Publication:
Berlin 1919
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1904-1919 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2859797-7 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Public administration,politics
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1910
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8277669
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Public administration,politics

Issue

Title:
21. September 1910

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 7.1881 (Public Domain)
  • Title page
    Title page
  • Contents
  • 2. October 1880, Nr. 1
  • 9. October 1880, Nr. 2
  • 16. October 1880, Nr. 3
  • 23. October 1880, Nr. 4
  • 30. October 1880, Nr. 5
  • 6. November 1880, Nr. 6
  • 13. November 1880, Nr. 7
  • 20. November 1880, Nr. 8
  • 27. November 1880, Nr. 9
  • 4. December 1880, Nr. 10
  • 11. December 1880, Nr. 11
  • 18. December 1880, Nr. 12
  • 25. December 1880, Nr. 13
  • 1. Januar 1881, Nr. 14
  • 8. Januar 1881, Nr. 15
  • 15. Januar 1881, Nr. 16
  • 22. Januar 1881, Nr. 17
  • 29. Januar 1881, Nr. 18
  • 5. Februar 1881, Nr. 19
  • 12. Februar 1881, Nr. 20
  • 19. Januar 1881, Nr. 21
  • 26. Februar 1881, Nr. 22
  • 5. März 1881, Nr. 23
  • 12. März 1881, Nr. 24
  • 19. März 1881, Nr. 25
  • 26. März 1881, Nr. 26
  • 2. April 1881, Nr. 27
  • 9. April 1881, Nr. 28
  • 16. April 1881, Nr. 29
  • 2. April 1881, Nr. 27
  • 30. April 1881, Nr. 31
  • 7. Mai 1881, Nr. 32
  • 14. Mai 1881, Nr. 33
  • 21. Mai 1881, Nr. 34
  • 28. März 1881, Nr. 35
  • 4. Juni 1881, Nr. 36
  • 11. Juni 1881, Nr. 37
  • 18. Juni 1881, Nr. 38
  • 18. Juni 1881, Nr. 38
  • 2. Juli 1881, Nr. 40
  • 9. Juli 1881, Nr. 41
  • 16. Juli 1881, Nr. 42
  • 23. Juli 1881, Nr. 43
  • 30. Juli 1881, Nr. 44
  • 6. August 1881, Nr. 45
  • 13. August 1881, Nr. 46
  • 20. August 1881, Nr. 47
  • 27. August 1881, Nr. 48
  • 3. September 1881, Nr. 49
  • 10. September 1881, Nr. 50
  • 17. September 1881, Nr. 51
  • 24. September 1881, Nr. 52

Full text

79 Die Luft war kühl, der Mond versilberte das junge Grün, das sich hcrvorgcwagt hatte, Lottchen hatte gerade heute keine Freude darau, sie dachte des altcu Spruches, daß Mondschein im April der Baumblüthe schade und wunderte sich, wie sie an solche Dinge denken könne, 'da ihr doch ganz andere Ge danken das Herz schwer machten. Sic hob die Augen zum Himmel auf, die Sterne grüßten so freundlich hernieder, der Orion und der Löwe, die Kassiopeia und der Schwan funkelten um die Wette, Lottchen kannte sic alle mit Namen, Oheim Anton hatte sie ihr schon in frühester Kindheit gewiesen und gestern noch hatte Lcvin sein Staunen über solche Kenntnisse geäußert- Waren die Gedanken doch schon wieder bei ihm, plötzlich fuhr sie zusammen, drüben an der Kirche regte sichs so seltsam, leuchtete es so weiß, was war das? Lottchen wußte wohl von dem unterirdischen Gauge, der den Hahuehof, den Tempelhof und die Kirche mit einander verband, und im Hahue- hvf sollten die alten Ritter den Teufel angebetet haben in Gestalt eines Hahnes, darum haben sie keine Ruhe im Grabe und wandern gespenstisch über die umgestürzten Grabsteine au der Kirchhofspforte. So erzählte die alte Sage, wurde sie lebendig? Die junge Frau bebte an allen Gliedern, der Frost schüttelte sie, stand sie doch seit Stunden hier im Nachtthau. Da wurde es wiederum lebendig auf dein Kirchhof, kleine Ge stalten huschten barfuß von allen Seiten herbei, man sah die nackten Füße iin Mondschein leuchten, und eine der Gestalten war zierlicher als die andern; im weißen Nachtkleid, über das lang herunter das goldene Haar fiel, flog Jda mehr heran als sie ging. Ein leiser Jubelruf empfing sie und im nächsten Augenblick sah Lottchen undeutlich ein halb Dutzend Bälle gegen die Wolken fliegen. Mitten in der Osternacht begann hier ein lustiges Ballspiel; Lottchen wußte recht gut, daß die Schuljugend sich alljährlich auf diese Weise zu belustigen pflegte, daß kein Wetter sie davon zurück hielt, mochte cs auch noch so schlecht sein, aber sie wußte schwerlich, daß weit, weit von Mark Brandenburg in Armenien die Christen noch heute Ball spielen, daß die Griechen ain Feste des Apollo Ball spielten. Der Ball ist das alte Bild der Sonne, die ain Ostermorgen tanzt, so gehen Anfang und Ende des Menschengeschlechtes Hand in Hand und die große weite Welt dünkt oft dem recht klein, der da weiß, wie ähnlich sie sich aller Orten sieht. Ueber ihr Erstaunen, Jda beim Ballspiel zu sehen, vergaß Lottchen die gespenstige weiße Erscheinung, die noch immer am Grabhügel lehnte und bis jetzt von den spielenden Kindern nicht bemerkt worden war. Aber Levins und Jdas Flüstern wurde ihr jetzt erklärlich; offenbar war der Junker dem wilden Dinge behülflich gewesen, den Hof zu verlassen, und sie schüt telte verdrießlich den Kopf zu solchen Thorheiten, in denen Levin und Jda immer einig waren, so viel sie sich sonst auch zankten. Plötzlich hörte sie die Kinder aufschreien, die weiße Erscheinung, die Lottchen vorhin schon erschreckt hatte, war unter sie getreten, ein Ritter in Erz gepanzert, den Helm mit den wehenden Federn aus dein Kopf, den weißen Mantel mit dem rothen Kreuz auf der Schulter. Ein Theil der Kinder stürzte entsetzt davon, puselte über einander, schrie, weinte, oder betete; nur Jda blieb aufrecht stehen, den Ausdruck ihres Gesichts konnte Lottchen nicht erkennen, aber mit einem Mal hörte sie, wie das Mädchen hell auflachte und den Andern zu rief: „Seid doch keine Narren!" Dann sah sie, wie das Gespenst den Helm abwarf, und erkannte den Junker von Scharben, der jetzt lustig einen Ball ergriff und sich in das Spiel stürzte, als sei er selbst noch ein Schuljunge. Wie eine große Enttäuschung kam cs über Lottchen; sie wußte mit einem Mal, daß die Mutter Recht gehabt, daß sic mehr an den schönen Junker gedacht, als nöthig gewesen, daß cs aber mit dieser Stunde anders geworden sei. Sie hatte in ihm einen Helden, einen Ritter gesehen, und nun war er ein übermüthiger Knabe, der mit Schulkindern Possen trieb. Die kleine Frau war sehr hart gegen den lustigen Junker, aber ihre ernsthafte Seele begriff es. nicht, daß man auf einem Schlachtfcldc dein Tod tausendfach ins Auge ge schallt haben könnte, und in einer Osternacht die Dorskinder als Gespcilst erschrecken. Dann wunderte sic sich über Jda, daß diese den Muth hatte, einem Gespenst Stand zu halten und den Junker so schnell erkannt hatte. Sie lvar ärgerlich über die Thorheiten des Kindes und beschloß, der edlen Frall von Scharben ein Wink zu geben, daß diese ihren Sohn etwas ferner von ihrem Pflcgekindc halten möge. Sie zürnte ans Levin, auf Jda, auf die ganze Welt, und sie dachte, ob wohl Heinrich je in seinem Leben so thörichte Einfälle hätte haben können und cs kam mit einem Riale über sie wie Sehnslicht nach seinem ernsten Antlitz. Sic fühlte sich als verlassene Frau so allein, so schutzlos, der Mann, auf dessen Schutz sie sich seit Monden verlassen, der spielte Ball, nnb der, auf den sie durch göttliches nnb menschliches Recht angewiesen war, der war in der weiten Welt. „Heinrich, Heinrich," rief sie klagend in die Nacht hiilaus, aber Niemand antwortete ihr. „Heinrich, Heinrich," schrie sie ans in wilder Verzweif lung und hörte nichts als Jdas helles Lachen, als Leviils frohes Gelächter. Und die Nacht ging hin, der Horizont färbte sich roth, den Augenblick aber, wo die Sonne tanzt, tvo das Lamm im Wasser springt, den hatten sie Alle verpaßt, die Einen beim Spiel, die Andern beim Schlaf, wie in jedem Jahre. Lottchen hatte endlich ihr Lager aufgesucht mit dem festen Entschluß, gleich nach der Kirche Tcmpclhof zu verlassen und ihre Mutter mitzunehmen. Sie wollte jetzt tvedcr Levin noch Jda sehen. Die Ballspiclcr hatten sich verlaufen, Jda und Lcvin standcil allein auf dem Kirchhof; das Auge des jungen Mannes hing wie bewundernd an der leichten Gestalt, deren große blaue Augen zu ihm aufschauten, glänzend vor Wonne über das genossene Vergnügen. „Das war schön," plauderte sie, „wenn ich auch die Sonne nicht tanzen sah, aber ich konnte doch barfuß laufen." Und sic blickte freudig auf ihre kleinen nackten Füße. „Jetzt müssen wir aber heim," mahnte Lcvin und faßte sie bei der Hand. So schritten sie dahin, er immer noch in seinem weißen Tcmplcrmantcl, sie ini 'Nachtkleid und Keinem kam der Gedanke, daß ihr Aufzug doch recht verwunderlich. „Woran erkanntest Du mich denn? fragte Lcvin, und j warum hast Du Dich nicht gefürchtet?" „Mein Vater," cntgegnetc sie, „sagte mir einmal, wenn's Gespenster giebt, dann fürchten sie sich ebenso vor uns, wie wir vor ihnen, das wollte ich gern sehen und da ging ich näher und sah, daß in dem Mantel des Spukdings das Wappen

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