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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1911, XX. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1911, XX. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Publication:
Berlin 1933
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1874-1933
Note:
1921,Nov. - 1924,1.Sept. nicht ersch.; später ohne Zählung
ZDB-ID:
2859774-6 ZDB
Succeeding Title:
Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1929
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 579 Soziale Infrastruktur: Sonstiges
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8641395
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Parl 53:St Ber. -56.1929
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Sitzung 21, 2. Mai 1929

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1911, XX. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)
  • Cover
  • Contents
  • Nr. 1, 1. Januar 1911
  • Nr. 2, 8. Januar 1911
  • Nr. 3, 15. Januar 1911
  • Nr. 4, 22. Januar 1911
  • Nr. 5, 29. Januar 1911
  • Nr. 6, 5. Februar 1911
  • Nr. 7, 12. Februar 1911
  • Nr. 8, 19. Februar 1911
  • Nr. 9, 26. Februar 1911
  • Nr. 10, 5. März 1911
  • Nr. 11, 12. März 1911
  • Nr. 12, 19. März 1911
  • Nr. 13, 26. März 1911
  • Nr. 14, 1. April 1911
  • Nr. 15, 9. April 1911
  • Nr. 16, 16. April 1911
  • Nr. 17, 23. April 1911
  • Nr. 18, 30. April 1911
  • Nr. 19, 7. Mai 1911
  • Nr. 20, 14. Mai 1911
  • Nr. 21, 21. Mai 1911
  • Nr. 22, 28. Mai 1911
  • Nr. 23, 4. Juni 1911
  • Nr. 24, 11. Juni 1911
  • Nr. 25, 18. Juni 1911
  • Nr. 26, 25. Juni 1911
  • Nr. 27, 2. Juli 1911
  • Nr. 28, 9. Juli 1911
  • Nr. 29, 16. Juli 1911
  • Nr. 30, 23. Juli 1911
  • Nr. 31, 30. Juli 1911
  • Nr. 32, 6. August 1911
  • Nr. 33, 13. August 1911
  • Nr. 34, 20. August 1911
  • Nr. 35, 27. August 1911
  • Nr. 36, 3. September 1911
  • Nr. 37, 10. September 1911
  • Nr. 38, 17. September 1911
  • Nr. 39, 24. September 1911
  • Nr. 40, 1. Oktober 1911
  • Nr. 41, 8. Oktober 1911
  • Nr. 42, 15. Oktober 1911
  • Nr. 43, 22. Oktober 1911
  • Nr. 44, 29. Oktober 1911
  • Nr. 45, 5. November 1911
  • Nr. 46, 12. November 1911
  • Nr. 47, 19. November 1911
  • Nr. 48, 26. November 1911
  • Nr. 49, 3. Dezember 1911
  • Nr. 50, 10. Dezember 1911
  • Nr. 51, 17. Dezember 1911
  • Nr. 52, 24. Dezember 1911
  • Nr. 53, 31. Dezember 1911
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Full text

513 
Sie nahm allen Mut zusammen, um zu sagen: 
Herr Professor, war's nicht eine schöne Auf⸗ 
führung?“ —— 
„Ah ja, nur die Ophelia denke ich mir etwas 
anders!“ 
Da erinnerte sich Marie einer der vielen Lehren, 
die sie schon im „CThor der Rache“ empfangen: Ver— 
treter des gleichen Faches immer zu loben, es sei 
denn, man wäre ganz unter sich: 
„Mir hat sie sehr gefallen!“ 
Der Professor, schon im Gehen, wandte sich 
zurück: 
„Ah, das nenn' ich aber anständig. Sie sind doch 
eine der vielen Ophelien, die Ihr Direktor in petto 
hat! Ich hoffe, gnädiges Fräulein, noch öfters die 
Freude zu haben! Empfehl' michl!“ 
Er oͤrehte sich einmal um, auffällig bei ihm, der 
wegen seines einen Auges gang den Kopf wenden 
mußte. Marie fühlte sich in diesem Augenblick sogar 
damit versöhnt, daß eine andere die Ophelia gespielt 
hatte. Ihre Schlauheit freute sie. 
Sie stieg die drei Treppen zu ihrer kleinen Woh— 
nung empor, warf einen Schlafrock über, zog dabei 
das Herg an der Kette heraus, sah in die lieben treuen 
Augen und drückte mit spitzen Lippen in die kleine 
Kapsel einen Kuß. Dabei fiel ihr mit Schrecken 
ein, daß sie ihm ihre Adresse noch nicht geschickt hatte. 
Nun, sie wollte ihm einen schönen, schönen Brief 
schreiben. Zuerst aber kam der Beruf! Sie be— 
richtete Otto Rueff über Regie, Darstellung, das Ge— 
spräch mit Direktor, Dramaturgen und dem hoch— 
mögenden Kritiker. Darüber war es spät geworden, 
und als sie sich den Bogen für Paul zurechtlegte, 
fielen ihr die Augen zu. Sie legte die Feder fort, 
sich vor sich selbst entschuldigend mit dem Gedanken: 
Warum hat er mir denn nicht geschrieben? Er 
hätte ja den Brief an das Theater richten können! 
Und noch im Bann des Hamletabends an „ihrem“ 
Theater redete sie sich hinein in ein Wehegefühl, 
eine Art Gereigtheit. Sie malte sich aus, was er 
jetzt wohl täte, wo sie allein auf ihrem Zimmer saß, 
ganz allein in der großen Stadt München? Er 
war gewiß im Kasino, im Kameradenkreise, lustig 
und guter Dinge! Nein, nun wollte sie auch bestimmt 
nicht schreiben. Und über all der Erregung wurden 
ihr die Augen naß. 
— 
Auch am nächsten Tag kam kein Brief. Sie aber 
dachte nur an ihre erste Rolle, denn nach den Worten 
des Professors mußten ja die Rollen nur so regnen. 
Der Hamlet wurde wiederholt. Da das erste Haus 
fast verschenkt worden, war die zweite, auch die 
dritte Vorstellung ausverkauft. Der Kassierer 
brauchte sie nicht zum „Wattieren“. Die Kritiken 
waren fast ausnahmslos gut. Zwar sagte gerade 
Professor Reitmayr: das völlig Neue, das man 
versprochen, sei nicht gekommen, doch er war gerecht 
genug, hinzuzufügen, freilich stünde das Meisterwerk 
des Briten so fest in der Beurteilung, daß Grund— 
umstürzendes nicht damit zu machen sei. 
Am übernächsten Tage gab der Portier im Luit— 
poldtheater Marie einen Brief. Sie erkannte des 
Geliebten Schrift, aber zum ersten Male freute sie 
sich nicht seiner Worte, denn der Brief begann mit 
leisen Vorwürfen. In ihrer durch das Warten 
erregten Stimmung ärgerte sie sich so, daß sie die 
übrigen Seiten voll fernerer Sehnsucht, Zukunfts— 
plänen und immer gleicher treuer Liebe kaum über— 
flog. Sie wollte sich rächen für die ungerechten 
Worte des Geliebten, der gewiß mit seinen Kame— 
raden sich unterhielt, während sie den ganzen Tag 
allein auf ihrer Bude sitzen sollte. Sie antwortete 
nicht, sondern rannte unausgesetzt die Straßen auf 
und ab. Am Odeonsplatz waren in einer Kunst— 
handlung die Darsteller des neuen Luitpoldtheaters 
ausgestellt. Sie suchte sich vergebens darunter, 
dabei hatte doch Otto Rueff dem Direktor mehrere 
Bilder von ihr geschickt! Die Gasterstedt hing 
natürlich da. Diese Nase, dieses Maul! Und Marie 
wandte sich ab, nur um das Gesicht nicht zu sehen. 
Fast lief sie einem Herrn in die Arme mitten auf 
dem belebten Bürgersteige. 
Bruck lachte: „Georgi, hast Du Dich heraus— 
gemacht! Ganz rund bist worden!“ 
Marie bemühte sich, auf den gleichen Ton einzu— 
gehen: „Und Du? Hast Du denn die Knöpfe än— 
genäht?“ Zuerst schien es, als wolle er, der wenn 
auch nicht elegant, doch ordentlich gekleidet war, die 
Erinnerung an seine Vergangenheit übelnehmen, 
dann aber fand er etwas Besseres: 
„Gewiß! Einer gewinnt, einer verliert. Ich hab 
Nnöpfe bekommen (er klopfte sich im Doppelsinn 
auf die rechte Hosentasche), Du hast — wie ich hör. 
Deinen Namen verloren.“ 
Berliner Illustrirte Zelfung. 
Marie aber, empfindlich über das vertrauliche 
Du aus der Schmierenzeit, nannte ihn plötzlich Sie 
ind bat, nie verlauten zu lassen, wie sie wirklich 
ieße. 
Er sagte treuherzig: „Aber „Ihr“ Familien⸗ 
iame Lanz ist doch sehr hübschl“ Also er wußte 
tichts! Da war ihre Laune wieder hergestellt. Sie 
ummelten die Theatinerstraße hinunter, dem 
Marienplatze zu, besahen das Rathaus, und kehrten 
»urch irgendeine Straße zum Max-Josef-Platz zurück. 
sr zeigte ihr die Oper, daneben das Residenz— 
heater. Sofort eilten sie an den Zettel, lasen 
ie Darsteller und sprachen über die in der Theater— 
velt bekannten Namen. Jeden wußte Bruck zu rüh— 
nen, schwärmend, als sei er noch der Primaner, 
er statt ans Maturitätsexamen zu denken, jeden 
lbend schon um sechs Uhr seinen Stehplatz zum 
zurgtheater sich erkämpft und dann richtig zur 
-cchmiere durchgegangen war. Ziellos bummelten 
ie die Maximilianstraße hinauf bis zur Isar. An 
em schönen Tage war es warm im Sonnenschein, 
ind als auf der Brücke das grauweiß schäumende 
Sebirgswasser unter ihnen brauste, beugte Marie 
ich über das Geländer und sog die feuchtkühle Luft 
in. 
Bruck drängte weiter: „In München muß man 
ZDbacht geben! Daß man sich net verkühlt, wegen 
des Organs.“ 
Sie warf die Lippen auf: „Ist mir ganz 
vurscht!“ 
„Oha! Das ist doch unser Kapital!l“ 
„Ich habe ja nichts zu spielen.“ 
Bruck sah erschrocken nach der Uhr: „J muß 
ns Theater! Der Schmidt versteht keinen Spaß. 
lber wie der einem alles klar macht! Das heißt, 
vann er will, denn er spinnt halt a weng!“ 
Er erzählte, wie die Probe fortwährend durch 
handwerker, Arbeiter, Anfragen unterbrochen 
vorden. Der größte Störenfried sei übrigens der 
zeleuchtunginspektor, denn was der mit dem Direktor 
erumblitzte, „nächtige“, „brenne“ und „schmachte“, 
»a sei schon das Ende von weg! Und er begann 
o zu rennen, daß sie ihm kaum folgen konnte. Beim 
singang des Luitpoldtheaters hielt er sich die Seite: 
„Jessas! J kann nimmer schnaufen. Wissen S' 
roch, o je, o jel wie mir damals im „Probepfeil“ 
der Schmidt grob geworden ist, weil ich die 
chmutzigen Stiefel von der Gassen hab im Salon 
ing'habt?“ 
Er sah sie treuherzig an: „Und i hab doch 
iur das eine Paar besessen! Ach, es waren glückliche 
Zeiten! Ist ja auch erst a paar Jahr her! Ge... 
rang, Sie sollten mich mal besuchen: Ich hab min⸗ 
estens acht Paar Stiefel!“ Ein Schatten kam hinter 
hnen, man sah auf dem Estrich des Ganges die 
ckige Form eines Zylinders gespiegelt. Bruck rannte, 
»aß es nur so unter der Wölbung schallte. Alfred 
Schmidt erkannte Marie: J 
„Ah, Fräulein ... wie heißen Sie?“ 
„Lanz.“ — * 
„Richtig, Lanz!“ 
Sie hätte am liebsten gesagt: „Sie haben mich 
a selbst so getauft!“ Er musterte sie, die jetzt reizend 
„Ach Männe, laß mich jetzt in Ruh, nimm Dir 
doch das andere Ullstein-Buch aus der Manteltasche.“ 
Nr. 26 
russah mit den geröteken Wangen bom Laufen, denn 
ie war sonst zu blaß. 
„Wie Ihnen das Kleid steht! Der Reitmayr 
sat ja auch gesagt, ich sollte Sie in modernen Rollen 
serausstellen. Offen gestanden, ich traue auch 
zhren Versen nicht! Sie müßten mir mal was vor— 
prechen. Was wollte ich denn sagen?“ 
Sie antwortete keck: „Ich sollte eine Rolle be⸗ 
ommen!“ 
„Richtig. Na, es wird sich schon was finden!“ 
damit wollte er davonlaufen. Aber sie faßte sich ein 
zerz: „Herr Direktor, ich bin so furchtbar un— 
Jücklich!“ *F 
„Warum denn? Sie sind doch am Theater, wo 
die beste Komödie gespielt wird?“ 
„Aber wenn ich nichts zu tun habe?“ 
„Ach, Sie bekommen noch so viel zu spielen!“ 
„Wann denn?“ 
„Na, hören Sie mal, quetschen Sie mich nicht so 
rus!“ 
Site fühlte, jetzt durfte sie nicht loslassen und 
ie übertrieb, Professor Reitmayr hätte sie dringend 
zald zu sehen gewünscht, ja, sie log dazu, erst vor 
wei Tagen habe er wieder gefragt, warum sie denn 
ioch nicht aufgetreten sei. Sie war selbst erschrocken 
iber ihre Frechheit. Doch der Direktor schien das 
veiter nicht erstaunlich zu finden:; 
„Der Mann ist wichtig für uns, sehr wichtig! 
Fräulein ... ich kann mir keinen Namen merken..“ 
Langz!“ 
„Also Langz, kommen Sie mit!“ 
Er stürmte voraus und pfiff sich wieder eins. 
Sie eilte ihm nach, daß ihre Wangen noch röter 
ourden. Mit wogender Brust stand sie im Direk— 
ionszimmer. Auch auf Doktor Hannes machte das 
»cränderte Wesen, die frischen Farben, Eindruck, 
As sie, ein wenig Theater in sich, die Hände erhob 
und flehte: „Geben Sie mir zu spielen! Ganz gleich 
vas. Oder lassen Sie mich gehenl“ —* 
Der Direktor, der alles in Bühnenbildern sah, 
vandte sich zum Dramaturgen: „Lieber Doktor, 
das Fräulein .. wie? ... Lang ... richtig 
ranz spielt die Francillon. Ich sehe sie ...Sie 
zat das Damenhafte, das Aeußere, die Leidenschaft, 
die Schärfe ...“ 
Der Dramaturg warf ein, es sei doch ein junges 
MNädchen in dem Stück. Vielleicht passe die Rolle 
esser. Marie warf ihm einen wütenden Blick zu. 
Zie hatte nie etwas von dem Stück gehört, aber 
e wollte Francillon spielen, alles wollte sie spielen. 
der Direktor setzte, wie mit sich selber sprechend, 
einen Plan auseinander. Vor einem Dutzend 
zahren sei diese Francillon von Dumas Sohn über 
ille Bühnen gegangen und habe wegen ihrer These 
richt allein, sondern wegen der wunderbaren Wirk— 
amkeit der Figuren und der großartigen Mache 
lufsfehen erregt. Das Schicksal aller Theaterstücke 
abe sie erreicht: allmählich abgespielt, abgesetzt und 
ergesfsen zu werden. Mode! Alles Mode! In der 
dochflut des Naturalismus sei Schiller auch zurück— 
zesetzt worden. Romantik käme wieder, ginge, Rea— 
ismus käme, ginge. Mode! Mode, wie die Klei— 
der und Möbel. Immer was anderes! Nun, da wolle 
er mal versuchen, Francillon auszugraben, denn 
Spannung ... wirkte im Theater immer. Nur 
ines verschwieg er, daß er eine heimliche Liebe für 
Francillon deshalb besaß, weil deren Gatte zur Zeit, 
als er noch selbst aufgetreten, einer seiner größten 
srfolge gewesen war. Plötzlich fragte der Direktor 
unvermittelt: „Haben Sie Francillon studiert?“ 
Sie log keck darauflos: „Jawohl!“ 
Und ein erstaunlicher Glücksfall kam hinzu. Am 
anderen Morgen sollte Probe sein zur „Jüdin von 
Toledo“. Während sie nun noch sprachen, meldete 
der Sekretär, der „König“ habe abgesagt für morgen 
früh. Sein kleines Töchterchen sei gestorben, er 
fühle sich unfähig zu proben. 
„Armer Menschl!l“ meinte mitleidig Doktor 
Hannes. Marie aber faßte im Kampfe um eigenes 
Fortkommen nicht den Jammer eines anderen. Sie 
vartete, die Hände nervös geballt, auf des Direktors 
Entscheidung. Der rief kurz entschlossen: 
„Morgen früh Probe: Franeillon. Lassen Sie 's 
sofort ansagen! Sind die Rollen schon ausge— 
schrieben, lieber Doktor?“ 
„Da liegen sie!“ 
„Gut. Also dann morgen früh um neun, liebes 
Fräulein, aber pünktlichl Donnerwetter pünktlich! 
s8 ist nicht wie damals, na, Sie wissen schon... 
ruch ich rede nicht gern davon. Also, lieber Doktor, 
zeben Sie mal das Regiebuch her. Wir wollen die 
Besetzung machen.“ 
Die Herren beugten sich über den Tisch, und der 
doktor schrieb Hinter das Personenverzeichnis die
	        

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