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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1913, XXII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1913, XXII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Publication:
Berlin 1933
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1874-1933
Note:
1921,Nov. - 1924,1.Sept. nicht ersch.; später ohne Zählung
ZDB-ID:
2859774-6 ZDB
Succeeding Title:
Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1929
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 579 Soziale Infrastruktur: Sonstiges
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8641395
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Parl 53:St Ber. -56.1929
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1913, XXII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 5. Januar 1913
  • Nr. 2, 12. Januar 1913
  • Nr. 3, 19. Januar 1913
  • Nr. 4, 26. Januar 1913
  • Nr. 5, 2. Februar 1913
  • Nr. 6, 9. Februar 1913
  • Nr. 7, 16. Februar 1913
  • Nr. 8, 23. Februar 1913
  • Nr. 9, 2. März 1913
  • Nr. 10, 9. März 1913
  • Nr. 11, 16. März 1913
  • Nr. 12, 23. März 1913
  • Nr. 13, 30. März 1913
  • Nr. 14, 6. April 1913
  • Nr. 15, 13. April 1913
  • Nr. 16, 20. April 1913
  • Nr. 17, 27. April 1913
  • Nr. 18, 4. Mai 1913
  • Nr. 19, 11. Mai 1913
  • Nr. 20, 18. Mai 1913
  • Nr. 21, 25. Mai 1913
  • Nr. 22, 1. Juni 1913
  • Nr. 23, 8. Juni 1913
  • Nr. 24, 15. Juni 1913
  • Nr. 25, 22. Juni 1913
  • Nr. 26, 29. Juni 1913
  • Nr. 27, 6. Juli 1913
  • Nr. 28, 13. Juli 1913
  • Nr. 29, 20. Juli 1913
  • Nr. 30, 27. Juli 1913
  • Nr. 31, 3. August 1913
  • Nr. 32, 10. August 1913
  • Nr. 33, 17. August 1913
  • Nr. 34, 24. August 1913
  • Nr. 35, 31. August 1913
  • Nr. 36, 7. September 1913
  • Nr. 37, 14. September 1913
  • Nr. 38, 21. September 1913
  • Nr. 39, 28. September 1913
  • Nr. 40, 5. Oktober 1913
  • Nr. 41, 12. Oktober 1913
  • Nr. 42, 19. Oktober 1913
  • Nr. 43, 26. Oktober 1913
  • Nr. 44, 2. November 1913
  • Nr. 45, 9. November 1913
  • Nr. 46, 16. November 1913
  • Nr. 47, 23. November 1913
  • Nr. 48, 30. November 1913
  • Nr. 49, 7. Dezember 1913
  • Nr. 50, 14. Dezember 1913
  • Nr. 51, 21. Dezember 1913
  • Nr. 52, 28. Dezember 1913
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Full text

ar. 22 
Berliner Illustrirte Zeitung. 
— —— — — ͤιαν Cecent vmwern 
17. Fortsetzung. 
n ersten Sonnabend nach Antritt ihres Engagements kam 
Karl zu Besuch nach Berlin. Er hatte Urlaub bekommen, 
mußte aber Montag früh um acht Uhr pünktlich in Gotha 
rintreffen. 
Wie der Sturmwind brauste er wieder daher. Und er 
ieß Irma gar nicht zu Atem, gar nicht zur Besinnung kommen. 
Diese kleine Boheme-Wirtschaft, in der sie da hauste, 
fand er allerliebst. Ueberhaupt hatte sie jetzt einen ganz 
neuen Reiz für ihn: den Hauch von Schminkduft, das gewisse Cachet der Kulissen- 
atmosphäre empfand er als pikant. In der Vorstellung, als der Eisfeezauber 
nn der großen Pantomime das ganze Publikum begeisterte und alle Männer die 
ransparent wirkenden schlanken, schönen Mädchengestalten mit ihren begehrlichen 
Blicken erfaßten, da war es ihm eine prickelnde Genugtuung, sich vorzustellen: 
die smarteste, feinste, gepflegteste, geschmeidigste von allen, die jetzt in dem Licht⸗ 
neer den atembeklemmenden Wirbel der schwierigsten Figuren ausführte, die 
zehörte ihm! Jawohl, er nahm sie an der Tür ihrer Garderobe in Empfang, 
ührte sie in ein elegantes Restaurant, man lebte einmal flott, zur Feier des 
Wiedersehens, und dann gab es einen Rausch der Freude, der Liebe, des Glücks. 
Und -die drollige Beobachtung, 
»aß Irmas Wirtsleute nicht 
daran glauben wollten, daß er 
ihr Mann sei, erhöhte für ihn 
roch den Reiz dieser Ferien— 
age. Er fühlte sich als ihr 
Liebhaber selbst viel glücklicher. 
Als er sie verlassen hatte, 
zab es für Irma ein schauder— 
»olles Nachspiel. Das Dienst- 
mädchen kam käsebleich herein 
und flüsterte ihr zu: „Die 
Sitte!“ Sie verstand nicht. 
Lerwundert ging sie zur Tür. 
Ein Herr stand da, der nun 
ohne weiteres eintrat und sich 
ils Kriminalkommissar zu er— 
ennen gab. Er fragte sie, oh 
sie eine regelmäßige Beschäfti— 
gzung habe und wo, und fragte 
sie in einem sehr strengen Ton 
genau nach ihren Lebensver—⸗ 
hältnissen aus. Auch über den 
Besuch, den sie hier gehabt 
hatte, verlangte er Auskunft. 
Sie mußte ihren Kontrakt zei— 
gen, all' ihre Legitimations— 
papiere. Der Beamte schien 
noch immer nicht zufriedenge— 
stellt. Es ward ein richtiges 
Verhör. Den Geh. Ober-Reg. 
Rat v. Castell habe er zufällig 
selbst gekannt. Sie gebe vor, 
der sei ihr Vater gewesen? 
Seltsam. Das Examen ging 
weiter. Ob sie denn sonst noch 
Bescheid wisse in der Familie 
o. Castell? Stockend, schluckend 
gab sie Auskunft. Exzebenz 
deinrich v. Castell sei ihr 
Onkel, das Herrenhausmitglied. 
— Nicht möglich, — der frühere 
Anterstautssekretär? Mit wem 
Exzellenz denn verheiratet sei, 
ob sie das wisse? — In zweiter 
Ehe mit einer Gräfin Deutz; 
die beiden Söhne stünden da 
uind da. Aber mit ihren Ver— 
vandten sei sie ganz ausein— 
inder. 
Der Kriminalkommissar 
aickte. „Hm. Kann ich mir 
»enken.“ Und darauf musterte 
er wieder die Legitimations— 
»apiere. „Freiherr v. Gundling — das ist der ehemalige Oberleutnant, der — 
eh — der da in den Krach von dem Sport-Etablissement mit verwickelt war?“ 
„Ja. Mein Mann hat dabei den Rest unseres Vermögens verloren.“ 
„Sie sagen: zunseress. Hatte denn Gundling überhaupt noch etwas, als er 
die Sache anfing?“ x 
„Ich muß wohl korrekter sagen: den Rest meines Vermögens.“ * 
Eine Weile blätterte der Beamte noch in den Papieren, dann reichte er sie 
hr zurück, nahm die Hacken zusammen und machte eine kurze Verbeugung. „Ver— 
eihen Gnädigste die Störung. “ 
Irma trat hastig einen Schritt vor, aus ihrer Erstarrung erwachend. „Wollen 
Sie mir nicht erklären. ... Weshalb kamen Sie? Was liegt hier vor?“ 
„Ein falscher Verdacht, Gnädigste. Weil — eh — weil Ihr Herr Gemahl 
»olizeilich hier auf dem Revier nicht gemeldet wäar. Und man hat im Haus An— 
tand an dem Besuch genommen. Es ist ein solides Haus, Sie verstehen, na ja.“ 
Er versuchte zu lächeln, und nochmals kurz sich verbeugend ging er rasch. 
So tief am Boden hatte sich Irma doch noch nicht gefühlt. Die ganze Schmach 
»egriff sie erst später. Und da erhob sie in ohnmächtigem dorn die Fäuste. 
Machtlos stand sie auch ihren beoruflichen Verhältnissen gegenüber. Der 
Vertrag band ihr die Hände. 
Sie hatte gar keine Rechte, 
uur Pflichten. Beschwerden 
varen zwecklos. Von Tag zu 
Ldag empfand sie ihre Tätigkeit 
ähmender. Unter dem Kom— 
nando des groben Boallett— 
neisters mußten die Solisten 
ind die ersten Karrees, die von 
berufsläuferinnen gebildet 
vurden, täglich morgens ein 
paar Stunden neue Reigen 
iben, bevor die Bahn dem 
Publikum geöffnet ward. 
Manchmal dauerten die Pro— 
»en aber länger, und dann ließ 
der Vallettmeister, um sich vor 
den herzuströmenden, fremden 
Besuchern aufzuspielen, seine 
Stimme noch einmal so schnei— 
zig über die Arena schallen, er 
cadelte noch korporalmäßiger, 
ward in seinen Anspielungen 
noch unverschämter. „Natür— 
lich, wenn die Damens abends 
noch groß fetieren müssen, 
denn kann am Langdemäng 
kein Mumm dahinter sind. 
zmmer 'ran die Knochen, mehr 
Zouillon, das Bein höher, 
Sie da, Früulein, noch höher, 
o — 
Irma überlegte alle Tage, 
ob sie nicht Knall und Fall 
davonlaufen sollte. Sie hatte 
ja Sprachkenntnisse, vielleicht 
'and sie Schüler und Schülerin- 
nen. Oder sollte sie versuchen, 
eine Stelle als Gesellschafterin 
zu finden? Aber wer nahm sie 
ins Haus —, „eine so unordent— 
lich verheiratete Person“? 
An einem probefreien Tage 
fuhr sie nach Johannisthal, 
um zu sehen, wo und wie Karl 
untergekommen war. 
Von der Bahnstation aus 
hatte sie fast eine halbe Stunde 
Wegs zu Fuß zurückzulegen. 
Ddie alte Dorfstraße zog sich 
endlos hin. Die letzten Häuser, 
die am Eingang zu den Dokker— 
verken standen, zeigten noch 
ganz dörflichen Charakter. 
Dder Zigarrenhändler. 
dach einem Gemälde von Ernst Würtenberger-⸗Zürich.
	        

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