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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Titel:
Plenarprotokoll / Abgeordnetenhaus von Berlin
Weitere Titel:
Plenarprotokolle des Abgeordnetenhauses von Berlin
Erschienen:
Berlin: Abgeordnetenhaus 1990
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Erscheinungsverlauf:
6. Wahlperiode, 1 (19. April 1971)-11. Wahlperiode, 42 (27. September 1990)
ZDB-ID:
2848210-4 ZDB
Frühere Titel:
Stenographischer Bericht
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
320 Politik
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1985
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9603718
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 1, 18. April 1985

Schnellzugriff

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 18. April 1985
  • Nr. 2, 25. April 1985
  • Nr. 3, 9. Mai 1985
  • Nr. 4, 23. Mai 1985
  • Nr. 5, 13. Juni 1985
  • Nr. 6, 27. Juni 1985
  • Nr. 7, 29. Juni 1985
  • Nr. 8, 6. Juli 1985
  • Nr. 9, 12. September 1985
  • Nr. 10, 26. September 1985
  • Nr. 11, 17. Oktober 1985
  • Nr. 12, 24. Oktober 1985
  • Nr. 13, 14. November 1985
  • Nr. 14, 28. November 1985
  • Nr. 15, 4. Dezember 1985
  • Nr. 16, 5. Dezember 1985
  • Nr. 17, 6. Dezember 1985
  • Nr. 18, 21. Dezember 1985

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
1. Sitzung vom 18. April 1985 
10 
Wagner, Horst 
(A) der abgelaufenen Legislaturperiode seine Hilflosigkeit demon 
strieren konnte. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Nein, Herr Diepgen, Ihre Vorschläge überzeugen uns nicht! 
Die sozialdemokratische Fraktion verweigert Ihnen die Zustim 
mung zur Wahl als Regierender Bürgermeister. Wir werden 
auch die von Ihnen vorgeschlagenen Senatoren nicht wählen. 
[Starker Beifall bei der SPD] 
Stellv. Präsident Longolius: Das Wort hat jetzt die Abge 
ordnete Bischoff-Pflanz. 
Frau Bischoff-Pflanz (AL): Ich glaube, ich kann es mir 
ersparen, hier einleitend zu erklären, daß wir Herrn Diepgen 
nicht wählen. Ich halte das für selbstverständlich. 
Als er zum erstenmal zum Regierenden Bürgermeister 
gewählt wurde, hat ihm die AL noch vorausgesagt: In 14 Mona 
ten denkt sowieso keiner mehr an Sie! - Da haben wir uns wie 
so viele andere geirrt. 
[Gelächter und Beifall bei der CDU] 
Damals wurde öffentlich, selbst in der „Abendschau“, die 
damals noch etwas anders war, seine politiche Blässe und 
seine mangelnde Ausstrahlung beklagt Was dann die Waag 
schale zu seinen Gunsten ausschlagen ließ, gegen Frau Lau 
nen, war nicht etwa seine bestechende Persönlichkeit oder gar 
seine gute Politik, sondern der einzige Grund war, daß Herr 
Diepgen ein typisches Produkt der Berliner Parteienlandschaft 
ist. Er ist also kein Zugereister. 
Das war's dann auch, was die CDU in ihrem millionenschwe 
ren Wahlkampf als einzige Aussage postulierte: „Einer von 
uns!“ - „Einer von uns“ durfte sich dann auch in bester Wenn- 
alles-getan-ist-Manier im Wahlkampf zwischen Dackeln, Nilpfer- 
(B) den, Bären und anhimmelnden älteren Damen tummmeln. Man 
meinte fast, es würde ein Zoodirektor gewählt und nicht die 
Regierung dieser Stadt. 
[Beifall bei der AL] 
Aber immerhin reichte es ja aus, um dem herbeigeeilten „Partei 
soldaten“ der SPD die Stimmen abzujagen. 
Daß die AL die Einstellung vertritt, daß Politik erlernbar ist, 
daß Menschen mit größeren Aufgaben wachsen können, ist 
klar, und so ist es für uns auch nicht verwunderlich, daß Herr 
Diepgen sich entwickelte, mit seinen Aufgaben wuchs. 
[Beifall bei der AL] 
Das übrige taten dann Public relations. 
Was ich allerdings bestreite, was so in den Aussagen rüber 
kam, Herr Diepgen, ist, daß Sie ein typischer Berliner Junge 
sind, besonders noch aus dem Wedding. 
[Beifall bei der AL] 
Menschen mit so viel Privilegien, wie sie seinen Lebensweg 
nun wirklich zeichneten, die kann man im Wedding mit der Lupe 
suchen. 
[Beifall bei der AL] 
Herr Diepgen verkörpert nun in seiner Person und in seiner 
Funktion - und das ist das Entscheidende hier - die doppel 
bödige Biedermann-und-Brandstifter-Politik der CDU. 
[Beifall bei der AL - Heiterkeit bei der CDU] 
In Anlehnung an seinen Vorgänger hat er sich auf die Rolle des 
weltoffenen Staatsmannes spezialisiert, allerdings nicht ohne 
dafür zu sorgen, daß auch in seinem Senat genügend Personen 
sitzen, die die Garanten für eine menschen- und umweltverach 
tende Politik sind. 
[Beifall bei der AL] 
Dem Mann fürs Grobe läßt er als Innensenator freie Hand 
bei seiner Ausgrenzungs- und Abschreckungspolitik gegen 
politisch Andersdenkende, Asylbewerber, Behinderte usw. 
Zur Ausländerbeauftragten wurde schon einiges gesagt; ich 
schließe mich dem an. Man hat sie so als Alibi bei der Seite. 
An eine Sache erinnere ich auch noch - und das ist eine Kri 
tik an Sie, Herr Diepgen: Es reicht nicht aus, im Wahl 
kampf sich laut und öffentlich von den ausländerfeindlichen 
Aussagen des zuständigen Senatsdirektors zu distanzieren; 
daraus müßten Konsequenzen erwachsen, die Sie hoffentlich 
ziehen werden. 
[Beifall bei der AL und der SPD] 
Die von Herrn Diepgen veröffentlichte Zusammensetzung 
des zukünftigen Senats beweist, daß sein Interesse, wie es im- 
immer so schön ausgedrückt wird, „weltoffene“ Politik zu 
machen, nur blasse Tünche ist. Wie ist es sonst zu verstehen, 
daß einer der größten Umweltversager wieder einen Sessel im 
Senat bekommt oder - wie schon erwähnt - Herr Scholz das 
erste Mal ein Drittelsenator ist? Vielleicht ist das wegweisend 
auf die Teilzeitarbeit, und er wird nur als Reisekader dieses 
Senats ständig zwischen Bonn, Berlin und München hin- und 
herreisen. 
[Beifall bei der AL] 
Andererseits können wir uns darüber vielleicht auch freuen, 
denn dann wird er sich nicht mehr so viel in personelle Angele 
genheiten einmischen, wie er es schon einmal gemacht hat, als 
er sich in die Besetzung von Richterstellen am Verwaltungs 
gericht einmischte. 
Im Koalisationsgerangel nun um diesen Senat ist Herr Diep 
gen auch sehr verantwortungslos mit großen Summen von 
Steuergeldern umgegangen. Nach dem Motto: Man nehme hier 
ein bißchen und gebe da ein bißchen und noch ein Stückchen, 
- wurde schnell noch ein ganz kleines Ressort für die F.D.P. 
gestrickt. Verwaltungen werden nicht mehr nach Inhalten, son 
dern nach Wahlergebnissen und persönlichen Neigungen der 
vorgesehenen Senatoren umgeformt. So konnte Frau Laurien 
sich ihre dicken Brocken herausnehmen; das, was übrig bleibt, 
ist ein neues Ressort Daß das immense Kosten verursacht, 
dürfte wohl allen klar sein. Und Herr Diepgen soll nicht meinen, 
daß sich damit die schon lange notwendige Verwaltungsreform 
erledigt hat; da sind wir doch schon anderer Meinung. Dem 
„einen von uns“ scheint es aber so, daß Senatorenposten wich 
tiger sind als z. B, ausreichendes Personal in Krankenhäusern, 
Schulen, Beratungsstellen, Kindertagesstätten und Heimen. 
Mit der weltmännischen Pose des Herrn Diepgen hängt auch 
mein letzter Punkt zusammen, den ich hier ansprechen möchte. 
Fern von allen Realitäten und völlig losgelöst von den Proble 
men dieser Stadt hat es sich Herr Diepgen in den Kopf gesetzt: 
Berlin muß Metropole werden, koste es, was es wolle, unbe 
dingt. 
[Sehr gutl - bei der CDU] 
Nach amerikanischem Vorbild - flatternde Fahnen am Ernst- 
Reuter-Platz, die Herr Lummer zwar in seinem Urlaub beschlos 
sen hat - bastelt er mit an einem bombastischen Konzept zur 
750-Jahrfeier. Die politischen Probleme dieser Stadt werden 
dabei ausgeklammert. Es ist ja auch besser, in Optimismus zu 
machen und die Sachen zu verstecken. Überhaupt ist Optimis 
mus sehr angesagt. Wir sagen aber, daß diese Stadt andere 
Probleme hat, daß hier Konzepte notwendig sind gegen Armut 
- wir haben in Berlin allein 150 000 sozialhilfeberechtigte 
Leute-, Konzepte gegen Obdachlosigkeit, gegen durch 
Umweltverschmutzung verursachte Krankheiten bei Kindern 
und Erwachsenen, gegen die Gewalt gegen Frauen, gegen die 
immense Erwerbslosigkeit, gegen die Zukunftslosigkeit der 
Jungendlichen. All das fehlt 
[Beifall bei der AL] 
Hier wäre es sinnvoll, echte Konzepte zu entwickeln, anstatt daß 
Herr Diepgen seine ganze Energie darin steckt, Berlin zu einer 
Weltmetropole aufzublasen. Doch auch ihm wird dabei die 
Puste ausgehen - ich bin sicher -, zumal für ihn und die Partei 
jetzt auch die Zeit endgültig vorbei ist, wo man sich immer nur
	        

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