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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

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fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Plenarprotokoll / Abgeordnetenhaus von Berlin
Other titles:
Plenarprotokolle des Abgeordnetenhauses von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Dates of Publication:
6. Wahlperiode, 1 (19. April 1971)-11. Wahlperiode, 42 (27. September 1990)
ZDB-ID:
2848210-4 ZDB
Previous Title:
Stenographischer Bericht
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1977
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9439766
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 70, 10. November 1977

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 18.1892 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 03.10.1891
  • Nr. 2, 10.10.1891
  • Nr. 3, 17.10.1891
  • Nr. 4, 24.10.1891
  • Nr. 5, 31.10.1891
  • Nr. 6, 7.11.1891
  • Nr. 7, 14.11.1891
  • Nr. 8, 21.11.1891
  • Nr. 9, 28.11.1891
  • Nr. 10, 05.12.1891
  • Nr. 11, 12.12.1891
  • Nr. 12, 19.12.1891
  • Nr. 13, 26.12.1891
  • Nr. 14, 2.01.1892
  • Nr. 15, 9.01.1892
  • Nr. 16, 16.01.1892
  • Nr. 17, 23.01.1892
  • Nr. 18, 30.01.1892
  • Nr. 19, 6.02.1892
  • Nr. 20, 13.02.1892
  • Nr. 21, 20.02.1892
  • Nr. 22, 27.02.1892
  • Nr. 23, 5.03.1892
  • Nr. 24, 12.03.1892
  • Nr. 25, 19.03.1892
  • Nr. 26, 26.03.1892
  • Nr. 27, 02.04.1892
  • Nr. 28, 09.04.1892
  • Nr. 29, 16.04.1892
  • Nr. 30, 23.04.1892
  • Nr. 31, 30.04.1892
  • Nr. 32, 07.05.1892
  • Nr. 33, 14.05.1892
  • Nr. 34, 21.05.1892
  • Nr. 35, 28.05.1892
  • Nr. 36, 04.06.1892
  • Nr. 37, 11.06.1892
  • Nr. 38, 18.06.1892
  • Nr. 39, 25.06.1892
  • Nr. 40, 02.07.1892
  • Nr. 41, 09.07.1892
  • Nr. 42, 16.07.1982
  • Nr. 43, 23.07.1892
  • Nr. 44, 30.07.1892
  • Nr. 45, 06.08.1892
  • Nr. 46, 13.08.1892
  • Nr. 47, 20.08.1892
  • Nr. 48, 27.08.1892
  • Nr. 49, 03.09.1892
  • Nr. 50, 10.09.1892
  • Nr. 51, 17.09.1892
  • Nr. 52, 24.09.1892

Full text

-<ä 545 &■ 
schloß, lockte zur Jagd, und die Brüder beschlossen, vorerst den 
Vormarsch zu unterbrechen und sich einen Tag dem edlen 
Weidwerk zu widmen. 
Markgraf Johann — damals in seinem 20. Jahr — 
war eine stattliche, ritterliche Gestalt von fast sechs Fuß Größe, 
mit vollem Bart und scharfen, dunkelblauen Augen. Er ritt 
einen feurigen Hengst, den er kraftvoll zu zügeln verstand. 
Sein Jagdrock bestand aus grünem Sammet, und umschloß 
eng anliegend den stark gebauten und doch schlanken Leib. 
Am Gurt führte er ein langes, gerades Schwert mit Kreuz 
griff. Den dunklen, eisengefütterten Lederhut zierte statt der 
sonst üblichen Feder ein dreifacher Fichtenzweig, dessen frisches 
Grün erfreulich abstach von 
dem dunklen Grunde. Auf den 
Schultern saß ihm ein edler 
Falke, der ihn auf all seinen 
Ritten treu begleitete, ein Ge 
schenk seiner lieben Gemahlin, 
der Gräfin Helena von 
Pommern-Stettin. 
Sein Bruder Otto, wenig 
jünger an Jahren, kleiner und 
gedrungener au Gestalt, mit 
glattem Kinn, zeigte mehr den 
Gelehrten als den Kriegsmann, 
und man sah ihm an, daß 
der Sattel ihm nicht so an 
genehm war wie der Sessel 
am Studiertisch. Im Gurt 
seines ledernen Kollers steckte 
Ciceros Rede über die Pflichten. 
Statt des langen deutschen 
Schwerts führte er nur einen 
kurzen Dolch; auch seinen Hut 
zierte der Fichtenzweig, der 
damals immer mehr als Ab 
zeichen der Brandenburger 
aufkam. 
Mit oder zwischen den 
Brüdern ritt Heinrich, Abt 
von Lehnin, ein schon be 
tagter Herr, trotz des warmen 
Sommertags in pelzverbrämter 
Schaube, auf weißem Maul 
tier, ein Brevier im Gürtel, 
ein güldenes Kettlein um den dicken Hals. 
Vor den Fürsten her als Führer im Wald ritt der 
Wende Jspandowe, den Schafpelz über die Eisenrüstung mit 
dem Haar nach innen, einen Türkensäbel am Gurt. Alle vier 
trugen — in Art unserer Ulanen — einen kurzen Jagdspieß 
in einem Riemen am Sattel befestigt. Ihnen folgten etwa 
ein Dutzend Ritter, alle begierig auf die Freuden der Jagd, 
begleitet von einer großen Schar kräftiger Hunde. . 
Der Zug ging über den Stresow und erreichte nach etwa 
einer Stunde die Höhe, die heut unter dem Namen Spandauer 
Bock bekannt ist. 
Aus dichtem Gebüsch und Unterholz ragten hier nur 
einzelne Tannen und Fichten auf. Als Markgraf Johann 
bemerkte, daß hier der Wald ein Ende hatte und sich große. 
flache Wiesen vor seinen Blicken ausbreiteten, wollte er sofort 
umlenken, um wieder in das Dickicht zurück zu reiten. Sein 
Bruder Otto aber hatte mit scharfem Auge auf dem breiten 
Wasser da unten ein Segel entdeckt, das stromabwärts ihnen 
entgegen kam, und suchte des Bruders Ungeduld zu zügeln. 
„Wie wäre es, Bruder Johann," sagte er, „wenn wir 
für heute die Jagd — Jagd sein ließen, um diese interessante 
Gegend besser kennen zu lernen? Die Jagd läuft uns nicht 
davon; wir können sie noch oft hier genießen. Wald haben 
wir auch schon zur Genüge auf dem Ritt von Brandenburg 
her gesehen. Hier aber erblicken wir zum erstenmal Wasser 
und Wiese; hier ließe sich das Land leicht urbar machen, man 
könnte hier einige Holländer 
- ■ mit ihren Kühen hersetzen; laß 
uns sehen, welche Ausdehnung 
diese Wiesen haben. In weiter 
Ferne scheint der Wald wieder 
zu beginnen." 
„Da haben wir unseren 
Gelehrten wieder," lächelte 
Johann. „Immer neue Ent 
deckungen, immer lernen und 
Erfahrung sammeln, keinen 
Sinn für Jagd und Ver 
gnügen. Damit Du aber 
siehst, mein Bruder, daß ich 
Dir auch gefällig sein kann, 
lassen wir die Jagd oder unter 
brechen wir sie; denn ich 
träumte in der Nacht, daß 
wir heute besonders glücklich 
sein sollten im Dienst der 
Göttin Diana, und ich möchte 
den Traum gern bewahr 
heiten. Indessen folge ich 
gern Deinem Wunsche," und, 
seinem Pferde die Sporen 
gebend, jagte er den Abhang 
hinunter und trabte lustig voran 
durch den schwellenden Rasen 
des Wiesengrundes, so daß der 
bedächtige Bruder und die 
Herren vom Gefolge Mühe 
hatten, ihm zu folgen. 
Nach einer halben Stunde 
hatten sie das Ende des Wiesengrundes erreicht, und ein 
dichtes Erlengebüsch durchbrechend, sahen sie plötzlich eine 
breite Fahrstraße vor sich — natürlich nicht eine Straße wie 
heute, die auf erhöhtem Steindamm, mit Gräben und Pappeln 
oder auch Fruchtbäumen eingefaßt, direkt ihren: Ziele zustrebt 
— nein, breit durch die Wiesen führte der Weg — er 
kennbar nur an den lief eingeschnittenen Wagengeleisen, die 
je nach Laune des Fuhrmanns oder der Zugochsen im 
holprigen Boden gezogen waren. Dicke Baumstämme ver 
quer aneinander gelegt, bildeten eine Art Brücke durch die 
zahlreichen Sümpfe. So lief die Straße, aus dem Süden 
kommend, dem Norden zu, und Markgraf Johann hatte sie 
kaum erreicht, als er sein Pferd zügelte, uni den Bruder und 
das Gefolge zu erwarten. 
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<*' •: 
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(V........ 
Schilt als An s 0 cr ch - K a r) i- o nt h cv Di-agoncr 
1793—180«. 
Nach einem im Märkischen Provinzialmuseum zu Berlin befindlichen Bilde 
gezeichnet von Feodor Kottke.
	        

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