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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Stenographischer Bericht / Abgeordnetenhaus von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus 1971
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Dates of Publication:
1. Band, Nr. 1 (11. Januar 1951)-4. Band, Nr. 30 (25. Februar 1971)
ZDB-ID:
2848207-4 ZDB
Previous Title:
Stenographischer Bericht
Succeeding Title:
Plenarprotokoll
Keywords:
Geschichte 1951-1971 ; Berlin ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1971
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9631085
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 30 (95), 25. Februar 1971

Contents

Table of contents

  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1 (66), 15. Januar 1970
  • Nr. 2 (67), 12. Februar 1970
  • Nr. 3 (68), 26. Februar 1970
  • Nr. 4 (69), 12. März 1970
  • Nr. 5 (70), 9. April 1970
  • Nr. 6 (71), 23. April 1970
  • Nr. 7 (72), 6. Mai 1970
  • Nr. 8 (73), 28. Mai 1970
  • Nr. 9 (74), 4. Juni 1970
  • Nr. 10 (75), 11. Juni 1970
  • Nr. 11 (76), 25. Juni 1970
  • Nr. 12 (77), 8. Juli 1970
  • Nr. 13 (78), 9. Juli 1970
  • Nr. 14 (79), 16. Juli 1970
  • Nr. 15 (80), 24. September 1970
  • Nr. 16 (81), 1. Oktober 1970
  • Nr. 17 (82), 8. Oktober 1970
  • Nr. 18 (83), 15. Oktober 1970
  • Nr. 19 (84), 22. Oktober 1970
  • Nr. 20 (85), 12. November 1970
  • Nr. 21 (86), 19. November 1970
  • Nr. 22 (87), 26. November 1970
  • Nr. 23 (88), 9. Dezember 1970
  • Nr. 24 (89), 10. Dezember 1970
  • Nr. 25 (90), 11. Dezember 1970
  • Nr. 26 (91), 12. Dezember 1970
  • Nr. 27 (92), 17. Dezember 1970
  • Nr. 28 (93), 21. Januar 1971
  • Nr. 29 (94), 22. Januar 1971
  • Nr. 30 (95), 25. Februar 1971

Full text

948 
95. Sitzung vom 25. Februar 1971 
Präsident Sickert 
Wir kommen zum 
dringlichen 
Antrag der Fraktion der F.D.P. über Abberufung 
des Polizeipräsidenten. 
Das Abgeordnetenhaus empfiehlt dem Senat, 
dem Abgeordnetenhaus die Abberufung des 
Polizeipräsidenten vorzuschlagen. 
Die Dringlichkeit ist von Ihnen vorhin anerkannt 
worden. Wird das Wort zur Begründung gewünscht ? — 
Herr Abgeordneter Oxfort! 
Oxfort (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! In zahlreichen Berliner Tageszeitungen ist zu 
Beginn dieses Monats gegen den Polizeipräsidenten 
Klaus Hübner und gegen den Kriminaldirektor Böttcher 
der Vorwurf erhoben worden, sie hätten in Angelegen 
heit des Falles des Polizeiobermeisters Salzwedel auf 
Fragen von Journalisten die Unwahrheit gesagt. Das ist 
ein schwerwiegender Vorwurf, der der Nachprüfung be 
durfte. Wir haben uns in einer ausführlichen Sitzung 
des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung mit der 
Angelegenheit befaßt. In dieser Sitzung ergab sich fol 
gender Sachverhalt: 
Am 1. Februar dieses Jahres wurde die Obduktion des 
Autodiebes Braatz durchgeführt. An dieser Obduktion 
nahmen insgesamt drei Kriminalbeamte teil. Nach der 
Darstellung des die Obduktion leitenden Professors 
Krauland ergab sich bereits im Verlaufe der Unter 
suchung, daß die ursprünglich gegebene Tatdarstellung 
nicht zutreffen konnte. Am 2. Februar vormittags um 
10. 30 hat Herr Professor Krauland — so hat er schrift 
lich dem Senator für Inneres berichtet — den Polizei 
direktor wegen der Dringlichkeit und der Bedeutung 
des Falles angerufen und ihn darauf aufmerksam ge 
macht, daß nach dem Ergebnis der Untersuchungen es 
sich um einen Schuß handeln müsse, durch den Braatz 
getötet worden sei, der aus unmittelbarer Nähe abge 
geben worden sei. Um zu prüfen, ob es sich um einen 
aufgesetzten Schuß handele, würde noch ein ergänzen 
des Gutachten der kriminaltechnischen Untersuchungs- 
stelle eingeholt. Anschließend hat der Kriminaldirektor 
den Polizeipräsidenten hierüber informiert. 
Einen Tag später, am 3. Februar 1971, fand eine 
Pressebesprechung statt, in der der Polizeipräsident und 
der Kriminaldirektor mit einer Reihe von Journalisten 
unter anderem diese Angelegenheit erörtert haben. Im 
Verlaufe dieser Besprechung wurden der Kriminaldirek 
tor und der Polizeipräsident gefragt, was es Neues in 
der Angelegenheit Braatz-Salzwedel zu berichten gäbe. 
Der Polizeipräsident und der Kriminaldirektor erklär 
ten daraufhin — und ich will hier versuchen, dem Wort 
laut der schriftlichen Erklärung des Polizeipräsidenten 
zu folgen —■: Es könnten keine neuen Sachverhalte mit 
geteilt werden. — Alsbald erhob sich in der Presse die 
Beschuldigung, daß der Presse die Unwahrheit gesagt 
worden sei, weil nämlich dem Polizeipräsidenten bereits 
einen Tag zuvor auf dem Wege über Professor Krau 
land und den Kriminaldirektor das Ergebnis der durch 
geführten Obduktion mündlich mitgeteilt worden sei. 
Meine Damen und Herren! Wir haben an dieser Stelle 
uns die Frage vorzulegen, ob an den Polizeipräsidenten, 
der von diesem Hause gewählt worden ist, andere Maß 
stäbe anzulegen sind als an jeden einzelnen Polizei 
beamten auch, der seinen Dienst tut. Wir haben die 
Hoffnung gehabt, daß in der Sitzung des Ausschusses 
für Sicherheit und Ordnung, in der wir nicht nur eine 
eingehende Darstellung des Senats bekamen, sondern in 
der auch die beiden Beamten, nämlich der Polizeipräsi 
dent und der Kriminaldirektor, persönlich angehört 
worden sind, sich dieser Vorwurf aufklären ließe, etwa 
dahin, daß es sich um ein Mißverständnis oder um eine 
fehlerhafte Formulierung gehandelt habe. Die Aufklä 
rung blieb jedoch aus. Der Eindruck — für uns jeden 
falls im Ausschuß für Sicherheit und Ordnung — blieb 
zu unserem außerordentlichen Bedauern bestehen, daß 
die in zahlreichen Berliner Tageszeitungen gegen den 
Polizeipräsidenten und den Kriminaldirektor erhobenen 
Vorwürfe, öffentlich in dieser Angelegenheit die Un 
wahrheit gesagt zu haben, zutrafen. 
Von daher, meine Damen und Herren, haben wir in 
den Gremien, die bei uns für solche Angelegenheiten 
zuständig sind, sehr sorgfältig beraten, was nunmehr zu 
geschehen habe. Die Angelegenheit wurde dadurch noch 
besonders kritisch, daß der Polizeipräsident in der 
Öffentlichkeit sich in dieser Sache nach unserer Auf 
fassung jedenfalls, fehlerhaft verhalten hat. Der Polizei 
präsident hat ein Interview in der „Berliner Abenschau“ 
gegeben, das öffentlich bekannt ist und das ich hier 
nicht zu wiederholen brauche, von dem der der CDU- 
Fraktion angehörige Kollege Schmitz inhaltlich gesagt 
hat, hier sei ein Satz ausgesagt worden, den kein nor 
mal denkender Polizist von sich geben sollte und schon 
gar nicht der Polizeipräsident. In einer Rundfunksen 
dung des Rias äußerte der Polizeipräsident, er habe es 
satt, sich am Fließband ausfragen zu lassen. Und in 
einer Fernsehsendung gab es die Äußerung, und zwar, 
wohlgemerkt, bevor der hier vorliegende Dringlich 
keitsantrag von uns eingebracht worden war, jeder 
Wahlkampf gehe einmal vorüber. Und gegenüber dem 
Abgeordneten Kaschke hat der Polizeipräsident im An 
schluß an die Sitzung des Ausschusses für Sicherheit 
und Ordnung am 15. Februar 1971 erklärt, er habe es 
satt, sich so behandeln zu lassen, man werde schon 
sehen, was man davon habe. Und schließlich war noch 
bemerkenswert, daß in der schriftlichen Stellungnahme 
des Polizeipräsidenten an den Senator für Inneres vom 
12. Februar 1971, der den Mitgliedern des Ausschusses 
für Sicherheit und Ordnung zugeleitet worden war, als 
Quintessenz zitiert wird eine Bemerkung des früheren 
Regierenden Bürgermeisters von Berlin; Es wird künf 
tig darauf verzichtet, auch nur gesprächsweise den Jour 
nalisten aktuelle Informationen weiterzugeben, die, 
gleich aus welcher Quelle sie auch stammen mögen, 
nicht nach jeder Richtung hin überprüft worden sind. — 
In der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ord 
nung hat der Herr Senator für Inneres, danach gefragt, 
von sich aus erklärt, daß er eine solche Auffassung nicht 
teilen könne. 
Meine Damen und Herren! Damit entstanden folgende 
Probleme für uns: Es gab zunächst einmal die Frage, ob 
es von demokratisch gewählten Abgeordneten hinge 
nommen werden kann, daß dem Polizeipräsidenten in 
der Öffentlichkeit und in der Tagespresse zu Recht der 
Vorwurf gemacht werden kann, öffentlich die Unwahr 
heit gesagt zu haben. Und es ergab sich zum zweiten, ob 
aus den hier zitierten Äußerungen des Polizeipräsiden 
ten, die — ich wiederhole es noch einmal — vor der 
Stellung unseres Dringlichkeitsantrags abgegeben wor 
den waren, etwa der Schluß gezogen werden müsse, daß 
der Polizeipräsident das verfassungsrechtlich garantierte 
Kontrollrecht — ja ich möchte sagen, die Kontrollpflicht 
— des Parlaments nicht hinreichend achtet. Nach sorg 
fältiger Abwägung aller Umstände haben wir uns ver 
pflichtet gesehen, diesen Antrag hier vorzulegen, zu dem 
wir Ihre Zustimmung erbitten. Es ist dies ein Antrag, 
der uns nicht leicht gefallen ist; ein Antrag, der uns 
schon deshalb nicht leicht gefallen ist, weil — das sage 
ich an dieser Stelle mit aller Offenheit — der Polizei 
präsident mit den Stimmen meiner Fraktion gewählt 
worden ist und weil ich noch vor kurzem an dieser 
Stelle im Zusammenhang mit der Affäre Weil ausdrück 
lich, und zwar zweimal, darauf hingewiesen habe, daß 
wir durchaus anerkennen, daß der Polizeipräsident 
Klaus Hübner ein Polizeipräsident der notwendigen 
Reformen sei und daß er deshalb durchaus insoweit 
unsere Anerkennung verdiene. 
(Abg. Behrend: Na bitte!)
	        

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