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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Other:
Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung
Berlin
Title:
Stenographischer Bericht / Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin
Publication:
Berlin: Stadtverordnetenversammlung 1950
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Dates of Publication:
1. Band, Nr. 1 (26. November 1946)-1. Band, Nr. 66 (30. November 1950)
ZDB-ID:
2848205-0 ZDB
Succeeding Title:
Stenographischer Bericht
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 860 EU. Bund. Länder. Städte. Gemeinden. Institutionen: Kommunalpolitische Institutionen
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1949
Language:
German
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8059785
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions

Issue

Title:
Nr. 6, 3. März 1949, Ordentliche Sitzung

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 19, 16. Januar 1986
  • Nr. 20, 30. Januar 1986
  • Nr. 21, 1. Februar 1986
  • Nr. 22, 13. Februar 1986
  • Nr. 23, 27. Februar 1986
  • Nr. 24, 13. März 1986
  • Nr. 25, 15. März 1986
  • Nr. 26, 9. April 1986
  • Nr. 27, 17. April 1986
  • Nr. 28, 24. April 1986
  • Nr. 29, 15. Mai 1986
  • Nr. 30, 29. Mai 1986
  • Nr. 31, 12. Juni 1986
  • Nr. 32, 26. Juni 1986
  • Nr. 33, 12. Juli 1986
  • Nr. 34, 11. September 1986
  • Nr. 35, 25. September 1986

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
29. Sitzung vom 15. Mai 1986 
1585 
Rasch 
(A) den fossilen und alternativen Energieträgern und dem Bedarf 
vorhanden war. Wir halten diese Position nach wie vor für 
richtig. Wr stellen selbstkritisch fest, daß womöglich in der 
gesamten Republik, auch in Berlin, diese Position - auch von 
meiner Partei - in den letzten Jahren nicht mehr so ernst 
genommen worden ist, wie sie ernst genommen hätte werden 
müssen, wenn man die Beschlußlage und die Ausgangsposi 
tion betrachtet. 
[Beifall des Abg. Haberkorn (AL)] 
- Ich freue mich immer, wenn Sie bei Selbstkritik der anderen 
Parteien klatschen. Sie sollten das mal bei sich selbst tun. 
[Beifall bei der CDU] 
Aber das ist das Problem, da Sie ja immer im Stande der Wahr 
heit sind, werden Sie niemals Selbstkritik üben. Wr sind eben 
Zweifler und relativieren uns selber. 
[Helms (AL): Sie haben doch die Mehrheit 
in diesem Hause!] 
Bei Ihnen vergeht mir das Strahlen, muß ich ehrlich sagen - in 
jeder Beziehung. 
[Schenk (AL): Wenn es nur bei Ihnen strahlen würde, 
wäre es nicht so schlimm!] 
Ich bin froh, daß die bisherige Debatte dazu geführt hat und 
deutlich gemacht hat, daß das kein Thema für einen partei 
politischen Streit ist. Denn wir müssen feststellen, daß kein 
Bundesland und keine Regierung, nach unserer heutigen Ein 
schätzung niemand, angemessen, zügig, richtig, insbeson 
dere bei der Information auf diese Katastrophe von Tscherno- 
(B) byl reagiert hat: Weder Hessen noch Nordrhein-Westfalen 
noch Baden-Württemberg noch Berlin. Wr müssen das 
schlicht feststellen - und wir stellen uns auch mit Sorge die 
Frage, was wäre eigentlich passiert, wenn mehr geschehen 
wäre an Belastung, als geschehen ist -, wie hätten wir eigent 
lich in der Bundesrepublik gegenüber dem Bürger angemes 
sen mit richtigen Informationen und den richtigen Maßnah 
men reagiert? Wir haben gemeinsam Zweifel, daß die Informa 
tionen ausreichend gewesen wären, ganz gleich, ob es die 
rot-grüne Koalition in Hessen oder die absolute Mehrheit der 
CSU in Bayern betrifft. Wahrscheinlich hätten wir nicht mit den 
Informationen und Maßnahmen aufwarten können, die not 
wendig gewesen wären. 
[Helms (AL); Es wurde doch der Notstand 
ausgerufen!] 
Und deshalb sage ich noch mal: Wir sind mit einem blauen 
Auge davongekommen. 
Nun bin ich nicht bereit, den Weg zu gehen, den die AL 
gegangen ist und den auch manche in der Öffentlichkeit 
gehen, das Thema „Kernenergie“ zu einem neuen Religions 
krieg zu machen. 
[Helms (AL): Sie machen doch einen Religionskrieg 
daraus!] 
- Nun hören Sie doch erst einmal zu. 
[Weitere Zurufe von der AL] 
- Ich mache Ihnen ein Angebot, das Sie nicht ausschlagen 
sollten: Warten Sie doch erst einmal ab, bis ich gesprochen 
habe; dann schicken Sie einen neuen Redner herauf, der 
dann Ihre abschließende Bewertung loslassen kann. 
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU] 
Sie sollten erst zuhören lernen! Sie reden immer von der Igno- (C) 
ranz der Macht, und hier haben Sie die Ignoranz der mangel 
haften Zuhörerschaft. 
[Beifall bei der F.D.P, und der CDU - 
Helms (AL): Wir machen inhaltliche Zwischenrufe!] 
- Ich lasse mich von Ihnen nicht aus der Ruhe bringen; ich 
mache Ihnen ein weiteres Angebot: Ich höre Ihren Rednern ja 
immer zu. 
[Helms (AL): Wir hören Ihnen ja auch zu, 
sonst würden wir keine Zwischenrufe machen!] 
- Stellen Sie sich mal vor: Ich ertrage sie sogar. 
[Schicks (CDU): Wir müssen sie ja auch ertragen!] 
- Ich bin aber nur begrenzt bereit, das zu ertragen. Herr Präsi 
dent, ich finde es ganz fair, wenn man hier einmal in Rede und 
Gegenrede spricht; im übrigen pflege ich hier relativ frei zu 
sprechen und erwarte von Ihnen, daß Sie zuhören. Aber man 
muß dem Bürger einmal klarmachen, daß Sie nicht zuhören 
wollen. - Ich bin jedenfalls nicht bereit, aus dem Thema „Kern 
energie“ einen neuen Religionsstreit zu machen. Ich be 
fürchte allerdings, daß das Thema - von wem auch immer, 
womöglich von verschiedenen Seiten - für die innenpoli 
tische Debatte instrumentalisiert wird, 
[Helms (AL): Natürlich!] 
ganz fern von sachlichen Erwägungen, rein als Mittel des 
Glaubenskriegs, um eine innenpolitische Polarisierung in un 
serem Lande zu erreichen. Ich möchte dazu beitragen, daß wir 
gemeinsam versuchen, uns auf eine sachliche Position zu 
konzentrieren. 
(D) 
[Helms (AL): Sagen Sie mal was zur Sache!] 
Welche Konsequenzen sind für uns aus dieser Katastrophe 
zu ziehen? - Erste Konsequenz: Wir müssen gemeinsam for 
dern - das ist auch gestern im Bundestag geschehen -, daß 
wir nicht nur Informationen seitens der Regierungen der ver 
schiedenen Länder im Zusammenhang mit Zwischenfällen 
erwarten, sondern wirerwarten eine Informationspflicht jeder 
Regierung. Jedes Land, das Kernenergie für wirtschaftliche 
und friedliche Zwecke benutzt, muß sich der Verpflichtung 
unterziehen, grundsätzlich und jederzeit jeden Zwischenfall, 
jede Störung und jedes Problem im Zusammenhang mit dem 
Betrieb von Kernkraftwerken international mitzuteilen. 
Zweitens: Wir brauchen klare Absprachen über die Maß 
nahmen, und wir brauchen Information gegenüber dem Bür 
ger, welche Werte wirklich belastend sind, wo eine Grenze 
erreicht ist und - wenn diese Grenze erreicht ist - welche 
Schäden eintreten und welche Maßnahmen der Bürger ergrei 
fen kann, welche Maßnahmen die Kommunen ergreifen müs 
sen, welche Maßnahmen das Land ergreifen muß, um den 
Bürger optimal zu schützen. Hier muß Klarheit herrschen, und 
deswegen ist nach meiner Ansicht die Bundesregierung, ist 
der Bund aufgefordert, die gesetzgeberischen Möglichkeiten 
zu nutzen, um zentral und bundeseinheitlich auf einem hohen 
wissenschaftlichen Erkenntnisstand Information zu geben 
und Kriterien festzusetzen, damit der Bürger aus dieser Phase 
einer katastrophalen Informationslosigkeit und damit Un 
sicherheit endlich herauskommt. 
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU] 
Das dritte zwingend Notwendige ist - das wird auch gefor 
dert; wir können es von hier aus nur unterstützen -, eine klare 
Absprache zur internationalen Zusammenarbeit bei der Ver 
besserung sämtlicher Sicherheitsbedingungen von Kernkraft 
werken herbeizuführen. Hierzu hat Herr Gorbatschow bereits
	        

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