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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 17.1891 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 17.1891 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Krögen, Karl Heinrich
Titel:
Freye Bemerkungen über Berlin, Leipzig und Prag : Original und Kopie / [Karl Heinrich Krögen]
Erschienen:
[S.l.]: S.n., 1785
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013
Umfang:
258 S.
Schlagworte:
Berlin in Urteil und Kritik. Selbst- und Fremdbild
Berlin:
B 235 Kulturgeschichte: Berlin in Urteil und Kritik. Selbst- und Fremdbild
Dewey-Dezimalklassifikation:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9238091
Sammlung:
Geschichte, Kulturgeschichte
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Haus Berliner Stadtbibliothek
Signatur:
B 235/61 b
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Prag

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 17.1891 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 4. Oktober 1890, No. 1
  • 11.Oktober 1890, No. 2
  • 18. Oktober 1890, No. 3
  • 25. Oktober 1890, No. 4
  • 1. November 1890, No. 5
  • 8. November 1890, No. 6
  • 15. November 1890, No. 7
  • 22. November 1890, No. 8
  • 29. November 1890, No. 9
  • 6. Dezember 1890, No. 10
  • 7. Dezember 1890, No. 11
  • 8. Dezember 1890, No. 12
  • 9. Dezember 1890, No. 13
  • 10. Dezember 1890, No. 14
  • 13. Dezember 1890, No. 11
  • 20. Dezember 1890, No. 12
  • 27. Dezember 1890, No. 13
  • 2. Januar 1891, No. 14
  • 10. Januar 1891, No. 15
  • 17. Januar 1891, No. 16
  • 24. Januar 1891, No. 17
  • 31. Januar 1891, No. 18
  • 7. Februar 1891, No. 19
  • 14. Februar 1891, No. 20
  • 21. Februar 1891, No. 21
  • 28. Februar 1891, No. 22
  • 7. März 1891, No. 23
  • 14. März 1891, No. 24
  • 21. März 1891, No. 25
  • 28. März 1891, No. 26
  • 4. April 1891, No. 27
  • 11. April 1891, No. 28
  • 18. April 1891, No. 29
  • 25. April 1891, No. 30
  • 2. Mail 1891, No. 31
  • 9. Mail 1891, No. 32
  • 16. Mail 1891, No. 33
  • 23. Mail 1891, No. 34
  • 30. Mail 1891, No. 35
  • 6. Juni 1891, No. 36
  • 13. Juni 1891, No. 37
  • 20. Juni 1891, No. 38
  • 27. Juni 1891, No. 39
  • 4. Juli 1891, No. 40
  • 11. Juli 1891, No. 41
  • 18. Juli 1891, No. 42
  • 25. Juli 1891, No. 43
  • 1. August 1891, No. 44
  • 8. August 1891, No. 45
  • 15. August 1891, No. 46
  • 22. August 1891, No. 47
  • 29. August 1891, No. 48
  • 5. September 1891, No. 49
  • 12. September 1891, No. 50
  • 19. September 1891, No. 51
  • 26. September 1891, No. 52

Volltext

-s 259 fr— 
sie wohl frei lassen, wenn der Graf es bezahlt. Ich gönne 
es dem braven Jungen, aber der," damit deutete er auf Ernst 
v. Braun, „der sieht aus, als nehme er das Leben nicht ge 
schenkt. Gott segne das brave Herz!" 
Man brachte den Gefangenen in einen festen Kellerraum. 
Es wär schon bekannt, daß die Franzosen sich mit den Ge 
fangenen , die man mit den Waffen in der Hand ergriffen, 
nicht begnügten, sondern eine Anzahl Handwerksburschen und 
andere Leute aufgegriffen und zum Tode geführt,*) nur um der 
Rache des Korsen eine größere Zahl Opfer bieten zu können. 
Es war daher mir Recht auffällig, daß man Ernst v. Braun 
hiehergeschleppt, und jeder erkannte darin eine versteckte Ab 
sicht oder eine besondere Bosheit Martignys. Jda erriet es 
auf der Stelle, noch ehe Wlaska ihre Ahnung bestätigen konnte, 
daß Martignl) diese Grausamkeit angeordnet. Der Eindruck, 
den der Anblick des Gefesselten auf sie machte, war furchtbar; 
sie mußte zittern, daß man Emmo ihr bald ebenso vorführeit 
werde; sie gedachte der unglücklichen Mutter und Schwester des 
Knaben auf Nonnenbruch. Das Herz wollte ihr brechen, aber 
ihr Auge fand keine Thränen, wie in stumpfer Verzweiflung 
saß sie da. 
Die Soldaten tobten auf dem Hofe, man hatte noch nicht 
für sie gekocht, man hatte ja keine Einquartierung erwartet. 
Der Graf rief Jda, daß sie für die Offiziere sorge; wohl oder 
übel mußte sie an die Bewirtung der Menschen denken, die 
ihre Seele aufs tiefste empört; die Wirtschafterin, die Mägde 
hatten alle Hände voll zu thun. 
Es schien, als ob die Chasseurs es darauf abgesehen, hier 
die unzufriedenen Herren zu spielen; sie hörten nicht auf die 
Entschuldigung, daß ihre Ankunft nicht gemeldet sei, sie schimpften, 
fluchten, trieben die Dienstleute zur Eile an, drangen in die 
herrschaftlichen Zimmer, um es sich dort behaglich gu machen, 
und keiner wehrte ihnen. Als Jda die Küche betrat, wetterte 
dort der Befehlshaber der Chasseurs, der Oberlieutenant Marcel, 
und drohte mit der Reitpeitsche, beim Anblick Jdas aber ver 
stummte er; — betroffen von ihrer Schönheit errötete er be- j 
schämt, um im nächsten Augenblick den Galanten zu spielen. 
„Verzeihung," sagte er. „aber wo die Schönheit thront, 
da füge ich mich in Geduld. Meine Leute haben Hunger, 
aber sie sollen warten; ehe ich dulde, daß Sie sich bemühen, 
lasse ich die Soldaten aus dem Hose bivouakieren." 
Er bol Jda den Arm. sie aus der Küche zil führen, aber j 
sie wich zurück. Er ließ sie ihre Anordnungen treffen, er 
musterte sie mit dreisten, kühnen Blicken, bis sie das Nötige 
angeordnet, dann drängle er sich ihr abermals auf. „Ich 
wette," sagte er, „Sie sind die Schwester der Frau des Kapitäns 
Marligin), also eine halbe Französin. Als Wirtin und als 
Schivester der Frau v. Martigni) dürfen Sie einen Cavalier- 
dienst nicht verschmähen. Machen Sie den Befehlshaber der 
Truppen auf Schloß Wedehlen zu Ihrem gehorsamen Sklaven, 
und Sie sind die Königin!" 
„Deren Befehle Sie nicht respektieren würden. Oder soll 
ichs probieren?" 
„Ich stürze mich in den Tod, wenn Sie es befehlen. 
Aber so grallsam werden Sie nicht sein." 
„Sie führten einen Gefangenen ins Schloß, der mein 
Jugendgespiele gewesen. Er ist fast noch ein Knabe. Befreien 
*} Bergt Hausier, „Deutsche Geschichte". 
Sie ihn von seinen Fesseln, und ich werde ansangen, Sie achten 
zil lernen." 
„Ihr Befehl wird vollzogen werden. Nehmt dem Ge 
fangenen die Fessel ab," beauftragte er einen Sergeanten, 
„es ist genug, wenn er unter Schloß und Riegel gehalten wird." 
„Ich danke Ihnen," sagte Jda. „ich würde das aber 
freudiger sagen können, wenn nicht meine Bitte, sondern mensch 
liches Gefühl Ihnen diesen Befehl diktiert hätte. Geben Sie 
den armen Knaben frei, er ist ein Verführter." 
„Ich wollte ineinen Arin darum geben, dürfte ich Ihnen 
gehorchen. Aber für den Gefangenen hafte ich init meiner 
Ehre. Er ist ein schwerer Verbrecher und mir anvertraut. 
Morgen soll er erschossen werden." 
„Unmöglich!" schrie Jda auf. „Führen die Franzosen 
mit unreifen Jünglingen Krieg? In welchein Kriege erschießt 
man Gefangene? Ist es in Frankreich ein Verbrechen, die 
Waffen für das Vaterland zu erheben?" 
„Das Vaterland des jungen Mannes ist das Königreich 
Westfalen, und er hat die Waffen gegen seinen König erhoben. 
Er soll aber alich einen seiner Kameraden ermordet haben, 
der im Dienste der Polizei stand. Reden Sie mit dem 
Kapitän Martignh, der kann Gnade üben, wenn er will, ich 
muß gehorchen." 
„Der Kapitän ist ein Elender —" 
„Um Gottes willen, lassen Sie das niemand hören! 
Wenn Sie das sagen, kann ich freilich nicht daran zweifeln, 
daß er mit bösen Absichten hergekommen: es war mir schon 
befremdend, daß er mir den Befehl schickte, hier mit aller 
Strenge nufzulrelen, aber er hat das Kommando. Lassen Sie 
es ihn nicht merken, daß Sie ihm grollen, er hat Vollmachten 
und ist der Mann, seine Macht auszubeuten. Reizen Sie ihn 
also nicht! Was in meiner Macht steht, Ihnen gefällig zu 
sein, das wird auf Ihren leisesten Wink geschehen, für ein 
Lächeln Ihrer schönen Augen ginge ich durchs Feuer." 
„Ich kann keinen Mann achten, der einem Elenden ge 
horcht," versetzte Jda, sich stolz abwendend. „Ihre Warnung 
mag ivohlgemeint sein, aber, bin ich auch nur ein Weib, so 
bin ich doch zu stolz, um zu heucheln. Mag der Kapitän sich 
zu rächen versuchen, ich sage es ihm ins Antlitz, daß ich ihn 
verachte." 
Die Miene des Offiziers zeigte eine Mischung von Un 
ruhe und Angst, daß jemand die Worte höre, dann aber auch 
von Bewunderung, Verehrung und flammender Leidenschaft. 
„Leise," flüsterte er, „leise. Sie kennen die Gemalt nicht, 
die in den Händen der Polizei ruht, und wissen nicht, welche 
Mittel ihr zu Gebote stehen, selbst den Unschuldigsten zu ver 
derben. Die Klugheit gebietet Vorsicht, man giebt sich nicht 
unnütz dem Zahne des Tigers preis!" 
Es entstand eine Pause. Man hatte den Salon erreicht, 
durch die geöffneten Thüren desselben sah man die Diener 
damit beschäftigt, die Tafel zu decken; der Kapitän Mariigiir) 
ordnete an, daß das große silberne Tafelgeschirr aufgelegt und 
für sieben Personen gedeckt werde. 
Jda lächelte bitter. „Ich wundere mich," sagte sie, „daß 
er keinen Ball arrangiert, daß er nicht Tanzmusik bestellt." 
Der Kapitän mußte die Nahenden bemerkt haben. Er trat 
in den Salon, und es schien ihn zu befriedigen. Jda an der 
Seite des Offiziers der Chasseurs zu sehen. 
(Fortsetzung folgt.)
	        

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