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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1984/85, 9. Wahlperiode, Band V, 71.-86. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1984/85, 9. Wahlperiode, Band V, 71.-86. Sitzung (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Krögen, Karl Heinrich
Titel:
Freye Bemerkungen über Berlin, Leipzig und Prag : Original und Kopie / [Karl Heinrich Krögen]
Erschienen:
[S.l.]: S.n., 1785
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013
Umfang:
258 S.
Schlagworte:
Berlin in Urteil und Kritik. Selbst- und Fremdbild
Berlin:
B 235 Kulturgeschichte: Berlin in Urteil und Kritik. Selbst- und Fremdbild
Dewey-Dezimalklassifikation:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9238091
Sammlung:
Geschichte, Kulturgeschichte
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Haus Berliner Stadtbibliothek
Signatur:
B 235/61 b
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Leipzig

Kapitel

Titel:
Lustbarkeiten

Kapitel

Titel:
Das große Vogelschießen

Schnellzugriff

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1984/85, 9. Wahlperiode, Band V, 71.-86. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 71, 28. Juni 1984
  • Nr. 72, 14. Juli 1984
    Nr. 72, 14. Juli 1984
  • Nr. 73, 13. September 1984
  • Nr. 74, 24. September 1984
  • Nr. 75, 11. Oktober 1984
  • Nr. 76, 25. Oktober 1984
  • Nr. 77, 8. November 1984
  • Nr. 78, 15. November 1984
  • Nr. 79, 22. November 1984
  • Nr. 80, 5. Dezember 1984
  • Nr. 81, 6. Dezember 1984
  • Nr. 82, 7. Dezember 1984
  • Nr. 83, 21. Dezember 1984
  • Nr. 84, 31. Januar 1985
  • Nr. 85, 5. Februar 1985
  • Nr. 86, 7. März 1985

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
77. Sitzung vom 8. November 1984 
(A) Rasch (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 
[Zuruf von der CDU: Frau Präsidentin!] 
-Verzeihung, Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, ich 
bin beglückt, daß heute abend die protokollarischen Feinhei 
ten noch so ernst genommen werden, das finde ich gut. 
Stellv. Präsidentin Wiechatzek: Also ich sehe das als mehr 
als eine protokollarische Feinheit an, Herr Kollege Rasch, 
muß ich jetzt doch sagen, Sie haben mich jetzt herausgefor 
dert. 
[Beifall] 
Rasch (F.D.P.): Frau Präsidentin, ich habe leider Ihren 
Beitrag hinter mir nicht hören können, weil die Akustik so 
schlecht ist, aber ich entnehme dem Beifall, daß dies ein guter 
Beitrag war. 
Wir beschäftigen uns hier eigentlich mit der Frage, wie wir 
im Berliner Parlament Konsequenzen aus der Debatte und 
den Vorkommnissen ziehen, die wir im Deutschen Bundestag 
und auf der Bonner Ebene, wenn ich das so vereinfachend 
sagen darf, zur Kenntnis nehmen mußten. Und ich bedauere, 
daß wir bisher hier nur von der AL eine Problematisierung der 
Bonner Entwicklungen und Probleme gehört haben. Ich ver 
hehle nicht für meine Fraktion, daß wir die Lage und die 
öffentliche Einschätzung des Parlamentarismus als sehr ernst 
betrachten. Das ist ganz eindeutig, und ich kann auch nicht im 
geringsten irgendwelche Sympathie oder Verharmlosung 
mitteilen, bezogen auf die Vorkommnisse, die nun mitgeteilt 
worden sind. Und daß das im Zentrum der Flick-Konzern ist, 
mit seiner ganz bestimmten Praxis, ist gar keine Frage. Aber 
wenn wir hier debattieren, dann müssen wir uns doch fragen; 
Was bedeutet das für Berlin und welche Konsequenzen wollen 
wir hier ziehen? - Und dann sollten wir uns auch füglich davor 
hüten, verschiedenste Sachverhalte durcheinanderzubrin 
gen. Einmal geht es ja um den Komplex der Parteienspenden. 
Ich sage hier ausdrücklich, daß Spenden an die Parteien 
legitim und legal sind und gerade nach der neuen gesetzli 
chen Regelung wohl auch auf einer sauberen Grundlage 
beruhen. 
Natürlich ist die Frage berechtigt, Herr Kollege Köppl, 
warum denn jemand überhaupt spendet. Natürlich ist die 
Frage berechtigt. 
[Köppl (AL); Versuchen Sie mal eine Antwort!] 
Ich sage Ihnen eine ganz klare Antwort; Wenn die F.D.P. jetzt 
Spenden erhält, dann deshalb, damit sie als Partei weiter 
handeln und agieren kann, weil sie sich aus dem eigenen 
Finanzrahmen nicht finanzieren kann, 
[Kunzeimann (AL); Im Interesse der Spender!] 
wie auch die SPD sich nicht aus dem eigenen Finanzrahmen 
finanzieren kann. Und die Spender sagen auch ganz deutlich, 
daß sie ein Interesse an der Existenz der F.D.P. als Vertreter 
des politischen Liberalismus haben. Das sagen sie ganz klar. 
[Unruhe und Gelächter bei der AL] 
- Daß Sie natürlich lachen, das zeigt, daß Sie die Debatte auf 
einem Niveau führen wollen, dem ich nichtzu folgen beabsich 
tige. Das tue ich nicht! Das ist ganz klar. Die SPD sagt ja auch 
ganz offen, daß sie Spenden benötigt, um ihre politische Arbeit 
als Partei vollziehen zu können. Das ist doch ganz klar. Das 
Problem tritt doch nur dann ein, wenn man nicht mehr in der 
Lage sein will oder es nicht getan hat, die Herkunft der 
Spenden auch bekanntzugeben, sich in dem Rahmen der 
gesetzlichen Verpflichtungen zu bewegen, so wie sie beste 
hen. Das ist doch ganz klar und auch ganz legitim! 
[Abg. Dr. Köppl (AL) meldet sich zu einer 
Zwischenfrage.] 
Stellv. Präsidentin Wiechatzek; Herr Abgeordneter, gestat 
ten Sie eine Zwischenfrage? 
Rasch (F.D.P.); Ja, gerne! 
Dr. Köppl (AL): Herr Rasch, Sie haben eben deutlich gesagt, 
daß sie nach Ihrer Meinung Spenden bekommen, weil das 
Spenden der Großindustrie sind und die Großindustrie ein 
Interesse daran hat, daß die F.D.P. weiter existiert. - Gut! 
Rasch (F.D.P.): Nein, Herr Köppl, das habe ich nicht gesagt. 
[Dr. Köppl (AL): Ja, ich habe es so verstanden!] 
- Nein, das ist Ihre typische Art, Fragen zu stellen. 
[Unruhe bei der CDU - Krüger (CDU): Zuhören!] 
Ich habe gesagt, daß wir Spenden erhalten von Leuten und 
auch von Betrieben, Einrichtungen, die ein Interesse daran 
haben, daß die F.D.P. als politische Kraft weiter besteht, damit 
sie arbeiten kann als Partei und ihrem Auftrag gerecht werden 
kann. 
[Beifall des Abg. Krüger (F.D.P.)] 
Das sind Einzelspenden von 100 DM; es mögen auch größere 
Spenden sein. Große bekommen wir hier nicht, haben wir in 
Berlin noch nie bekommen. Insofern ist das eine ganz klare 
Tatsache. 
Dr. Köppl (AL): So, jetzt die Frage! Herr Rasch, es könnte ja 
sein, daß aus umweltpolitischen Interessen oder anderen 
Interessen es notwendig ist, daß man einmal eine wichtige 
und grundsätzliche Entscheidung gegen einen Großspender 
fällen muß, zum Beispiel gegen die Autoindustrie. Meinen Sie, 
daß Sie noch unbefangen sind in Ihrer politischen Entschei 
dung, wenn es zum Beispiel herauskäme, daß die deutsche 
Autoindustrie im wesentlichen zu Ihrem Finanzvolumen bei 
trägt? Glauben Sie, daß Sie dann noch politisch in der Lage 
wären, einen Entschluß zu fassen, der notwendig ist, wenn er 
gegen die Autoindustrie gerichtet wäre? 
[Dr. Neuling (CDU): Das sind doch alles miese 
Unterstellungen!] 
Rasch (F.D.P.): Herr Kollege Köppl, Sie arbeiten wirklich mit 
Unterstellungen. Ich würde jede Spende ablehnen, wenn der 
Spender versuchte, über die Spende Einfluß zu nehmen. Das 
sage ich Ihnen ganz klar! 
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU] 
Da lachen Sie, sehen Sie, das ist so typisch. Wenn man Sie im 
Umkehrschluß mit ganz bestimmten Praktiken in Verbindung 
bringt, dann finden Sie das skandalös. Wenn Sie sich an einer 
Demonstration beteiligen oder dazu aufrufen, die dann ge 
walttätig wird, und wenn man Ihnen dann hinterher unterstellt, 
Sie seien ja Gewalttäter, dann sind Sie empört. Genau diese 
Umkehrschlüsse machen Sie aber bei uns sofort. Wenn wir 
Geld nehmen, dann sind wir korrupt; wenn wir Geld nehmen, 
dann werden wir beeinflußt, dann werden wir identifiziert mit 
Maßnahmen und Methoden, wie sie zum Beispiel auf der 
Bonner Szene teilweise vorgekommen sind. Das ist immer im 
4810
	        

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