Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1968, V. Wahlperiode, Band II,21.-43. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1968, V. Wahlperiode, Band II,21.-43. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Kapp, K. L.
Titel:
Kapp's Berlin : neuer und vollständiger Führer durch Berlin, Potsdam und Umgebung Berlin's für Fremde und Einheimische, mit besonderer Rücksicht auf Kunst, Vergnügen, öffentl. und gesellschaftl. Leben, Verkehr, Wissenschaft u. Industrie ; methodisch und übersichtlich bearbeitet / K. L. Kapp
Ausgabe:
4., gänzl. umgearb. Aufl.
Erschienen:
Berlin: Kapp, 1873
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013
Umfang:
XIV, II, 252 S.
Schlagworte:
Berlin ; Berlinführer bis 1945 ; Führer ; Online-Publikation
Berlin:
B 22 Berlinführer bis 1945
Dewey-Dezimalklassifikation:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8409060
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Haus Berliner Stadtbibliothek
Signatur:
B 22/44:1873
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Fünfzehnter Abschnitt. Potsdam und die Umgebungen von Berlin

Kapitel

Titel:
A. Potsdam und seine Umgebung

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1968, V. Wahlperiode, Band II,21.-43. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 21, 25. Januar 1968
  • Nr. 22, 8. Februar 1968
  • Nr. 23, 22. Februar 1968
  • Nr. 24, 14. März 1968
  • Nr. 25, 28. März 1968
  • Nr. 26, 11. April 1968
  • Nr. 27, 18. April 1968
  • Nr. 28, 25. April 1968
  • Nr. 29, 9. Mai 1968
  • Nr. 30, 30. Mai 1968
  • Nr. 31, 12. Juni 1968
  • Nr. 32, 27. Juni 1968
  • Nr. 33, 10. Juli 1968
  • Nr. 34, 11. Juli 1968
  • Nr. 35, 19. September 1968
  • Nr. 36, 26. September 1968
  • Nr. 37, 10. Oktober 1968
  • Nr. 38, 24. Oktober 1968
  • Nr. 39, 14. November 1968
  • Nr. 40, 28. November 1968
  • Nr. 41, 11. Dezember 1968
  • Nr. 42, 12. Dezember 1968
  • Nr. 43, 13. Dezember 1968

Volltext

TI. Sitzung vom 8. Februar 1968 
651 
Voelker 
brochen ist, wieder aufzunehmen. Und sie entspricht 
letztlich, meine Damen und Herren, unserem gesetz 
geberischen Auftrag, den wir von der Bevölkerung die 
ser Stadt erhalten haben. 
Ich möchte es im Grunde genommen bei diesen Aus 
führungen zur Begründung unserer Großen Anfrage 
belassen. Die Debatte wird es uns ermöglichen, ergän 
zende Bemerkungen zu machen. Auf drei Gesichts 
punkte möchte ich aber, die uns besonders bedeutsam 
erscheinen, abschließend hinweisen. 
Erstens: Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß Oppo 
sition gegen den demokratischen Rechtsstaat die kon 
krete Gefahr in sich birgt, stets das Aufkommen rechts 
extremer Kräfte zu begünstigen. 
(Zurufe von SPD und CDU: Sehr richtig! 
Sehr wahr!) 
Wir wissen bereits in der augenblicklichen Situation, 
mit welch wacher Aufmerksamkeit, Skepsis und Be 
sorgnis die Weltöffentlichkeit die Ereignisse und Ent 
wicklungen dieser Art in Deutschland registriert. Das 
mühsam erworbene Vertrauen der Welt in unsere demo 
kratische Gesinnung droht dadurch erneut Schaden zu 
erleiden. 
Unsere zweite Sorge hat Professor Löwenthal in 
seinem Beitrag „Studenten und demokratische Öffent 
lichkeit“ formuliert. Ich zitiere: 
Es gehört ja zum Wesen der Demokratie, daß sie 
auf der Erkenntnis der notwendigen Mängel aller 
menschlichen Institutionen aufgebaut ist. Wer an 
die Möglichkeit einer perfektionistischen Staats 
form glaubt, der endet notwendig bei der Diktatur, 
beim Versuch, seine Idee der Perfektion den un 
vollkommenen Menschen aufzuzwingen. 
Diese Tatsache, meine Damen und Herren, wird insbe 
sondere dadurch bestätigt, wenn wir beobachten, zu 
welchem Ausmaß von Fanatismus und Haß die Demon 
strationen der vergangenen Wochen geführt haben. 
Drittens: Der letzte Hinweis geht von der Tatsache 
aus, daß die Vorgänge an den Universitäten nicht ohne 
Einfluß auf die schulische Jugend, nämlich den Studen 
ten von morgen, geblieben sind. 
Wir glauben bei der Erörterung dieser Fragen, daß 
es nicht Stunde billiger Polemik sein darf, sondern das 
Bemühen, praktische Wege aufzuzeigen, auf denen im 
Zusammenwirken aller demokratischen Kräfte die Fra 
gen der Lösung nähergebracht werden können. Aus 
diesem Grunde haben wir in Ergänzung zu unserer 
Großen Dringlichkeitsanfrage einen Antrag eingebracht, 
der das ergänzt, was wir im allgemeinen ausgeführt 
haben, der davon ausgeht, das zu konkretisieren, worum 
es sich im Moment handelt. Die Begründung zu diesem 
Antrag werden wir im einzelnen im Laufe der Debatte 
geben. 
(Beifall bei der SPD.) 
Präsident Sickert: Das Wort zur Begründung der 
Großen Anfrage der CDU hat Herr Abgeordneter 
Amrehn. 
Amrehn (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! In den Begründungen für die Großen Anfragen 
wird sich, Herr Kollege Voelker, die CDU mit der SPD 
weithin treffen. Wir werden nachher sehen, ob wir in 
den konkreten Schlußfolgerungen und in den Entschlüs 
sen über die notwendigen Maßnahmen ebenfalls über 
einstimmen. Wir führen eine solche Debatte über Aus 
schreitungen in der Stadt bekanntlich nicht zum ersten 
Male. Vor über zwei Jahren hat die CDU hier im 
Abgeordnetenhaus die erste Große Anfrage zu Aus 
schreitungen am Amerika-Haus eingebracht. Seitdem 
hat der Umfang und die Kriminalität der Demonstra 
tionen immer mehr zugenommen. Es ist auch seit dem 
Herbst nicht besser geworden. Es hat sich verschlim 
mert. Und ich finde in den Ausführungen von Herrn 
Kollegen Voelker eine Bestätigung für das, was ich 
sage, denn er sprach von der bedrohlichen Zuspitzung, 
die sich jetzt ergeben habe, und in dem Antrag oder der 
Anfrage der sozialdemokratischen Fraktion ist von der 
wachsenden Unruhe der Bevölkerung die Rede. 
Meine Damen und Herren! Diese Unruhen, diese 
Demonstrationen, Vorfälle wie am vergangenen Sonn 
abend sind in der Tat heute das beherrschende Element 
der Gespräche unter der Bevölkerung und der eigent 
liche Grund der politischen Unruhe, die in der Bevöl 
kerung schwelt. Die Dinge haben sich ausgeweitet in 
den letzten Wochen. Die Unruhen sind von der Freien 
Universität auf die Technische Universität übergegan 
gen, die wir sonst immer noch als eine Stätte ruhiger 
Lehre und Forschung gekannt haben. Die Feier der 
Rektoratsübergabe ist in Anwesenheit des Herrn Regie 
renden Bürgermeisters durchgehend gestört worden. 
An der Freien Universität wagt man eine solche Feier 
der Rektoratsübergabe nicht mehr durchzuführen. Statt - 
dessen erleben wir die stundenlange Belagerung eines 
Sitzungssaales, in dem Professoren der Philosophischen 
Fakultät tagen. Wir erleben, daß schließlich die Tür zu 
diesem Sitzungssaal durchbrochen wird, und wir erleben, 
daß Knallkörper in der Universität geworfen werden. 
Die Saat gegen Springer geht auf. Schaufensterscheiben 
werden eingeworfen, und die Krawalle an der Univer 
sität setzen sich gezielt auf der Straße fort. So werden 
die Ansätze des Senats zur Rückgewinnung des Ver 
trauens zu Berlin zunichte gemacht. Und die Unruhe 
in der Bevölkerung setzt sich nun auch mehr und mehr 
in einen Unwillen der Bevölkerung um. Hätte sie es 
nicht schon früher gesagt, dann würde sie es heute 
noch lauter sagen; So kann es nicht weitergehen. Setzt 
diesem Treiben endlich ein Ende! 
(Beifall bei der CDU.) 
Wir wissen, daß wir damit nicht nur in Berlin zu 
tun haben. Wir wissen auch, daß es solche Erscheinun 
gen an anderen Universitäten - keineswegs an allen, 
aber doch an einer Reihe von Universitäten des übrigen 
Bundesgebietes gibt, und uns ist geläufig, daß sich 
solche Ereignisse auch in einer Reihe von Städten des 
Auslandes abspielen. Man könnte vielleicht sogar sagen, 
daß diese Art von Demonstration geistig überhaupt 
erst nach Berlin importiert worden ist. Aber in Berlin 
steht für die Bevölkerung bei solchen Demonstrationen 
und Krawallen viel mehr auf dem Spiel als irgendwo 
sonst draußen in irgendeiner anderen Stadt. Nicht nur 
das Ansehen der Stadt, sondern die Existenz der demo 
kratischen Ordnung hängt davon ab, ob es gelingt, den 
zerstörerischen Umtrieben an den Universitäten und auf 
der Straße ein Ende zu bereiten oder nicht. Die Auto 
rität der Staatsgewalt an sich gerät unter die Räder, 
wenn sie diese Aufgabe nicht bewältigt. Die Überzeu 
gungskraft der Demokratie müßte leiden, wenn sie 
damit nicht fertig würde. Das träfe dann in der Tat, 
Herr Kollege Voelker, nicht nur eine Partei, auch nicht 
nur eine Regierung, nicht nur eine regierende Schicht, 
sondern in der Tat die ganze Bevölkerung. 
Unsere eigene Geschichte hat uns hinreichend ge 
warnt. Und deshalb können war nicht länger mehr taten 
los Zusehen. Es ist höchste Zeit, daß mit Entschlußkraft 
und Einsatzwillen wirklich gehandelt wird. Das ist uns 
schon mehrfach hier zugesichert worden. Ich verzichte 
darauf, die einschlägigen Erklärungen des Senats zu 
diesem Punkt in den letzten zwei Jahren hier nachein 
ander zu zitieren. Ich nehme nur die allerletzte Erklä 
rung, zitiert nach dem Pressebericht einer Berliner 
Zeitung über die Pressekonferenz des Herrn Regieren 
den Bürgermeisters am 4. Februar. Da heißt es; 
Der Senat wird die Mißachtung unserer Rechts 
ordnung durch radikale Einzelgänger und Gruppen 
nicht dulden. Unsere Gesetze stehen nicht nur auf 
dem Papier, sie werden jeden mit aller Härte tref 
fen, der bei uns Amok laufen will.
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße)
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Download der aktuellen Seite Vorschau Download der aktuellen Seite Klein Download der aktuellen Seite Mittel Download der aktuellen Seite Groß Download der aktuellen Seite Master ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Suchtreffer

Suchtreffer

1. Nachtrag
1 / 9.445
2. Nachtrag
Zurück zur Trefferliste Zurück zur Trefferliste

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.