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Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)

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fullscreen: Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)

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Monograph

Author:
Mila, Wilhelm
Title:
Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt, in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe, nach den bewährtesten Schriftstellern und eigenen Forschungen / von Mila
Publication:
Berlin [u.a.]: Nicolai, 1829
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013
Scope:
XIV, 524 S.
Keywords:
Gesamtdarstellungen der Geschichte Berlins
Berlin:
B 110 Geschichte: Gesamtdarstellungen der Geschichte Berlins
DDC Group:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8171011
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Haus Berliner Stadtbibliothek
Shelfmark:
B 110/7a
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)
  • Title page
  • Preface
  • Contents
  • Die Pfarrerstochter
  • Mein Mündel Hans
  • Noch ein Mündel Hans
  • Die ewige Gräfin und ihre Spukgeschichte
  • Die schöne Meckblenburgerin
  • Untreu um der Liebe willen
  • Meine Schiffsjungen
  • Wie ein ordentlicher Mann durch den Spielteufel zum Mörder wurde
  • Das dankbare Ehepaar
  • Die jugendliche Mörderin
  • Jugendliche Selbstmörder
  • Jugendliche Mörder
  • Die Dirnen
  • Die Gefängnisschule
  • Meine fünf Hinrichtungen
  • Die schöne Kindesmörderin
  • Kindesmörderin aus Angst vor dem Gatten
  • Die Flüchtlingsgemeinde
  • Die Schutzhäftlinge
  • Die Kommunisten
  • Jung Spartakus
  • Großindustrielle im Gefängnis
  • Der königliche Prinz
  • Der Dreschgraf
  • Propheten im Gefängnis
  • Heuchelei
  • Eingreifen des Geistlichen in den Gang der Untersuchung
  • Gefangene Juristen
  • Gefangene Ärzte
  • Gefangene Bankherren
  • Der Pfarrerssohn
  • Der Schauspieler
  • Berühmte Einbrecher
  • Eine geniale Schwindlerin
  • Ein genialer Verbrecher
  • Zwei Mörderinnen
  • Muhme und Neffe als Mörderpaar
  • Noch eine Gattenmörderin
  • Der Vatermörder
  • Eine Vatermörderin
  • Blind ist die Liebe
  • Der falsche Student
  • Für die Gattin ins Gefängnis
  • Die Kellertrude
  • Der ungetreue Bankbeamte
  • Der ungetreue Gefängniskassenbeamte
  • Die Heiratsschwindlerin
  • Die Dame aus Offizierskreisen
  • Ein wirklicher Künstler
  • Das Blumenmedium Frau R.
  • Die Dichterin
  • Die Kommunistin, die mich belehrt
  • Mutter und Tochter als Mörderinnen
  • Der Wüstling und seine gute Frau
  • Mein Freund X., der Landwirt
  • Die Südafrikanerin
  • Am 9. November 1918
  • Meine jüdische Seelsorge
  • Damen und Dirnen
  • Pharisaismus vieler Angehörigen
  • Die Beamtenfamilie
  • Mein Gottesdienst
  • Kleinigkeiten
  • Die griechischen Jungen ; Der chinesische Junge
  • Der Italiener mit dem Affen
  • Der Türke
  • § 51
  • Ein Roman aus unterster Schicht
  • Ein Roman aus oberer Schicht
  • Die Braut des "Lebenslänglichen"
  • Russische Aristokraten
  • Die Gefahren der Beamtenschaft
  • Der argwöhnische Untersuchungsrichter
  • Eine rührende Geschichte
  • Wie eine "Verlobung" im Untersuchungsgefängnis zustande kommt
  • Wie ich eine Lehre empfing
  • Überraschungen
  • Nietzsche im Gefängnis
  • Eine unter vielen
  • "Ist Ihre Arbeit schwer?"
  • Anhang
  • Anhang 1. Poesien von Gefangenen
  • Anhang 2. Zum Seelenleben der Gefangenen
  • Anhang 3. Der Krebsschaden
  • ColorChart

Full text

Die Heiratsschwindlerin. 
Eine zarte und blasse junge Frau, die freilich recht üble 
Dinge sich geleistet; sie war eine geschickte Malerin und hat viele 
anmutige Landschaftsbilder in ihrer Zelle geschaffen. Auch 
menschliche Gestalten wußte sie nach Lithographien mit künstle⸗ 
rischem Sinn farbig wiederzugeben, u. a. ein sehr anziehendes 
Bildchen, wie Dante auf dem Berge der Läuterung der Me— 
thelda ansichtig wird. Virgil im Hintergrunde verhüllt etwas 
sein Angesicht, weil er als Heide den Glanz der verklärten Ge— 
stalt nicht verträgt. Methelda selbst, in zartestes Weiß gekleidet, 
Blüten ringsum und in ihrem Schoß, schaut sinnend voll Er— 
wartung in die Ferne, als ob sie die höhere Beatrice nahen sähe. 
Dante blickt sie demütig gespannt an, als ob er dächte: Wie 
wunderschön ist sie, aber die Ersehnte ist sie nicht. Die Ge— 
fangene hatte die Heiratsgier junger Mädchen mit Herren vom 
Adel benutzt und mißbraucht; ein Paar Schwindler wurden als 
die zu heiratenden Herren vorgestellt, deren „Kavalierschulden“ 
natürlich durch die Opfer bezahlt werden mußten. Auf Grund 
gefälschter Papiere fanden dann die bald wieder aufgelösten 
Heiraten statt. Endlich wurde diese eigenartige Heiratsfabrik 
von der Polizei entdeckt und dingfest gemacht. 
Die Dame aur Offizierskreisen. 
Sie war die Schwiegermutter eines höheren Offiziers und 
saß in einer etwas unklaren Sache, über die mich auch der 
Schwiegersohn nicht aufklären konnte oder wollte; übrigens 
wurde sie nach neunmonatiger Untersuchungshaft ohne Termin 
entlassen. Ich erwähne ihrer auch nur wegen einer urkomischen 
Szene, zu der sie Veranlassung gab. Nachdem sie geraume Zeit 
gesessen, fiel es ihr plötzlich ein, vor nach ihrer Meinung einfluß⸗ 
reichen Beamten auf die Knie zu fallen. Als sie das bei mir 
verübte, nötigte ich sie überrascht und zornig zum Aufstehen. 
Besser wußte sich mein witziger Freund, der Arzt Geheimrat H., 
aus der Lage zu ziehen. Er kniete ebenfalls nieder und fragte 
mit trockener Höflichkeit: „Vefehlen Gnädige, daß wir in dieser 
Körperstellung das Gespräch fortsetzen?“, worauf sie dann 
lachend wieder aufstand. 
70
	        

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