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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 31.1928 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 31.1928 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Berliner Leben : Zeitschrift für Schönheit und Kunst
Weitere Titel:
Die Damen-Illustrierte
Die Frauen-Illustrierte
Erschienen:
Berlin: Oestergaard 1928
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1.1898/99 - 31.1928,20
ZDB-ID:
2692447-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1928
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14385872
Standort der Druckausgabe:
Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek
Signatur:
Ri 20010
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Kapitel

Titel:
H. 1

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  • Ausgabe 31.1928 (Public Domain)
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  • H. 17
  • H. 18
  • H. 19
  • H. 20
  • Rückdeckel

Volltext

Die „Frauen Illustrierte “, früher „Damen Illustrierte “, erscheint jetzt wöchentlich. 
4 
DIE FÜHRERIN 
DER FRANZÖSISCHEN FRAUENBEWEGUNG 
FRAU BRUNSCHVICG 
VON DR. AUGUSTA VON OERTZEN 
III. 
Fräulein Dr. Augusta von Oertzen weilte im Auftrag der „Frauen Illustrierten"  mehrere 
Monate in Frankreich zum Studium der französischen Frauenbewegung. Sie setzt mit 
dem nachstehenden Artikel ihre Artikelserie über die Resultate ihrer Studien fort. 
Beschäftigt man sich mit  Geschichte des modernen 
französischen Feminismus, so stößt man als erstes auf den 
Namen: C. Brunschvicg! Man liest ihn wieder und wieder 
in den speziellen Organen der Frauenbewegung, in der „Fran- 
çaise“, in der „Information féminine“; man hört ihn auf allen 
öffentlichen Vorträgen und Kongressen, die sich um Frauen 
drehen. Frau Brunschvicg, die Präsidentin der „französischen 
Union für das Stimmrecht der 
Frauen“ hat ihre Arbeit für 
die Rechte ihrer Mitschwe- 
stern schon vor 25 Jahren be- 
gonnen; im Jahre 1902 er- 
schienen ihre ersten Aufsätze 
über Frauenfragen in den 
„Philantropischen Werken“; 
ihr Hauptinteresse gehört den 
arbeitenden Klassen, sie for- 
dert den Eintritt der Arbeite- 
rinnen in die Syndikate, die 
in der Frauenfrage das wirk- 
samste Mittel für die Erzie- 
hung und Verteidigung der 
weiblichen Rechte bedeuten, 
unter der Devise: 
gleiche Arbeit gleicher Lohn. 
Ihr Einfluß auf diesen Gebie- 
ten ist ungeheuer groß, eine 
jahrelange Erfahrung befähigt 
sie zu einem sachverständigen 
Urteil; sie war lange Zeit Se- 
kretärin in dem Ressort für 
Frauenarbeit, das eine Unter- 
abteilung des Nationalrates 
der Frauen ist, heute ist sie 
Präsidentin! 
Im Jahre 1909 hat sie die 
„Französische Union für das 
Frauenstimmrecht“ ins Leben gerufen, deren Präsidentin zuerst 
Frau Schmahl wurde; sofort drang Frau Brunschvicg darauf, 
daß die französische Union der „internationalen Union für 
das Frauenstimmrecht“ beitrat, eine Vereinigung, die schon 
seit 1904 existierte, aber noch keine Filiale in Frankreich 
besaß. Seit dem Tode von Frau de Witt-Schlumberger, die 
der Union unvergeßliche Dienste geleistet hat, trat Frau 
Brunschvicg an die Spitze, sie leitet das ihr anvertraute Unter- 
nehmen mit einem ganz seltenen Takt, und einem hervorragen- 
den praktischen Sinn; unter ihrem Regime hat die Bewegung 
ungeheure Fortschritte in Frankreich gemacht, und der Tag 
scheint nicht mehr fern zu sein, wo auch die Französin zur 
Wahlurne schreiten darf! 
Frau Brunschvicg macht keineswegs den Eindruck einer 
„suffragette“, wie sie in Frankreich ganz besonders verpönt 
ist; sie ist eine Französin, wie sie seit Generationen dem Volke 
als Ideal vorschwebt, 
eine wahre Mutter der Familie, 
mit einem großen und gütigen Herzen, die Gattin eines der 
bedeutendsten Mitglieder der Sorbonne, des Philosophen Léon 
Brunschvicg, Mutter dreier reizender Kinder. Eine ernste, 
ruhige Frau, auf deren kluger Stirn Besonnenheit und Über- 
legenheit geschrieben stehen. „Warum ich eine Kämpferin für 
die Frauenbewegung geworden bin?“ antwortete sie mir auf 
meine Fragen, „weil ich ganz einfach mir klar gemacht habe, 
daß nur die Abgeordneten im Parlament die Möglichkeit 
haben können, wirklich angehört zu werden; als ich mich 
mit sozialen Fragen beschäftigte, erschien mir die Lage der 
Frauen unerträglich; aus diesem Grunde bin ich in den 
Kampf getreten! Es war gewiß nicht leicht, denn oft 
hatte ich sogar die Frauen ge- 
gen mich, die nicht begriffen, 
was ich eigentlich wollte. Ich 
denke gar nicht daran, die 
Frauen den Männern feindlich 
gegenüberzustellen; das wäre 
lächerlich! Frauen und Män- 
ner sind dazu geschaffen, mit- 
einander zu leben, indem 
jeder auf seinem speziellen 
Gebiet arbeitet; meiner An- 
sicht nach liegen 
den Frauen alle sozialen 
Fragen am nächsten, 
hier können sie am meisten 
nützen. Wir Frauen fordern 
gar keine neuen Rechte, wir 
möchten nur die Möglich- 
keiten haben, unsere Pflichten 
zu erfüllen. Wir möchten 
wählen, weil wir Gefühl für 
unsere eigene Verantwortlich- 
keit haben!“ — In ihrem reiz- 
vollen Arbeitszimmer in der 
Rue Scheffer in Paris saß sie mir 
lächelnd gegenüber, umgeben 
von Kunstwerken der Malerei 
und Plastik, von Büchern, von 
Stößen von Briefen und Zeit- 
schriften. „Die Männer brau- 
chen wirklich keine solche Angst vor uns zu haben“, sagte sie, 
„wir werden uns gar nicht in ihre Angelegenheiten mischen, 
was wir von der Politik gesehen haben, lockt uns gar nicht, sie 
mitzumachen; wir haben ein viel höheres Ideal, wir wollen 
Realitäten . . .“ 
Und wie Frau Brunschvicg spricht, so handelt sie auch; als 
Delegierte beim Völkerbund 
beschäftigt sie sich speziell mit den Fragen der unversorgten 
Kinder, mit dem Kampf gegen den Alkoholismus. In der fran- 
zösischen Provinz hat sie 150 Gruppen gegründet, die sich mit 
der Erleichterung sozialer Mißstände beschäftigen; sie besucht 
die einzelnen Departements regelmäßig, um sich von den Fort- 
schritten ihrer Arbeit zu überzeugen. 
Politisch ist Frau Brunschvicg ganz international eingestellt. 
Sie sagte mir, wie sehr sie es bei jeder Gelegenheit befürwortet 
hätte, daß deutsche und französische Professoren an den Uni- 
versitäten ausgetauscht würden, daß in den beiden Ländern 
gemeinschaftliche Kongresse der Lehrkräfte zur Besprechung 
über die politische Erziehung der Jugend abgehalten würden. 
Diese kluge, weitblickende Frau steht weit über allem Streit 
und Zank der Parteien und Nationen, sie verfolgt ihre Ziele 
nach dem Prinzip: „wer den Frieden will, pflegt die Ge- 
rechtigkeit.“ 
Madame Brunschvicg Phot. Manuel
	        

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  • Loos, Anita
    7
  • Brunschvicg, Cécile
    8

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