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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 21.1918 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 21.1918 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Berliner Leben : Zeitschrift für Schönheit und Kunst
Weitere Titel:
Die Damen-Illustrierte
Die Frauen-Illustrierte
Erschienen:
Berlin: Oestergaard 1928
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1.1898/99 - 31.1928,20
ZDB-ID:
2692447-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1918
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11141773
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Kapitel

Titel:
H. [5]

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  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 21.1918 (Public Domain)
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  • H. [10]
  • H. [11]
  • H. [12]
  • Rückdeckel

Volltext

Salome. 
Von M. L. Evau. 
Nachdruck verboten. 
Vierzehn Jahre alt, kam Darja Petrowna aus der Er 
ziehungsanstalt nach Hause zurück. Die Mutter, seit zwei 
Jahren wieder verheiratet, brauchte die junge Tochter. Sie 
fürchtete, die Herrschaft über ihren Mann zu verlieren. 
Ihre Person schien ihn nicht mehr zu fesseln. Da war 
ihr der Gedanke gekommen, sich ihm in der Rolle der 
Mutter zu zeigen, ihrem gemeinschaftlichen Leben einen 
neuen Reiz zu geben. Eng schloss sich das Kind an die 
kluge Frau an. Wenn der Vater aus dem Ministerium 
des ersten Nikolaus heimkehrte, sah er seine schwarzäugige, 
glühende Gattin nicht mehr einsam in der Ecke sitzen. 
Lebhaft sprang sie ihm mit dem blonden Kinde entgegen. 
Beide überstürzten sich im Erzählen von den Begebnissen 
des Tages und von lustigen Geschichten. Beide sahen 
entzückend aus mit den strahlenden schwarzen und 
blauen Augen, den wirbelnden Händchen, den tanzenden 
Füssen. Darja bemühte sich, der Mutter getreu nach 
zuahmen. Hatte der Vater dem Stieftöchterchen zärtlich 
die Wange geküsst, nahm er auch seine Frau in den 
Arm, und ein leises Bedauern stieg in ihm auf, dass er sie 
jetzt nicht allein für sich hatte. Ungeduldig sehnte er diesen 
Augenblick herbei. Der kluge Plan der Frau hatte Erfolg. 
Rasch entwickelte sich Darja unter der Leitung der 
Mutter. Sie war voll Temperament, voll Geist und Talent. 
Sie war schön wie eine Hebe und kalt wie das Eis der 
Newa. 
Die Pagen und Militärschüler huldigten ihr. Die Mutter 
lachte darüber. Sie erzählte ihr von den eigenen Erfolgen 
mit spitzbübischem Lächeln: 
„Aber nichts dem Papa verraten,“ und Darja nickte 
einsichtsvoll. 
Als sie achtzehn Jahre geworden, war ihre Mutter kaum 
doppelt so alt. Die beiden waren die schönsten Frauen 
von Petersburg. Die Gefeiertsten und Bewundertsten. Jede 
hatte so viel Männer zu ihren Füssen als sie wollte. 
Mit zwanzig Jahren begann Darja Auswahl unter ihnen 
zu halten. Sie wollte nicht jeden erobern, nur die Schwie 
rigsten reizten sie. Die Mutter kannte solchen Ehrgeiz 
nicht. Lachend nahm sie, lachend Hess sie fallen, was 
sich ihr bot. Ihr Mann liebte sie leidenschaftlicher wie 
je. Seine Eifersucht, das Spiel mit den andern waren ihre 
Lust und Zerstreuung. 
Ein hoher Beamter wollte Darja heiraten. Auf dem 
Hofbai!, wo man ihn ihr vorstellte, beachtete er sie kaum. 
Den ganzen Abend verfolgte sie ihn mit ihren klugen, 
harten Blicken. Es war spät in der Nacht, als sie ihn 
allein in einem kleinen Rauchsalon bemerkte. Sie glitt 
in das Zimmer, schloss die Augen, fuhr tastend nach dem 
Herzen, griff mit den weissen Händen in die Luft und 
sank schwer zu Boden. 
Der Mann war aufgesprungen. Die liebliche Gestalt, 
die so blütenrein vor ihm lag, erschütterte ihn. Weiss, 
zart und unschuldig sah sie aus. Die blonden Zöpfe auf 
den Ohren umrahmten das feine Gesiebt. Das kleine 
Vlullvorherr.dchen in dem tiefen Ausschnitt hatte sich ver 
schoben. Der Reifrock bauschte sich über den Kreuz 
bänderschuhen. Der Prokurator wagte nicht, sie zu be 
rühren; er machte ein paar Schritte nach der Tür. Darja 
sah es zwischen blinzelnden Lidern. Tief seufzte sie auf. 
Er kam zurück. „Darf ich Ihre Frau Mutter benach 
richtigen?“ — ,,Oh, bitte nicht, sie ist so ängstlich.“ 
Flehend sah sie ihn an. Wollte aufstehen und schwankte. 
Zaghaft reichte er ihr die Hand. Es genügte nicht. Da 
hob er sie auf und trug sie zum Sofa. — 
So hatte Darja des Prokurator Duschkins Aufmerksam 
keit erzwungen. 
Einige Minuten später hatte sie die Genugtuung, an 
seinem Arm durch die Säle zu gehen, von allen beneidet. 
Bald liebte er sie. Sie erschien ihm lieblich und un 
schuldig, und er wollte sie vor der Mutter retten, deren 
Wesen er durchschaute. Darja kannte ihren Einfluss au( 
ihn. Ihr Musiklehrer wurde ihr unbequem. Freiheiten, 
die er sich nahm und die sie einige Zeit erlaubt und 
herausgefordert, fingen an sie zu langweilen. — Duschkin 
war im Salon bei den Damen. Darja grübelte, wie sie 
den Lehrer loswerden könnte. Sie wagte nicht, ihn zu 
entlassen — nicht im Bösen. Duschkin setzte sich zu ihr. 
„Darf ich Ihre Gedanken wissen?“ Lächelnd schüttelte 
sie den Kopf. Dann besann sie sich: „Sie sprachen eben 
vom Theater in Moskau; da könnten Sie mir einen grossen, 
grossen Gefallen tun.“ „Sie haben zu befehlen. „Mein 
Musiklehrer, er ist sehr arm — wenn er dort im Orchester 
eine Anstellung erhalten könnte — es wäre sein Glück.“ 
„Welches Instrument.“ „Klavier.“ „Da wird es schwierig 
sein .— im Orchester.“ Und etwas Violine —“ „Aus 
gezeichnet!“ Duschkin ging an einen Schreibtisch. Er 
war gerührt von ihrer Güte. 
Darja zog die Lippen ein, um nicht zu lachen. Sie 
wusste, wie mangelhalt des Lehrers Violinspiel war; sie 
wusste, dass seine alte Mutter gelähmt bei ihm wohnte. 
Eine Reise nach Moskau im Postwagen auf schlechten 
Wegen war für sie unmöglich. Er wurde hart bestraft 
für ein paar glückliche Stunden. 
Duschkin brachte ihr die Ernennung des Lehrers zum 
ersten Violinspieler an der Moskauer Oper. Darja strahlte 
ihn an: „Aber gleich muss er hin, nicht wahr, er ist so 
arm,“ bat sie schmeichelnd. Duschkin fügte noch ein 
paar Worte bei. Gegen dieses Blatt Papier, ausgefertigt 
und unterschrieben von dem allmächtigen Prokurator, gab 
es keinen Widerstand. In achtundvierzig Stunden würde 
der Lehrer Petersburg verlassen haben. 
„Und was ist mein Dank, Darja Petrowna?“ „Was 
fordern Sie?“ „Viel,“ flüsterte Duschkin. Einen Augen 
blick zauderte sie, dann sagte sie rasch: „Verlangen Sie 
was Sie wollen!“ — Und sie wurde seine Braut. 
Man war im heissen Sommer auf das Gut gezogen, 
nicht weit von der Stadt. Täglich kamen im Wagen 
Berlin $ 1j 
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in triefen Jfnrßen tt. floffen Jur ritten
	        

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