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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 21.1918 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 21.1918 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Berliner Leben : Zeitschrift für Schönheit und Kunst
Weitere Titel:
Die Damen-Illustrierte
Die Frauen-Illustrierte
Erschienen:
Berlin: Oestergaard 1928
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1.1898/99 - 31.1928,20
ZDB-ID:
2692447-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1918
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11141773
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Kapitel

Titel:
H. [8]

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  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 21.1918 (Public Domain)
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  • H. [10]
  • H. [11]
  • H. [12]
  • Rückdeckel

Volltext

Weil sie nicht schlafen kann. 
Skizze von Friedrich Huth. 
(Nachdruck verboten.) 
„Mama — Mama! - * 
„Was denn, mein Kind? Warum schläfst du nicht?“ 
„Ich habe solch’ einen schrecklichen Traum.“ 
„Ach — was träumst du denn?“ 
„Ein weisser Mann schüttet mir immer Sand aut 
den Kopf.“ 
„Mach nur die Augen wieder zu, Herzchen!“ 
„Der Sand geht gar nicht wieder runter.“ 
Die kleine Anna war nach diesen Worten sofort 
wieder eingeschlafen, und auch Mamachen schickte sich 
an, ihren unterbrochenen Schlaf fortzusetzen. Ihr Gatte 
erhob ein wenig den Kopf — denn auch ihn hatte die 
Stimme der Kleinen geweckt — bald darauf Hess er ihn 
aber wieder in die Kissen sinken. Er nahm sich vor, 
seine philosophischen Betrachtungen über den phantasti 
schen Traum seines Lieblings für den Frühstückstisch des 
kommenden Morgens aufzusparen. Im Stillen amüsierte 
er sich über die kindliche Phantasie. „Ein rechter 
Kindertraum,“ sprach er zu sich, „ein rechter Kinder 
traum. — Wenn unsereins träumt, so hat der Traum ein 
anderes Gesicht. Da verfolgt uns ein Kerl mit einem 
Wechsel in der Hand, oder wir kommen mit einem 
königlich preussischen Schutzmann in Konflikt usw. usw.“ 
Herr Waldemar Schütze dachte den unangenehmen 
Traum gar nicht weiter aus. Er war im Begriff, wieder 
einzuschlafen, als auch Gretchen, seine Aelteste, sich 
meldete. 
„Mama, ich kann gar nicht einschlafen.“ 
„Aber, mein Kind, du hast ja schon viele Stunden 
geschlafen,“ sagte die Mama. 
„Nein, ich habe noch gar nicht geschlafen,“ 
„Oh, gewiss! Leg’ dich nur auf die andere Seite, so 
wirst du gleich wieder einschlafen.“ 
„Nein, ich kann nicht schlafen.“ 
„Warum kannst du nicht schlafen?“ 
„Ich muss immer an den toten Maikäfer denken.“ 
„Aha!“ kam es vom Bette des Gatten herüber. Er 
nahm sich vor, diese Frage beim Frühstückstisch ein 
gehend zu beleuchten. 
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14 Unter den Linden 14 
Tiea Derry 
Paul Rückmann 
Spiro u. Morwitz 
Claire Feldern 
W. E. Roesch 
KONZERT: Kapelle Brachfeld 
Täglich Anfang 
7 Uhr 
\%%%\ 
„Dummes Mädel“ rief die Mama, „denke dir, Gret 
chen, der Maikäfer war gar nicht tot. Wie ich abends 
auf den Balkon hinausging, da lag er nicht mehr auf 
dem Rücken, sondern sass ganz behaglich auf dem 
Blumentopf. Und plötzlich erhob er die Flügel, und 
husch, husch, war er fort.“ 
Herr Waldemar war sprachlos.. 
Wie brillant seine Frau lügen konnte. „Husch, husch 
war er fort. — Ich bin doch neugierig,“ dachte er, „ob 
die kleine Kröte sich damit begnügen wird.“ 
„Husch, husch, war er fort,“ lallte Gretchen, und 
bald darauf hörte man ihre ruhigen gleichmässigen 
Atemzüge. 
„Donnerwetter, auf den Einfall wäre ich nicht ge 
kommen,“ flüsterte Waldemar, sich zu seiner Frau hin 
überneigend, indem er einen leichten Kuss auf ihren 
nackten Arm drückte. „Wir machen Tote lebendig — 
um einem kleinen Mädchen den Schlai zu bescheren.“ 
„Wir?“ 
„Du hast Recht — dir allein gebührt die Ehre.“ 
Nun war es wieder Still im Zimmer, und die Gatten 
schliefen wirklich ein. 
Am nächsten Morgen sassen Waldemar Schütze und 
Frau Bertha auf dem Balkon und nahmen mit Wohl 
behagen ihr Frühstück ein. 
„Warum schliefen die Kinder nur heute so unruhig?“ 
fragte W’aldemar. 
„Ich hatte ihnen ferzählt, dass wir heute in den Wald 
fahren werden; ich sehe ein, dass das unklug von mir 
war. Man. darr ihnen gar nichts erzählen, alles regt sie 
auf, selbst die Freude auf eine Spazierfahrt.“ 
„Sie haben eine lebhafte Phantasie.“ 
„Das heisst, sie haben einen unruhigen Geist. Das 
haben sie ganz von dir, lieber Mann.“ 
„Ich würde mich ärgern, wenn es nicht so wäre. Der 
tote Maikäfer —“ 
„Den toten Maikäfer werde ich ihr austreiben, lieber 
Waldemar. Solch’ dummes Gör weiss noch gar nicht, 
was tot und lebendig ist, und sieht schon überall Ge 
spenster.“ 
„Mit Strenge wirst du nichts ausrichten, mein Kind. 
Gretchen ist jetzt sechs Jahre alt; in diesem Alter regt 
sich der Geist und verlangt nach einer plausiblen Er 
klärung der Dinge. Mit Liebe und Milde —“ 
Waldemar kam nicht weiter. Auf der Schwelle der 
Balkontür war Gretchen erschienen, nur mit ihrem 
Hemdchen und den Strümpfen bekleidet. 
„Was willst du hier?“ herrschte er sie an. 
„Ich will nur sehen, ob der Maikäfer nicht mehr 
da ist.“ 
Die Mama wurde bleich. Ein Lügner muss ein gutes 
Gedächtnis haben. Sie hatte vergessen, den Kadaver des 
Käfers vom Blumentopf zu entfernen. Mit einem schmerz- 
verträumten Blick sah das Kind zur Mama hinüber; dann 
sagte es; Ist er denn tot? er sieht noch so aus wie 
gestern. Papa, sieht denn, was tot ist, aus wie lebendig?“ 
„Ich werde es dir später erklären, Gretchen. Gehe 
nur jetzt hinein und lass dich anziehen. Sonst wirst du 
dich sehr erkälten.“ 
Sie gehorchte. 
Herr Schütze trank nachdenklich seinen Kaffee, 
Was sollte er dem Kinde sagen? Wie sollte er Mamas 
Lüge entschuldigen? Er ging etwas verdrossen an 
seine Arbeit. 
Aber bald hatte er diese kleine Sorge vergessen. 
Freundliche Grüsse sandte ihm die Sonne nach seinem 
Schreibtisch hin; flott eilte seine Feder über das Papier, 
und er fühlte sich frisch und froh gelaunt. Gehörte er 
doch zu jenen Leuten, die in der Arbeit selbst Erquickung 
finden und sich bedrückt und unglücklich fühlen, wenn 
nicht ihr Werk so recht von statten geht. 
Welch eine köstliche Himmelsgabe ist die Arbeit für 
den gesunden Menschen! Ist es nicht, als ob wir durch 
sie erst uns unserer vollen geistigen und körperlichen 
Kräfte bewusst werden, als ob die Arbeit, gerade wenn 
sie am schwersten auf uns lastet, wenn wir kaum wissen, 
wohin wir zuerst unsere Sinne richten sollen, unsere 
Alleinige Fabrikanten Blank 6 Bohraua, Berlin-Neukölln
	        

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  • Berber, Anita
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  • Nitter, Erna
    36
  • Eibenschütz, Lia
    36

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