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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 3.1900 (Public Domain)

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fullscreen: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 3.1900 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Leben : Zeitschrift für Schönheit und Kunst
Other titles:
Die Damen-Illustrierte
Die Frauen-Illustrierte
Publication:
Berlin: Oestergaard 1928
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1.1898/99 - 31.1928,20
ZDB-ID:
2692447-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1900
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-5303783
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
H. [3]

Contents

Table of contents

  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 3.1900 (Public Domain)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • H. [1]
  • H. [2]
  • H. [3]
  • H. [4]
  • H. [5]
  • H. [6]
  • H. [7]
  • H. [8]
  • H. [9]
  • H. [10]
  • H. [11]
  • H. [12]
  • Cover back

Full text

Berlins jfof und jiof^esellsc^ff am Beginn des 
■20. ^afyrfyunderts. 
n der Jahrhundertwende, in der wir uns gegenwärtig be 
finden, richten sich naturgemäss die Blicke zurück auf den 
hinter uns liegenden, überwundenen Zeitabschnitt. Wir 
versuchen, uns ein klares Bild von dessen Ergebnissen, der 
Entwicklung der Menschheit während desselben zu gestalten, — 
wie der Kaufmann am Jahresschlüsse eine Bilanz seiner ge 
schäftlichen Thätigkeit aufslejlt. Ein kurzer Moment des be 
schaulichen Ansruhcns in dein nervösen Vorwärtshasten des 
Alltagslebens. 
Von Amerika abgesehen, giebt es wohl keinen Fleck auf 
der Erde, der so wie unsere Reichshauptstadt Berlin in dem 
zu Grabe getragenen 19. Jahrhundert auf jedem Gebiete einen 
Aufschwung genommen hat, wie ihn vor fünfzig Jahren noch 
Niemand voraussehen konnte. Aus der preussischen Hauptstadt 
mit ihren patriarchalischen Gewohnheiten, ihren aesthetischen 
Thees und dem engen Gesichtskreise des Gros ihrer Bewohner 
ist, in einer kurzen Spanne Zeit, eine durch und durch moderne 
Metropole geworden, in der Handel und Wandel blühen und 
gedeihen wie in London, und das in Bezug auf die Voll 
kommenheit seiner technischen, den Errungenschaften des 
19. Jahrhunderts zu verdankenden öffentlichen Verkehrsein 
richtungen Städte wie Paris und Wien, mit denen es früher 
nicht rivalisieren konnte, unzweifelhaft längst überflügelt hat. 
Eine so beschleunigte Entwicklung übt ihren Einfluss 
natürlicher Weise auch auf die Bevölkerung, in den gegenseitigen 
Beziehungen der einzelnen Klassen und Stände, in ihren Sitten 
und Gebräuchen aus. Das glänzende, stolze Berlin Wilhelms II. 
ist ein anderes als die stille, ruhige Residenzstadt Wilhelms I. 
Dem Wesen, unseres alten Hcldenkaisers lag der Sinn für Prunk, 
für ausscrlichc Repräsentation fern; sein Hof konnte sich bei 
festlichen Anlässen nicht mit denen an der Newa oder der Donau 
messen. Wilhelm II, dessen künstlerische Natur an farben 
prächtigen Bildern, an praebt- und geschmackvollen Schau 
stellungen Gefallen findet, hat seiner Hofhaltung auch äusserlich 
das Gepräge und Ansehen gegeben, wie sic der Würde des 
Trägers der deutschen Kaiserkrone zustehen. In dem mit so 
erlesenem Geschmacke ausgeslatteten und erneuten königlichen 
Schlosse an der Spree entfaltet sein Hof, wenn die Gelegenheit 
es erheischt, einen Glanz, der keinen Vergleich mehr zu scheuen 
braucht, während der Kaiser aus seinem Privatleben, als Gatte 
und Vater, an der Seite seiner hohen Gemahlin und seiner 
blühenden Kinderschaar, jedes Ceremoniell, jeden Etikettenzwang 
so weit als thunlich verbannt hat. 
Mit dem vorliegenden Hefte des „Berliner Lebens" 
beginnen wir, unsere Leser an einer Reihe von zwanglos an 
einander gefügten Bildern auf einem Rundgange durch den 
Hof Kaiser Wilhelms II. und die ihn umgebende Hof 
gesellschaft zu führen. In dem. ältesten Sohne unseres 
Kaisers, dem Kronprinzen Wilhelm, der am 6. Mai sein 
18. Lebensjahr vollendet und damit grossjährig wird, steht ihm 
von diesem Zeitpunkte ab ein erwachsener Thronerbe zur Seite, 
welcher nunmehr als solcher bei öffentlichen Anlässen mehr 
hervortreten wird. Unsere Illustrationen zeigen den Kronprinzen 
in verschiedenen Stadien seines jugendlichen Alters, und schon 
von Klein auf weisen die Züge des einstigen Nachfolgers 
Wilhelms II. auf dem Throne des deutschen Reiches eine un 
verkennbare Ähnlichkeit mit seinem hohen Vater und dabei 
einen Ausdruck sinnenden Ernstes auf, der, zugleich mit dem 
offenen, freien Blicke des Prinzen sein Gesicht sehr sympatisch 
erscheinen lässt. Ernstes Pflichtgefühl und ungekünstelte 
Natürlichkeit, -— das sind in der Tliat auch die Grundeigen 
schaften des Kronprinzen, der von früh an in dem Hinblick 
auf den erhabenen seiner harrenden Beruf erzogen worden ist. 
Im Plöner Kadettenhause, in der an landschaftlichen Reizen so 
reichen Heimäth seiner kaiserlichen Mutter hat er den Unter 
richt in den Gynmasialfächern und daneben auch die Vor 
bereitung zu seiner militärischen Laufbahn empfangen, so dass 
er, nach seiner Grossjährigkeit, aktiven Offiziersdienst im 
1. Garde-Regiment z. F. thun und dann die Universität Bonn 
beziehen wird. Auch seine sportliche Ausbildung ist, unter den 
Augen seines Vaters, nicht, vernachlässigt worden: er ist ein 
firmer Reiter, ein seefester Segler und ein passionirter Radler. 
Dem Kronprinzen im Alter am nächsten stehen von den 
grossjährigen Prinzen unseres. Königshauses die Söhne des 
Prinzen Albrecht, des Regenten von'Braunschweig, die Prinzen 
Joachim Albrecht und Friedrich Heinrich, von denen 
der Erstere . im Augusta-Regiment als Hauptmarin eine 
Kompagnie, der Letztere im 1. Garde-Dragoncr-Regiment als 
Rittmeister eine Escadron inne hat. Beide Prinzen nehmen an 
dem Verkehr der Berliner Hofgesellschaft untereinander 
lebhaften Anlheil und namentlich Prinz Joachim Albrecht, ein 
ausgezeichneter Cellospieler, fehlt bei keiner musikalischen 
Abendunterhaltung unserer vornehmen Berliner Salons und 
erfreut die Hörer oft durch den Vortrag seiner, zum Theil 
bereits in die Oeffentlichkeit gelangten Compositionen, die von 
Fachleuten sehr anerkennend beurtheilt werden. 
Einen nahen Verwandten des preussischen Königshauses, 
können wir den Grafen Wilhelm Hohenau nennen, dessen 
männlich-schöne, den unverkennbaren Hohenzollern-Typus 
tragende Gestalt ein weiteres Bild unseres Heftes veranschaulicht. 
Der Graf, welcher als Oberst und Flügeladjutarit des Kaisers 
das Gardes-du-Corps-Regiment conunandirt, ist in der That ein 
Hohenzollern-Spross. Er ist ein Stiefbruder des Prinzen Albrecht, 
der älteste Sohn des Prinzen Albrecht Vater (jüngsten Bruders 
Kaisers Wilhelms I.) aus der morganatischen Ehe, welche 
dieser, nachdem er sich von seiner ersten Gemahlin, der 
Prinzessin Marianne der Niederlande, hatte scheiden lassen, 
mit dem schönen Fräulein Rosalie von Rauch schloss. Zur 
Seite des Grafen Hohenau erblicken wir seine zweite Gemahlin, 
die Gräfin Margarethe Hohenau, geborene Prinzessin 
zu Hohenlohe-Oehringen, eine Schwester des Herzogs von 
Ujest, und seine schlanke, liebreizende zweite Tochter, Komtess 
Rosa Hohenau, welche erst seit Kurzem-— sie ist noch nicht 
zwanzig Jahre alt — in die Hofgesellschaft eingeführt worden 
ist. Komtess Rosa Hohenau und ihre ältere Schwester, die an 
einen schlesischen Magnaten vermählte Gräfin Elisabeth 
Matuschka, sind Kinder aus der ersten, früh durch den Tod 
gelösten Ehe des Grafen Wilhelm Hohenau mit der Freiin 
Laura von Saurma. 
Zu den Centren der vornehmen Potsdamer Geselligkeit 
gehört, neben dem Hohenau'schen Hause, das Palais des Erb 
prinzen Friedrich zu Wied, in dessen Heim ein Bild uns 
leitet. Es zeigt uns den 28 jährigen Erbprinzen (in der 
Uniform des württcmbergischen Dragoner-Regiments, ä la suite 
dessen er steht) als glücklichen Ehegatten und Vater. Seine 
jugendfrische Gemahlin, die Erbprinzessin Pauline, die 
einzige Tochter des Königs von Württemberg, hält auf ihrem 
Schosse ihren munter ins Leben hineinschauenden kleinen Sohn, 
den Prinzen Hermann, den die junge Königin Wilhelmine 
von Holland bei ihrem letzten Besuche in Potsdam als erstes
	        

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  • Wunschpunschplatz, Berlin
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