Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1894, III. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1894, III. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Edinger, Dora
Titel:
Das öffentliche Leben in Berlin im Jahr vor der Märzrevolution / von Dr. phil. Dora Meyer
Erschienen:
Berlin: Verlag des Vereins für die Geschichte Berlins, 1912
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2012
Umfang:
116 Seiten
Fußnote:
In Fraktur
Hochschulschriftenvermerk:
Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1912
Schriftenreihe:
Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins ; Heft 46
Schlagworte:
Berlin ; Geschichte 1847 ; öffentlichkeit ; Online-Publikation
Berlin:
B 120 Geschichte: 1809 - 1848
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-140183
Sammlung:
Geschichte, Kulturgeschichte
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Weitere Materialien zur Deutschen Revolution 1848/1849
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG)
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
IV. Formen des öffentlichen Lebens

Kapitel

Titel:
b) Berliner Lokale

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1894, III. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nummer 1
  • Nummer 2
  • Nummer 3
  • Nummer 4
  • Nummer 5
  • Nummer 6
  • Nummer 7
  • Nummer 8
  • Nummer 9
  • Nummer 10
  • Nummer 11
  • Nummer 12
  • Nummer 13
  • Nummer 14
  • Nummer 15
  • Nummer 16
  • Nummer 17
  • Nummer 18
  • Nummer 19
  • Nummer 20
  • Nummer 21
  • Nummer 22
  • Nummer 23
  • Nummer 24
  • Nummer 25
  • Nummer 26
  • Nummer 27
  • Nummer 28
  • Nummer 29
  • Nummer 30
  • Nummer 31
  • Nummer 32
  • Nummer 33
  • Nummer 34
  • Nummer 35
  • Nummer 36
  • Nummer 37
  • Nummer 38
  • Nummer 39
  • Nummer 40
  • Nummer 41
  • Nummer 42
  • Nummer 43
  • Nummer 44
  • Nummer 45
  • Nummer 46
  • Nummer 47
  • Nummer 48
  • Nummer 49
  • Nummer 50
  • Nummer 51
  • Nummer 52
  • Farbkarte

Volltext

ur. bl. Verliner Illustrirkle Zeitung. 
Oeffentliche Weihnachtsbescheernngen. Kudwig Pietsch. 
Zu unserem Bilde auf Seite 1) zu seinem 70. Geburtstage. 
8 Weihnachtsfest ist das Fest, in welchem 
sich das Prinzip der christlichen Nächsten⸗ 
ciebe noch am reinsten bethätigt. Selbst 
o Mancher von Denen, die während der 
übrigen Zeit des Jahres an fremdem Elend 
herzenshart vorübergehen, fühlt zu dieser Zeit ein 
menschliches Rühren und gedenkt daran, wie so Viele 
an diesem Fest der Freude freudlos sein müssen. 
Und besonders hart werden die Kinder dieser Freud⸗ 
losen von dem Ausschluß der Theilnahme an diesem 
Feste, das doch in Wahrheit ein Fest der Kinder ist, 
betroffen. Ihnen erstrahlt kein Christbaum, sie erfreut 
nicht das bescheidenste Stück Spielzeug, sie müssen 
schon in jungen Jahren büßen dafür, daß ihre Eltern 
zu den Enterbten des Glücks gehören. Sie müssen 
abseits von der allgemeinen Freude 
stehen; sie wissen, daß Weihnachten 
ist, sie hören und sehen es an tausend 
Anzeichen um sich herum, und in 
ihrer kindlichen Seele glüht der Neid 
auf die glücklicheren Kinder, der 
Neid, der weiterhin den Haß gebiert. 
Aber, wie schon gesagt, um 
Weihnachten besinnt sich der Mensch 
auf den Menschen. Und so stark 
ist der Zauber dieses Festes, daß er 
auf lange hinaus vorwirkt, daß die 
Nächstenliebe, die sich um Weih— 
nachten herum am regsten bethätigt, 
lange vorher für Weihnachten sich 
cegt. 
An zahlreichen Stammtischen, 
n Vereinen wird für die Weihnachts⸗ 
descheerung armer Kinder gesammelt; 
dem gleichen Zweck dienen größere 
Veranstaltungen: öffentliche Samm⸗ 
lungen, festliche Veranstaltungen, 
Bazare ꝛc. Und wenn dann das 
Fest gekommen ist, dann flammen 
in vielen größeren Lokalen: Schul⸗ 
Aulen, öffentlichen Sälen ꝛc. die 
Weihnachtsbäume für die armen 
Kinder auf, die dann mit ihren 
Angehörigen kommen, um ihren 
Antheil an dem Weihnachtsfeste zu 
erbeben. 
Man hat für und wider diese 
offentlichen Weihnachtsbescheerungen 
Jesprochen. Durch die Oeffentlichkeit 
gerade würde den einzelnen Gaben 
das Stigma des Almosens auf⸗ 
gedrückt, zudem der Neid in den 
Kindern gegen einander großgepflegt, 
da jedes sähe, was das andere er⸗ 
halte, und nun seine Geschenke gegen 
die des anderen abwäge, sagen die 
einen. Gerade die Oeffentlichkeit, 
die Gemeinsamkeit der Bescheerung so vieler Kinder 
mit Ansprache und Chorgesang, verleihe derselben ein 
würdiges Relief, das bei der Einzelbescheerung in 
den Wohnungen der Kinder, die zudem bei der 
Menge der in Betracht kommenden, nicht durchzu⸗ 
führen sei, verloren gehe, sagen die anderen. 
Nun, wir wollen uns nicht in diesen Streit 
mischen, sondern nur wünschen, daß in Zukunft am 
Weihnachtsfeste es kein Kind mehr gebe, das die 
Weihnachtsfreude nur von Hörensagen kennt. Aber 
das wird wohl nur ein srommer Wunsch bleiben. 
Unser Bild zeigt die Rückkehr der beschenkten 
inder und ihrer Mütter von einer solchen Be— 
scheerung, wie man sie jetzt allabendlich auf den 
Straßen beobachten kann. Das ist ein Schwatzen 
und Lachen und gegenseitiges Vorzeigen der Ge— 
schenke unter den Kleinen, daß man seine Freude 
daran haben muß. Und so lange nicht die allgemeine 
Glückseligkeit auf Erden von Amtswegen dekbretirt 
ist, so lange wird man diese Weihnachtsbescheerungen 
nur freudig begrüßen können. 
em Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze, 
sagt Schiller. Er hätte getrost auch sagen 
können: dem Journalisten, Freilich, zu 
Schillers Zeiten war der Journalist, wie 
wir ihn heute kennen, noch nicht entdeckt. 
Oer Mime hat aber vor dem Journalisten sehr 
xft das voraus, daß ihm wenigstens die Mitwelt 
gjerecht wird, während der Journalist auch darauf 
neist vergeblich wartet. Nur gering ist die Zahl 
der im Dienste der Tagespresse thätigen Federhelden, 
deren Wirken auch beim großen ——— Aner⸗ 
ennung und Beachtung findet, und einer dieser 
venigen ist Ludwig Pietsch, der am 25. Dezember 
Ine 70. Geburtstag in erstaunlicher Rüstigkeit 
eiert. 
Das Leben dieses vortrefflichen Mannes ist eine 
Illustration des Dichterwortes: Was man. in der 
Jugend sich wünscht, hat man im Alter die Fülle. 
Die erste Hälfte seines Lebens war eine fast ununter 
rochene Kette von Sorgen und materieller Noth, 
ie er bis faft auf die Neige auskosten mußte, bis 
hin dann endlich das Glück lächelte, er seinen wahren 
zeruf, den des Journalisten und Schriftstellers, ent⸗ 
eckte und nun alles das erlangte, was er sich früher 
ewünscht, was ihm damals aber für immer uner⸗ 
cichbar dünkte. War er früher ein Enterbter des 
gluͤcks, so wurde er nun ein Schooßkind des Glücks 
ind ist es bis heute geblieben. 
Allerdings, er hat sich dieses Glück auch redlich 
erdent. Immer war er, der Unermüdliche, auf dem 
NJoften, immer zum Dienst bereit, ob ihn nun dieser 
Hienst für die beiden Blätter, denen er durch Jahr⸗ 
ehnte seine Feder widmete, die „Vossische Zeitung“ 
Verlin und die „Schlesische Zeitung“ in Breslau, 
u einem Subscripiionsball im Berliner königlichen 
pernhaus oder zu einer Reise nach dem Drient 
ief. Denn Ludwig Pietsch ist, in seinem Fach der 
ielseitigsten einer. Er ist nicht nur Kunstkritiker, 
onderu auch Feuilletonist und teiseschriftsteller; be— 
uhmt in ihrer Art waren seine Ballherichte, in denen 
r die Toulelten mit eingehendstem Verständniß und 
lühendem Styl beschrieb; von „L. P.“ in der 
Fante Voß“ in einem solchen Vericht, für jeden 
enntlich, beschrieben zu werden, galt für die dadurch 
»eglückten Damen stets als eine Auszeichnung. In 
7 
en letzten Jahren kultivirte Ludwig Pietsch diese 
Spezies des Berichterstatters weniger. 
n Auch in der Kunst gilt sein Urtheil nicht mehr 
ür so ausschlaggebend und autoritaliv wie früher. 
Er hatte kein Verständniß für die neuen Ziele in 
der Kunst oder, um es präciser auszudrücken, für die 
von so vielen eingeschlagenen Wege, die dorthin 
führen sollten. Aber ein tiefes Verständniß für das 
Wesen der Kunst, eine unerschütterliche Objectivität 
m Lobspenden, wie im Tadel, diese Vorzüge sind 
einen Kunstkritiken heute noch eigen, und mancher 
unge Künstler hat es ihm zu verdanken, daß er 
iberhaupt beachtet wurde. 
Uneingeschränkte Anerkennung aber verdient der 
Zchriftsteller Ludwig Pietsch. Was er auf seinen 
veiten Reisen gesehen und erlebt, das hat er nicht 
uur mit den Sinnen, sondern auch mit der Seele 
rfaßt und es außer in seinen Zeitungsberichten auch 
n Büchern niedergelegt, die als Muster von flott 
ind frisch geschriebenen Reisebeschreibungen gelten 
können. So „Aus Welt und Kunst“ (1867), „Nach 
Athen und Byzanz“ (1869),,Wallfahrt nach Olyimpia“ 
und „Marokkobricfe von der deutschen Gesandtschafts⸗ 
zeise“ (1878). Auch als Kriegsberichterstatter hat 
sich Ludwig Pietsch versucht im 
großen Jahre 1870/71, und die dort 
im Gefolge des Hauptquartiers der 
III. Armee erfahrenen Erlebnisse 
nach seinen Zeitungsberichten unter 
dem Titel: „Von Berlin nach Paris“ 
in Buchform niedergelegt. 
Ludwig pietsch's reisste schrift⸗ 
stellerische Leistung aber ist das von 
hm im worigen Jahr erschienene 
Buch „Wie ich Schriftsteller ge⸗ 
worden bin“, mit dem Untertitel: 
„Erinnerungen aus den fünfziger 
Jahren“. In diesem Stück Mono— 
Fraphie, das die schwerste Zeit seines 
Lebens in sich begreift und seine all⸗ 
mälige Umwandlung vom Maler 
zum Schriftsteller und Journalisten 
schildert, das aber zugleich auch ein 
intimes Stück Zeitgeschichte ist, tritt 
uns der Mensch Ludwig Pietsch 
von seiner liebenswürdigsten Seite 
entgegen. Zugleich aber auch er— 
halken wir von dem Schriftsteller 
ine hohe Meinung. Durch die Fülle 
der darin wiedergegebenen persön⸗ 
lichen Erinnerungen an längst ver⸗ 
storbene berühmte Menschen, die uns 
diese Menschen oft in ganz neuem 
dichte zeigen, wächst das Buch, weit 
iͤber seinen ursprünglichen Rahmen 
hinaus, und man kann nur wünschen, 
haß Ludwig Pietsch auch die 
pateren ereignißreichen Jahrzehnte 
eines Lebens in einer gleichen 
Form zur Darstellung bringen 
nöge; der Theilnahme der deut— 
chen Leserwelt darf er allezeit 
icher sein. 
Wünschen wir dem kernigen Alten 
zu seinem 70. Geburtstage, daß er 
noch manches liebe Jahr in seinem 
Berufe thätig sein kann, daß ein 
heiterer Lebens abend ihm beschieden 
sein möge, daß er noch, lJange durch 
die Gegenwart hinschreite, Schönes 
und Großes überall mitgenießend, 
aber diese Momente mit seiner Arbeit 
zahlend und diesen Erlebnissen durch 
feine Feder bleibendes Sein ver⸗ 
schaffend und fortwirkende Dauer. 
Traurige Weilmachten.“) 
Am Markt erstand ich eine von den Föhren, 
Hie schmückt' ich, wie's der Mutter sonst gelang. 
mit Lichtern, Aepfeln, allerhaud Behang 
Ind baute drum, was jedem soll gehören. 
dann ließ ich laut wie sonst die Klingel hören, 
AUnd fröhlich stürmten sie den Flur entlang. 
Hoch als die Lust am allerlautsten klang, 
zchlich ich hinaus, die Freude nicht zu stören. 
Die Arme hab' ich um die Marmorbüste, 
HDie ihre schönen Züge trägt, geklammert 
Und leise weinend auf den Stein gejammert. 
Da fühlt ich, wie man meine Kleider küßte, 
Sechs Aermchen hielten plötzlich mich umfangen, 
Die Kinder waren's, die mir nachgegangen. 
Hans Bopfen. 
73 
*) Aus „Germanta“, Deutiche Dichier der Gegenwart in Bild 
uind Wort. Verlag von Ullstein K Eo.
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Download der aktuellen Seite Vorschau Download der aktuellen Seite Klein Download der aktuellen Seite Mittel Download der aktuellen Seite Groß Download der aktuellen Seite Master ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.