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Paul Erman / Erman, Wilhelm (Public Domain)

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fullscreen: Paul Erman / Erman, Wilhelm (Public Domain)

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Monograph

Author:
Erman, Wilhelm
Title:
Paul Erman : ein Berliner Gelehrtenleben : 1764-1851 / von Wilhelm Erman
Publication:
Berlin: Verlag des Vereins für die Geschichte Berlins, 1927
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2012
Scope:
XVI, 264 Seiten
Note:
In Fraktur
Series:
Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins ; Heft 53
Keywords:
Erman, Paul ; Online-Publikation
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-140313
Collection:
Berlinerinnen,Berliner
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Professor an der Académie des nobles

Contents

Table of contents

  • Paul Erman / Erman, Wilhelm (Public Domain)
  • Cover
  • Illustration: Paul Erman 1764-1851. Nach einem Porträt von Franz Krüger. 1826
  • Title page
  • Dedication
  • Geleitwort
  • Preface
  • Contents
  • Illustration: Jean Pierre Erman 1735-1814. Nach einem Stich von M. S. Lowe. 1806
  • Abstammung, französiche Kolonie
  • Ahnentafel, Vererbung
  • Illustration: Ahnentafel von Paul Erman, Blatt 1
  • Illustration: Ahnentafel von Paul Erman, Blatt 2
  • Kindheit, Jugend
  • Schulzeit
  • Das Séminaire de théologie
  • Die Jugendfreunde Lombard und Ancillon
  • Aufgabe des geistlichen Berufs. Lehramt
  • Unterredung mit Friedrich dem Großen
  • Naturwissenschaftliche Studien
  • Professor der Philosophie am Collège
  • Professor an der Académie des nobles
  • Die ersten physikalischen und physiologischen Arbeiten
  • Häusliches und geselliges Leben. Verlobung
  • Illustration: Karoline Erman geb. Hitzig. 1784-1848. Nach dem Porträt von Franz Krüger. 1826
  • Daniel und Elias Itzig
  • Die Familie Hitzig
  • Illustration: Sara Levi geb. Itzig. 1761-1854. Nach einer Lithographie von P. Rohrbach
  • Frau und Kinder
  • Wissenschaftliche Arbeiten 1802-1806
  • Mitglied der Akademie der Wissenschaften Klassensekretär
  • Mitglied der Wissenschaftlichen Deputation
  • Professor an der Universität
  • Professur an der Allgemeinen Kriegsschule
  • Wissenschaftliche Arbeiten 1807-1813
  • Bekämpfung des tierischen Magnetismus und der Naturphilosophie
  • Sprache, nationale und politische Stellung
  • Wissenschaftliche Arbeiten in den Jahren 1814-1820
  • Ende des Gymnasiallehramts
  • Die königliche Preisaufgabe über den Magnetismus
  • Heiraten der Töchter. Die Schwiegersöhne: von Reinhard und Herter
  • Studienzeit des Sohnes Adolf
  • Lehrtätigkeit an der Universität
  • Wissenschaftliche Arbeiten in den Jahren 1821-1830
  • Verhältnis zu Humboldt, Naturforscherversammlung 1828
  • Illustration: Adolf Erman. 1806-1877. Nach einer Zeichnung von J. H. Schramm. 1852
  • Adolf Ermans Reise um die Erde
  • Die letzten akademischen Abhandlungen 1831-1833
  • Heirat des Sohnes, Marie Erman geb. Bessel
  • Illustration: Marie Erman geb. Bessel. 1816-1902. Nach einem Ölbild von August Grahl. 1834
  • Ende der Lehrtätigkeit an Kriegsschule und Universität
  • Äußere Mißerfolge des Sohnes
  • Enkel und Urenkel
  • Letzte Lebensjahre, das Revolutionsjahr
  • Illustration: Paul Erman. 1764.1851. Nach einer Zeichnung von J. H. Schramm. 1851
  • Weltanschauung
  • Index
  • [Nachträge]
  • Druckfehler
  • Cover back

Full text

+ 
Doh damit greife ich der Zeitfolge vor. 
Auch in dem neuen Amt war es Erman bald vergönnt, seine 
Lehrtätigkeit neben dem Französischen auch auf die Naturwissen- 
schaften auszudehnen, wie früher am Gymnasium. Er übernahm 
auf Rüchels Ersuchen den Unterricht in der Physik, die schon 
bei einer Reformation der Anstalt im Jahre 1790, also vor Ermans 
Eintritt als neuer Lehrgegenstand in Aussicht genommen worden 
war. Die bei Ermans Berufung von Rüchel gemachte Zusage eines 
jährlihen Zuschusses von 50 Talern, um Instrumente dafür anzu- 
schaffen, ist niht gehalten worden, obgleich die Beschaffung schon 
bei der Reform von 1790 in Aussicht genommen worden war. Erman 
hat sich alle für seinen Unterricht an der Kriegsschule und später 
auch an der Universität wie für seine eigenen Forschungen erforder- 
lihen Instrumente aus eigenen Mitteln angeschafft; er schäßt 1828 
den Wert seines Apparats auf 2000 Taler. 
Außer dem lehrplanmäßigen Kursus der theoretischen Physik 
übernahm er aus eigenem Antrieb auch einen solchen der Experi- 
mentalphysikt. In einem Schreiben vom 25. 4. 1799 bedankt sich 
Rüchel, der seit zwei Jahren Generalinspekteur der Akademie war, 
bei Erman für „das so äußerst nußbare Kollegium der Experimental- 
physik und Chemie“ und überweist ihm 50 Taler als kleine Entschädi- 
gung für die gehabten Kosten mit dem Bedauern, den so ehrenvollen 
Eifer wegen Ebbe in der Kasse nicht besser belohnen zu können. 
In einer Denkschrift des Gouverneurs Preuß vom Dezember 1797 
über Mißstände im Betrieb der Anstalt, insbesondere über den zu 
universitätsmäßig gewordenen Unterricht wird ausdrüklich aner- 
kannt, daß neben Ancillon, der als Professor der Geschihte und 
Geographie gleichzeitig mit Erman eingetreten war und dem Mathe- 
matiker Abel Burja auch Erman den rechten Weg einschlage?). 
Aus einer Darlegung Ermans von 1803 über seinen Lehrplan?) 
ist ersichtlich, daß er die eigentümlichen Aufgaben der Anstalt nicht 
außer Auge läßt; er erstrebt „die Anwendung der theoretischen Säße 
der Naturlehre auf physische Geographie und auf Technologie, in- 
sofern sie für die Bedürfnisse der Armee sorgt, Salpeter, Guß- und 
Stabeisen, Stahlbereitung, Stü&gießerei, Gerberei und dergleichen“, 
Freilich beklagt er auch, daß der systematische Bortrag der Naturlehre 
1) Friedlaender. S. 188. 
2) Ebenda S, 200. 
34
	        

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