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Buddelmeyer-Zeitung (Public Domain) Ausgabe 3.1851 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Erman, Wilhelm
Title:
Paul Erman : ein Berliner Gelehrtenleben : 1764-1851 / von Wilhelm Erman
Publication:
Berlin: Verlag des Vereins für die Geschichte Berlins, 1927
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2012
Scope:
XVI, 264 Seiten
Note:
In Fraktur
Series:
Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins ; Heft 53
Keywords:
Erman, Paul ; Online-Publikation
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-140313
Collection:
Berlinerinnen,Berliner
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Kindheit, Jugend

Contents

Table of contents

  • Buddelmeyer-Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 3.1851 (Public Domain)

Full text

iS jetzt Ober-Vice«Apoftel bei de Irvingsche Itlneinde in Lieg- nitz, un dieser Eene bringt ihr nich. Fr. Gr. Wozu wollen se denn aber noch dat Pollezei - Corps in Leipzig gebrauchen? Fr. Schi. Ivor die andern! Denken Sie denn, deß die Repoplike sich blos mit de Schneidergesellen bejnügt hat? Ja Kirschkuchen! Wie sie ihre Schneid erjesellen beraubt war, hat sie sich die Vüchsenbeschäfters angeschnallt; die haben sie nu och injespunnt, un nu hat sich det Viest, die Nepoplike, an die Buchbinders ranjeschlenkert. Denken Sie mal, Frau Iriepenha- gen, wie schlau des Ieschöpfe is. Die Buchbinders mußten ihr in die Deckel von die Cchreibebüchcr von de Schulkinder inam- baUiren un so sollten sie ihr über die Iränze schmuggeln. Fr. Gr. Nu seh mal (iener sonne siluige Katze! Haben sie ihr denn wirklich über die Iränze gebracht. Fr. Schl. Denk nich dran! Die Pollezei hat ihr über die Iränze jebracht. Sie hat alle Schreibe -Bücherdeckel, die innen repoplikanischen Ieruch standen ohne Weiteres ge- konfessirt. Fr. Schl. Uf jar keene nich! England steht blos uf seine eegne Seite. Fr. Gr. Des is sehr vernünftig von England! Fr. Schl. Eo wie nu England bei dem Kram is, denn kommt die Türkei och un stellt sich uf Englands Seite, un denn kommt Amerika un stellt sich och uf Englands Seite. Fr. Gr. Wissen Sie wat, Madam Schlumbachern, denn wollen wir uns och uf Englands Seite stellen. Fr. Schl. Nee, wir stellen uns uf Rußlands Seite. Fr. Gr. IIott bewahre mir, wir stellen uns uf Eng- lands Seite. Fr. Schl. Woso denn? Wir können uns doch wol hin- stellen, wo't uns jefallig is! Fr. Gr. Ick sag' Ihnen aber, wir stellen uns uf Eng-lands Seite. Fr. Schl. Ick sag' Ihnen aber, wir muffen uns ufNußlands Seite stellen! Fr. Gr. Isehn Se mal! Worum müssen wir denn? Fr. Schl. Weil wir müssen, nu wissen Sie't! Sie werden mich doch wol nich am Ende sagen wollen, wo wir uns hinstellen sollen? Fr. Gr. Un ick sag' Ihnen nochmals, ick stell' mir ufEnglands Seite, wissen Sie des? Sie sollen mich noch lange nick befehlen, wo ick mir hinstellen soll! Sie denken wol, weil Sie Madam Schlumbachern sind, darum können Sie't jroße Wort führen. Nee, des hätten wir nich gerne! Adg'e, leben Sie wol! Ick stelle mir doch bei die Engländer! Fr. Schl. Stellrn Sie sich doch meintwegen bei'n Dei- bel! — Nu frag ick enen Menschen, — sonn oller Cchampsel kommt bei mich un saust mich meinen Kasse aus, un zumDank davor beleidigt sie mir noch! — Na, wart man, laaß man die Russen erscht da sind, die werden Dir beengländern, deß Dir hören un sehen verjehen soll? — Oller Echampsel! Fr. Gr. Kann denn die Pollezei des riechen? Fr. Schl. Wat wird se nich! Durch die vielen Nasen, die se der Pollezei schon anjedreht haben, hat die eenen außer- ordentlichen feinen Riecher jekricht! Die riecht Ihnen enen Deibelsbraten uf 1t)l) Meilen weit. Fr. Gr. Is wol nich möglich! Fr. Schl. Da können Se kommen. Neulich hat se enen Missonär, der mit fromme Broschüren handelt, ufjejabelt un ihm jleich anjerochen, deß er aus London kommen duht! Er war in London blos mal durch ne Straße gegangen, wo enen Tag vorher en deutscher Flüchtling genießt hatte, davon war en kleenet demokrat'schet Krümelten in die Luft jeblieben, des war dem Missonär durch« Backenbart gestreift, un des hatte enen leusen Duft zurückgelassen un den hat se gerochen. Fr. Gr. Na, die muß ne feine Iurke haben, des is wahr! Aber nu weeß ick immer noch nich, ob et Krieg jiebt? Fr. Schl. Freilich jiebt set welchen. Sie zanken sich immcr schon so sachte los. Fr. Gr. Wer denn? Ediktal-CitatM. Fr. Schl. Des weeß man so nippe noch nich! Deß et Krieg jiebt, des steht feste; mit wem et aber Krieg jiebt, des is noch en dippelmat'sches Ieheimniß, nennt man des. O Hassenfluch, o Daniell,Ich bitte Dir recht sehre,Fr. Gr. Aber liebste Madam Schlumbachern, man muß doch wissen Komm nach Ireifswalde, aber schnell! Denn sonst krigst Du die schwere Ja schwere Noth, das glaube mir! Sie kontumazeriren Dir Fr. Schl. Jar nischt muß man wissen, Madam Irie- penhagen! Wozu is'n die Dippelmatie? Eo ville steht blosbommcnfeste, deß et mit Frankreich losgeht, un mit deSchweize, un mit Sardinien, un mit England, un mit de Türkei. Un spulmen Dir am Ende noch Gar in rttixie ins Loch! Fr. Gr. Iott steh mir bei! Fr. Schl. Un mit's Amerika och! O Daniel, o Hassenfluch! O Constutions - Bezwinger ! Du stehst ja dort im schwarzem BuchVon wegen lange Finger! Ieh nach Ireifswalde, folge mir! Sonst kouwniazcrir'n sie Dir Un spunncn Dir wohl gar — o weh! H(l loelmln in eftiFio ! Fr. Gr. Mir rührt der Schlag! Sagen Sie mich doch man blos, worum? Fr. Schl. Ja, sehn Sie mal, des hat verschiedne Iründc. Mit Frankreich geht ct los um Navolgum. Fr. Gr. Idu gereckter Strohsack! Spukt der Olle och Widder? Fr. Schl. Nich um den Ollen, sondern um den Jun- gen, Madame Iricpenhagen. Denken Sie mal, dieser Mensch wird mit eenmal patzig gegen die Kabinctter un neigt sich uf die linke Seite. Drum bitt ich Dir, o sput' Dir doch, Du edler Fluch von Hassen, Damit se nich 'ncn Steckbrief noch Jar hinter Dir erlassen!Fr. Gr. Er neigt sich uf die linke Seite? Idenn krigt er go enen Verdruß uf de rechte Seite. Fr. Schl. Eo is et! Un dadrum wollen ihm ja eben die Iroßmächter den Puckel verarbeiten. Denn wärfte schauderhaft blamirt Un würdest kontumazerirt, Des hecßt! mit Glanz verdonnert und Och in ettixit' ingespunnt!Fr. Gr. Wat is'n der Napoljum eigentlich vor'u Mensch?Fr. Schl. I, en Kerl mitne jroße krumme Nase un Epucklocken, im Ucbrigen aber man höchst mickrig. Den wer- den se sich wol zuerst koofen. Eo wie se den aber kleene jemachthaben, nehmen se die Schweiz vor, un denn jeht die Keilerei im Iroßen los. Fr. Gr. Woso denn? Drum Danjcl, liebet Danjclken, Ich Du hübsch nach Ireifswalde, Vertheid'ge Dir um Fälschungen Recht sehre, aber balde! Sonst wirste kontumazcrirtUn in eM^ic inspunnirt. Des war' dann ein Vlamagium Vor's janze Reichs-Kurfürschtenthum. Fr. Schl. Weil sich denn England mang mischen duht, un England is immer vorn Iroßhandel. Fr. Gr. Uf welche Seite steht denn England, uf un- sere oder uf de französche?

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