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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Monografie

Verfasser:
Erman, Wilhelm
Titel:
Paul Erman : ein Berliner Gelehrtenleben : 1764-1851 / von Wilhelm Erman
Erschienen:
Berlin: Verlag des Vereins für die Geschichte Berlins, 1927
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2012
Umfang:
XVI, 264 Seiten
Fußnote:
In Fraktur
Schriftenreihe:
Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins ; Heft 53
Schlagworte:
Erman, Paul ; Online-Publikation
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-140313
Sammlung:
Berlinerinnen, Berliner
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Die Familie Hitzig

Abbildung

Titel:
Sara Levi geb. Itzig. 1761-1854. Nach einer Lithographie von P. Rohrbach

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Volltext

387 
H. Ehrenberg, Geschichte der Kunst ira Gebiet der Provinz Posen. 
388 
und wohlverdienter Posener Bürger und der deutschen 
Sprache kündig sei. 1 ) Wir ersehen hieraus, ein wie 
geordnetes und weite Anerkennung geniefsendes Gemeinwesen 
Posen damals sein mufste, wenn solche Vorfälle sich er 
eignen konnten. 
Im Jahre 1574 hatte sich die Schaar kunstfertiger 
Männer in Posen so gemehrt, dafs man eine eigene Maler 
zunft gründen konnte, der sich auch die Stein- und Holz- 
Bildhauer anschlossen. Ihrer Willkür 1 2 ) sei entnommen, dafs 
die Maler als Meisterstück ein Bild der heiligen Jungfrau 
mit Jesus, ferner den Gekreuzigten und endlich den heiligen 
Georg zu Pferd darzustellen hatten. 
Ein Posener Maler, Hamens Stanislaus Ratke, welcher 
im 16. Jahrhundert nach Wilna übersiedelte, soll dort sehr 
die Malkunst gehoben haben. 3 ) Aua Posen ging damals auch 
ein in polnischen Kreisen sehr geschätzter Maler und Kupfer 
stecher hervor, der spätere Ermländische Domherr Thomas 
Treter, der 1558 in Posen geboren und in Rom auegebildet 
worden war. 4 ) Ein Sohn des Nachbarstädtchens Bnin, Adal 
bert Scholuba erlangte 1545 das Bürgerrecht in Warschau 
als Maler. 5 ) 
Ueber das Posener Kunsthandwerk jener Zeit sind wir 
leider sehr schlecht unterrichtet; vor etwa 15 bis 20 Jahren 
sollen schöne, alte Innungsladen vom Magistrat verkauft 
worden sein, und mit ihnen sind möglicherweise werthvolle 
alte Denkmäler unwiderruflich dahingegangen. An nach 
weisbaren einheimischen Erzeugnissen hat sich wenig genug 
erhalten. Die Goldschmiede sind oben bereits berührt; ob 
und wie weit ihre Blüthezeit noch fortdauerte, mufs ich 
unentschieden lassen und kann nur anführen, dafs der Rath 
der Stadt Brzeäd 1556 den Posener Goldschmied Johannes 
mit der Herstellung eines Gürtels beauftragte. 6 ) Aus Ino- 
wrazlaw begegnet uns 1567 ein Goldschmied, Namens Niko 
laus, Sohn des verstorbenen Goldschmieds Nikolaus. 7 ) Für 
die Zinngiefser galt nach dem Privileg von 1555 8 ) als 
Meisterstück die Anfertigung einer Schüssel und eines tiefen 
Tellers, mit dem Hammer künstlich zu treiben; eine Tauf- 
scbüssel, welche nach den Stempeln unzweifelhaft Posener 
Arbeit ist, gelang es mir vor wenig Jahren unter den älteren 
Besitztümern der reformierten Kirche zu Lafswitz zu er 
mitteln 9 ); sie ist überraschend hübsch mit Renaissance-Or 
nament geziert und ist ein treffliches Zeugnifs, wie man 
Form und Technik gut zu handhaben verstand. Auch die 
Plattnerkunst fand hier zeitweise einen Boden. Wir hören 
von einem Waffenschmied Martin Geller, der 1562 oder 
kurz vorher von Posen nach auswärts übersiedelte, 10 ) und aus 
der zweiten Hälfte des Jahrhunderts besitzen wir einen 
hübschen Posener Platten- und Ringel-Panzer, der zwar in 
seinen figürlichen Verzierungen schwach ist, aber weit über 
1) Urkundliche Beilage Nr, 13. 
2) In lateinischer Sprache, wörtlich abgedmekt Rastawiecki, slow- 
nik malarzöw polskich II, 284 ff. 
3) Lukaszewicz I. 317 u. Rastawiecki U. 121. 
4) Rastawiecki, H. 264 f. u. HL 428 fl. Lukaszewicz II. 174. 
5) Rastawiecki, ebd. II. 156. 
6) Staatsarchiv Posen, Dep. Posen Litterae missiles 1546—1562. 
Blatt 168. 
7) Sprawozdania komisyi IV. 2. S, XXXVIII.: Nioolaus auri- 
fex de Inowlortzlaw, olim Nicolai aurificls filius, 
8) Lukaszewicz I. 261. 
9) Jetzt im Besitz der Histor. öeselisoh. für die Prov. Posen. 
10) Urkundliche Beilage Nr. 32. 
das gewöhnliche Mafs einfacher Nothwendigkeit sich erhebt. 
Er wird jetzt im königlichen Zeughaus in Berlin aufbewahrt 
und hat die deutschsprachige Inschrift: Gemacht in der k. 
' weit berümten Stat Bosen in Gros-Bolen. 11 ) 
Wir sehen schon aus diesen Beispielen hinlänglich, 
dafs der deutsche Einflufs im Posener Gebiet keineswegs 
ganz zurttckgedrängt worden war, 13 ) und wenn wir uns dessen 
entsinnen, was zur Einleitung in die mittelalterlichen Ver 
hältnisse oben gesagt ist, so erkennen wir ohne weiteres, 
dafs sogar in recht erheblichem Umfange selbst nach dem 
Sieg der Italiener sowohl Kunsterzeugnisse aus Deutschland 
bezogen, 13 ) als auch deutsche Künstler in Polen beschäftigt 
wurden; 14 ) ja, der Nuntius Ruggiero behauptet sogar, dafs 
die Polen, deren Handwerk auf sehr niedriger Stufe stehe, 
sich gröfstentheils deutscher Handwerker bedienten und in 
vielen polnischen Städten man überhaupt nur deutsch 
sprechen höre. 15 ) Auf die Gestaltung der äufseren Phy 
siognomie des Landes, wenn ich so sagen darf, blieb das 
jetzt ohne wesentlichen Einflufs; aber es ist wichtig genug, 
zu wissen, dafs die Beziehungen zu Deutschland, die im 
Mittelalter so eng waren und in den folgenden beiden Jahr 
hunderten, wie wir sehen werden, zu erneuter hoher Be 
deutung gelangten, auch ln der Zeit nicht .ganz erloschen, 
als Polen den Gipfel seiner Macht erstieg, sich wälsoher 
Kunstweiso zuwandte und einen eigenen tüchtigen Künstler- 
Stand sich zu erziehen begann. Die Baukunst wurde italie 
nisch, das Handwerk blieb deutsch. 
3. Gesamt-Ueberblick. 
Versuchen wir nun einen allgemeinen Ueberblick über 
den Culturzustand in den von uns behandelten Landesthei- 
len zu jener Zeit zu gewinnen, so werden wir leicht ge 
wahr, dafs Polen sich damals in schnell aufsteigender Linie 
bewegte. Man hat die Periode der beiden Sigismunde und 
Stephan Bathorys das goldene Zeitalter Polens genannt, 
und wenn wir die Dürftigkeit früherer 16 ) und den elenden 
Verfall späterer Jahrhunderte vergleichend ins Auge fassen, 
so dürfte die Bezeichnung als eine richtige gelten können. 
11) Vgl. die nähere Beschreibung von Franz Schwartz, Zeitsohr. 
der histor. Ges. f. d. Prov, Posen I. 281 f. 
12) Beiläufig sei hier erwähnt, dafs im Jahr 1571 zwischen dem 
Errnländischen Domcapitel und dem „kunstreichen Meister Valentin 
Hendel, Röhrmeistev und Bürger zu Breslau“ wegen des Wasser 
werks zu Frauenburg ein Vertrag abgeschlossen wurde, nach welchem 
das erforderliche Messingzeug in Breslau (für etwa 62 Thaler) „ge 
gossen und gefertiget“ werden sollte. Staatsarchiv Königsberg, 
Herzogliches Briefarchiv TV. 20. — Der Weg von Frauenburg nach 
Breslau führte über Posen! 
18) So wenig die österreichische Erzherzogin Katharina als Ge 
mahlin König Sigismund Augusts festen Fufs in Polen zu fassen ver 
mochte, so ergab die Heirath doch immerhin manche Beziehungen 
zu Deutschland; es war eine reiche Ausstattung, welche Katharina 
1553 mit sich nach Polen brachte, wie das von Korzeniowski ver 
öffentlichte Verzeichnis ausweist. Sprawozdania komisyi IV. 8.80 ff. 
14) Auch französischer Geschmack und französische Künstler 
tauchen in dieser Zeit in Krakau auf; Emailleure, vielleicht durch 
die Eeligionsverfolgungen aus ihrer Heimath vertrieben, z. B. Pierre 
Remy 1563, Pierre Garnier 1570 u. a. lassen sich in der polnischen 
Hauptstadt nieder. Vgl. die wertvollen Forschungen Lepszys, Spra- 
wozdania komisyi IV. S. 55 ff. Anzeiger dor Akad. d. Wissensch. zu 
Krakau 1889 April. 
15) Rykaczewski, relacye nuncyuszöw. I. 127 f. 
16) Ich verweise hier auf die unten angeführten Worte des Eras 
mus von Rotterdam und mache wetier darauf aufmerksam, dafs di© 
polnischen Sprachdenkmäler aus der Zeit vor 1500 überaus dürftig 
sind und von einer nationalen Heldonpoesie sich keine Spur findet. 
Vgl. die eingehenden, mit älteren gegenteiligen Anschauungen auf 
räumenden Darlegungen bei Nebring, Altpolnische Sprachdenkmäler: 
Berlin 1887, bes. 208 ff.
	        

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