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Berlin in Geschichte und Gegenwart / Goldschmidt, Paul (Public Domain)

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Berlin in Geschichte und Gegenwart / Goldschmidt, Paul (Public Domain)

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  • Berlin in Geschichte und Gegenwart / Goldschmidt, Paul (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Bemerkungen zu den Übersichtsplänen
  • Erstes Kapitel. Lage, Boden und Anfänge
  • Zweites Kapitel. Aufschwung und Fall. 1320-1448
  • Drittes Kapitel. Die kurfürstliche Residenz. 1448-1648
  • Viertes Kapitel. Im Zeitalter des Absolutismus und des Merkantilsystems. 1648-1806
  • Erster Abschnitt. Neue Anfänge
  • Zweiter Abschnitt. Unter den beiden ersten Königen
  • Dritter Abschnitt. Unter dem großen Könige
  • Vierter Abschnitt. Der Ausgang des alten Staates
  • Fünftes Kapitel. Unglückszeit und Wedererhebung. 1806-1815
  • Sechstes Kapitel. Nach dem Befreiungskriege. 1815-1846
  • Siebentes Kapitel. Revolution und Reaktion. 1846-1858
  • Achtes Kapitel. Die Zeit der Erfüllung. 1858-1888
  • Neuntes Kapitel. Die Entwickelung zur Weltstadt
  • Erster Abschnitt. Stadterweiterung, Bevölkerungszunahme, Bauten, Verkehr
  • Zweiter Abschnitt. Städtische Verwaltung, Armenfürsorge, Gesundheitspflege, öffentliche Gärten
  • Dritter Abschnitt. Unterrichtswesen
  • Vierter Abschnitt. Handel und Industrie
  • Fünfter Abschnitt. Beleuchtung, Wasserzufuhr und Entwässerung
  • Sechster Abschnitt. Lebensmittelversorgung
  • Zehntes Kapitel. An der Wende des Jahrhunderts
  • Anmerkungen
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Index
  • Errata
  • Farbkarte

Volltext

Schöngeistig-gesellige Kreise. 
211 
Mühlbach, die im Laufe der Jahre eine große Anzahl historischer Romane 
veröffentlicht hat. 
In ähnlicher Weise sammelten sich schöngeistige und gelehrte Kreise 
um Amalie von Helvig, geborene von Imhof aus Weimar, die einst das 
lebhafteste Interesse unserer Dichterheroen erregt hatte, so daß sie sich in 
ihrem Briefwechsel wiederholt über die anmutige Begabung der jungen 
Dichterin unterhielten und sich bemühten, sie zu fördern. Ebenso um Bettina 
von Arnim (geboren 1785, gestorben 1859), die Gattin Achims von Arnim 
und die Schwester von Clemens Brentano. Erst nach dem Tode ihres 
Mannes (1831) ist sie selbst als Schriftstellerin aufgetreten. Sie hat sich 
bis in ihre alten Tage ein jugendliches Herz und kindliche Unbefangenheit 
erhalten. In ihrer übersprudelnden Weise konnte sie manches freimütig 
sagen, was sonst niemand auszusprechen gewagt hätte. 
In diesen schöngeistig-geselligen Kreisen ist die Bewirtung meist sehr 
anspruchslos gewesen. Manche Briefe und Gedichte spotten über die ästhe— 
tischen Abende, bei denen man mit Tee und Butterbrot vorliebnehmen 
müsse. In dem kürzlich bekannt gewordenen Reisejournal Magdalenas von 
Silfverstolpe, einer schwedischen Schriftstellerin, die 1825 in Berlin war 
und allerlei Interessantes über den Kreis ihrer Freundin Amalie von 
Helvig und über Bettina erzählt, heißt es von einer Abendgesellschaft in 
Savignys Garten: „Das Souper bestand aus einem deliziösen Kuchen und 
Obst. Es sah schön aus und schmeckte gut, aber für schwedische Magen doch 
wohl eine zu ästhetische Nahrung.“ Zum Sattessen war es allerdings nicht 
eingerichtet und sollte wohl nur als eine Erfrischung angesehen werden. 
Im ganzen ging es bei den Künstlern, Gelehrten, Beamten einfach zu. 
Bei reichen Kaufleuten war die Bewirtung üppiger. Von solchen werden 
zwei wegen ihrer gastlichen Geselligkeit und ihres geistig bedeutenden Kreises 
viel genannt: der Bankier Mendelssohn und der Zuckersieder Beer. 
Mendelssohn war ein hervorragender Kaufmann, er hat mit seinem 
Bruder die Größe des ihren Namen tragenden Bankhauses begründet; er 
scherzte manchmal, daß man immer nur von seinem Vater Moses Mendels— 
sohn und von seinem Sohne Felix, niemals aber von ihm selbst rede. Zu 
den Berühmtheiten seiner Familie konnte er später auch seinen Schwieger— 
sohn, den Porträtmaler Wilhelm Hensel zählen, der ein halbes Jahrhundert 
in Berlin gelebt hat, zum echtesten Berliner geworden und in allen Kreisen 
der Stadt, am Hofe wie in der Bürgerschaft, bei den Gelehrten und bei den 
Künstlern beliebt war. Ein großer Verlust für das musikalische Leben in 
Berlin war der Fortgang von Felix Mendelssohn. Er hatte schon mehr⸗ 
mals von solcher Absicht gesprochen, wohl weil der allzu ausgedehnte 
Freundeskreis ihn in seiner Wirksamkeit hemmte. Den Ausschlag gab 1832 
nach dem Tode Zelters die Singakademie mit der Wahl ihres neuen Di— 
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