Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Erschienen:
Berlin 1933
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1874-1933
Fußnote:
1921,Nov. - 1924,1.Sept. nicht ersch.; später ohne Zählung
ZDB-ID:
2859774-6 ZDB
Spätere Titel:
Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1926
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 579 Soziale Infrastruktur: Sonstiges
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8672871
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
Parl 53 - 1926 und B 758 StVV 7:1926
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Sitzung 23, 4. Juni 1926

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1926 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1926
  • Sitzung 1, 7. Januar 1926
  • Sitzung 2, 14. Januar 1926
  • Sitzung 3, 21. Januar 1926
  • Sitzung 4, 28. Januar 1926
  • Sitzung 5, 2. Februar 1926
  • Sitzung 6, 4. Februar 1926
  • Sitzung 7, 11. Februar 1926
  • Sitzung 8, 16. Februar 1926
  • Sitzung 9, 18. Februar 1926
  • Sitzung 10, 25. Februar 1926
  • Sitzung 11, 4. März 1926
  • Sitzung 12, 11. März 1926
  • Sitzung 13, 18. März 1926
  • Sitzung 14, 25. März 1926
  • Sitzung 15, 30. März 1926
  • Sitzung 16, 13. April 1926
  • Sitzung 17, 15. April 1926
  • Sitzung 18, 22. April 1926
  • Sitzung 19, 29. April 1926
  • Sitzung 20, 6. Mai 1926
  • Sitzung 21, 18. Mai 1926
  • Sitzung 22, 1. Juni 1926
  • Sitzung 23, 4. Juni 1926
  • Sitzung 24, 8. Juni 1926
  • Sitzung 25, 10. Juni 1926
  • Sitzung 26, 15. Juni 1926
  • Sitzung 27, 24. Juni 1926
  • Sitzung 28, 1. Juli 1926
  • Sitzung 29, 29. Juli 1926
  • Sitzung 30, 7. September 1926
  • Sitzung 31, 23. September 1926
  • Sitzung 32, 7. Oktober 1926
  • Sitzung 33, 12. Oktober 1926
  • Sitzung 34, 14. Oktober 1926
  • Sitzung 35, 21. Oktober 1926
  • Sitzung 36, 28. Oktober 1926
  • Sitzung 37, 4. November 1926
  • Sitzung 38, 18. November 1926
  • Sitzung 39, 25. November 1926
  • Sitzung 40, 2. Dezember 1926
  • Sitzung 41, 7. Dezember 1926
  • Sitzung 42, 14. Dezember 1926
  • Sitzung 43, 16. Dezember 1926

Volltext

614 Sitzung ant 
die großen Summen dafür aufzubringen. Sehen Sie, 
wir haben ,un vorigen Jahre zirka 40 000 Kinder 
verschickt. Davon waren 15 500 in unseren städtischen 
Heimen und tu Privatheimen untergebracht. Die anderen, 
die größere Zahl, war in Einzclpflegestelleu resp. bei 
Verwandten auf dem Lande untergebracht. Es trifft 
nicht zu, wenn davon gesprochen wird, daß der größte 
Teil der Kinder verschmutzt nach Hause kommt, 
daß der größte Teil mit Knechten und Mägden das 
Bett teilen muß und daß die Kinder verdummt nach 
Berlin zurückkehren. Wir bauen die Landpflege ab 
in deut Maße, in dem wir die Heinrpflege aufbauen 
können. Wir haben ja in diesem Jahre schon den Auf 
enthalt auf dem Lande auf 0 Wochen resp. 8 Wochen 
beschränkt, so daß sich der Teil der Landbevölkerung, 
der die Kinder wirklich als Hilfe in Anspruch nimmt, 
nicht mehr bemüßigt sieht, unsere Kinder aufzunehmen. 
Denn jetzt sind es tatsächlich Sommergäste. 
Aber, meine Damen und Herren, wir wollen auch 
einmal daran denken, wenn wir selbst zu Verwandten 
auf das Land gehen, so wird der Landwirt es nicht ver 
stehen können, wenn wir die Hände in den Schoß legen, 
weil im Sommer aus dem Lande jeder Mensch mit 
arbeitet. Gewiß gehen unsere Kinder mit ins Feld, 
gewiß gehen unsere Kinder auch heraus und hüten die 
Gänse. Aber, Frau Kollegin Hossmann-Gwinner, 
nehmen Sie doch einmal einen Fragebogen des Jugend 
amtes vor und sehen Sie mal, wie die Arbeitszeit 
der Kinder beschränkt ist. Sie ist aus wenige Stunden 
beschränkt, es ist das vorgeschrieben. 
(Stadtv. Sellheiin: Ja, aus den Fragebogen steht 
das braus') 
Ja, meine Damen und Herren, Man muß ja doch 
schließlich glauben, daß es draußen auch Menschen gibt, 
die ehrlich sind, und wir haben unsere Vertrauensleute 
aus Berlin dort in den einzelnen Kreisen, und man muß 
schon glauben, daß die die Interessen der Berliner Be 
völkerung wahrnehmen. Wenn die Kinder aus dem Lande 
die Schule nicht besuchen, so dürfen wir doch nicht ver 
gessen, daß erstens die Kinder sehr gern die Schule 
schwänzen jnnd daß aus der anderen Seite der Bauer 
das Kind nicht gern in die Schule schickt, zweitens, daß 
das Kind sehr froh ist, wettn es hinter die Schule 
gehen samt und drittens, daß auch der Landlehrer froh 
ist, wenn er nicht auch noch durch die Berliner Kinder be 
lastet ist. Es ist ganz selbstverständlich, daß der Schul 
besuch überhaupt sehr schwer durchzuführen ist. 
Es stimmt auch nicht, daß die Kinder so ver 
schmutzt ankontmen. Es gibt ja einzelne. Fälle, es gibt 
aber auch Fälle, wo man Hotels aufsticht und Un 
geziefer mitbringt. 
(Stadtv. Frau Todenhagen: Aber nicht so oft!) 
— Verehrte Frau Kollegin Todenhagen, es ist aber 
auch vorgekommen, daß unsere Kinder verlaust hinaus 
gegangen sind und wir mit den Bauern noch Schwie 
rigkeiten hatten, daß sie sie dort behielten. Da liegt 
die Wahrheit in der Mitte. — 
Ich sage Ihnen ja, daß wir dabei sind, die Land- 
pflege soweit wie möglich einzudämmen. Daß aber die 
geistige Aufnahmefähigkeit durch den Aufenthalt ans dem 
Laude leidet, glaube ich nicht. Die Berichte, die wir 
ans den Schulen usw. haben, sprechen vom Gegen 
teil. Die Kinder werden dort der Natur näher gebracht, 
und wenn Sie mich den schematischen Unterricht auf dem 
Lande vermissen, so werden die Kinder dort doch Dinge 
sehen, die sie in Berlin überhaupt nicht kennen lernen. 
Das wollen wir doch auch bedenken. 
(Sehr richtig!) 
Meine Damen und Herren! Es ist natürlich sehr 
schwer, die ErholungsPflege in genügendem Maße in 
Berlin durchzuführen. Wenn man die Zahl von 40 000 
verschickten Kindern hört, so ist sie gewiß sehr groß, 
wenn wir aber dem gegenüberstellen, daß wir an- 
. Juni 1926. 
nähernd 450 000 Schulkinder haben, so ist die Zahl 
natürlich sehr gering. Es wird gewiß unser Bestreben 
sein, jund ich glaube, der Magistrat geht da mit uns 
allen, daß wir soweit wie möglich Mittel für diesen 
Zweck frei machen. Wir sprachen im Haushaltsans- 
schnß schon davon, daß wir auch für unsere Krüppel 
kinder in Zossen sorgen werden. Wir werden für die 
Soinm-ertinterbringung der Krüppel, die zu Hanse bei den 
Eltern sind, dort Sorge tragen, und wir werden weiter 
in der Lage sein, weitn wir die Mittel bekommen, ein 
Heim für die verkrüppelten Kinder, die nicht fähig sind, 
irgendwelchen! Berns usw. nachzugehen, zu schaffen, um 
sie dort in Danerpflege unterzubringen. 
Meine Damen und Herren! Es ist wirklich ein 
schmerzliches Kapitel, wenn wir bedenken müssen, daß 
Berlin seine Krüppelkinder unterbringt zusammen mit 
den alten kranken und siechen Menschen. Weint wir 
hier Abhilfe tun können, so wird es geschehen. 
Ich bitte also dringend darum, daß die Herr 
schaften, die unsere Anstalten, namentlich unsere Waisen 
häuser, nicht kennen, sich doch darum kümmern, uni 
einmal festzustellen, wie gut unsere Kinder es dort 
haben. 
(Bravo!) ^ 
Stadtv. Sellheini (K.): Meine Damen und Herren! 
Die ausführlichen Worte, mit denen die Frau Stadtrat 
glaubte, uns die Fürsorge für unsere Kinder plausibel 
machen zu können, müßten eigentlich jeden einzelnen in 
diesem Hanse zu der Ueberzeugung gebracht haben, daß 
nun aus den Waisenhäusern, aus allen städtischen An 
stalten, die sich mit der Jugendpflege beschäftigen, die 
Proletarier herausgeworfen werden müssen und daß es 
nach der Zustimmung, die Sie, verehrteste Frau Kol 
legin, hier von der rechten Seite des Hanfes als Ver 
treter der Bourgeoisie bekommen haben, notwendig 
wäre, daß die Bourgoisiekinder in diese Waisenhäuser 
hineinkommen, damit sie die segensreichen Einrichtun 
gen Ihrer Anstalten kennen lernen. Sie brauchen nicht 
zu glauben, daß diese Herrschaften das tun werden, sie 
überlassen das den Proletarierkindern, weil sie wissen, 
daß die Erzieher, die in diesen Anstalten sitzen, aus den 
Reihen der Bourgeoisie kommen und den Geist der 
Bourgeoisie in diese Kinderherzen hinein verpflanzen. 
Ich Weiß nicht, inwieweit Sie als Vertreterin und 
Mitglied der Sozialdemokratischen Partei eilte kaser 
nierte Anstaltserziehung für Kinder zweckmäßiger 
halten als die Erziehung am Mutterherzen. Jedenfalls * 
haben die Sozialdemokratische Partei und die Kommu- ^ 
nistische Partei als Arbeiterparteien sicherlich einen an 
deren Standpunkt eingenommen als Sie, Frau Stadt- 
rätiu, ihn heute entnehme». 
Danach will ich jetzt, nachdem Sie ein Loblied auf 
diese wunderbaren städtischen Einrichtungen gesungen 
haben, aus dem schwärzesten Kapitel attch der Berliner 
Stadtverordnetenversammlung ein klein wenig vorlesen, 
Wie ich es bereits bei der Äusschußberatung über die 
Fürsorgeerziehung getan habe. Sie haben ganz beson 
ders auch aus die Fürsorgeerziehung ein sehr hübsches 
Loblied gesungen. Ich werde von den wenigen Fällen, 
die ich habe, einige neue herausgreifen, mit damit 
einmal die Frage an die Stadtverordnetenversammlung 
zu stellen, ob sie es für richtig hält, daß eine solche Be 
handlung, ein solches Herumspringen mit solchen Für 
sorgezöglingen im Interesse einer Stadtverordnetem 
Versammlung liegt, die eine Arbeitermehrheit besitzt. 
Denn wir wissen sehr gut, daß lediglich die Kinder der 
Ausgebeuteten, der Unterstützten, der Proletarier in 
diesen Fürsvrgeanstalten Aufnahme finden, Während 
auf der anderen Seite, wenn irgendeine Verfehlung von 
den Mitgliedern des Bürgertums geschieht, man sofort 
den Mantel der christlichen Nächstenliebe darüber deckt, 
die Mädchen in eine Pension steckt, wo sie den Zugriffen 
des Staates ettzvgen sind. Die ganze Fürsorgeerziehung 
wird lediglich an den Kindern und Minderjährigen der
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße)
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Download der aktuellen Seite Vorschau Download der aktuellen Seite Klein Download der aktuellen Seite Mittel Download der aktuellen Seite Groß Download der aktuellen Seite Master ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.