Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

mirador

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

mirador: mirador

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Zimmermann, Carl Wilhelm
Titel:
Der sittliche Zustand von Berlin nach Aufhebung der geduldeten Prostitution des weiblichen Geschlechts : ein Beitrag zur Geschichte der Gegenwart... / von Carl Röhrmann
Ausgabe:
3., unveränd. Abdruck
Erschienen:
Leipzig: Röhrmann, 1847
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Umfang:
238 S.
Berlin:
B 704 Gesellschaft: Prostitution
Dewey-Dezimalklassifikation:
300 Sozialwissenschaften, Soziologie
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-107265
Sammlung:
Gesellschaft, Bevölkerung, Soziales, Gesundheit
Signatur:
B 704/2 a
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Erste Abtheilung. Die Prostitution

Kapitel

Titel:
II. Ueber die Prostitution im Allgemeinen

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 4.1877 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß
  • No. 1, 04.01.1877
  • No. 2, 11.01.1877
  • No. 3, 18.01.1877
  • No. 4, 25.01.1877
  • No. 5, 01.02.1877
  • No. 6, 08.02.1877
  • No. 7, 15.02.1877
  • No. 8, 22.02.1877
  • No. 9, 01.03.1877
  • No. 10, 08.03.1877
  • No. 11, 15.03.1877
  • No. 12, 21.03.1877
  • No. 13, 27.03.1877
  • No. 14, 05.04.1877
  • No. 15, 12.04.1877
  • No. 16, 19.04.1877
  • No. 17, 26.04.1877
  • No. 18, 03.05.1877
  • No. 19, 17.05.1877
  • No. 20, 24.05.1877
  • No. 21, 31.05.1877
  • No. 22, 07.06.1877
  • No. 23, 21.06.1877
  • No. 24, 28.06.1877
  • No. 25, 06.09.1877
  • No. 26, 13.09.1877
  • No. 27, 20.09.1877
  • No. 28, 27.09.1877
  • No. 29, 04.10.1877
  • No. 30, 11.10.1877
  • No. 31, 19.10.1877
  • No. 32, 25.10.1877
  • No. 33, 01.11.1877
  • No. 34, 08.11.1877
  • No. 35, 15.11.1877
  • No. 36, 22.11.1877
  • No. 37, 29.11.1877
  • No. 38, 06.12.1877
  • No. 39, 13.12.1877
  • No. 40, 20.12.1877
  • No. 41, 28.12.1877

Volltext

der zweite geehrte Herr Redner, Herr Kaufmann, hat Ihnen 
empfohlen, den Antrag zu verwerfen und Dalldorf zu wählen; der 
dritte Redner, Herr Scheiding, hat Ihnen empfohlen, Beides zu ver 
werfen und auf das Terrain im Osten-der Stadt, vor dem Lands 
berger Thore zurückzugehen und dem Magistrat die Annahme dieses 
Terrains zu empfehlen; der vierte Herr Redner, Herr Geheimrath 
Schulz, hat Ihnen empfohlen, alle drei Anträge zu verwerfen und 
den Ausschuß mit einer Reihe von Untersuchungen zu beauftragen, 
deren Dauer, wie mir scheint, ganz ungemessen ist. Ich überlasse 
es Ihrer Erwägung, sich die Zeitdauer zu bestimmen, binnen deren 
es möglich sein würde, die positiven Beweise gegen alle denkbaren 
Schädlichkeiten, die der letzte Herr Redner verlangt hat, zu be 
schaffen. 
Wenn ich dies zusammen fasse, so kann ich nicht leugnen, daß 
ich mit einer großen Sorge auch der heutigen Beschlußfassung ent 
gegensehe und au die Möglichkeit denke, daß auch heute wiederum 
die Versammlung aus einander gehen könnte, ohne diese Angelegen 
heit zu Ende zu bringen, wie es leider schon so oft geschehen ist. 
Es ist bekanntlich eine undankbare und gefährliche Situation, 
zwischen Streitenden zum Frieden zu predigen, man setzt sich da 
gewöhnlich zwischen zwei Stühle, und doch bleibt mir nichts anderes 
übrig, als namens des Magistrats das zu thun und die Bitte an 
Sie zu richten, die Differenzen, die hier bestehen, nicht übermäßig 
hoch zu treiben, sie nicht so hoch zu schätzen, daß darunter das, was 
uns so lange schon Sorge macht, leidet. 
M. H.! Wir befinden uns wirklich in einer trostlosen Lage- Die 
Kranken, die zunächst betheiligt sind, empfinden aufs Entsetzlichste 
diesen Aufschub, die Verwaltung empfindet ihn und, m. H., auch 
die Versammlung wird ihn mit jeder Sitzung mehr empfinden. 
Ich glaube, Sie können sich selbst nicht mehr schädigen in der öffent 
lichen Ansicht der Bürgerschaft, in Ihrem eignen'Urtheil und in 
dem Urtheil der Behörden, als wenn Sie zu dem Resultate kommen, 
daß es Ihnen nicht möglich ist, einen Entschluß zu fassen, der dann 
endlich zur Ausführung kommen müßte, in einer Sache, die seit so 
langer Zeit die städtischen Behörden beschäftigt. 
M. H.! Ich habe vor drittehalb Jahren den Oberpräsidenten 
bei einer Visitation unserer Irrenanstalten begleiten müssen. Ich 
habe einen peinlichen Gang gehabt, als ich ihm die Räume der 
Irrenanstalt in dem Hintergebäude unseres Arbeitshauses und das 
Gebäude an der Waisenbrücke zeigte, wo die weiblichen Irren in 
engen Räumen zusammengepfercht sind. Das Vertrauen, welches 
er auf meine Zusage setzte, bewog ihn, vorläufig von jeder Maßregel 
Abstand zu nehmen und der Stadt nicht das Uebel anzuthun, 
Zwangsmaßregeln in dieser Beziehung auzuwenden, wie sie — ich 
bekenne es offen — wenn jemals, so in diesem Falle eine Königliche 
Behörde ergreifen durfte! Er hat, und mit ihm das Ministerium, 
mit einer unsererseits wirklich anzuerkennenden Rücksichtnahme aus 
unsere Selbständigkeit von Vierteljahr zu Vierteljahr durch den Be 
richt, den ich ihm erstattete: in kurzer Zeit werden wir zu einem 
befriedigenden Resultat gelangen, — sich davon zurückhalten lassen. 
Ich wage es nicht mehr, wenn auch heute die Versammlung wieder 
resultatlos auseinander geht, ihm einen solchen Bericht zu erstatten; 
denn ich habe dann selbst kein Vertrauen. 
Gehe ich auf die einzelnen Vorschläge ein, so muß ich sagen: 
der von Herrn Scheiding gemachte, auf das Terrain vor dem Lands 
berger Thor zurückzugehen, ist unannehmbar. Ich bitte Sie drin 
gend, das als feststehend anzusehen, daß der Magistrat darauf nicht 
seien Sie überzeugt, nicht aus Eigensinn, nicht aus persönlichen 
Gründen, aus irgend welchen Nebenrücksichten, nein, nach wieder 
holter sorgfältiger Berathung. Sollte sich wirklich eine große Mei 
nung dafür aussprechen, so bleibt mir nichts übrig, als die betref 
fenden Herren Dezernenten zu bitten, die Gründe des Magistrats, 
die Herr Scheiding zu widerlegen versucht hat, Ihnen nochmals und 
besser als ich es kann, auseinander zu setzen, aber in dem Resultat 
wird es nichts ändern, da der Magistrat entschieden darauf nicht 
eingehen kann. Sehen Sie das nicht als einen Druck an, den der 
Magistrat ausüben will. M. H.! Ich glaube es Ihnen schuldig zu 
sein, in dem Augenblick, wo Sie sich entscheiden müssen, nicht' mit 
dieser Erklärung zurückzuhalten, um Ihnen die Entscheidung zu er 
leichtern. 
Es bleibt Dalldorf. Ja, m. H., darüber hat der Magistrat 
jetzt keinen '-Beschluß gefaßt. Beschließt die Versammlung, Dalldorf 
zu nehmen, so ist es dem Magistrat unmöglich, nein zu sagen. Der 
Magistrat hat ja durch eine Reihe von Jahren Ihnen Dalldorf em 
pfohlen und es bleibt ihm nichts übrig, als daraus einzugehen, wenn 
wirklich die Majorität der Versammlung Dalldorf wählen sollte, 
wiewohl ich glaube, daß die gemachten Erfahrungen auch in Bezug 
auf Dalldorf einige Veränderungen und Ergänzungen des Planes 
nothwendig mache« dürsten. Indessen, ich 'habe mich darüber ja 
nicht auszusprechen, der Magistrat hat in dieser Beziehnng keine 
Initiative genommen, will sie auch nicht nehmen, er hat sich voll 
und ganz auf den Boden gestellt, den die Versammlung mit wieder 
holten Beschlüssen gegen ihn eingenommen hat. Nun hat er ihn 
angenommen, nun setzt er ein Gleiches bei Ihnen als Konsequenz 
voraus. Ob die Versammlung es thun will, das überlasse ich ihr. 
(Hört!) 
Ich komme also einfach dazu. Sie dringend zu bitten: nehmen 
Sie den Vorschlag des Magistrats in Bezug auf Lichterfelde an. 
Eine Versammlung von mehr als hundert Personen ist völlig außer 
Stande, sich auf den Standpunkt zu stellen, den einige der Herren 
eingenommen haben, hier etwa wissenschaftliche Untersuchungen oder 
Detailprüfungen der angegebenen Art vorzunehmen. Wenn Sie sich 
m solchen Fragen nicht auf die Verwaltung verlassen können, so 
sind Sie in viel schlimmerem Maße verlassen als blos bei diesen 
Voruntersuchungen! 
(Sehr gut!) 
M. H.! Diese Selbstbeschränkiing müssen Sie üben, wie wir 
die Verantwortung für Mißgriffe übernehmen müssen. 
Was die Bezugnahme auf die Rieselfelder betrifft, so ist zu 
bedauern, daß darauf überhaupt eingegangen ist und daß dadurch 
in diese Frage hineingezogen ist eine nachträgliche Beurtheilung eines 
Unternehmens, welches doch nun einmal für uns feststeht und das 
wir, gut oder übel, durchmachen müssen. 
(Sehr richtig!) 
M. H.! Es ist sehr zu bedauern, daß das mit hineingezogen 
ist; aber ich glaube, eine einfache Erwägung müßte genügen, um 
Ihnen zu sagen, daß diese Rücksicht hier ganz und gar nicht in 
Betracht kommen kann und darf. Denn das ist nicht die Frage, ob 
das Terrain da oder dort abfällt, oder die Winde so oder so gehen. 
Zn allen diesen Rücksichten haben wir in gewissenhafter Weise durch 
die Vernehmungen, die uns noch nothwendig erschienen nach den 
jahrelangen Voruntersuchungen, das gethan, was wir konnten und 
haben die Ueberzeugung gewonnen, daß die Nachbarschaft unschäd 
lich ist. 
Aber denken Sie doch daran, daß in viel größerer Nähe der 
Rieselfelder ganze Dörfer liegen: das von Tausenden bewohnte Dorf 
Marienselde, auch Heinersdorf, daß Osdorf mittendrin liegt, daß 
wir die große Ortschaft Falkenberg mittendrin haben! Käme es zu 
dem Resultat, welches Herr Schultz seit Jahren immer wieder pro« 
phezeiht, dann müßte nicht das Irrenhaus weichen, sondern die 
Rieselfelder; denn wir können nicht Tausenden und Tausenden von 
Bewohnern der Nachbarschaft zumuthen, daß sie mitten in der Ge 
fahr wohnen und dort mit ihren Schwachen und Kranken leben, dort 
ihre Kinder in die Schule schicken sollen! Wenn wir erkennen, daß 
die Sache schädlich ist, — von dem Moment an müssen die Riesel 
felder weichen. 
(Sehr richtig!) 
Ich glaube, es ist das ein klarer Beweis, welcher sagt: aus 
diese Rücksicht ist nichts zu geben. Fällt aber diese fort, dann meine 
ich, fällt auch das schwere Gewicht, welches überhaupt gegen die 
Vorlage des Magistrats erhoben ist. 
Pt. H.! Ich schließe damit. Unterdrücken Sie die kleinen Diffe 
renzen, die zwischen Ihnen sind. Uebertreiben Sie nicht Vortheile, 
die dem Einen hier, dem Andern dort zu sein scheinen, legen Sie 
keinen Werth darauf, in dem einen oder anderen Falle Recht zu be 
halten. Ich weiß, es ist Vielen schwer geworden, nach reifer 
Ueberlegung Dalldorf, welches sie für gut hielten, wie auch wir, 
aufzugeben. Lassen Sie also alle diese Rücksichten fallen, fassen Sie 
einmal den großen Zweck ins Auge und sagen Sie: wir machen 
einen Strich und nehmen die Vorlage an, welche der Magistrat ein 
gebracht hat, und ermöglichen Sie uns, freudig in der Frage mit 
der That vorzugehen! 
(Lebhaftes Bravo.) 
(Vielfache Rufe nach Schluß. — Stadtv. Vollgold stellt den Schluß 
antrag, welcher angenommen wird. — Der Berichterstatter ver 
zichtet auf das Schlußwort.) 
Vorsteher: Herr Kollege Paulsen hat die namentliche Ab 
stimmung beantragt über die Vorlage 2, über den Ankauf des 
Terrains bei Lichterfelde, im Zusammenhange mit dem Amendement 
des Kollegen Misch und eventuell über die Vorlage 68. 
Ich werde abstimmen lassen zuerst über den Antrag des Kollegen 
Schultz, sollte derselbe abgelehnt werden, über den Antrag Dreitzel 
unv Genossen. 
Stadtv. Dreitzel: Ich ziehe meinen Antrag zu Gunsten des 
Antrages Kaufmann zurück. 
Stadtv. Rhens: Ich nehme ihn wieder auf. 
Vorsteher: Dann würde ich eventuell über das Amendement 
Misch abstimmen lassen, hierauf über den Magistratsantrag, identisch 
mit dem Kommissionsantrag, wie er sich nach der Abstimmung über 
das Misch'sche Amendement gestaltet haben wird, dann über den 
Antrag Kaufmann. 
Stadtv. Dr. Horwitz: . Ist der Antrag Scheiding identisch mit 
demjenigen, der ursprünglich den Namen Dreitzel trug?
	        

Downloads

Downloads

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Zitieren

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.