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Berolinensien

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Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berolinensien

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Monografie

Titel:
Schnobeliana : Ein- und Ausfälle des improvisirenden Kamtschadalen Schnobel, für Freunde des Durstes und der frohen Laune etc.
Erschienen:
Berlin: Selbstverl., 1840
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Umfang:
35 S.
Fußnote:
In Fraktur
Berlin:
B 329 Literatur: Humoristische Literatur über Berlin
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-106279
Sammlung:
Berliner Dialekt, Literatur, Literarisches Leben
Signatur:
B 329 Schnob 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Schnellzugriff

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1980/81, 8. Wahlperiode, Band II, 1980/1981, 19.-53. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 19, 24. Januar 1980
  • Nr. 20, 31. Januar 1980
  • Nr. 21, 14. Februar 1980
  • Nr. 22, 28. Februar 1980
  • Nr. 23, 13. März 1980
  • Nr. 24, 20. März 1980
  • Nr. 25, 24. April 1980
  • Nr. 26, 8. Mai 1980
  • Nr. 27, 22. Mai 1980
  • Nr. 28, 29. Mai 1980
  • Nr. 29, 12. Juni 1980
  • Nr. 30, 26. Juni 1980
  • Nr. 31, 3. Juli 1980
  • Nr. 32, 7. Juli 1980
  • Nr. 33, 24. Juli 1980
  • Nr. 34, 18. September 1980
  • Nr. 35, 25. September 1980
  • Nr. 36, 5. Oktober 1980
  • Nr. 37, 9. Oktober 1980
  • Nr. 38, 23. Oktober 1980
  • Nr. 39, 13. November 1980
  • Nr. 40, 27. November 1980
  • Nr. 41, 10. Dezember 1980
  • Nr. 42, 11. Dezember 1980
  • Nr. 43, 12. Dezember 1980
  • Nr. 44, 15. Januar 1981
  • Nr. 45, 22. Januar 1981
  • Nr. 46, 23. Januar 1981
  • Nr. 47, 12. Februar 1981
  • Nr. 48, 26. Februar 1981
  • Nr. 49, 5. März 1981
  • Nr. 50, 12. März 1981
  • Nr. 51, 16. März 1981
  • Nr. 52, 26. März 1981
  • Nr. 53, 9. April 1981

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 8. Wahlperiode 
48. Sitzung vom 26. Februar 1981 
Longolius 
bereitgestellte vielfältige Förderungsinstrumentarium hat Ber 
lin einen gewissen Vorsprung im sozialen Lernen für die Zu 
kunftsgestaltung. Dieser Vorsprung erlaubt es, eine Innova 
tionsstrategie des qualitativen Wachstums zu verfolgen. 
Für Sozialdemokraten - lassen Sie mich das dazusagen - ist diese 
Argumentation allerdings unvollständig. Das Wort „Arbeitsplätze“ 
taucht hier nämlich nicht auf. Es muß noch stärker in den Mittel 
punkt unseres Bewußtseins gerückt werden, quantitativ und qualita 
tiv. Denn für Arbeitnehmer ist nun einmal das beste soziale Netz ein 
Arbeitsplatz, der eine Perspektive hat, an dem der Werktätige nicht 
kaputtgeht und an dem er die Umstände und Ergebnisse seiner Ar 
beit mitbestimmen kann. 
[Beifall bei der SPD) 
Diese letzte Forderung ist für uns gerade in Berlin und gerade in 
schwierigen Zeiten wichtig. Mitbestimmung ist für uns kein Ge 
schenk für Zeiten des Überflusses, sondern ein Gebot der demo 
kratischen Durchdringung von Wirtschaft und Gesellschaft und ein 
Gebot der wirtschaftlichen Vernunft. 
[Beifall bei der SPD] 
Auch bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze haben wir zähl 
bare Erfolge erzielt. Erstmals waren in diesem Jahr mehr Ausbil 
dungsplätze als Bewerber für Lehrstellen zu verzeichnen. Das ist 
insbesondere dem Berliner Handwerk zu verdanken. Das sollten 
wir hier alle gemeinsam dankbar feststellen. 
[Beifall bei der SPD] 
Allerdings können wir uns damit nicht zufriedengeben, denn in 
Übereinstimmung mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund sind wir 
der Auffassung, daß nicht allein die Quantität dieser Ausbildungs 
plätze, sondern vor allem ihre Qualität von entscheidender Bedeu 
tung für die Zukunftssicherung der jungen Generation ist. Gerade 
hier gilt es, Ängste abzubauen und Perspektiven zu sichern. Wir 
werden weiter daran arbeiten, daß alle Jugendlichen einen qualifi 
zierten und zukunftsgerechten Ausbildungsplatz erhalten können. 
Ich denke hier auch an die jungen ausländischen Mitbürger und for 
dere die Unternehmen dieser Stadt auf, auch ihnen in den kommen 
den Monaten verstärkt die Chance zum Beginn einer qualifizierten 
Berufsausbildung zu geben. 
[Beifall bei der SPD] 
Bewahren und Anknüpfen an bewährte Traditionen und Grund 
werte einerseits und Anpassung politischer Zielvorstellungen an 
veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen andererseits 
sind die beiden Pole, zwischen denen sich erfolgreiche Politik be 
wegen muß. Sie zeigen zugleich die Notwendigkeit für die fortwäh 
rende Erneuerung aller demokratischen Parteien, wenn sie dem ge 
sellschaftlichen Wandel gerecht werden wollen. Meine Partei hat 
diese Erneuerung im Laufe ihrer langen Geschichte mehrfach und 
erfolgreich bestanden. Ich denke zum Beispiel an die Integration 
wichtiger Teile der außerparlamentarischen Opposition der 60er 
Jahre. Dies war für die Sozialdemokraten ein schwieriger Prozeß; 
aber er hat uns gestärkt und wir sind stolz auf seine Ergebnisse. 
Die Fähigkeit meiner Partei, neue Entwicklungen aufzunehmen und 
sich so das Vertrauen der Bürger immer neu zu schaffen, hat aller 
dings in den letzten Jahren abgenommen. Die Wertentscheidun 
gen, die hinter sozialdemokratischer Politik stehen und stehen müs 
sen, sind nicht mehr klar zum Ausdruck gebracht worden, und das 
hat insgesamt zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit geführt. 
[Wronski (CDU): Weil alle Beamte geworden sind. 
Gibt keine Arbeiter mehr!] 
Die Erneuerung unter Hans-Jochen Vogel war daher eher ein 
Schnitt als ein Prozeß. Wir haben Fehler gemacht. Aber die 
Sozialdemokratie hat im Laufe ihrer Geschichte auch bewiesen, 
daß sie aus ihren Fehlern lernen, sie eingestehen und die Kraft zu 
einem Neubeginn finden kann. Meine Fraktion jedenfalls wird die 
Schwachpunkte der Vergangenheit nicht vergessen. 
[Schmitz (CDU): Die Berliner auch nicht!] 
Wir werden aber hart daran arbeiten, das verlorengegangene Ver 
trauen zurückzugewinnen. Sozialdemokratische Grundwerte wie 
die Bereitschaft zum Frieden, das Eintreten für Freiheit, Gleichheit 
und Solidarität werden sich wieder stärker in den politischen 
Tagesentscheidungen wiederfinden. Und wir verwahren uns hier (C) 
eindeutig gegen die Unterstellung der Opposition, daß dies ein 
Menschen- und Politikbild ist, das mit Zwang zu tun hat. Demokra 
tischer Sozialismus ist kein Bekenntnis zu einer Zwangsgesell 
schaft, sondern ist gerade der Versuch, mit dem mündigen Bürger 
mehr Gerechtigkeit, mehr Freiheit und mehr Solidarität in unserer 
Gesellschaft durchzusetzen. 
[Beifall bei der SPD] 
Daher sagen wir besonders selbstkritisch: wenn das Vertrauen der 
Bürger in unsere Politik gefährdet wird, dann heißt das natürlich 
auch, die Kraft dieser Grundwerte zu schwächen. Angesichts der 
langen Tradition meiner Partei und der Aufgaben in unserer Gesell 
schaft haben wir - so sehen wir Sozialdemokraten das - kein 
Recht, diese Grundwerte aufs Spiel zu setzen. Sie sind nur mit So 
zialdemokraten zu verwirklichen. Daran können wir gerade in Berlin 
erinnern. Die Bewegung von 1848, die Sozialistengesetze, der 
Kampf gegen das Ermächtigungsgesetz und die mutige Rede von 
Otto Wels, die Urabstimmung gegen die Zwangsvereinigung mit 
der KPD, sie alle haben mit Berlin zu tun; und sie finden progressive 
Kräfte, sie finden vor allen Dingen Sozialdemokraten immer auf der 
richtigen Seite der Barrikade, nämlich auf der Seite der Freiheit. 
[Beifall bei der SPD] 
Aus dieser Erkenntnis ziehen wir übrigens zwei Konsequenzen. Ein 
mal die Notwendigkeit der Selbstkritik in der gegenwärtigen Phase 
und andererseits das Seibstbewußtsein, das uns hilft, vor den Wäh 
ler zu treten und unsere Grundwerte offensiv zu vertreten, 
[Landowsky (CDU): Das brauchen Sie auch! - 
Beifall bei der SPD] 
Wenn wir uns auf unsere Grundwerte wieder stärker besinnen, sie 
ernster nehmen, haben wir zugleich auch die Chance, das verloren 
gegangene Vertrauen der Jugend wiederzugewinnen. Wir brau 
chen dieses Vertrauen nicht nur für unsere Partei, wichtiger ist es 
sicher noch, daß das Vertrauen der Jugend in die Gesellschaft wie 
derhergestellt wird. Und hier stellt sich die Frage nach der Realität, 
die hinter unserer Verfassung, hinter den Worten der Verfassung ' ' 
steht. Die Bereitschaft, sich als Teil unserer Gemeinschaft zu füh 
len, ist eng verbunden mit der Anerkennung ihrer Gerechtigkeit und 
ihrer Gemeinschaftsfähigkeit, Der Rechtsfrieden, der sich durch 
freiwillige oder unfreiwillige Unterwerfung unter vorgegebene und 
nicht gebilligte Strukturen ergibt, ist nur unvollkommen. Er muß auf 
der gemeinsamen Überzeugung beruhen, daß sich unsere Gesell 
schaft dem Grundgesetz entsprechend auf dem Weg zu mehr Frei 
heit, mehr Gerechtigkeit, mehr Solidarität befindet und daß unser 
Rechtssystem ein Teil dieses Weges ist. 
Ein wichtiger Bestandteil dieser inneren Zustimmung zur sozia 
len Umwelt ist daher das Bewußtsein, daß diese Umwelt auch re 
formfähig ist, daß nachrückende Generationen die Welt der Eltern 
verändern können. Das setzt Diskussionsfähigkeif voraus und die 
Bereitschaft, das Eigene, das wir uns teilweise schwer erarbeitet 
haben, in Frage zu stellen und in Frage stellen zu lassen. Selber teil 
haben und teilhaben lassen, das ist die doppelte Aufgabe. 
[Beifall bei der SPD] 
Und wenn wir Älteren - wir können uns wohl alle schon dazu zählen 
- unser Leben betrachten, dann wissen wir, daß wir alle doch täg 
lich dazulernen. Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Das Bild 
der autogerechten Stadt ist längst dem Bild der Rückgewinnung 
des Lebensraums Straße gewichen. Das Ende der Zersiedelung 
der Außenbezirke und die Einstellung der Kahlschlagsanierung in 
den Innenstadtbereichen sind Ergebnisse dieses Lernprozesses, 
zu dem auch die Reduzierung der Autobahnpianung gehört. 
Und auch in diesem Zusammenhang muß man über Hausbeset 
zungen reden. Viele Schwachstellen unserer gesellschaftlichen 
Realität kommen hier zusammen. Hier müssen wir Fehlentwicklun 
gen eingestehen. - Ich übe diese Selbstkritik übrigens nicht vor 
diesem Haus oder einer Partei, sondern ich übe sie vor den Jugend 
lichen, denen unsere Politik keine konkreten Perspektiven und nicht 
genügend Hoffnung vermittelt hat. Und ich übe sie angesichts der 
neuen Ungeduld, mit der materielle Fortschritte an Bedeutung ver 
lieren zugunsten sozialer Gerechtigkeit. 
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