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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1982, 9. Wahlperiode, Band II, 19.-32. Sitzung (Public Domain)

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Full text: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1982, 9. Wahlperiode, Band II, 19.-32. Sitzung (Public Domain)

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Monograph

Author:
Hossbach, Wilhelm
Title:
Philipp Jakob Spener und seine Zeit : eine kirchenhistorische Darstellung / von Wilhelm Hoßbach. Hrsg. und mit einem Vorw. und Anh. vers. von Gustav Schweder
Editor:
Schweder, Schweder, Gustav
Edition:
2. Aufl.
Publication:
Berlin: Ferd. Dümmlers Verlagsbuchh., 1853
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Scope:
268, 376 S.
Note:
Enth.: Theil 1, 2
In Fraktur
Keywords:
Online-Publikation
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-105784
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Shelfmark:
B 252 Spen 8
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Preface

Title:
Vorwort zur ersten Auflage

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1982, 9. Wahlperiode, Band II, 19.-32. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 19, 24. März 1982
  • Nr. 20, 25. März 1982
  • Nr. 21, 26. März 1982
  • Nr. 22, 6. Mai 1982
  • Nr. 23, 27. Mai 1982
  • Nr. 24, 10. Juni 1982
  • Nr. 25, 24. Juni 1982
  • Nr. 26, 22. Juli 1982
  • Nr. 27, 8. September 1982
  • Nr. 28, 23. September 1982
  • Nr. 29, 14. Oktober 1982
  • Nr. 30, 28. Oktober 1982
  • Nr. 31, 11. November 1982
  • Nr. 32, 25. November 1982

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
29. Sitzung vom 14. Oktober 1982 
1787 
Spilter 
) sehr schwierig war, sich in dieser Ecke am Gesundbrunnen über 
haupt zu halten, denn bekanntlich ist das ein großes Sanierungsge 
biet. Uns hat aber doch sehr verblüfft, daß ausgerechnet jetzt, wo 
die Einwohnerzahlen wieder steigen, die Entscheidung getroffen 
worden ist, sich aus der Brunnenstraße zurückzuziehen. 1980 
wohnten in diesem Sanierungsgebiet ungefähr 18000 Einwohner. 
Inzwischen sind es rund 20000 Einwohner, und 1985 werden es 
wahrscheinlich etwa 24 000 sein. Das ist wesentlich mehr als etwa 
vor zehn Jahren, so daß man sehen muß, allein von der Bevölke 
rungsentwicklung her gibt es keinen Zwang, ausgerechnet jetzt den 
Standort aufzugeben. Wir haben eher den Verdacht, daß der 
Standort aus anderen Gründen aufgegeben wird; wobei vielleicht 
ein Indiz sein könnte, daß in diesen beiden Kaufhäusern - ich will 
das einmal freundlich ausdrücken - das Warensortiment in den 
letzten Jahren nicht immer geradezu optimal war, 
[Wendt (AL); Unter aller Saul] 
so daß es vielleicht der Unternehmensleitung des „Hertie“-Kon- 
zerns nicht leid getan hat, dort einen allmählichen, dann schließlich 
völligen Abbau in Angriff nehmen zu können. 
Uns erscheint - und damit komme ich zu den Fragen der 
Stadtentwickung - bezeichnend, daß dieser Abbau von zwei Kauf 
häusern in Gesundbrunnen verbunden ist mit einer Ausweitung der 
Geschäftstätigkeit, mit neuen Investitionen im City-Bereich. Das ist 
nun nicht nur eine Frage, die etwa einen Bezirk tangieren kann, der 
davon gerade betroffen ist. Die Konzentration der Einzelhandelsge 
schäfte auf die eigentliche City und auf einige wenige andere Ein 
kaufszentren in der Stadt ist verbunden - das ist nahezu zwangsläu 
fig - mit einer Verschlechterung der Einkaufsmöglichkeiten in vie 
len anderen Stadtteilen. Wir meinen, daß dies die Aufmerksamkeit 
des Senats und auch dieses Hauses insgesamt verdient Es ist viel 
leicht symptomatisch, daß nahezu gleichzeitig, während in dem 
Wohngebiet um die Brunnenstraße herum zwei Kaufhäuser ge 
schlossen werden sollen, in der City zwei Wohnhäuser abgerissen 
werden sollen, damit für das KaDeWe ein zusätzliches Parkhaus er 
richtet werden kann. Wir meinen nicht daß man den Einzelhandels- 
) unternehmen daraus nun einen großen Vorwurf machen kann. Es 
ist aus ihrer Sicht sicher alles verständlich; es ist sogar aus der 
Sicht der großen Einzelhandelsunternehmen sicher sehr verständ 
lich, daß sie sich besonders um die City bemühen und dann auch 
gar nicht zimperlich sind, wenn es darum geht, den traditionellen 
Facheinzelhandel aus der City zu verdrängen. Doch wir meinen, daß 
für eine Stadtverwaltung andere Gesichtspunkte gelten müssen als 
für ein einzelnes Unternehmen, das hier im Handelsbereich arbeitet. 
Wir meinen weiterhin, daß die Vorfälle in der Brunnenstraße ein 
geeigneter Anlaß sind, um auch unter dem Gesichtspunkt der 
Stadtentwickung die Struktur und die Entwicklung des Berliner Ein 
zelhandels in diesem Hause zu debattieren. Ich hoffe, Herr Senator, 
daß Ihre Antwort uns dazu Gelegenheit geben wird. 
[Beifall bei der SPD] 
Stellv. Präsident Franke: Das Wort zur Beantwortung hat Herr 
Senator Pieroth. 
Pieroth, Senator für Wirtschaft und Verkehr. Herr Präsident! 
Meine Damen und Herren! Es ist in der Tat von 1970 bis 1980 die 
Zahl der Beschäftigten im Berliner Einzelhandel von rund 100000 
um runde 17 % auf etwa 83 000 abgesunken. In diesem Zeitraum ist 
nominal der Umsatz um 61 % gestiegen. Aber aufgrund der Preis 
steigerungen - wie jeder nachrechnen kann - in der Volkswirt 
schaft insgesamt, im Einzelhandel speziell, ist das praktisch keine 
reale Umsatzerhöhung gewesen. 
In den beiden letzten Jahren, für die auch wir nach exakten Zah 
len suchen, weil bundeseinheitlich eine Statistikumstellung erfolgt 
ist mit der Folge, daß man zwei Jahre so gut wie keine Zahlen hat, 
dürften die Umsätze real zurückgegangen sein. Der Einzelhandel 
hat jetzt nur noch 82 000 Beschäftigte. Wir werden sicher heute in 
zwei Wochen, während der Debatte des Fünfzehnten Berichts über 
die Lage der Berlinerwirtschaft Gelegenheit haben, detaillierter auf 
diese Fragen einzugehen. 
Herr Kollege Spüler, wenn Sie meinten, es sollte doch einmal (C;ll) 
beantwortet werden warum in Berlin die Zahl der Beschäftigten im 
Einzelhandel im Vergleich zum Bundesgebiet überdurchschnittlich 
zurückgegangen ist, dann kann ich wirklich nicht verstehen, warum 
Sie, der Sie doch offensichtlich länger Berliner sind als ich, diese 
Frage stellen. Das war einer der wenigen Fakten, die mir über Berlin 
bekannt waren, lange bevor ich in Berlin war, nämlich, daß hier die 
Bevölkerung seit Jahren zurückgeht. Wenn die Bevölkerung zu 
rückgeht, dann ist weniger Kaufkraft da - schon allein an Men 
schen, an Personen gerechnet -, dann gehen auch die Einzelhan 
delsumsätze - leider - zurück. 
Wenn Sie angefügt haben - das will ich ja gerne aufklären -, daß 
doch das Bruttosozialprodukt weiter gestiegen sei - gerade im Ver 
gleich zum Bundesgebiet im letzten Jahr sogar leicht über 
durchschnittlich angestiegen sei -, dann geben Sie doch nur die 
sattsam bekannte Tatsache wieder, daß durch eine falsch kon 
struierte Berlinförderung geradezu in den Industriebereichen Um 
sätze künstlich in die Höhe gebracht wurden, die so gut wie keinen 
Arbeitsplatzeffekt hatten, 
[Beifall bei der CDU - Dr. Neuling (CDU): Sehr 
richtig!] 
die sich lediglich in der Statistik niedergeschlagen haben. Aber 
dieser Senat hat ja auf diesem Gebiet endlich gehandelt und wird 
deshalb diese Verzerrung von Bruttosozialprodukt und Einkommen 
struktur nicht weiter hinnehmen. 
In diesem Jahr 1982 werden wir nach dem vorgestern veröffent 
lichten Sondergutachten des Sachverständigenrates - sicherlich 
von jedem hier im Raum gefühlsmäßig geteilt - einen realen Rück 
gang des Sozialprodukts um ein Prozent durchzustehen haben, 
was einem Rückgang der Zahl der Beschäftigten um mehr als ein 
Prozent wieder zur Folge haben wird, denn es wird ja real weniger 
verkauft. 
Zu Ihrer zweiten Frage: Die Struktur des Berliner Einzelhandels 
ist natürlich seit längerer Zeit durch einen zusätzlichen Wandel zu j.. 
Lasten kleinerer und zu Gunsten größerer Geschäfte gekennzeich- (D, ). 
net Diese anhaltende Entwicklung ist nicht nur auf betriebswirt 
schaftliche Überlegungen, auf Rationalisierungen der Unternehmen 
zurückzuführen, sondern durch das veränderte, von mir ja auch 
nicht zu tadelnde Einkaufsverhalten der Verbraucher unterstützt 
worden, die leistungsfähige, großflächige Einkaufstätten häufig - 
wie ich meine, zum Glück auch nicht immer - bevorzugen. Das 
dürfen wir dem Arbeitnehmer auch nicht verbieten wollen, daß er 
den rationellen Einkauf zu möglichst niedrigen Preisen sucht. Das 
wirkt sich auf die sogenannten Tante-Emma-Läden aus, die einem 
gestiegenen Konkurrenzdruck durch Großbetriebsformen des Ein 
zelhandels ausgesetzt sind. 
Von 1968 bis 1979 ist die Zahl der Arbeitsstätten im Einzel 
handel in Berlin von rund 21 000 auf rund 15 000, d. h. um 27 %, zu 
rückgegangen. Dabei hat sich der Anteil der Berliner Einzelhandels 
betriebe mit einem Umsatz von mehr als einer Mio DM in diesem 
Zeitraum von 4,5 auf 13 % aller Betriebe erhöht. Diese Entwicklung 
ist durchaus im Trend des Bundesgebiets, auch im Trend vergleich 
barer Großstädte. 
Aber immerhin haben wir noch einen starken Anteil kleiner und mitt 
lerer Betriebe. Die Betriebe unter einer Mio DM machen den weit 
aus größten Anteil aus. Wichtiger ist deren Umsatzanteil: rund 26 % 
des Umsatzes machten Betriebe mit unter einer Million und eine 
Million Umsatz ist ja heute wirklich schon ein Kleinbetrieb und kein 
Mittelbetrieb. 
Hinsichtlich der räumlichen Verteilung des Einzelhandels in Ber 
lin ist zu bemerken, daß wir in Berlin das Einkaufszentrum in der 
City haben, aber auch die Schloßstraße, Wilmersdorfer Straße, 
Karl-Marx-Straße - es hat mich übrigens gewundert, als ich hierher 
kam, daß es in Berlin (West) eine Karl-Marx-Straße gibt -, die 
Spandauer Altstadt, die Müllerstraße und das Tegel-Center. 
[Zuruf] 
- Ja, das ist ein rheinland-pfälzischer Landsmann von mir, der Karl 
Marx, nur benennen wir in Rheinland-Pfalz nach ihm im allgemei 
nen keine Straße. Aber ich finde das schon richtig, ich dachte nur
	        

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