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mirador

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Bibliographic data

mirador: mirador

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Monograph

Author:
Richter, Julius
Title:
Otto Schulz : ein Denkmal für seine Nachkommen und seine Freunde / von Julius Richter
Publication:
Berlin: Nicolai, 1855
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Scope:
IV, 276 S.
Note:
In Fraktur
Keywords:
Online-Publikation
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-105739
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Shelfmark:
B 252 Schulz 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Dritter Abschnitt. Der Schriftsteller

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XV.1865 (Public Domain)
  • Title page
  • H. I-II
  • H. III-VI
  • H. VII-X
  • H. XI/XII
  • Contents

Full text

249 
Verein fiir Eisenbahnkunde za Berlin« Protocoll vom M. Odober 1864. 
250 
■welche auf demselben ein Schweizerhäaschen mit Gastwirth- 
schaft hat anlegen lassen. 
In der Stadt Zittau ist die St, Johanniskirche Bemerkens- 
werth, deren Inneres nach Scbinkel’schem Entwürfe ausgebant 
ist. Auch das stattliche Rathhans, die Menge schöner Brun 
nen und der saubere Marktplatz geben der Stadt ein wohl 
gepflegtes und Wohlhabendes Ansehen. 
Am 16. Morgens 7 Uhr wurde von Zittau die Weiterreise 
augetreten. Zunächst wurde unweit des Bahnhofes der Via- 
duct über das Neissethal besichtigt Derselbe hat 34 Bogen, 
wovon einer über der Neisse zu 80 Fufs Spannung and 33 
in Gruppen von je 3 Bogen zu 60 Fufs Spannung hergestellt 
sind. Die Totallänge beträgt 12684 Fufs. Gesammtkosten- 
betrag 412570 Thlr. 
Sämmtliche Pfeiler und Widerlager ruhen auf einer 4 Fufs 
(bei den Neissepfeilern auf 7 Fufs) starken Betonschüttung. 
Gröfste Höhe 68 Fufs. Ein Theü liegt im Gefalle von 1:100, 
der übrige Theil horizontal. Grundrifs: Contrecurven durch 
gerade Linien verbunden.. 
Die Pfeiler sind dnrchweg in Pbonolith oder Klingstein 
ausgeführt, einem basaltartigen Gestein, welches in der Nähe 
gebrochen wird, ln gewissen Entfernungen sind Lagen von 
Sandsteinquadern durchgelegt Die Gewölbe sind durchweg 
in Sandsteioquadern ausgefuhrt Die Bahn ist weiterhin und 
bis hinter Reichenberg in dem Neissetbale binaufgeführt, wel 
ches mehrfach -mit längeren und kürzeren Ueberbruckungen 
überschritten wird. Von diesen wurde noch eine schiefe Brücke 
specieli besichtigt, ebenfalls gewölbt in zwei Oeffnungen zu 
80 Fufs Spannweite. Der Scheitel der Gewölbe liegt 80 Fufs 
über der Neisse. Die Pfeiler der Brücke sind von unten her 
auf in Sandstein, in den oberen Theilen in Bruchstein (Gneis), 
die Gewölbe durchweg in Sandsteiuquadern ausgefuhrt. Bei 
Kratzau hat eine mächtige Bergrutechung im Grunsteingebirge 
eine theilweise Verlegung des Geleises erforderlich gemacht. 
ln Reichenberg beginnt der Betrieb der österreichischen 
Verwaltung. Der sächsische Extrazag wurde hier verlassen 
und den oben genannten Herren, welche überall mit der 
gröfsten Bereitwilligkeit und Zuvorkommenheit die Reisenden 
geführt und unterrichtet batten, allseitig der beste Dank aus 
gesprochen. 
Mit gleicher Liebenswürdigkeit wurde indessen die Ge 
sellschaft in Reichenberg von dem Vorstand der österreichischen 
Verwaltung begröfst, und nur der Ungunst des allerdings ziem 
lich consequenten Regenwetters war es zuzuscbreiben, dafs 
der zweite Tag nicht noch genußreicher als der erste war. 
Der Ober-Ingenieur der Bahn, Director Dr. Grofs, der 
Director Unger, sowie die Ingenieure der einzelnen Strecken 
verpflichteten die Reisenden durch ihre unermüdliche Auf 
merksamkeit und die mannigfachsten freundschaftlichen Be 
mühungen zum gröfsten Dank. Es war dem Verein auch 
hier seitens der Verwaltung ein Extrazug zur Disposition ge 
stellt, an welchen auch eine Anzahl offener Wagen angehängt 
waren, von denen aus die interessante und mannigfach wech 
selnde Führung der Bahnlinie übersehen werden konnte. 
Die Bahn verläßt hinter Reichenberg bald das Neissethal, 
um über die Wasserscheide in das Thal der Mobelka und der 
leer hinabzusteigen. Auf der Höhe liegt Langenbruch, etwa 
1 Meile von Reichenberg und beinahe 400 Fufs höher, wäh 
rend Turnau an der Iser wieder 738 Fufs tiefer als Langen 
bruch liegt. Doch gehen die stärksten Steigungen über l: 70 
nicht hinaus und sind Radien unter 120 Klafter oder 60-Ruthen 
vermieden. Das Gebirge ist meist Thon schiefer, doch ist unter 
anderen auch im Porphyr ein Einschnitt von 21 Klafter oder 
126 PnCs Länge. Die einzelnen Bauwerke konnten wegen 
der Ungunst des Wetters nicht besichtigt werden. 
Von Turnau folgt die Bahn dem Laufs der Iser hinauf, 
acht Mal die steilen Thalr&nder mit Tunneln durchbrechend, 
von denen der ausgedehnteste 337.Eiafter (2022Fufs) lang ist. 
Die Tunnel sind gröfstentbeilfi gar nicht ausgemaaert, 
und bereits zweigeleisig angelegt. Auch haben dieselben 
meistens gar keine Portale, so daß sie in dem wilden und 
von hohen Berglehnen eosammengedrängten Thal als natür 
liche Durchbrechungen des Felsen« erscheinen. 
Zum Theil fällen die Felsen so steil ab, dafs die Tra- 
cirung der Bahn nur dadurch möglich wurde, dafs die Inge 
nieure von oben an Seilen herabgelassen worden. Mitten 
zwischen diesen früher ganz unzugänglichen Thalschlacbten 
war für die Reisenden ein Zelt aofgeschlagen, dessen Pfosten 
mit Emblemen von Eisenbahngerätbschaften sinnreich ge 
schmückt waren und auf welchen deutsche, österreichische und 
preußische Fahnen vereint wehten. Auf den Berghohen rings 
um waren Bannerträger mit mächtigen Fahnen In denselben 
Farben anfgestellt, In diesem Zelt sollte ein von dem Comite 
bestelltes Frühstück verzehrt werden. Leider gestattete dies 
der auch hier fast« unablässig herniederströmende Regen nicht 
und es war deshalb der Güterschuppen auf der Station Semil 
zur gastlichen Aufnahme hergerichtet. 
Bis dahin geht die Bahn unmittelbar im Iserthaie oder 
in nächster Nähe desselben immer bergauf, von da folgt sie 
der Woleska, einem unbedeutenden Flüßchen, bis Falgendorf, 
weiches auf der Wasserscheide zwischen Iser und Elbe, und 
zwar wieder 128 Klafter oder 768 Fufs höher als Tornau 
liegt. Von Falgendorf tritt die Bahn in das Gebiet der Elbe 
und bleibt schliefslich im Elbtbal bis Josefetadt, welches wie 
der 182 Klafter oder 792 Fufs tiefer als Falgendorf Hegt. — 
Auch in diesem Theil bietet sich eine ununterbrochene Folge 
der schönsten landschaftlichen Bilder, weiche die Fahrt zu 
einer der genufsreicbsten machen. 
Die einzige Brücke mit eisernem Oberbau ist diejenige 
über die Iser hinter Turnau; dieselbe ist nach dem ßcbiff- 
korn’schen Systeme in Verbindung von Qufseisen und Schmiede 
eisen construirt, hat 10 Klafter oder 60 Fufs weite Spanatm 
gen and ist, nachdem sie mit 3 Zoll Sprengung aufgestellt 
war, Zoll herunter gegangen. Von dem Material sind drei 
Viertel Guß-, ein Viertel Schmiedeeisen. Die Unterhaltung des 
Oberbaues ist auf der Bahn an einen Unternehmer in Accbrd 
gegeben und wird pro Klafter und Monat 1 Kreuzer bezahlt. 
In Josefstadt vereinigten sich die Reisenden zu einem 
festlieben Mahle, an welchem die österreichischen Ingenieure 
als Gäste des Vereins Theil nahmen. 
Von dort begab sich die Gesellschaft, die Reichenberg- 
Pardubitzer Bahn verlassend, auf die Zweigbahn Josefetadt- 
Schwadowitz, verließ diese Bahn bei Skaiitz und fahr von 
dort in den bereit stehenden Omnibuswagen über Nachod und 
dann über die böbmisch-preufsische Grenze durch Sevin nach 
Reinerz. 
In Reinerz wurde vom 16. zum 17. übernachtet, tun an 
deren Morgen die freundlichen Kur-Anlagen besucht‘Und dann 
nach der Heuscbeuer aufgebrocheo, dort die interessanten 
Felspartieen besichtigt und am Nachmittag weiter und bis 
Glatz gefahren. In Glatz wurde noch der Donjon, die Citadelle 
der Festung, bestiegen, welche eine weite Aussicht über die 
ganze Grafschaft bietet. 
Am 18. früh Morgens wurde die Fahrt von Glatz durch 
den Warthapafs nach Frankenstein angetreten. In Wartha 
besichtigten die Reisenden die in grofsen Verhältnissen ange 
legte Wallfahrtskirche, welche im Jesuitenstyl erbaut ist.
	        

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