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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 29.1902 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 29.1902 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Ermeler, Wilhelm
Titel:
Briefe aus Italien : für meine Familie und deren Nachkommen als Geburtstagsgabe / dargebracht von Wilhelm Ermeler
Erschienen:
Berlin: Hoffschläger, 1861
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Umfang:
VI, 416 S.
Fußnote:
In Fraktur
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-105454
Sammlung:
Berlinerinnen, Berliner
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 252 Erme 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Florenz, 30. September 1840

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  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 29.1902 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung für das Jahr 1902
  • No. 1, 2. Januar 1902
  • No. 2, 9. Januar 1902
  • No. 3, 16. Januar 1902
  • No. 4, 23. Januar 1902
  • No. 5, 30. Januar 1902
  • No. 6, 6. Februar 1902
  • No. 7, 13. Februar 1902
  • No. 8, 20. Februar 1902
  • No. 9, 27. Februar 1902
  • No. 10, 6. März 1902
  • No. 11, 13. März 1902
  • No. 12, 20. März 1902
  • No. 13, 24. März 1902
  • No. 14, 3. April 1902
  • No. 15, 10. April 1902
  • No. 16, 17. April 1902
  • No. 17, 24. April 1902
  • No. 18, 1. Mai 1902
  • No. 19, 15. Mai 1902
  • No. 20, 29. Mai 1902
  • No. 21, 5. Juni 1902
  • No. 22, 12. Juni 1902
  • No. 23, 19. Juni 1902
  • No. 24, 26. Juni 1902
  • No. 25, 4. September 1902
  • No. 26, 18. September 1902
  • No. 27, 25. September 1902
  • No. 28, 9. Oktober 1902
  • No. 29, 16. Oktober 1902
  • No. 30, 30. Oktober 1902
  • No. 31, 6. November 1902
  • No. 32, 13. November 1902
  • No. 33, 20. November 1902
  • No. 34, 27. November 1902
  • No. 35, 4. Dezember 1902
  • No. 36, 11. Dezember 1902
  • No. 37, 18. Dezember 1902

Volltext

Abtheilungen, sei es die hydrologische oder sei es die bakteriologische, 
anders wohin, eventuell in einem Neubau unterzubringen. 
(Sehr richtig!) 
In Wirklichkeit wollen wir nur ein rein städtisches Amt schaffen. 
Gewiß soll es auch Privaten gestattet sein, das Untersuchungsamt zu 
benutzen, und wir werden uns freuen, wenn wir Zuspruch haben; 
das wird uns ein Beweis sein, daß wir diejenige Anerkennung erhalten 
haben, die wir uns erwerben wollen. Zum Andern wird es möglich 
sein, daß auch amtlicherseits an uns mit einer oder der andern 
Untersuchung herangetreten wird; auch in diesem Falle wird es uns 
lieb sein, da wir dann wissen, daß wir uns das Vertrauen der Be 
hörden erworben haben. Nun und nimmer aber kann es in unserm 
Interesse liegen, unserem zu gründenden Amt einen rein amtlichen 
Charakter zu geben. Ich mache Sie auf die großen Gefahren, auf 
die Zwiespältigkeiten aufmerksam, die wir schon auf anderen Gebieten 
erfahren haben. Wir würbe» die Ausgaben machen, wir würden 
Vorschriften erhalten, nach denen wir uns zu richten hätten, und wir 
hätten nichts zu sagen, wir hätten nichts zu rathen. Daran kann 
uns aber nichts gelegen sein. 
Meine Herren, der Zuspruch der Privaten wird sich auch nach 
dem richten, was sie uns bringen; für alles und jedes werden wir 
nicht zu sprechen sein. Es wird sich darum handeln, ob die Unter 
suchungen im allgemeinen Interesse begründet sind, und werden wir 
dann die Untersuchungen für ein mäßiges Geld ausführen. Der 
Herr Stadtrath hat vollständig recht: wir dürfen nicht den wohl 
berechtigten Interessen anderer Privater entgegentreten; das verbietet 
sich von selbst. 
Meine Herren, wir haben gehört, daß Herr Stadtrath Straßmann 
in anerkennenswerther Weise seit Jahren bemüht ist, diesen unseren 
tiefsten Wunsch zu erfüllen, daß er uns ein Projekt vorgelegt hat, 
über das wir uns schon vor einem Jahre schlüssig geworden sind. 
Meine Herren, wir haben das Projekt ja schon längst angenommen; 
wir haben dem Magistrat 100000 Jl bewilligt, und wir haben von 
ihm nur verlangt, er soll uns eine detaillirte Bauskizze vorlegen. 
Jetzt kommt er diesem Verlangen nach; er legt uns eine Bauskizze 
vor, die im Ausschuß nirgends beanstandet worden ist. Allerdings 
find einzelne Anfragen geschehen, geringe Bemängelungen gemacht; 
aber nach den Erklärungen, die der Herr Baurath uns gegeben hat, 
waren sie hinfällig und sind zur Zufriedenheit gelöst worden. Mit 
hin sind diese ganzen Anfragen hinfällig, sie kommen post festum; 
sie wären früher angebracht gewesen, nicht heute. Ich meine aber, 
wir sind es schuldig, darauf zu antworten; insofern will ich Ihnen 
dies dargelegt haben, daß es keine andere Antwort giebt als einzig 
und allein die Annahme der Magistratsvorlage. 
(Lebhafter Beifall.) 
Meine Herren, wir sind es dem Herrn Magistratsvertreter 
schuldig! Nehmen wir ihm nicht die Freudigkeit, das begonnene 
Werk fortzuführen! Zeigen wir als städtische Behörde, daß wir wohl 
im Stande sind, derartige Einrichtungen zu fördern, und verstecken wir 
uns nicht hinter kleinliche Bedenken! Meine Herren, ich bitte Sie, 
die Vorlage anzunehmen. 
«Lebhafter Beifall.) 
Stadtverordneter Dr. Kuhlmann: Meine Herren, die Mehr 
zahl meiner Freunde und ich werden den Ausschußantrag annehmen. 
Er ist die Folge der von uns eingebrachten Resolution. Wir stehen 
auf dem Standpunkt, daß wir mit dem für das Untersuchungsamt 
akzeptirten Platz und auch mit dem Gebäude zufrieden sein müssen; 
wir halten es aber für nothwendig, daß bei Sachverständigen noch 
mals nachgefragt werden muß, ob alles das, was der Magistrat auf 
diesem Platz machen will, ob alle Analysen, die er dort ausführen 
lassen will, auch dort gemacht werden können. Meine Herren, es ist 
nothwendig, das jetzt schon zu beobachten aus dein Grunde: es ist 
ein Unterschied, ob Sie ein Laboratorium bauen für chemische Unter 
suchungen oder für bakteriologische Untersuchungen. Wir stehen auf 
dem Standpunkt, daß alle Untersuchungen, die der Magistrat machen 
will, bakteriologische, hydrologische, chemische für den eigenen Beirieb, 
eventuell sogar andere Analysen, sich gar nicht alle in diesem Gebäude 
machen lassen werden. Es wird wahrscheinlich das Urtheil Sach 
verständiger dahin gehen, daß von vorn herein bestimmte Kategorien 
ausgeschaltet werdest müssen; es wird z. B. vielleicht nothwendig 
still, das bakteriologische Institut, von dem schon Herr Kollege Paul 
sprach, von vorn herein auszuscheiden. Weshalb wollen wir das 
Projekt erst weiter gehen lassen und diese Frage nicht jetzt schon zur 
Entscheidung bringen? Es wäre unsinnig, einen Raum für 
bakteriologische Untersuchungen einzustellen, während nachher sich 
herausstellt, daß er für chemische Zwecke gebraucht wird. Die Sache 
kann sich nur um einige Wochen hinausziehen. Deshalb bitten wir 
dringend, diese kleine Verzögerung nicht anzuschlagen, sondern den 
Ausschußantrag anzunehmen. 
Stadtverordneter Rosenow: Meine Herren, seit 1888, wie 
die Akten -ergeben, bemüht sich diese Versammlung, im Gegensatz zu 
der Regierung und den dort herrschenden Kreisen ein städtisches Ge- 
- r i -rm 
sundheitsamt zu errichten. In Jahre langen Verhandlungen sind wir 
endlich dahin gekommen, daß der Magistrat sich zu unserem Stand 
punkt bekannt und uns den Plan zu einem Untersuchuugsamt vor 
gelegt hat. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Vorlage des 
Magistrats hinsichtlich des Bauplanes und Gebäudes, des generellen 
Bauprojektes berathen nicht nur im Plenum, sondern im Ausschuß 
in eingehender Prüfung; wir sind nach der Berichterstattung ein- 
milchig darin gewesen, daß wir diese Vorlage anzunehmen haben, 
und nun kommt das spezielle Bauprojekt, das wir natürlich zu ver 
langen berechtigt sind, und bei dem speziellen Bauprojekt wird Vieles 
gesprochen über Präservesalz, über Zusätze zur blonden Weiße u. s. w. 
Es wird jetzt gesagt, man müsse sich die Sache mal überlegen, sich 
zuvörderst einen Direktor schaffen und dann erst an die Sache gehen. 
Ja, es ist sogar behauptet worden: wer weiß, ob man dazu über 
gegangen wäre, einen solchen Beschluß zu fassen, wenn man vorher 
gewußt hätte, daß die Polizei ein Untersnchungsamt einrichten würde? 
(Widerspruch.) 
— Das ist gesagt worden. Und nun will ich Folgendes sagen. Glauben 
Sie wirklich, daß man in den Regierungskreisen, bei den Agrariern 
und Junkern, den Reaktionären, nun noch glauben, uns trauen wird, 
daß wir überhaupt etwas zu Stande bringen, selbst eine solche wich 
tige städtische Einrichtung, wenn wir jetzt erst von Neuem anfangen 
zu berathen, ob der Bauplatz richtig ist? 
(Sehr richtig!) 
Sie stellen uns in einer Weise blos, wie es schlimmer nicht gedacht 
werden kann. Was wird man zur Stadtverordnetenversammlung und 
zum Magistrat sagen! Erst ist der Bauplatz geeignet, und man nimmt 
sogar das Projekt im Ganzen an, jetzt will man sich erst einen Sach 
verständigen von außen besorgen! Nein, meine Herren, wir sollen 
auf unserem Beschluß bestehen; wir glauben im Gegensatz zu unserer 
Regierung auf der richtigen Fährte zu sein. Wir haben nach den 
befürwortenden Reden unserer leider so früh verstorbenen Kollegen 
Schwalbe und Spinola die Sache angenommen; da lassen wir nicht 
daran rütteln. Haben Sie den Muth, zu beantragen, daß der Ge- 
meindebeschluß wieder aufgehoben werden soll? Meine Herren, Sie 
treiben ein gefährliches Spiel in der ganzen Angelegenheit, indem Sie 
jetzt noch etwas an dem Grundstück bemängeln. 
Meine Herren, ich glaube, der Ausschuß — der Herr Vorsteher 
war ja Vorsitzender des Ausschusses — hat in der Beziehung auch 
wohl mehr gethan, als sein Recht war. Ueber den Bauplatz hatte 
er gar nicht zu bestimmen, und wenn der Ausschußantrag vorschlägt, 
wir wollen einen Sachverständigen in Bezug auf die Angemessenheit 
des Bauplatzes befragen, so hat der Ausschuß, glaube ich, seine 
Befugnisse geradezu überschritten. Darin» handelte es sich gar nicht; 
es handelte sich um ein spezielles Bauprojekt, und daran ist bisher 
von keiner Seite gemängelt worden. Deshalb muß ich dringend 
bitten: verkümmern Sie die Freude nicht, die wir daran haben, 
daß wir der Stadt endlich etwas schaffen! 
(Unruhe.) 
— Meine Herren, hören Sie nur zu, ob Sie es gern oder 
ungern thun. 
Meine Herren, was sollen unsere Vertreter im Landtage sagen? 
Ich habe hier die Rede unseres Vorstehers, des Herrn Abgeordneten 
Dr. Langerhans in der Hand, wie er gegenüber der Regierung be 
tonte, wir wollen trotz des eingegangenen Reskriptes des Oberpräsi- 
denten, das von mehreren Ministern unterschrieben ist, ein städtisches 
Untersuchungsanit. 
(Zuruf: Wir io ollen es ja alle!) 
— Meine Herren, Sie wollen es, aber Sie setzen es geradezu 
in Gefahr. 
Meine Herren, zeigen wir, daß wir in der Stadt etwas errichten 
können! Kümmern wir uns nicht um die Regierung! Wir werden 
zunächst das Untersuchungsanit einrichten, es aber vergrößern, wenn 
die Stadt es für nothwendig befindet. Vorläufig werden ivir unsere 
Untersuchungen ausführen der Stadt zu Ehren, unseren Mitbürgern 
zum Wohle und uns den Teufel kümmern, was das Polizeipräsidium 
und die Regierung machen. 
Meine Herren, ich stelle hiermit den bestimmten Antrag, den 
Ansschußantrag abzulehnen und den Magistratsantrag anzunehmen. 
(Lebhafter Beifall.) 
Stadtverordneter Friederiei: Meine Herren, nach den Reden, 
die wir gehört haben, kan» ich sehr kurz sein. Wir haben das größte 
Interesse daran, daß der Ban recht bald ausgeführt wird, und das 
Interesse können wir am besten dadurch fördern, daß wir die 
Magistratsvorlage annehmen. Der Magistrat hat das Projekt nach 
unserem Vorschlage ausgearbeitet, Sachverständige sind gehört worden, 
und was können Sachverständige uns noch sagen? Wir thun immer 
einen Schritt ins Dunkle, und wenn wir noch 100 Sachverständige 
fragen, so können die auch nicht wissen, wie sich das Untersuchungs 
amt entwickeln wird. Es wird immer ein Sprung ins Dunkle sein, 
und deshalb thun wir, glaube ich, am besten, wir verschleppen nicht 
die Sache, wir nehmen nicht den Ansschußantrag an, sondern die 
Magistratsvorlage.
	        

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