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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1885 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Mila, Wilhelm
Title:
Nouvelle Description de Berlin et de Potsdam : contenant tout ce qu'il y a de remarquable dans ces deux villes...ou guide de Berlin, de Potsdam et... / par Guillaume Mila
Publication:
Berlin: Schlesinger, 1832
Language:
French
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Scope:
XVI, 440 S.
Berlin:
B 22 Berlinführer bis 1945
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-105368
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Shelfmark:
B 22/90
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Partie V.

Contents

Table of contents

  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1885 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß des V. Jahrgangs.
  • Nr. 1
  • Nr. 2
  • Nr. 2A
  • Nr. 3
  • Nr. 3A
  • Nr. 4
  • Nr. 5
  • Nr. 6
  • Nr. 6A
  • Nr. 7
  • Nr. 7A
  • Nr. 8
  • Nr. 9
  • Nr. 10
  • Nr. 10A
  • Nr. 11
  • Nr. 11A
  • Nr. 12
  • Nr. 12A
  • Nr. 13
  • Nr. 14
  • Nr. 14A
  • Nr. 15
  • Nr. 16
  • Nr. 16A
  • Nr. 17
  • Nr. 18
  • Nr. 19
  • Nr. 19A
  • Nr. 20
  • Nr. 21
  • Nr. 21A
  • Nr. 22
  • Nr. 23
  • Nr. 24
  • Nr. 25
  • Nr. 25A
  • Nr. 26
  • Nr. 27
  • Nr. 28
  • Nr. 29
  • Nr. 30
  • Nr. 30A
  • Nr. 31
  • Nr. 32
  • Nr. 33
  • Nr. 34
  • Nr. 34A
  • Nr. 35
  • Nr. 36
  • Nr. 37
  • Nr. 37A
  • Nr. 38
  • Nr. 39
  • Nr. 39A
  • Nr. 40
  • Nr. 41
  • Nr. 42
  • Nr. 42A
  • Nr. 43
  • Nr. 44
  • Nr. 45
  • Nr. 45A
  • Nr. 46
  • Nr. 47
  • Nr. 47A
  • Nr. 48
  • Nr. 48A
  • Nr. 49
  • Nr. 49A
  • Nr. 50
  • Nr. 50A
  • Nr. 51
  • Nr. 51A
  • Nr. 52

Full text

m 
Centralblatt der Bauverwaltung. 
18. Juni 1885. 
Die Wetzmann-Thalsperre. 
Von Paul Grneber, Bauleiter der Gailflufsregulirung. 
Die von Alexander Surell im Jahre 1842 aufgestollte Theorie 
über die WildbachthÜtigkeit bildet die Grundursache des Gelingens der 
in den französischen Alpen ausgeführten grofsen Vorbauungsarbeiten, 
Die Mittel, welche bei der Unschädlichmachung der Wildbäche an- 
gewendet werden, sind aufser den Mafsnahmon, die unmittelbar auf 
das Aufkommen der Bewaldung ahztelcn, die Herstellung von Quer 
bauten, die mit dem allgemeinen Namen »Thalsperren“ bezeichnet 
werden. Solche Bauwerke wurden lange schon und zu gleichem 
Zwecke gebaut, ehe Surell seine Studien machte, allein über die 
Art der Wirksamkeit hatte man nur sehr einseitige Begriffe. Seine 
Verdienste um die Klarlegung dieser wichtigen Frage sind aufserhalb 
Frankreichs noch wenig bekannt. Eine kurze Erörterung seiner An 
schauungen, an welche sich die Beschreibung einer ausgoführten 
.Thalsperre schliefsen soll, möchte daher wohl am Platze sein. 
Stellt die Linie BL (Fig. 1) eine Berglehne dar, an welcher sich 
ein Wildbach zu entwickeln beginnt, so wird dessen Auftreten zuerst 
am Fufse derselben kenntlich wer 
den. Ein Theil PRT des unter- 
wühlungsfähigen Bodens wird ab 
getragen und zunächst der Lehne 
in der Tlmlsohle, in ABP abge 
lagert. Dieser erste, in Frankreich 
mit dem Ausdrucke »combe“ be- 
zeichnete Anbruch soll „Balm“ ge 
nannt werden. Treten neue Re- 
gengüsse ein, so wird ein weiterer 
Theil PR'T abgetragen und in 
A'BP abgelagert. Bei der Wieder 
holung dieser Einwirkungen kom 
men die TUeile P 1 R“ T“ ’ 
Kig. 1. Abtrag und Ablagerung 
bei Wilddieben. 
u. s. w. zur Abtragung und in A“ B T" u. s. w. zur Ab 
lagerung. Durch diese Vorgänge sind zwei streng geschiedene Ab 
schnitte gebildet, nämlich einer, in dem steter Abtrag stattfindet, «Ge 
biet des Abtrages"', und ein solcher des fortwährenden Auftrages 
„Gebiet der Ablagerung“, Der zwischen beiden Gebieten gelegene, 
in Ruhelage befindliche Abschnitt ist nicht an einen bestimmten 
Punkt gebunden, sondern rückt zuweilen nach abwärts, meist aber, 
wie cs aus dem aufmerksamen Betrachten der Fig. \ hervorgeht, nach 
aufwärts. Ferner geht aus dieser Figur hervor, dafs durch die vor 
erwähnten Vorgänge, die sich ununterbrochen wiederholen müssen, 
sich sowohl das „Gebiet, des Abtrages“, als auch jenes der «Ab 
lagerung“ stets vergröfseni werden, wobei eine stetige Hebung der 
Sohle des Abtragsgebiets und der Oberfläche des Ablagoruugsgebiets 
stattfindet. 
Die Begrenzung der Abbriiehe und Schuttkegel findet natürlich 
nicht in gci*adcn Linien statt. Vielmehr ist die Abtragung an ihrer 
Sohle stets durch eine nach innen hohle Curve begrenzt, während 
das Gebiet dev Ablagerung zuweilen nach den Schuttbewegungen 
durch eine nach aufsen gekrümmte Linie begrenzt sein kann, in der 
Regel aber auch die nach innen hohle Gestalt aufweisen wird.*) 
Diese Gestalt der Begrenzungslinie ist für das Gebiet der Ablagerung 
dadurch zu erklären, dafs durch die Wirkung des "Wassers eine ge- 
setzmäfsige Trennung der Geschiebe nach ihrer Gröfse erfolgt, indem 
die schweren Goschiebetheile, welche zur Beförderung einer gröfseron 
Stofskraft des Wassers bedürfen, zuerst liegen bleiben, während die 
kleineren und leichteren Geschiebe weiter befördert werden. In dem 
Gebiete der Abtragung können dagegen gerade umgekehrt einzelne 
gröfsere Blocke voraneilen und Stauhindernissc bilden, welche zur 
Ausbildung einer nach aufsen gekrümmten Form des Schuttkegels 
Anlafs geben. Dies kann jedoch nur unmittelbar nach dem Erd 
rutsch auf dem Schuttkegel zuweilen bemerkbar sein. Sobald wieder 
regelmfifsige Verhältnisse herrschen, wird auch die Hohlform der 
Grenzlinie nach und nach sich wieder herstellon. — Die Abtragung 
und Ablagerung wird in der besprochenen Weise fortschreiten, bis 
in der Bachentwicklung jener Zeitpunkt gekommen ist, wo aus dem 
Abtragsgebiet nur mehr eine solche Menge von Geschieben befördert 
wird, als im Ablagerungsgebiete abgeführt werden kann. Mit diesem 
Augenblick ist jener Ausgleich im Gefälle erreicht, welcher der 
dauernd gleichen Geschicbeförderung in beiden Gebieten entspricht, 
und zugleich hört die oben erwähnte Hebung der Begrenzungslinien 
der beiden Gebiete auf. In dem so gebildeten Profil findet ein Aus 
gleich statt, weshalb dasselbe auch ganz entsprechend mit „Aus 
gleichsprofil“**) bezeichnet wird. 
Mit der Entwicklung desselben ist aber noch kein anhaltender 
Stillstand zu gewärtigen, denn sobald der Wildbach geschiebefreier 
in das Gebiet der Ablagerung tritt, werden sich in demselben ähn 
liche Vorgänge bemerkbar machen, wie solche früher im ganzen Ge 
biete auftraten. Es werden Unterwaschurigen und Ausspülungen am 
Schuttkegol stattfinden, und dieser wird sich stetig abflachen. Die 
Aenderung des Ausgleichsprofils wird so lange vor sich gehen, als 
durch die damit verbundene Verflachung und GefäUvermindening es 
dem fliefsenden Wasser noch möglich wird, Geschiebe des Schutt 
kegels weiter zu befördern. Ist aber jene Grenze eingetreten, bei 
welcher sich die Stofskraft des Wassers und der Widerstand der 
Geschiebe das Gleichgewicht halten, so werden keine Steine mehr 
durch das Wasser fortgeführt werden. Das Längenprofil des Wild- 
baclies geht alsdann in die letzte Form über, die es annimmt und 
die mit «Gleichgewichtsprofil“**) bezeichnet wird. — Dieses endgültige 
Profil wird je nach der Verschiedenheit der zu befördernden Ge 
schiebe, welche mit der geologischen Beschaffenheit des Bachgebietes 
eng zusammcnhilngt, verschieden sein; aber immer wird dasselbe 
thalsnits waagerecht beginnen und bergseits senkrecht aufhören. Hat 
der Wildbach, der sich selbst überlassen war, in seinem Längen 
profile alle hier erörterten Umwandlungen durchgemacht, so wird mit 
dem Eintritte des letztgenannten Zustandes volle Ruhe eintreten 
und nur mehr klares Wasser zum Abflüsse gelangen. 
Die Betrachtung auf die Veränderung des Querprofils des Wild 
baches auszudehnen, würde zu weit führen. Wohl aber mufs noch 
einer Unregelmäfaigkcit, die zuweilen im Längenprofile und zwar im 
Gebiete des Abtrags auftritt, gedacht werden. Hat nämlich die Ab 
tragung an einzelnen Stellen den gewachsenen Fels erreicht, so wird 
die Sohle dieses Gebiets nicht den regebnäfsigen Verlauf einer Ilohl- 
eurve aufweisen, sondern cs werden Sprünge auftreten, die sich in 
der Natur als Wasserfälle zeigen. Jedoch büfst hierdurch die Curve 
an ihrer gesetzmäfsigen Ausbildung nicht ein, da sowohl ober- als 
auch unterhalb eines solchen Bruchpunktes die Sohle wieder die 
regelmäfsige Gestalt annimmt. 
Liegen in dem Verlaufe des Abtragsgebiets gröfsere Abschnitte, 
in denen eine Unterwühlung nicht mehr stattfindet, wo sich also der 
Bach zwischen gewachsenen Felswänden bewegt, so sind dieselben, 
falls eine Geschiebebewegung aus höher gelegenen Strecken zu ge 
wärtigen ist, mit Einbauten zur Auftangung zu versehen. Jene Ab 
schnitte dagegen, in denen Unterwühlung mit Massenbeförderung 
stattfindet, sind mit allen Vorkehrungen auszustatten, welche die 
Ruhelage des Bachbettes bezwecken. 
Aus dein eben Gesagten geht hervor, dafs alle Arbeiten, die auf 
die Wildbachverbauung von Einfluss sind, in dem »Gebiete des Ab 
trages“ vorgenommen werden müssen. Da von der Natur aus der 
Bestand des „Gleichgewichtsprofils“ als gesichert erscheint, so wäre 
wohl die gründlichste Lösung der gestellten Aufgabe, die Entwicklung 
eines solchen herbeizuführen. Da jedoch die Bauten, welche zur 
künstlichen Entstehung eines solchen Gleichgewichtsprofils nöthig 
werden, einen zu grofsen Kostenaufwand erheischen würden, so wird 
man sich damit begnügen, das Ausgleichsprofil als Vorläufer des 
Glcichgewichtsprofils zu bilden und festzuhalten. — Sei in Fig. 2 AB 
ein Wildbachabscbnitt, der unschädlich gemacht werden soll und be 
trägt in dem zu Grunde gelegten Falle das natürliche Gefalle 1 .* 2,8 
und das Gefälle des Ausgleichsprofils 1; 3,3, so wird für den. 360 m 
langen Bachtheil, der beruhigt werden soll, die Summe der Stauhöhen 
sich berechnen, wie folgt: h — x — y = (2,8 : 1 = 360: x) — (3,3 : 1 
= 360: y) — 128,57 — 109,09 = 19,48 m. Die einzelnen Stauwerke 
sind so anzuordnen, dafs die Linie des Ausgleichsprofils stets vom 
Fufs des einen bis zur Krone des anderen gezogen werden kann. 
Aus der Darstellung wird ersichtlich, dafs die Höhe der einzelnen 
Einbauten sich nach den Örtlichen Verhältnissen richten wird, wobei 
nur auf die Erreichung der ganzen Höhe und die Vermeidung von 
*) Hierüber ein erwähnenswerthes Beispiel im Centralblatt der 
Banverwaltnng, Jahrgang 1883, Seite 269. 
**) Philipp Breton., »Memoire sur les barrages de rctenuc des 
graviers“. 1867.
	        

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