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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Monograph

Author:
Crousaz, Adolf F. von
Title:
Geschichte des Königlich Preussischen Kadetten-Corps, nach seiner Entstehung, seinem Entwickelungsgange und seinen Resultaten / ... systemat. bearb. von A.v. Crousaz
Publication:
Berlin: Schindler, 1857
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2011
Scope:
XX, 433, 49 S.
Note:
In Fraktur
Keywords:
Kadettenkorps ; Online-Publikation
Berlin:
B 102 Geschichte: Berlin als Garnisonsstadt
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-104391
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Shelfmark:
B 102/62
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Section

Title:
Autogramm; Notiz

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 11. Juni 1981
  • Nr. 2, 25. Juni 1981
  • Nr. 3, 2. Juli 1981
  • Nr. 4, 16. Juli 1981
  • Nr. 5, 10. September 1981
  • Nr. 6, 24. September 1981
  • Nr. 7, 28. September 1981
  • Nr. 8, 8. Oktober 1981
  • Nr. 9, 22. Oktober 1981
  • Nr. 10, 12. November 1981
  • Nr. 11, 26. November 1981
  • Nr. 12, 10. Dezember 1981
  • Nr. 13, 19. Dezember 1981
  • Nr. 14, 22. Januar 1982
  • Nr. 15, 28. Januar 1982
  • Nr. 16, 11. Februar 1982
  • Nr. 17, 25. Februar 1982
  • Nr. 18, 11. März 1982

Full text

696 
Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
12. Sitzung vom 10. Dezember 19 
Preuss 
- Herr Dr. Vogel, ich weiß nicht, was Sie dagegen haben, daß 
sich Eltern davon distanzieren, denn ich kann Ihnen nur sagen, 
daß unsere Kinder mir eigentlich zu schade sind, als daß auf deren 
Rücken derartige ideologische Kämpfe seitens der GEW oder an 
derer ausgetragen werden, und daß wir alle durch unser Verhal 
ten, durch eine sachliche Diskussion dazu beitragen sollten, 
dieses deutlich zu machen. 
[Dr. Vogel (SPD): ... besser zuhören! - 
Zuruf von links: Nicht mehr auszuhalten!] 
Die Einräumung eines Geschwisterrabatts ist eine zentrale For 
derung der CDU-Fraktion, die damit erfüllt wird. Ich glaube, daß 
wir gerade zu diesem Punkt im Ausschuß noch Vorschriften de 
tailliert prüfen und evtl, auch noch etwas modifizieren müssen. 
Ziel hierbei muß aber sein, daß sich der Beitrag der Eltern nicht 
nur am Einkommen, sondern auch an der Zahl der Kinder orien 
tieren muß. In diesem Zusammenhang sollte man auch ganz 
deutlich sagen, daß dieses insbesondere den Interessen unserer 
ausländischen Mitbürger entgegenkommt. Jedem, der sich damit 
befaßt, der weiß dieses und kann dies auch deutlich erkennen. 
Ich möchte deshalb auch an diesem Punkt darauf aufmerksam 
machen und Sie auffordern, daß die Kampagne der Ausländer 
feindlichkeit zu diesem Problem - egal, von wem sie ausgeht - 
ganz deutlich zurückgewiesen wird, weil derartige Regelungen 
gerade die ausländischen Mitbürger bevorteilen und deren Inter 
essen gerecht werden. 
Lassen Sie mich abschließend zusammenfassen: Erstens: 
Die Möglichkeit eines sogenannten Nulltarifs, die sich übrigens 
nicht mehr viele Kommunen in diesem Land finanziell erlauben 
können, wird fortgeschrieben unter einer notwendigen, vom Um 
fang her auch sachgerechten Erhöhung der Mindestbeiträge für 
Familien bis zu einem jährlichen Bruttoeinkommen von 60 000 
DM. Ich füge hinzu, daß gerade durch diese Begrenzung dieser 
sogenannte Nulltarif überhaupt erst sozial ausgewogen und ge 
recht wird. 
Zweitens: Der Gesetzentwurf trägt insbesondere der zentralen 
Forderung der CDU Rechnung, daß Eltern an den Kosten betei 
ligt werden, die dazu auch in der Lage sind. 
Drittens: Es gibt keine Abschreckungsbeiträge für sozial 
schwache Familien. Die Möglichkeit der Reduzierung der Min 
destbeiträge bis hin auf null ist darüber hinaus für Härtefälle, 
gleich aus welchem Grunde, gewährleistet. Ich glaube also, daß 
wir als Ergebnis der heftigen Diskussion der letzten Woche eine 
mehrheitsfähige und auch den sachlichen Gegebenheiten ge 
recht werdende Lösung in diesem Gesetzentwurf gefunden ha 
ben. Ich hoffe, daß wir relativ schnell zu einer Beratung im Fach 
ausschuß kommen können, und fordere deshalb insbesondere 
die Kollegen der SPD-Fraktion auf, die gestern so etwas Unmut 
über eine Sondersitzung in der nächsten Woche geäußert haben, 
diese Sondersitzung nicht zu verhindern und in der nächsten Wo 
che mit uns allen gemeinsam in die Beratung dieses Gesetzent 
wurfs einzutreten. - Recht herzlichen Dank! 
[Beifall bei der CDU 
und teilweise bei der F.D.P.] 
Präsident Rebsch: Zur Begründung des Antrags der F.D.P.- 
Fraktion hat der Abgeordnete Fabig das Wort. 
Fabig (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr 
Preuss, wenn ich also die Hervorhebung der Grundsätze der 
CDU, die in diesem Gesetz enthalten sind, mir anhöre, dann kann 
ich nur in ein tiefes Nachdenken verfallen. 
[Beifall bei der SPD 
und teilweise bei der F.D.P. - 
Diepgen (CDU): Sie denken doch oft nach!] 
Auch als er die Dialogfähigkeit zwischen zwei Fraktionen be 
tonte, bin ich sehr nachdenklich geworden. 
Was hier zur Beratung ansteht, ist ja nicht ohne Pikanterie. Das 
gebe ich zu - das ist auch nicht ohne Irritation quer durch die 
Fraktionen, quer durch das ganze Haus. 
[Beifall der Frau Abg. Reichel (SPD)] 
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Auch nicht ohne Irritation bei den Betroffenen, bei den Eltern 
55 000 Kinder. Es hat selten eine so intensive Diskussion 
Demonstration, Appelle, Anträge und Unterschriftenaktionen 
geben wie bei diesem Problem der Kostenbeteiligung für Kind 
tägesstätten - das ist auch richtig. Es geht ja um Geld, und 
geht um die Frage, ob in den Kindertagesstätten erzogen w 
oder nur sozusagen aufbewahrt wird. Das sind alles zentrale Fi 
gen. 
[Zuruf von der SPD: Das ist nach wie vor 
die zentrale Frage!] 
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Es gab dazu auch abenteuerliche Vorstellungen und Tabelljorgf 
das muß man sich auch einmal vorstellen, was es da so allesg. 
mindestens drei verschiedene Tabellen, mit denen große Ver 
gerung und Verwirrung gestiftet worden ist. Und diese Tabell 
sind jetzt vom Tisch. Das ist auch ganz gut so! 
Da 
[Beifall bei der F.D.P.] 
Insofern ist der vorliegende Gesetzentwurf ein 
Komprom 
und typisch für jeden Kompromiß: Beide sind mit einem T 
immer nicht ganz zufrieden. Aber dieser Kompromiß ist dochr 
Fortschritt gegenüber 30 Gebührengruppen, die es vorher geb 
sollte. Jetzt gibt es nur noch drei Gebührengruppen. Das m 
man doch deutlich sehen: Nur noch drei Gebührengruppen! 
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Es ist ja allgemein bekannt, wie das hier gelaufen ist. Drei Tai 
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vor der Abstimmung im Plenum lag plötzlich ein Gesetzentwi chei 
vor. Es wird deshalb auch keinen verwundern, wenn ich für meii 
Fraktion anmelde, daß wir auch diesen Gesetzentwurf in di 
Ausschüssen sorgfältig beraten sehen wollen 
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[Beifall bei der SPD] 
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Daß über den Entwurf, den ich zuerst kennengelernt habe, gei_ 
det werden muß, sieht man daran, daß ja bis heute auch schi ie _ 
wieder einige Punkte gestrichen worden sind. Im ursprünglich! 
Entwurf war noch vorgesehen, daß sogar Sozialhilfeempfäng 
70 Mark zahlen sollten. Ich hoffe, wir sind da alle noch lernfähi 
Man müßte noch darüber diskutieren, ob an bestimmten Steif 
Gleitkiauseln eingeführt werden sollen, ob Härtefälle nicht deta 
lierter beschrieben werden müßten - oder vielleicht in einer and 
ren Richtung -, und man muß vielleicht auch darüber reden 
die Einkommensgrenzen exakt die richtigen sind. Es könn 
schließlich möglich sein, daß bei Inkrafttreten des Gesetzi 
große Teile der Eltern, die sich heute ausrechnen, was sie zahle 
müßten, plötzlich infolge einer geringfügigen Gehaltserhöhung 
eine ganz neue Stufe rutschen. Darüber muß man reden. Und 
müssen auch darüber reden, welche Auswirkungen es hat, d; 
das Kindergeld jetzt für das zweite Kind um 20 DM erniedri 
wird. Das hat doch seine Auswirkungen! Das sind Dinge, die 
beachten sind. Wir sollten mit Sorgfalt in die Beratungen gehe 
ob nächste Woche oder wann auch immer. - Vielen Dank! 
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[Beifall bei der F.D.P. und der SPD] 
Präsident Rebsch; Das Wort zur Aussprache hat Frau Abg 
ordnete Brunn. 
Frau Brunn (SPD): Herr Präsident! Meine Damen und Herre 
Was wir nun zu beraten haben, ist der geordnete parlamentariscl 
Rückmarsch von einer Forderung, die in der Art und Weise,« 
sie seinerzeit vom Senat, von der zuständigen Senatorin, eing 
bracht worden ist, eine ideologische war und mit praktischer Po 
tik in keiner Weise sinnvoll zu vereinbaren. 
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Meine Herren von der F.D.P.! Wenn Sie nur Ihren Antrag vo 
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gelegt hätten, wäre es bereits heute auf dieser Grundlage mo hätte 
lieh gewesen, zu einer eindeutigen parlamentarischen Empfe 
lung hinsichtlich der Kita-Beiträge zu kommen. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Ich finde es eigentlich schade, daß Sie nicht dabei gebliebf 
sind. Dann hätten die Eltern schon vor Weihnachten volle Kla 
heit gehabt. Nun hat uns die F.D.P. zusammen mit der CDU not 
einen Vorschlag vorgelegt, der allerdings eine sorgfältige Ber 
tung notwendig macht. Nachdem sich die CDU damit sehr w 
von den Vorschlägen des Senats entfernt hat und damit auch b 
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