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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 15.1889 (Public Domain)

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Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 15.1889 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Rumpf, Johann Daniel Friedrich
Title:
Der Fremdenführer, oder wie kann der Fremde, in der kürzesten Zeit, alle Merkwürdigkeiten in Berlin, Potsdam, Charlottenburg und deren Umgebungen, sehen und kennen lernen / J. D. F. Rumpf
Edition:
2. sehr verm. u. verb. Aufl.
Publication:
Berlin: Eichhoff & Krafft, 1829
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2012
Scope:
XX, 193 S.
Note:
In Fraktur
Berlin:
B 22 Berlinführer bis 1945
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-126186
Collection:
History,Cultural History
General Regional Studies
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 22/77:1829
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Vorläufige Nachrichten für Fremde in Berlin...

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 15.1889 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 6. October 1888 Nr, 1
  • 13. October 1888 Nr, 2
  • 20. October 1888 Nr, 3
  • 27. October 1888 Nr, 4
  • 3. November 1888 Nr, 5
  • 10. November 1888 Nr, 6
  • 17. November 1888 Nr, 7
  • 24. November 1888 Nr, 8
  • 1. Dezember 1888 Nr, 9
  • 8. Dezember 1888 Nr, 10
  • 15. Dezember 1888 Nr, 11
  • 22. Dezember 1888 Nr, 12
  • 29. Dezember 1888 Nr, 13
  • 5. Januar 1889 Nr, 14
  • 12. Januar 1889 Nr, 15
  • 19. Januar 1889 Nr, 16
  • 26. Januar 1889 Nr, 17
  • 2. Februar 1889 Nr, 18
  • 9. Februar 1889 Nr, 19
  • 16. Februar 1889 Nr, 20
  • 23. Februar 1889 Nr, 21
  • 2. März 1889 Nr, 22
  • 9. März 1889 Nr, 23
  • 16. März 1889 Nr, 24
  • 23. März 1889 Nr, 25
  • 30. März 1889 Nr, 26
  • 7. April 1889 Nr, 27
  • 14. April 1889 Nr, 28
  • 21. April 1889 Nr, 29
  • 28. April 1889 Nr, 30
  • 05. Mai 1889 Nr, 31
  • 12. Mai 1889 Nr, 32
  • 19. Mai 1889 Nr, 33
  • 26. Mai 1889 Nr, 34
  • 1. Juni 1889 Nr, 35
  • 8. Juni 1889 Nr, 36
  • 15. Juni 1889 Nr, 37
  • 22. Juni 1889 Nr, 38
  • 29. Juni 1889 Nr, 39
  • 6. Juli 1889 Nr, 40
  • 13. Juli 1889 Nr, 41
  • 20. Juli 1889 Nr, 42
  • 27. Juli 1889 Nr, 43
  • 3. August 1889 Nr, 44
  • 10. August 1889 Nr, 45
  • 17. August 1889 Nr, 46
  • 24. August 1889 Nr, 47
  • 31. August 1889 Nr, 48
  • 7. September 1889 Nr, 49
  • 14. September 1889 Nr, 50
  • 21. September 1889 Nr, 51
  • 28. September 1889 Nr, 52

Full text

72 
;■» 
. 
diese, sie könne zu dem Kapitän von Forcade keine Neigung 
fassen, sie liebe bereits einen andern und zwar einen Herrn 
von Osten, der vordem als Offizier im Regimente von Kalckstein 
gedient hatte. Es fand diese Wahl aber durchaus nicht des 
Königs Zustimmung. Er antwortete, er halte den genannten 
Herrn nicht für würdig, eine so gute Partie zu machen; es 
müsse bei dem, was er, der König, deutlich genug und wieder 
holt ausgesprochen, sein Bewenden behalten. 
Soweit war die Sache gediehe», als Vernezobre, auf 
Mittel sinnend, um den König von seiner unglücklichen Idee 
abzubringen, als das Passendste hierzu den Bau eines prächtige» 
Hauses in der Friedrichstadt bei dem Oberst von Derschau in 
Anregung brachte. Der König freute sich gewiß, den spröden 
Baron wenigstens in einer Hinsicht zahm geinacht zu haben und 
gab an Derschau folgenden Bescheid: „Wenn der von Vernezobre 
einen Plan von 
dem zu erbauen 
den Hause ein 
schicken würde, 
welcher Meine 
Approbation 
haben und fin 
den würde, so 
soll er von dem 
Prätendenten 
seiner Tochter 
befreit werden; 
es muß aber 
ein Plan von 
einem Hause 
sein, welches 
des von Happen 
sein Haus nichts 
nachgicbt; denn 
was hilft das 
viele Geld dem 
Vernezobre, 
wenn er es nicht 
will zur Zierde 
der Stadt mit 
anwenden." 
Man kommt unwillkürlich aus den Gedanken, als sei die 
ganze Heirathsgcschichte nur tvegcn des Palaisbaues eingeleitet 
worden. Es ist dies nicht unmöglich, wenn auch für solche 
Annahme ein weiterer Beweis fehlt. Auf der Friedrichstadt 
ei» neues stattliches Haus erstehen zu sehen, war eben eine 
Lieblingsidec des Königs, und bei der Aussicht, sic nun vcr- 
wirklichen zu können, mag der König von dem Heirathsplane, 
der anfänglich vielleicht ganz ohne Hintergedanken war, abge 
kommen sciin 
Sicherlich war die Sache nun in gute Bahnen geleitet, 
nur, daß der Monarch es seiner königlichen Autorität für an 
gemessen erachtete, den Korb, welchen seine Freiwerbung er 
halten, auf einen andern abzuwälzen. Der General von Kalck 
stein, damals Gouverneur von Berlin, mußte diese also in 
feierlichster Weise wiederholen und sich die letzte Ablehnung 
holen, womit diese Episode nun das glücklichste Ende und 
das Herz der armen Gaspardc seine Ruhe wieder fand. 
Vernezobre mußte unmittelbar darauf einen Plan für das 
zu erbauende Palais — denn nichts Geringeres durste es sein 
— dein Monarchen einreichen, und dieser genehmigte ihn. 
Keinem wohl war dieser ganze Handel erwünschter ge- 
komnien, als dein Bürgermeister Koch; er tritt jetzt in den 
Vordergrund. Er verstand es nämlich, die Sache nun ferner 
so zu leiten, daß der prächtige Neubau in die Nähe seiner 
Straße, wo es noch sehr wüst aussah, und zwar gerade in 
die Perspektive der Kochstraße zu liegen kam. Für diese war 
dann auch nach der Westseite der trefflichste Abschluß gefunden; 
im Osten erhob sich bereits die Jerusalemer Kirche. 
Im Frühjahr 1737 fing also Vernezobre aii, die Erde 
ziim Bau ausschachten zu lassen. Aber o weh! Der Grund 
war so feucht und sumpfig, daß er zu seiner Befestigung erst 
ein ganzes Vermögen hineinstecken konnte. Das ging dem 
Baron nun doch über den Spaß; er wurde starrköpfig und 
eigensinnig und 
lveigerte sich 
entschieden, an 
der ihm zuge 
wiesenen Stelle 
weiter;» bauen. 
Er wollte duxch- 
aus einen an 
dern Bauplatz 
haben, nach 
der Leipziger 
Straße zu, wo 
der Baugrund 
besser war. 
Bürgermeister 
Koch wäre da 
mit um den 
hübschen Ab 
schluß seiner 
Straße gekom 
men und steckte 
sich deshalb hin 
ter den Oberst 
von Derschau. 
Dieser wirkte 
cs nun beim 
Könige aus, daß dem Baron die zum Einrammen nöthigen 
Bauhölzer unentgeltlich aus dem Grunewald geliefert wurden; 
es sollen dies 100 000 Stämme geworden sein. Hiermit 
war Vernezobre zufrieden, begann nun wirklich den Ball und 
vollendete ihn 1740. 
Er soll sein Palais höchst prächtig eingerichtet haben; 
dennoch sah es viel einfacher und unscheinbarer aus als heute, 
wo es dilrch Schinkel umgebaut worden ist. In seinem Roccoco- 
stvle glich es mehr einer kleinen Festung als einem Palais. 
Die Kolonnade an der Straßenfront war noch nicht vorhanden, 
auch fehlten die vorder» Seitenflügel. Dagegen zeigten die 
Parterresenstcr eiserne, weit ausgebalichte Traillen. 24 eiserne 
Kanonenrohre lvaren von: auf km Hofe als Prellpfähle ein 
gegraben; sie verschwanden erst 1813, wo man Kanonenkugeln 
aus ihnen goß. 
Vernezobre bewohnte das Haus nur im Sommer, wenn 
er eben nicht auswärts war. Im Winter blieb er seiner 
alten Behallsling in der Burgstraße treu. 
Tins alte Palais prüi? Albrecht.
	        

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