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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XIII.1863 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XIII.1863 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Baugenossenschaft Reinickes Hof <Berlin>
Titel:
Geschäftsbericht : Reinickes Hof im Jahr ... / Baugenossenschaft Reinickes Hof eG
Erschienen:
Berlin
Erscheinungsverlauf:
2004 -
ZDB-ID:
2638815-7 ZDB
Kommunalwissenschaften:
Kws 510 Wohnen: Wohnungsunternehmen
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
Sammlung:
Wohnen
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
2012
Kommunalwissenschaften:
Kws 510 Wohnen: Wohnungsunternehmen
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-146199
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Wohnen

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XIII.1863 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-X
  • H. XI-XII
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

59 
Ueber den Entwurf eines Canal-Systems für die Stadt Berlin. 
60 
und der Notwendigkeit einer baldigen, den begründeten Anfor 
derungen entsprechenden Abhülfe in allen Punkten bei. 
Sie erkennt die grofse Wichtigkeit der vom Verfasser aus 
geführten örtlichen Untersuchungen der in vielen und den 
gröfsesten Städten für den Zweck der Reinlichkeit angewen- 
deten Mittel, und nicht weniger der überzeugenden Darstellung 
des daraus hervorgehenden vervollkommnten Standes dieses 
gemeinniitzlichen Dienstes. Wesentlich in der allgemeinen An 
wendung der Waterclosets bestehend, und sowohl in der Zu 
leitung von Spülwasser nach allen Stockwerken der Häuser, 
als in dem Ableiten durch Rohren und Canäle bedingt, hat 
diese Reinigung zunächst in London schon zu der Zeit Ein- 
gang gefunden, als mit der allgemeinen Anwendung von Dampf 
maschinen Wasser nach allen Stockwerken der Häuser gelei 
tet war, und in früherer Zeit schon nach einer allgemein be 
folgten Bauweise für einen geschlossenen unterirdischen Ab- 
flufs selbst aus den Kellerwohnungen gesorgt war. Die Neu 
zeit vervollkommnet dieses System mit Sammel-Canälen, wel 
che den Auswurf der vorhandenen Canäle abwärts von der 
Stadt da in den Strom schütten, von wo er durch die mit der 
Ebbe wechselnden Fluthen der Stadt nicht wieder zugoführt 
wird. 
Dieselbe Weise städtischer Reinigung bat über eine grofse 
Zahl englischer Städte sich verbreitet, so auch in Hamburg 
Eingang und guten Erfolg gefunden. Es könnte sonach be 
fremden, dafs in Paris die Reinigung in einer zurückgebliebe 
nen Lage sich zeigt, wenn man nicht berücksichtigt, dafs zur 
allgemeinen Einführung der Waterclosets die nothigen gemein 
schaftlichen Einrichtungen, in früherer Zeit dort nicht vorbe 
reitet, jetzt noch fehlen. Es ist zwar dort schon in Folge eines 
Decretes des ersten Consuls mit der Anlage des Ourcq-Canafs 
der Stadt eine beträchtliche Menge Wasser zugefübrt worden, 
jedoch nicht in der Höhe, welche die Stockwerke der Häuser 
erreicht, vielmehr nur zur Versorgung von Monuraental-Fon- 
tainen und zur Vertheilung in den Strafsen bestimmt. Ander 
seits fehlt es an unterirdischen Abzugs-Canälen so, dafs im 
Jahr 1852 nur etwa der dritte Theil der Strafsen damit ver 
sehen war. Seitdem sind Sarurael-Canäle angelegt mit der 
Bestimmung, den Ausflufs nach der Seine innerhalb der Stadt 
von den alten Canälen abzufangen. Auch sind die alten Schöpf 
maschinen durch zwei grofse Dampfpampen ersetzt, und ist, 
vereint mit dem Umbau ganzer Strafsen, wenigstens deren 
Reinheit verbessert. Dabei ist aber die Abführung der faulen 
den und stinkenden Stoffe in dem übelen Zustande geblieben, 
den der Verfasser der vorgelegten Abhandlung darstellt, und 
worüber der Seine-Präfect (in den Documenta relalifs aux eaux 
de Paris, Memoire 4. Aout 1854) sagt, dafs der Dienst des 
Kothabfahrens bei zunehmender Frequenz bald unerträglich 
werden würde. 
Aber die Grundlage für das Einfuhren einer städtischen 
Reinigung nach englischem Muster ist erst mit dem definiti 
ven Project gewonnen, wonach das grofse Quantum von täg 
lich mehr als 3 Millionen Cub.-Fufs gesundes und frisches 
Wasser aas Bächen in der Champagne um 00 Fufs hoher als 
der Ourcq nach Paris zu leiten ist, damit es die Stockwerke 
aller Häuser erreicht. Der Munizipalrath von Paris hat in 
seiner Sitzung am 18. März 1859 die Ausführung dieses mit 
44 Millionen Franken veranschlagten Projectes beschlossen, 
so wie auch die Aufstellung und allmäligo Vorlage der de 
finitiven Frojecte für die Vertheilung des Wassers und die Rei 
nigung der Stadt angeordnet, wofür die Vor-Projecte nicht 
weniger als 50 Millionen Franken beanspruchen. Dieserhalb 
findet sich in den Vorbeschliefsungssätzen ausgedrückt, dafs 
die aus den Häusern kommenden schmutzigen Flüssigkeiten 
ebensowohl als das Regenwasser von unterirdischen Canälen 
aufzunehmen sind und diese den Koth unmittelbar und frei 
von ungesunder Ausdünstung abführen sollen. 
Es unterliegt sonach keinem Zweifel, dafs das in anderen 
Städten und namentlich den englischen bewährt gefundene 
System städtischer Reinigung auch für Paris in vollester Aus 
dehnung io Aussicht genommen ist. Man hat dabei, wie die 
angeführten Documenta ergeben, Seitens der Verwaltung den 
Gedanken gehegt, das einfache englische System dadurch zu 
verbessern, dafs alle Abfallrohren aus den Häusern in eine 
besondere Röhrenleitung führten, welche in den unterirdischen 
Canälen angebracht würden, weit genug, um sich nicht zu 
verstopfen, in denen der Flufs durch die saugende und drük- 
kende Wirkung von Maschinen hervorgebracht würde. Man 
hat dabei sich nicht verhehlt, dafs man eine sehr kostbare An 
lage machen würde und es zweifelhaft bliebe, ob der Gewinn 
an Dünger sie lohnen werde, besonders dann, wenn, wie zu 
erwarten, mit der allgemeinen Einführung des Wassers in die 
Häuser, viel Wasser verschüttet würde, und gehofft, Mittel zu 
entdecken, um in den Gräben selbst mit wenigen Kosten die 
Dünger enthaltenden Stoffe, welche zugleich die Ursache des 
Stinkens der Gräben sind, von den Flüssigkeiten zu trennen, 
die demnach ebenso unschädlich als unnütz in den Canälen 
selbst abfiiefsen könnten. Während die dahin gerichteten Ver 
suche die Frage im Stande der Studien beliefsen, ermittelte 
eine aus dem Ingenieur en Chef> Mille, und dem Professor 
Moll zusammengesetzte Commission erfahrungsmafsig, dafs nach 
Einführung des Wassers in die Häuser die Verdünnung des 
Unrathes dessen Benutzung zum Düngen nicht verderbe, dafs 
diese Sorte Dünger, wenn sie weniger verdünnt angewendet 
werde, die Saaten verbrenne, dagegen ein öfteres reichliches 
Begiefsen, wie man es im Bois de Boulogne ausführe, am wirk 
samsten sich erwiesen habe. Andererseits stellte sieb heraus, 
dafs die grofsen Kosten der besonderen in die Canäle zu le 
genden Röhrenleitnngen vermieden werden könnten durch Aus 
sparen von Röhren in dem Mauerwerke der Canäle. Und ver 
lief sich demnach die aufgeworfene, seit dem Jahre 1834 be 
handelte Frage in die dem vorangeführten Beschlufs des Muni- 
cipalrathes aufgeaommene Anordnung, wonach in den Ban 
ketten der neuen unterirdischen Canäle Röhren ausgespart 
werden, um für den etwaigen Eintritt der angeregten Erfin 
dung eingerichtet zu sein. In wiefern die Weite und Beschaffen 
heit sich eignen wird, ist nicht abzusehen, so lange der Zweck 
noch im Bereiche der Ideen sich befindet. Jedenfalls scheint 
die Verwirklichung ein Ansamraeln der ungesonderten Stoffe 
in der Nähe der vielen Ausgangsorte, mithin die stinkenden 
Ausdünstungen nicht vermeiden zu können, welche den Abgän 
gen eigen sind und durch die bald eintretende faulende Gäh- 
rung vermehrt werden. Man hat aber diesem Uebelstande um 
so mehr Bedeutung beizumessen, als nach dem englischen 
System die Abgänge der Küchen und Abtritte durch das hin 
zutretende Spülwasser sofort mit Einschlafs ihrer Rückstände 
in geschlossene Röhren gelangen und darin ohne Aufenthalt 
die unterirdischen Canäle erreichen, worin sie bis weit außer 
halb des Bereiches der Städte geführt werden, um entweder 
durch Berieseln für die Boden-Cultur Verwendung zu finden, 
oder von einem Strom aufgenommen zu werden, der mächtig 
genug ist, sie in einer unschädlichen Weise zu consumiren. 
Dabei zeichnet sich die Darstellung dieses Systems durch 
eine grofse Einfachheit aus, indem die Hauptbestandteile, die 
Leitung von Wasser in die Häuser, und die unterirdischen 
Canäle, in grofsen Städten für den Gebrauch des Wassers und 
für die Reinlichkeit der Strafsen ohnehin nötig sind, und eigent 
lich nur die Waterclosets hinzutreten, um für die Reinigung
	        

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