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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1907 (Public Domain)

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Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1907 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Adressbuch von Berlin-Lichterfelde
Publication:
Berlin-Lichterfelde: Druck und Verlag J. Unverdorben & Co. 1925
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Dates of Publication:
18. Jahrgang (1914)-20. Jahrgang (1925)
ZDB-ID:
2982857-0 ZDB
Previous Title:
Adreßbuch von Berlin-Lichterfelde und Lankwitz
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1925
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15381077
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 6/20:20.1925
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories

Chapter

Title:
Bln.-Lankwitz

Chapter

Title:
II. Verzeichnis der Straßen und Häuser

Contents

Table of contents

  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1907 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß des XXVII. Jahrgangs, 1907.
  • Nr. 1
  • Nr. 2
  • Nr. 3
  • Nr. 4
  • Nr. 5
  • Nr. 6
  • Nr. 7
  • Nr. 8
  • Nr. 9
  • Nr. 10
  • Nr. 11
  • Nr. 12
  • Nr. 13
  • Nr. 14
  • Nr. 15
  • Nr. 16
  • Nr. 17
  • Nr. 18
  • Nr. 19
  • Nr. 20
  • Nr. 21
  • Nr. 22
  • Nr. 23
  • Nr. 24
  • Nr. 25
  • Nr. 26
  • Nr. 27
  • Nr. 28
  • Nr. 29
  • Nr. 30
  • Nr. 31
  • Nr. 32
  • Nr. 33
  • Nr. 34
  • Nr. 35
  • Nr. 36
  • Nr. 37
  • Nr. 38
  • Nr. 39
  • Nr. 40
  • Nr. 41
  • Nr. 42
  • Nr. 43
  • Nr. 44
  • Nr. 45
  • Nr. 46
  • Nr. 47
  • Nr. 48
  • Nr. 49
  • Nr. 50
  • Nr. 51
  • Nr. 52
  • Nr. 53
  • Nr. 54
  • Nr. 55
  • Nr. 56
  • Nr. 57
  • Nr. 58
  • Nr. 59
  • Nr. 60
  • Nr. 61
  • Nr. 62
  • Nr. 63
  • Nr. 64
  • Nr. 65
  • Nr. 66
  • Nr. 67
  • Nr. 68
  • Nr. 69
  • Nr. 70
  • Nr. 71
  • Nr. 72
  • Nr. 73
  • Nr. 74
  • Nr. 75
  • Nr. 76
  • Nr. 77
  • Nr. 78
  • Nr. 79
  • Nr. 80
  • Nr. 81
  • Nr. 82
  • Nr. 83
  • Nr. 84
  • Nr. 85
  • Nr. 86
  • Nr. 87
  • Nr. 88
  • Nr. 89
  • Nr. 90
  • Nr. 91
  • Nr. 92
  • Nr. 93
  • Nr. 94
  • Nr. 95
  • Nr. 96
  • Nr. 97
  • Nr. 98
  • Nr. 99
  • Nr. 100
  • Nr. 101
  • Nr. 102
  • Nr. 103
  • Nr. 104
  • Nr. 105

Full text

Hr, 70. 
Zentralblatt der Bauverwaltung. 
461 
INHALT: Die Erweiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanftls. — Anlage eines Stadtparks in Hamburg. — Vermischtes: Wettbewerbentwürfe für ein Warmbadehauä in 
Westerland auf Sylt. — Wettbewerb um Entwürfe für eine Häusergruppe an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Breslau. — Gesets gegen die Verunstaltung von 
Ortschaften und landschaftlich hervorragenden Gegenden in Preußen. — Ausstellung für christliche Kunst in Aachen. — Baukosten der Hochbauten io 
Preußen. — Rohrschelle zur Befestigung sog. Abfallrolire. 
[Alle Rechte Vorbehalten.} 
Die Erweiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals. 1 ) 
Durch das Reichsgesetz vom 16. März 1886 wurde die Her 
stellung eines für die Benutzung durch die deutsche Kriegsflotte 
geeigneten Schiffahrtskanals von der Elbemündung über Rendsburg 
nach der Kieler Bucht auf Kosten des Deutschen Reiches unter der 
Voraussetzung genehmigt, daß Preußen zu den auf 156 Millionen 
Mark veranschlagten Gesamtherstellungskosten den Betrag von 
50 Millionen Mark im voraus gewährt. Dieser Bedingung wurde 
durch das preußische Gesetz vom 16. Juli 1886 genügt. 
Der Bau des Kanals selbst wurde durch die am 3. Juni 1887 
durch den damals regierenden Deutschen Kaiser 'Wilhelm I. voll 
zogene Grundsteinlegung eingeleitet. Zur Fertigstellung war eine 
Bauzeit von acht Jahren vorgesehen, so daß programmäßig die Er* 
Öffnung des Nord-Ostsee-Kanals im Jahre 1895 zu erfolgen hatte; 
tatsächlich ist sie am 20. Juni 1895 erfolgt. Der Kanal erhielt bei 
der feierlichen Einweihung durch Kaiser Wilhelm II. den Namen 
Kaiser-Wilhelm-Kanal. . 
Der Kaiser-Wilhelm-Kanal 3 ) ist 98,65 km laug, seine Breite 
beträgt an der Sohle 22 m, 7 m darüber 56 m; in dieser Höhe liegt 
beiderseits eine je nach der Bodenbescbaffenheit 2,5 bis 9,5 m breite 
Berme, 2 m unter dem Mittelwasser des Kanals. Die in D/a- bis 
2-faeher Anlage ausgeführten, gegen den Wellenschlag geschützten 
Ufer reichen 3 m über die Berme hinauf, wo sie in eine zweite 2,5 m 
breite Berme auslaufen. An diese schließen sich in den Niederungen 
Deiche, in den Höhen die in l x / 9 -facher Anlage hergestellten Ein- 
sclmittsböschungen an. An acht verschiedenen Steilen, in Ent 
fernung von etwa 12 km voneinander, sind Ausweichestellen von 
60 m Breite in der Sohle und 250 m nutzbarer Länge hergestellt. 
Um den Wasserstand im Kanal von den Einflüssen der erheb 
lichen regelmäßigen Schwankungen des Wasserstandes in der Elbe, 
in der bei Brunsbüttel zwischen mittlerem Niedrigwasser und 
mittlerem Hochwasser noch ein Unterschied von 2,8 m sich bemerk 
bar macht, und von den durch starke westliche und östliche 
Winde zeitweise eintretenden Schwankungen des Wasserstandes 
im Kieler Hafen unabhängig zu machen, sind au beiden Mün 
dungen Schleusen mit je zwei nebeneinander liegenden Schleusen 
kammern von 150 m nutzbarer Lauge und 25 m Breite erbaut 
worden. Jede Schleuse hat an jedem ihrer beiden Häupter zwei 
Torpaare: Flut- und Ebbetore, weil bald im Kanal, bald draußen 
der Wasserstand der höhere ist. In der Mitte jeder Schleuse sind 
noch je zwei Torpaare angebracht, sogenannte Sperrtore, dazu ber 
stimmt, das strömende Wasser im Kanal aufzuhalten, um in ihrem 
Schütze in ruhigem Wasser die eigentlichen Schiffahrtstore schließen 
zu können. Die Tore sind sämtlich als eiserne Stemmtore hergestellt. 
Die Torflügel der Fluttore sind 16 m hoch, 14,1 m breit und 1,28 m 
tief. Das Gewicht eines Fluttorflügels beträgt 1211» das Gewicht 
eines Ebbetorflügels 107 t. Die Bewegungsvorrichtungen der Tore, 
Schützen und Spille werden durch Druckwasser betrieben. Bei jeder 
der beiden Schleusenanlagen in Brunsbüttel und Holtenau müssen 
24 Torflügel, die Schützen von 8 Sperrtorflügeln, 16 Umlaufkanal 
schützen und 18 Spille bewegt werden können* und dementsprechend 
sind 66 verschiedene Antriebe vorhanden, Zur Verbindung des Kanals 
mit der Untereider ist bei der Stadt Rendsburg eine Schleuse an 
gelegt,. die bei einer Weite von 12 m eine nutzbare Kammerlänge 
von 68 in hat. 
Von den vier Eisenbahnen, die den Kanal kreuzen, sind zwei, 
Itzehoe—Heide und Neumünster—Rendsburg, durch ungleicharmige 
Drehbrücken von 50 m lichter Weite und zwei, die westholsteinische 
Bahn Neumünster—Heide und die Kiel-Flensburger Bahn vermittels 
Hochbrücken übergeführt. Die Hochbrücke bei Grünenthal bat 156,5 m 
Stützweite. Ihre sichelförmigen Bogenträger ruhen auf Kämpfer 
gelenken und tragen die Fahrbahn in halber Bogenhöhe. Die Brücke 
bei Levensau überspannt den Kanal in einem Bogen von 163,4 m 
Stützweite und trägt neben einem Eisenbahngleis eine Chausseefabr- 
bahn, die jederzeit in ein zweites Eisenbahngleis umgebaut werden 
kann. Der Bogen ist mit zwei Kämpfergelenken als Fachwerkträger 
mit Vertikalpfosten und gekreuzten Diagonalen gestaltet. Die Fahr 
bahn hängt an den Querriegeln der Windverkreuzung. Die Hoch 
brücken haben eine Durchfahrtshöhe von 42 m über dem gewöhn 
lichen Kanalwasserstand. 
*) Vortrag des Herrn Geh. Baurats Scholer in Kiel, gehalten am 
24. August auf der 36. Abgeordneten-Versammlung des Verbandes 
deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine in Kiel. 
3 ) Vgl. die Baubescbreibung in der Zeitschrift für Bauwesen, 
Jahrg. 1896 bis 1899. 
Die mit hydraulischen Bewegungsvorrichtungen versehenen Dreh 
brücken 3 ) sind eingleisig, so daß bei der zweigleisigen Bahn Neu 
münster—Rendsburg jedes Gleis mit besonderer Drehbrücke über 
führt ist. 
Die verkehrsreiche Landstraße Rendsburg—Itzehoe kreuzt den 
Kanal mit einer den Eisenbahndrehbrücken gleicbgebauten Dreh 
brücke. Für die Landwege sind 13 Diabtseilfähren mit Handbetrieb ein 
gelegt. Die Chausseebrücke Kiel—Friedrichsort ist eine schwimmende 
zweiarmige Prahmdxehbrücke. 
Die elektrische Beleuchtung der Wasserstraße erfolgt mittels 
elektrischer Glühlichter von 25 Normalkerzen; sie stehen an beiden 
Seiten im Abstande von 80 bis zu 250 m, da in den geraden Strecken 
des Kanals die Beleuchtung bis 250 m Entfernung der Lampen von 
einander vollkommen genügt, während der Abstand der Lampen 
in den Kurven entsprechend geringer ist. Im ganzen sind auf der 
98 km langen Kanalstrecke etwa 1000 solche Lichter vorhanden. Die 
Klemmenspannung an jeder Lampe beträgt 25 Volt; außerdem ist 
der große Leitungswiderstand zu überwinden, so daß an den Klemmen 
der Kanalleitungen in der Betriebsanlage eine Spannung von rund 
7500 Volt dauernd erhalten wird. Die Spannung wird erreicht durch 
Hochtransformierung des Maschinenstromes, der 2000 Volt hat. Für 
die Beleuchtung der Kessel- und Maschinenhäuser, der Gebäude, der 
Schleusenmauern, der Maschinenkammern und der Hafenieuchten 
wird der Hochstrom von 2000 Volt auf die erforderliche Gebrauchs 
spannung herunter transformiert. Die elektrischen Mascbiuenanlagen 
befinden sich bei den Hauptmaschinenanlagen in Holtenau und 
Brunsbüttel. 
An den Mündungen sind Vor- und Binnenhäfen mit Molen und 
Kaien vorhanden. 
Die Erdbewegung betrug insgesamt 83 Millionen Kubikmeter. 
Die vorstehend genannten Bauten haben einschließlich des Grund 
erwerbs und der vielen hier nicht aufzuzählenden kleineren Bauten, 
Meliorationsbauten, Hochbauten, Häfen usw„ annähernd 154,5 Mil 
lionen Mark gekostet. 156 Millionen Mark waren bewilligt, die Rest 
summe ist nach der Eröffnung des Kanals noch zu Verbesserungen 
verwendet worden. Die Kanalkommission konnte mithin stolz darauf 
sein, daß die ursprünglich festgesetzte Bauzeit und der Kosten 
voranschlag von 156 Millionen Mark vollständig innegehalten wurden 
— eine bei großen Kanalbauten nicht gewöhnliche Erscheinung. 
Der wirtschaftliche Erfolg des Kanals beruht in erster Linie in 
der Abkürzung der Wasserstraße zwischen der Nord- und Ostsee, 
durch die der Weg von der Ostsee beispielsweise nach London und 
Dünkirchen um 240 und nach Hamburg um 425 Seemeilen kürzer 
geworden ist. Nicht minder wertvoll und bedeutend steht neben der 
Ersparnis an Wegelänge der Umstand, daß der Kanal einer großen 
Anzahl von Schiffen die gefährliche Fahrt um Skagen zu vermeiden 
gestattet und somit zahlreiche Verluste an Menschenleben, an wert 
vollen Gütern und Schiffen, die sich sonst alljährlich in jenen Ge 
wässern — die nicht ohne Grund den Namen: »Kirchhof der Ostsee* 
tragen — ereigneten, verhütet werden. 
Seit der Grundsteinlegung zur Holtenauer Schleuse sind zwei 
Jahrzehnte verflossen und zwölf Jahre verstrichen, seitdem die feier 
liche Einweihung des vollendeten Kanals in Anwesenheit von 
Kriegsschiffen aller Kulturnationen stattfand. Und ein Kultur 
werk hohen Ranges war es, das geschaffen worden war, und welches 
nicht nur unserem deutschen Vaterlande, sondern allen Staaten 
zugute kam. 
Die überaus große militärische Bedeutung des Kanals liegt darin, 
daß es uns ermöglicht wird, in der Nordsee sowohl wie in der Ost 
see mit ganz erheblich stärkeren Seestreitkräften aufzutreten, als das 
früher der Fall war. Soll aber der Kanal diege hohe Bedeutung be 
halten, so muß er natürlich auch immer imstande sein, unseren Kriegs 
schiffen den ungehinderten Weg zu gewähren, was bekanntlich jetzt 
hinsichtlich der großen Panzer mit ihrer Breite und großem Tiefgang 
bereits Schwierigkeiten macht. 
Die- heute im Dienste befindlichen Schlachtschiffe von etwa 
13 200 Tonnen stehen mit ihren Abmessungen an der Grenze, welche 
die Durchfahrt durch den Kanal noch gerade gestattet. Das Vor 
gehen der fremden Seemächte hat indessen auch die deutsche Marine 
zum Bau von 18 000 Tonnen-Schiffen gezwungen, deren Breiten- und, 
Tiefenabmessungen die Benutzung des Kanals bei seiner heutigen 
Beschaffenheit nicht mehr gestatten werden. Außerdem kann die 
Marine nicht darauf verzichten, daß der Kanal für die im Kriegs- 
3 ) Vergl. Zeitschrift für Bauwesen, Jahrg. 1896, S. 69.
	        

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