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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1978/79, 7. Wahlperiode, Band IV/V, 75.-105. Sitzung (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1978/79, 7. Wahlperiode, Band IV/V, 75.-105. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Other:
Preussen / Ministerium der Öffentlichen Arbeiten
Title:
Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u. Staatsbehörden / hrsg. im Preußischen Finanzministerium
Other titles:
Centralblatt der Bauverwaltung
Zentralblatt für Bauverwaltung
Publication:
Berlin: Ernst 1931
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2008
Dates of Publication:
1.1881 - 51.1931(8.Apr.)
ZDB-ID:
2406062-8 ZDB
Succeeding Title:
Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1923
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibiothek Berlin, 2008
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14194619
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 95/96/97/98

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1978/79, 7. Wahlperiode, Band IV/V, 75.-105. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 75, 19. Januar 1978
  • Nr. 76, 26. Januar 1978
  • Nr. 77, 9. Februar 1978
  • Nr. 78, 23. Februar 1978
  • Nr. 79, 2. März 1978
  • Nr. 80, 6. April 1978
  • Nr. 81, 27. April 1978
  • Nr. 82, 11. Mai 1978
  • Nr. 83, 18. Mai 1978
  • Nr. 84, 25. Mai 1978
  • Nr. 85, 1. Juni 1978
  • Nr. 86, 3. Juni 1978
  • Nr. 87, 8. Juni 1978
  • Nr. 88, 16. Juni 1978
  • Nr. 89, 22. Juni 1978
  • Nr. 90, 6. Juli 1978
  • Nr. 91, 13. Juli 1978
  • Nr. 92, 14. September 1978
  • Nr. 93, 28. September 1978
  • Nr. 94, 12. Oktober 1978
  • Nr. 95, 26. Oktober 1978
  • Nr. 96, 9. November 1978
  • Nr. 97, 16. November 1978
  • Nr. 98, 23. November 1978
  • Nr. 99, 7. Dezember 1978
  • Nr. 100, 13. Dezember 1978
  • Nr. 101, 14. Dezember 1978
  • Nr. 102, 22. Dezember 1978
  • Nr. 103, 18. Januar 1979
  • Nr. 104, 25. Januar 1979
  • Nr. 105, 15. März 1979

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 7. Wahlperiode 
79. Sitzung vom 2. März 1978 
5. Das Problem der Gesamtvertretung der Studenten 
muß, so schwierig dies auch ist, gelöst werden. Ich komme 
gleich noch einmal darauf zurück. 
6. Zu der Personalstruktur möchte ich sagen: Wir sehen 
immer wieder — dies war 1969 so und ist auch heute, 1978, 
so —, daß in den Universitäten aus partiellen Notwendig 
keiten heraus sich eine stetige Differenzierung im Personal 
wesen ergibt. Unsere Forderung ist, die Personalstruktur 
so einheitlich und so einfach wie möglich zu machen, trotz 
dem aber die notwendige Differenzierung zu ermöglichen. 
Hier gibt es keine Patentlösung, insbesondere auch wegen 
der Vielfalt der Probleme in den einzelnen Fachbereichen. 
Am schönsten wäre es natürlich, wenn wir für alle Fach 
bereiche das schöne einheitliche Schema haben könnten. 
Die Fachleute wissen, daß das nicht geht. Wir müssen also 
einen Mittelweg wählen. 
Soviel zu einigen der tragenden Grundsätze, von denen 
sich meine Fraktion in der Beratung leiten lassen wird. 
Den Gesetzentwurf, eben verhältnismäßig umfänglich in 
den Grundsätzen von Herrn Senator Dr. Glotz vorgestellt, 
möchte ich nun in einigen Punkten auch noch einmal aus 
der Sicht meiner Fraktion beleuchten. 
Zunächst zum Stichwort „Regelstudienzeit“: Ich glaube, 
daß die Einführung der Regelstudienzeit eine Notwendig 
keit war. Sie ist eine notwendige zeitliche Vorgabe. Wenn 
ich sage „eine", dann deswegen, weil es eine Reihe von 
anderen gibt. Aber wir haben in der Vergangenheit ge 
sehen, daß ohne zeitliche Vorgaben die Schwierigkeiten in 
der Universität nicht überwunden werden konnten. Es wird 
wichtig sein, klarzustellen und auch durchzuhalten, daß 
selbstverständlich zunächst die Voraussetzungen der Stu 
dienreform — Studienreform in den Universitäten, was die 
Studiengänge selbst betrifft und die Prüfungsordnungen 
-—- geschaffen sein müssen und daß man erst dann strikt 
auf die Einhaltung dieser Regelstudienzelt achten kann. 
Dieses wurde angedeutet durch die Erwähnung der Nach 
fristen, die im Gesetz vorgesehen sind, sicherlich nicht als 
Dauereinrichtung, denn bei allem Verständnis — ich sage 
dieses gerade als Physiker auch bei dem erwähnten Bei 
spiel — für die Schwierigkeit, Studiengänge auf acht Se 
mester zusammenzudrücken: Die „acht“ muß zwar kein 
Glaubensbekenntnis sein, aber es muß auch in Deutschland 
möglich sein, was im westlichen und auch im östlichen Aus 
land möglich ist, nämlich fachlich gut gebildete Absolven 
ten der Hochschulen in einer kürzeren Zeit auszubilden. 
Dieses muß mit aller Energie angestrebt werden. Ich füge 
hinzu: auf keinen Fall auf dem Rücken der Studenten. Hier 
muß Hand in Hand gearbeitet werden, und es wird sehr 
wichtig sein, die notwendigen Maßnahmen der Studien 
reform durch entsprechende soziale Flankierungen so zu 
gestalten, daß nicht Studenten, denen es wirtschaftlich gut 
geht, mit Schwierigkeiten besser fertig werden und den 
jenigen, die auf das Nebenherarbeiten und auf BAföG an 
gewiesen sind, zusätzlich eine Belastung auferlegt wird. 
Regelstudienzeit ist kein Reformersatz, aber —ich glaube, 
ich wiederhole es, — eine notwendige zeitliche Voraus 
setzung. 
Ich möchte zweitens noch einmal etwas zu der Steige 
rung der Effizienz sagen. Wir haben in den vergangenen 
Jahren über diesen Punkt wiederholt in diesem Parlament 
diskutiert. Eine der Forderungen, die immer wieder erhoben 
wurden, war die Verkleinerung der Gremien. Es hieß, mit 
einer Verkleinerung könne die Effizienz wesentlich gestei 
gert werden. Die Belastung der Hochschullehrer und auch 
der übrigen Mitglieder der Hochschulen in den Gremien 
könne vermindert werden. Wir haben wohl alle gemeinsam 
die erstaunliche Erfahrung gemacht, daß nunmehr, wo ein 
entsprechender Vorschlag auf dem Tisch liegt, nahezu alle 
Betroffenen sich einig sind, nunmehr alles beim alten zu 
lassen, das heißt also, die Verkleinerung nicht durchzu 
führen. Ich meine, daß man den Wunsch der Betroffenen 
sehr ernsthaft noch einmal prüfen muß, daß man aber auch 
den Erfahrungssatz berücksichtigen sollte, daß Gewohnheit 
so eine Art zweite Schwerkraft ist. Ich freue mich, daß Sie 
nicken, Frau Dr. Besser. Wir sollten sehr sorgfältig über 
legen, wie weit wir einem einheitlichen Votum der Be 
troffenen folgen oder nicht doch versuchen, der Trägheit 
entgegenzuwirken und die vorgesehene Verkleinerung 
durchzuführen. 
Drittens möchte ich einige Ausführungen zu dem Pro 
blem machen, das aus meiner Sicht wohl nicht das wichtig 
ste bei diesem Gesetz ist, aber wohl auch zu den schwieri 
gen, sehr schwierigen gehört, nämlich der Frage, wie die 
Gesamtvertretung der Studenten geregelt werden kann. 
Herr Senator Dr. Glotz hat schon aus seiner Sicht auf Not 
wendigkeiten für die Wiedereinführung einer Studenten 
schaft hingewiesen. Ich füge noch hinzu, daß ja auch das, 
was wir ursprünglich im Berliner Universitätsgesetz 1969 
hatten, nämlich eine echte starke Mitbestimmung der Stu 
denten, aufgrund der Gerichtsurteile nicht mehr vorhanden 
ist und von daher auch ein Zwang vorhanden ist, die stark 
zurückgedrängte Mitbestimmungsmöglichkeit der Studen 
ten in anderer Weise wieder zum Tragen zu bringen. Die 
Probleme, die dabei auftreten, liegen auf der Hand. Sie 
wissen, daß die Gerichte eindeutig entschieden haben, daß 
eine Studentenschaft über kein allgemeinpolitisches Mandat 
verfügen kann. Sie wissen andererseits auch, daß gerade 
von den Betroffenen dem Staat und auch dem Parlament 
gern eine mangelnde Glaubwürdigkeit unterstellt wird. Die 
jenigen, die zeitlich mit mir studiert haben, wissen, daß 
wir damals in den studentischen Vertretungen eifrig das 
allgemeinpolitische Mandat wahrgenommen haben, sehr 
zur Freude der Gesellschaft. Und Sie wissen auch, daß in 
anderen Bereichen unserer Gesellschaft, in denen es eben 
falls Kammern mit Zwangsmitgliedschaften gibt, etwa 
selbstverständlich akzeptiert wird, daß Wirtschaftspolitik 
so umfassend ist, daß sie auch Aussagen zur Außenpolitik 
erlaubt, trotz einer Zwangsmitgliedschaft in diesen Kam 
mern. 
(Abg. Matthes: Zum Beispiel?) 
— Industrie- und Handelskammer, wenn Sie das Beispiel 
haben wollen. 
(Abg. Matthes; Ist doch Unsinn!) 
— Dann machen Sie das deutlich, was Sie als Unsinn an- 
sehen. Ich kann Ihnen die entsprechenden Dinge aufzeigen. 
Aber gehen Sie einmal in die Universitäten, und machen 
Sie dieses den Studenten klar. Ich glaube, wir tun gut dar 
an, nicht mit zweierlei Maß zu messen, und ich nehme für 
uns alle in Anspruch, daß wir auch dazulemen können und 
auch Gerichtsentscheidungen ein Weg sind, hier für Klar 
heit zu sorgen. Dieses Problem muß gelöst werden. Es muß 
gelöst werden, wie die Finanzen, die eine Studentenschaft 
benötigt, gemäß den Gesetzen verwendet werden; und es 
muß insbesondere das Problem gelöst werden, wie man 
vermeidet, daß Studenten, die in einer Studentenschaft, 
etwa einem ASTA, tätig sind, parallele Arbeit leisten, kon 
kurrierende Arbeit leisten zu den Studenten, die in Gremien 
sitzen, etwa im Senat oder im Kuratorium. All dieses muß 
man sehen, wenn man an die Lösung herangeht. Der Senat 
hat in seinem Gesetzentwurf drei Möglichkeiten angedeutet. 
Wir werden dieses auch im Rahmen der Anhörung noch 
einmal sehr sorgfältig zu prüfen haben. 
Ich möchte kurz noch auf die Frage des Verhältnisses 
von Hochschulen zur Gesellschaft elngehen, und zwar 
exemplarisch am Beispiel des Kuratoriums. Diese Berliner 
Spezialität — das sagte ich schon — möchten wir gern bei 
behalten. Wir haben dort nach jetziger Auffassung so in 
etwa ein Pari-parl zwischen Staat und Hochschule, wobei 
dies nicht genau stimmt, weil auf der staatlichen Seite ja 
die Abgeordneten sitzen und auch die Hochschule keines 
wegs homogen ist. Dies hat sich in etwa so eingeführt; aber 
nun der Vorschlag, das Kuratorium durch die Zuwahl von 
vier weiteren Mitgliedern, zwei von der Arbeitgeber-, zwei 
von der Arbeitnehmerseite, zu ergänzen. Der Ansatz ist 
richtig, gesellschaftspolitisch zu einer größeren Verklam 
merung zu kommen, ist sehr notwendig und begrüßens 
wert. Ob es in dieser Art und Weise funktioniert, muß 
— auch gerade in einer Anhörung mit den Betroffenen — 
noch einmal geprüft werden. Auf keinen Fall erreichen 
wir das Ziel, wenn wir — ich sage es einmal so — Multi 
funktionäre im Kuratorium haben, die zwischen sechs 
anderen Sitzungen zu einer siebenten Sitzung auch noch 
ins Kuratorium gehen. Wenn das funktionieren soll, dann 
brauchen wir dort Mitarbeiter, die bereit und in der Lage 
sind, Zeit zu investieren, um in der Tat die notwendige 
Verklammerung zwischen Staat, Gesellschaft, Hochschulen 
zu verbessern. 
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