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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1931 (Public Domain)

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fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1931 (Public Domain)

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Periodical

Other:
Preussen / Ministerium der Öffentlichen Arbeiten
Title:
Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u. Staatsbehörden / hrsg. im Preußischen Finanzministerium
Other titles:
Centralblatt der Bauverwaltung
Zentralblatt für Bauverwaltung
Publication:
Berlin: Ernst 1931
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2008
Dates of Publication:
1.1881 - 51.1931(8.Apr.)
ZDB-ID:
2406062-8 ZDB
Succeeding Title:
Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1915
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibiothek Berlin, 2008
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14286575
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 50

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1931 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Rednerliste
  • Sitzung 1, 8. Januar 1931
  • Sitzung 2, 15. Januar 1931
  • Sitzung 3, 22. Januar 1931
  • Sitzung 4, 29. Januar 1931
  • Sitzung 5, 5. Februar 1931
  • Sitzung 6, 10. Februar 1931
  • Sitzung 7, 12. Februar 1931
  • Sitzung 8, 19. Februar 1931
  • Sitzung 9, 26. Februar 1931
  • Sitzung 10, 5. März 1931
  • Sitzung 11, 17. März 1931
  • Sitzung 12, 19. März 1931
  • Sitzung 13, 24. März 1931
  • Sitzung 14, 26. März 1931
  • Sitzung 15, 9. April 1931
  • Sitzung 16, 14. April 1931
  • Sitzung 17, 21. April 1931
  • Sitzung 18, 7. Mai 1931
  • Sitzung 19, 8. Mai 1931
  • Sitzung 20, 21. Mai 1931
  • Sitzung 21, 3. Juni 1931
  • Sitzung 22, 5. Juni 1931
  • Sitzung 23, 18. Juni 1931
  • Sitzung 24, 2. Juli 1931
  • Sitzung 25, 3. Juli 1931
  • Sitzung 26, 6. Juli 1931
  • Sitzung 27, 7. Juli 1931
  • Sitzung 28, 8. Juli 1931
  • Sitzung 29, 9. Juli 1931
  • In dieser Woche findet keine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung statt. Berlin, den 25. September 1931. Ausschußsitzungen der nächsten Woche
  • Sitzung 30, 10. September 1931
  • Sitzung 31, 17. September 1931
  • Sitzung 32, 24. September 1931
  • Sitzung 33, 15. Oktober 1931
  • Sitzung 34, 22. Oktober 1931
  • Sitzung 35, 29. Oktober 1931
  • Sitzung 36, 5. November 1931
  • Sitzung 37, 12. November 1931
  • Sitzung 38, 19. November 1931
  • Sitzung 39, 26. November 1931
  • Sitzung 40, 3. Dezember 1931
  • Sitzung 41, 17. Dezember 1931

Full text

598 
Außerordentliche Sitzung am 3. Juli 1931. 
ganze ökonomische Unterbau der kapitalistischen 
Wirtschaft ins Rutschen kommt, wenn unten die 
Quadern anfangen, aus dem Bau herauszufallen, 
auch der ideologische Überbau, die Dachziegel und 
schönen Spitzen, die Sie daraufgesetzt haben, an 
fangen zusammenzukrachen. 
(iStadtv. Riese: Schön, gebildet!) 
— Herr Kollege Riese, Sie brauchen sich nur 
dieser Versammlung zu zeigen, und man wird 
sehen, daß Sie ein Muster von Bildung sind —, 
(Stadtv. Riese: Ich bin ja kein Schullehrer!) 
— und der Etat dieses Hauses sieht nämlich 
genau so aus, wie Sie aussehen. Das ist ein Etat 
pleitegegangener politischer Parvenüs, weiter 
nichts. 
(Beifall bei den Kommunisten.) 
(Vorst. Haß: Herr Kollege Lange, für diese 
Äußerung rufe ich Sie zur Ordnung!) 
Das ist ein Etat, wie er nur von bankrottgegange 
nen politischen Raffkes zusammengestöppelt 
werden kann. 
(Vorst. Haß: Herr Kollege Lange, ich rufe 
Sie für diese Äußerung zur Ordnung und 
mache Sie auf die geschäftsordnungsmäßigen 
Folgen aufmerksam! Ich werde eine solche 
Äußerung nicht mehr durchgehen lassen!) 
([Sehr gut! in der Mitte.) 
(Lärm bei den Kommunisten.) 
(Stadtv. Robinson: Das wirkt bei Lange . 
immer!) 
Die Sozialdemokratie hat es nötig, bei diesem 
Kapitel des Etats ein besonderes Geschrei in 
diesem Hause zu erheben. Wenn jemals eine 
Partei ihren politischen Bankrott nach außen hin 
bemerkbar machen konnte, wenn jemals eine 
Partei es nötig hat, auf Errungenschaften noch 
stolz zu sein, dann ist es gerade diese Partei. Nur 
ihr hat es die werktätige Bevölkerung zu ver 
danken, wenn in diesem Jahr überhaupt solch ein 
Etat vorgelegt wird, denn die Sozialdemokraten 
sind jahrelang die Verantwortlichen in diesem 
Hause hier gewesen, und sie sind heute noch die 
Verantwortlichen und werden die Verantwortung 
nicht los werden, wenn sie noch so viel krähen. 
Es ist nicht möglich, in den 10 Minuten alles 
das zu sagen, was zu diesem Kapitel „Kunst und 
Bildung“ zu sagen ist. Im ganzen ist dieses 
Kapitel weiter nichts als ein Verlegenheits 
produkt, ein jämmerliches, schäbiges, durchsichti 
ges Feigenblatt, das die eigene Blöße dieser 
Gesellschaft verdecken soll. Es soll so aussehen, 
als wenn noch etwas Kultur in dieser kapitalisti 
schen Gesellschaftsordnung übriggeblieben ist. 
Leider sind wir gezwungen, bereits in diesen 
10 Minuten etliche wichtige Positionen aus den 
späteren Abteilungen herauszunehmen, weil es 
einfach unmöglich ist, in 5 Minuten bei den ein 
zelnen Abteilungen, besonders bei der Abteilung 
„Sonstiges“, in der die wichtigsten Dinge zu 
sammengepreßt sind, zu den einzelnen Dingen 
Stellung zu nehmen, Ich greife als erstes heraus 
die Subvention der Volksbühne durch die Stadt 
Berlin. Auch das ist bezeichnend, daß eine solche 
Einrichtung der Arbeiterschaft, eine solche Er 
rungenschaft der Arbeiterschaft unter sozial 
demokratischer Führung einem derartigen kata 
strophalen Bankrott entgegengeführt worden iss. 
(Sehr wahr! bei den Kommunisten.) 
Denn die Pleite der Volksbühne kommt auf das 
Haupt der Sozialdemokratie. Das Theater, das 
sich zu dem schäbigsten kleinbürgerlichen 
Amüsiertheater herabgewürdigt hat, das von einer 
ausgesuchten Bonzekratie beherrscht wird, meidet 
heute die Arbeiterschaft wie die Pest. 
(Sehr wahr! bei den Kommunisten.) 
Was heute noch auf die Volksbühne schwört, sind 
ebenfalls politische Raffkes, größtenteils kleine, 
mittlere und große Bonzen, die sich mit Hilfe 
ihres Parteibuches in solide Stellungen hinein 
gearbeitet haben, die immer einmal dorthin gehen, 
um sich unterhalten zu lassen und um sich da zu 
amüsieren. Danach sieht das Repertoir dieses 
Theaters und danach sehen auch manche Mit 
glieder aus. Wir verkennen nicht, daß auch die 
wirtschaftliche Krise dazu beigetragen hat, dieses 
Theater in Schwierigkeiten zu bringen, aber bis 
weit hinein in die bürgerlichen Kreise ist man 
sich darüber klar, daß für die Schwierigkeiten 
dieses Theaters, dem ein solches Menschen 
reservoir in Berlin zur Verfügung stand, ,um seinen 
Mitgliederbestand aufzufüllen, nicht die Wirt 
schaftskrise hauptentscheidend ist, sondern der 
geistige Bankrott derjenigen, die dieses Theater 
beherrschen. Wir fordern deshalb: 
„Der Volksbühne ist ohne Zustimmung der 
städtischen ' Körperschaften ein Darlehn von 
insgesamt 675 000 JOYt gewährt worden. 
(Zuruf bei den Sozialdemokraten: ] 
Stimmt nicht!) 
Die Weitergewährung wird von folgenden 
Bedingungen abhängig gemacht: 
1. Wahl des Vorstandes durch Urwahlen der 
Mitglieder, 
2. Wiederaufnahme der Ausgeschlossenen, 
3. Rückgängigmachung jedes Gehaltsabbaues 
der Schauspieler (8 Wochen unbezahlter 
Urlaub), 
4. Wiedereinstellung der entlassenen Schau 
spieler und Aushändigung der Verträge, 
5. Einsetzung einer Kommission von Schau 
spielern und Mitgliedern zur Aufstellung 
eines Spielplans auf proletarischer Grund 
lage. Die Kommission wird durch Urwahlen 
gewählt.“ 
Ferner machen wir unsere Zustimmung ab 
hängig von der Bedingung, daß an die Junge 
Volksbühne, ein junges proletarisches aufstreben 
des Theater, eine Unterstützung von 100 000 M 
gezahlt wird. Sollte unser Antrag abgelehnt > 
werden, fordern wir, daß die 675 000 Mt Sub- ) 
ventionen sofort gekündigt werden. 
Ich möchte ganz kurz noch hinzufügen, daß 
eine der kulturreaktionärsten [Schandtaten in der 
letzten Zeit die Schließung der Kroll-Oper ist, 
eine der wenigen Opern, die sich wenigstens be 
müht haben, zwar noch nicht rein revolutionär, 
aber ein bißchen bürgerlich-fortschrittlich zu 
arbeiten. Die Schließung dieser Oper ist auf 
Befehl des kulturreaktionären Zentrums mit Hilfe 
der Sozialdemokratie und der Volksbühne durch 
geführt worden. 
Eine andere Frage, die unter „Allgemein“ 
noch schnell erledigt werden muß, weil sie nach 
her in den 5 Minuten nicht erledigt werden kann, 
ist die Frage der Subvention des Philharmonischen 
Orchesters. Wir haben nichts gegen die Qualität 
des Philharmonischen Orchesters, wir sind uns 
der Qualität des Philharmonischen Orchesters 
voll bewußt, aber wir sind dagegen, daß die 
Berliner Steuerzahler gut genug dazu sind, dem 
Reich und Staat das Repräsentationsorchester zu 
bezahlen. Wer benutzt das Philharmonische 
Orchester? Reden wir nicht von dem Publikum, 
was dorthin geht: die ausgesuchte Bourgeoisie,
	        

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