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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1890 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1890 (Public Domain)

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Zeitschrift

Sonstige Beteiligte:
Preussen / Ministerium der Öffentlichen Arbeiten
Titel:
Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u. Staatsbehörden / hrsg. im Preußischen Finanzministerium
Weitere Titel:
Centralblatt der Bauverwaltung
Zentralblatt für Bauverwaltung
Erschienen:
Berlin: Ernst 1931
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2008
Erscheinungsverlauf:
1.1881 - 51.1931(8.Apr.)
ZDB-ID:
2406062-8 ZDB
Spätere Titel:
Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
720 Architektur
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1890
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibiothek Berlin, 2008
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14055520
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Nr. 36

Schnellzugriff

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  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1890 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhalts-Verzeichniß des X. Jahrgangs, 1890.
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  • Nr. 50
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  • Nr. 52

Volltext

373 
Herausgegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten. 
4* Jahrgang. Berlin, 6, September 1890. Nr. 36. 
- _ ■ — ■ ^—^—--■—-—■—^—••■^—-—^——^^--—111 i i^ib 
BeduHso: SW. Zimuersttsfee 7 Gesehift*et*lle und Anilin« 4«y Anzeigern! 
W. Wllhelm&trarse 90. knebelst jeden Sonnabend. 
Bezugspreis: Vierteljährlich 8 Mark. Bringerlohn in Berlin 0,75 Mark; bei Zusen 
dung unter Kreuzband oder durch Postvertrieb 0.75 Mark, nach dem Auslände 1,30 Mark. 
WBÄIiTs Antltekei; Personal - Nachrichten. — Nichtamtliches t Versammlung 
des Verbandes deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine (Fortsetzung.) -r Unter 
bringung der Versorgungsnetze im .großstädtischen Straßenbau (Fortsetzung). — 
Weitgespannte Strom- and Tbalbrückeu der Neuzeit (Fortsetzung). — Jndsons Treib- 
weUe. — Vermischtes; Nationaläenkmal für Kaiser Wilhelm 1 in Berlin. — Neue 
Patente. 
Amtliche Mittheilungen. 
Preufsen. 
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem Bau 
rath Heyl, bisher Vorsteher der zu dem Königl, Eisenbahn-Betriebs* 
Amt Cassel (Main-Weser-Baha) gehörigen Eisenbahn-Bauinspection 
in Frankfurt a. M., bei dem Uebertritt in den Buhestand, und dem 
Dom-Banmeister Professor Dr. Beyer in Ulm den Königlichen 
Kronen-Orden TII. Klasse zu verleihen. 
Die Königliehen Regierungs-Baumeister Coqui in Prenzlau, 
Plachetka in Bastenburg, Jende in Cartbaus und Maas in Oels 
sind als Königliche Kreis-Bauinspectoren daselbst angestellt worden. 
Versetzt sind: der Königliche Wasser-Bauinspector Wiesel von 
Zehdecick nach Cassel und der bisher bei den Rheinstrom-Regu- 
Hrungsbauten • beschäftigte Königliche Wasser-Bauinspector Hugo 
Schmidt in Oberwesel in die Wasser-Bauinspector-Stelle in Zehdenick, 
sowie ferner der Eisenbahn-Maschineninspector Hirsch, bisher in 
Saarbrücken, als ständiger Hülfsarbeiter an das Königliche Eisen 
bahn-Betriebs-Amt in Erfurt und der Eisenbahn-Ban und Betriebs- 
iospector Stimm, bisher in Walsrode, nnter Belassnng in der bis 
herigen Beschäftigung beim Bahnbau Hannover-Visselhövede nach 
Hannover. 
Der ehemalige Director der Unterelbeschen Eisenbahn-Gesell 
schaft v. Finekh bei dem Königlichen Eisenbahn-Betriebs-Amte in 
CottbuB ist unter Ernennung zum Eisenbahn - Ban- und Betriebs 
inspector in den unmittelbaren Staatsdienst übernommen worden. 
Der Königliche Regierungs-Baumeister Willert in Saarbrücken 
ist zum Eisenbahn-Bauinspector unter Verleihung der Stelle eines 
solchen bei der Hauptwerkstätte daselbst ernannt worden. 
Den bisherigen Königlichen Regierungs • Baumeistern Oskar 
Queisser in Lübeck und Raphael Schwöers in Essen ist die 
nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste ertheilt worden. 
Nichtamtlicher Theil. 
Redacteore: Otto Sarrazin and Oskar Hofsfeld, 
IX. Wanderversammlung des Verbandes deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine 
in Hamburg vom 24.—28. August 1890. 
(Fortsetzung.) 
Bereits am frühen Morgen herrschte am Montag den 24. reges 
Leben im Empfangsbureau, welches seinen Sitz vom Patriotischen 
Gebäude nach Ludwigs Gesellschaftshauee in St. Pauli verlegt hatte, 
woselbst die Versammlung stattfinden sollte. Die Herren des Orts 
ausschusses, voran Herr Himmelheber, hatten alle Hände voll zu 
thun, um die gewünschten Theilnehmerkarten auszuhändigen und den 
zahllos an sie gerichteten Fragen gerecht zu werden. Gegen 9 Uhr 
war der große Saal, an dessen Hinter wand sich über der Musikbühne 
die Büste des Kaisers zwischen Lorbeerbäumen erhob, etwa zu zwei 
Dritteln gefüllt, ebenso waren die an den Längswänden entlang ge 
führten Emporen dicht besetzt. Am Vorstandstiache, welcher auf 
der Musikbühne errichtet war und zu dessen Seite zwei Rednerpulte 
aufgestellt waren, hatten sich inzwischen die Herren A, Wiebe, 
L. Hagen, Fr, Schwechten» F. Andreas Meyer vom Verbands- 
vorßtande nnd der Verbandsschriftfuhrer Herr Pinkenburg, sowie 
die Herren Kümmel und Bargum als Vorstands-Mitglieder des 
Hambnrgischen Architekten- nnd Ingenieur-Vereines eingefunden. 
Ebenso war der Herr Senator Lehmann, Vorsitzender der Bau 
deputation Hamburgs, als Vertreter des Senats zur Bewillkommnung 
der Versammlung erschienen. 
Um 9 l /i Uhr eröffhete der Vorsitzende des Verbandes, Herr 
Wiebe, die erste allgemeine Versammlung und begrtifste die An 
wesenden unter dem Ausdrucke des Dankes an den Hamburger 
Architekten- und Ingenieur-Verein für seine Verdienste um den Ver 
band im allgemeinen, insbesondere aber dafür, daß er diesen hach 
der weltberühmten, herrlichen Stadt Hamburg geführt habe, welche 
nicht allein der Tagung in ihrem wissenschaftlichen und künstlerischen 
Tbeile eine besondere Weihe verleihe, sondern anch so eigenartige 
Genüsse in Aussicht stelle, wie keine andere Stadt Deutsehlands sie 
zu bieten vermöge. 4>$r Weltstellung Hamburgs habe das deutsche 
Baufach nicht mH* »Afedfcsten seine eigene Weltstellung za danken, 
es sei international und erhaben über alle politischen Strömungen 
der Zeit. Je inhfger und unmittelbarer aber die Beziehungen dieses 
Faches zum Wohlbefinden des Einzelnen und der Familie, zur ge 
deihlichen Entwicklung der politischen Gemeinschaften und der 
Staaten seien, um so mehr sei das, was es thue und leiste, der Öffent 
lichen Beurtheilung ausgesetzt, um so geringer im großen und ganzen 
das Verständnifs für seine Bestrebungen und die Dankbarkeit für 
seine Dienste. Selten vergegenwärtige man sich während des Ge 
nusses der Schönheit oder Zweckmäßigkeit einer baulichen Anlage 
den Namen des geistigen Urhebers derselben, noch gedenke man der 
Fülle der Arbeit, der Schaffenskraft, der persönlichen Aufopferung 
und der Verantwortlichkeit, welche aufgewendet werden mufsten, um 
das hervorzubringen, was man als selbstverständlich hinzunehmen 
gewohnt sei. Während oft genug die Lorbeeren, welche die Ver 
treter des Baufachs errungen, von unberufenen Händen gepflückt 
würden, sei man nur zu sehr geneigt, für bemerkbar gewordene 
Unvollkommenheiten den Architekten oder Ingenieur verantwort 
lich zu machen, ohne zu erwägen, in welchem Mafse deren Thätig- 
keit von äufseren, anfserhalb ihres Einflusses liegenden Umständen 
abhängig sei. Diese immerhin bitteren Erfahrungen hätten zum 
engen Zusammenschlufs des Verbandes nicht wenig beigetragen, ihre 
Gemeinsamkeit schließe die mehrfach versuchte Theilung der Einzel 
vereine und des Verbandes nach den verschiedenen Fachrichtungen 
auch für die Zukunft aus. Allerdings sei das hier vertretene Gebiet 
ein grofses, stets noeb im weiteren Fortschreiten begriffen, und be 
stimmte Zweiggebiete hätten sich als besondere Fächer den Haupt 
fächern angegliedert; aber der Einzelne dürfe den Blick für das 
Ganze und Große nicht verlieren. Denn die Grundlagen, auf welchen 
fußend man in den verschiedenen Gebieten arbeite, seien gemein 
same und für alle Zukunft unerschütterlich. Die „Baukunst“ sei der 
Stamm, welcher seinen Zweigen die Nahrung zuführe. Wie er vor 
tausenden von Jahren geblüht habe, wie er heut so schön und reich 
blühe wie jemals, so werde and müsse er blühen, solange vernünf 
tige Wesen die Erde bewohnen nnd der Begriff der Schönheit nnd 
Zweckmäßigkeit nicht verloren gehe. Den Vertretern der Baukunst 
im neu geeinigten deutschen Vaterlande aber möge stets das Wort 
des Dichtete gegenwärtig bleiben: 
Nur aus der Kräfte schön vereintem Streben 
Erhebt sich wirksam erst das wahre Leben. 
, In diesem Gedanken habe man für die bevorstehenden Arbeiten 
eine Trennung nach den verschiedenen Fachrichtungen nicht ein-
	        

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