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Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved) Ausgabe 45.1928 (Rights reserved)

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Bibliographic data

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Periodical

Creator:
Verein für die Geschichte Berlins
Title:
Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins / Verein für die Geschichte Berlins
Other titles:
Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins
Publication:
Berlin: Mittler 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Dates of Publication:
1.1884 - 60.1943,1; mehr nicht digital.
Note:
Hauptsacht. anfangs: Mittheilungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Haupttitel 51.1934 - 60.1943,1: Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins
Scope:
Online-Ressource
ZDB-ID:
2396602-6 ZDB
Berlin:
B 16 Allgemeines: Heimatforschung, Heimatvereine
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
General Regional Studies
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1928
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Berlin:
B 16 Allgemeines: Heimatforschung, Heimatvereine
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-14647
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins

Issue

Title:
Heft 2
Publication:
, 1928

Article

Author:
Kügler, Hermann
Title:
Die Sage von der Weißen Frau im Schlosse zu Berlin
Language:
German
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved)
  • Ausgabe 45.1928 (Rights reserved)
  • Title page
  • Inhalt
  • Ausgabe 1928,1 Heft 1
  • Ausgabe 1928,2 Heft 2
  • Die Sage von der Weißen Frau im Schlosse zu Berlin / Kügler, Hermann (Rights reserved)
  • Emil Jacobsen (Doktor Havelmüller) / Momber, Wilhelm (Rights reserved)
  • Bücherschau (Rights reserved)
  • Mitteilungen des Vorstandes (Public Domain)
  • Veranstaltungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Public Domain)
  • Ausgabe 1928,3 Heft 3
  • Ausgabe 1928,4 Heft 4

Full text

79 
gehoben worden ist, Eigenschaften, die andre weiße ihren Kindern zurückkommen und sie betreuen, als lebte 
Frauen auf andren Schlössern, ja Häusern, Gehöften sie noch -- wie es die Weiße Frau mit Peter Wok tat, 
und im Freien auch haben. Richard Kühnau hat dies oder die verstorbene und begrabene Frau des Edel- 
gezeigt (sieh Anm. 4a und „Über Weiße Frauen und mannes in Passau, die ihn in weißen Kleidern besucht, 
die symbolische Bedeutung der weißen und schwarzen bei ihm bleibt und ihm Kinder gebiert, bis er troß seines 
Farbe“ in: Mitt. der Schlesischen Gesellschaft für Bolks- VBersprechens doch wieder flucht und sie nun zum zweiten 
kunde“ Bd. 15 (1913), S. 186-207) und danac< Gustav Male stirbt136), So kehrt der tote Wilhelm in Bürgers 
Jungbauer (sieh Anm. 4). Sie erscheint z. B. in Hohen“ „Lenore“ zurü>k, um sich die Braut zu holen. „An der 
Lu>kow, wenn ein Bassewiß sterben soll, und trägt dort thüringischen Sage vom wandernden Geist der Frau 
ebenfalls einen Schlüsselbund in der Hand. Sie zeigt Weber wird deutlich sichtbar, wie sich aus der „schloh- 
sich in der Familie des Fürsten von Fürstenberg, im weißen Erscheinungsform der Leiche das Motiv von 
Sorauer Schloß, in Bielau bei Neiße, im Schlosse zu der weißen Frau entwickelt.“ Aber auch das weiße 
Trachenberg u. v. a. m. Auch in bürgerlichen Familien. Leichenhemd hat eingewirkt. Weiß wird die Farbe 
Auf dem Zossener Gute im Bogtlande ohrfeigte sie abgeschiedener Seelen, die der Trauer. Auf dem 
einen alten Oberförster, der sie erschießen wollte; mit Kupferstiche von der Leichenprozession des Großen 
Kettengerassel spukt sie im Köstriger Schloß, und wie Kurfürsten trauern noch damals alle Damen in weißer 
die Orlamünderin geht sie in Hanerau im Freien um Kleidung?37). Auf die schwarze Färbung der Weißen 
zwischen der Kirche und dem Gehege, das sie einst Frau hat die nordische Totengöttin Hel, die schwarz 
dur< einen Meineid der Hademarscher Kirche abge- und weiß gefärbt ist, sicherlich auch nicht eingewirkt 38). 
stritten hatte. Sie spendet Schäße im Schlosse zu Leipa Wir haben es ja bei unsrer Sage, worauf schon hinge- 
in Nordböhmen, wo sie wie Rübezahl Blätter verteilte, wiesen worden ist, offenbar überhaupt nicht mit einer 
die sich nachher in eitel Gold verwandelten. Freilih echten Bolkssage zu tun, sondern mit einer =- beinahe 
wird man einwenden können, daß in bürgerlichen Kreisen möchte man sagen: theologischen Kunstsage, aus der 
von einer Ahnfrau nicht gesprochen wird, sondern oft nur noch alter Bolksglaube durchbli>t. Aus der kirch- 
nur von einer verstorbenen Angehörigen, und daß lichen Vorstellung vom Teufel stammt die schwarze 
ferner hier Sagenübertragung vorliegen mag; denn Farbe der Weißen Frau: wir haben gesehen, daß die 
diese Sagen sind alle im 19. Jahrhundert aufgezeichnet Frage erörtert worden ist, ob sie in seligem Zustande 
worden; doch reichen viele weiter zurük. Sie lassen und ein guter oder ein böser Geist sei. Böse Geister 
sich leicht vermehren, und es gibt auch Belege aus aber sind ganz oder zum Teil schwarz!3?)), Aus der 
früheren Jahrhunderten ; sie zu sammeln ist jedem leiht gemischten Färbung ergibt sich, ob der Geist noch er- 
gemacht, der sich einmal die Muße nimmt, den „Deut- lösungsfähig ist oder nicht, und einen Einfluß der 
ichen Sagenschatz“ durchzusehen, den Paul Zaunert bei Erlösungsvorstellung haben wir 3. B. bei Slawata 
Eugen Diederichs in Jena herausgibt ; oder den „Deut- gefunden, wenn dort auch gesagt wird, ein gewisser 
schen Sagenschaß“ bei Eich blatt in Leipzig-Gohlis; oder Geistlicher habe ihn betrogen; noch bei Jung-Stilling 
Friedrich Rankes Deutsche Bolkssagen bei Bek in findet sich die schon früher geäußerte Bermutung, der 
München (in dem von Friedrich von der Leyenheraus- Grund für ihr trauriges Umherpilgern sei in ihrem 
gegebenen Deutschen Sagenbuch, Bd. 4). Zusammen- unversöhnten Gemüt und bitteren Groll gegen ihren 
fassend aber wird man Jda Naumanns Artikel „Ahnen- Gemahl zu finden! „Könnte sie den Quell der Liebe 
glaube“ und „Fylgienglaube“ im „Handwörterbuch des in sich eröffnen, so wäre ihr bald geholfen, denn ihre 
Deuts<en Aberglaubens“ (hg. von Hoffmann- übrigen Eigenschaften, besonders ihre Wohltätigkeit, 
Krayer und Bächtold - Stäubli bei Walter lassen mich hoffen, daß sie dereinst werde zu Gnaden 
de Gruyter) befragen. Es sind eben die wiederkehrenden angenommen werden.“ In dieser durch keinen kritischen 
Toten. Bon dem Glauben an sie hat sich die Sage von Berstand getrübten Äußerung eines blindgläubigen 
unsrer Weißen Frau abgesproßt, und zwar unter „ge“ Katholiken offenbart sich also noch ein Teil dessen, was 
lehrtem“ theologischem Einfluß; aber allgemein primi- wir mit einem falschen Worte als Aberglauben be- 
tiver Glaube leuchtet noc< hindurch. Es ist der Glaube zeichnen; denn auch er ist ursprünglich ein sinnvoller 
an denlebenden Leichnam, den schon der Germane hatte, Glaube gewesen, ein Ausdru> für das Ringen des 
weil er sich selber nicht in Leib und Seele gespalten sah. menschlichen Geistes und Herzens um die Erkenntnis 
Aber für den heutigen Bolksglauben wird schon rein ge<- der geheimnisvollen Mächte, die unsichtbar und doch 
schichtlich ein Fortleben des Einflusses altgermanischer wahrnehmbar um uns und über uns unerforschlich 
Religion äußerst unwahrscheinlich. Das Christentum ist walten -- in letter Hinsicht um die Beantwortung der 
auch auf deutschem Boden schöpferisch in mythologisc<em bangen Frage: „Weh, was ist Gott?“ Religion im 
Sinne gewesen, und was etwa aus dem germanischen weitesten Sinne ist jeder Drang des Menschen nach 
Schiksals- oder Schukgeisterglauben, der damalsnoch eng einer Bindung mit dem Überirdischen, und die Wissen- 
mit dem Tierglauben zusammenhing, übrig geblieben schaft von der Volkskunde zeigt auch hierin die Beständig- 
ist, hat durch das Christentum ein gänzlich andres und keit des ewig Primitiven: auch „das <hristliche Dogma 
neues Gesicht bekommen. Es hat sich weite Gebiete trägt neben der Seele, ohngeachtet alles inneren Wider- 
der Volkssage erobert, ihr seinen Stempel aufgeprägt spruchs, den verklärten, d. h. die Berwesung über- 
und so gewissermaßen neuen Wein in alte Schläuche windenden Leib als altes primitives Requisit mit 
gegossen -- in diesem Sinne gibt es immer von neuem sich“240), Der Totenglaube ist in der Tat der mächtigste 
eine Bielgötterei133), Daher kann die tote Mutter zu Antrieb und der wichtigste Bestandteil dieser religiösen
	        

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