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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 15.1889 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 15.1889 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Verein für die Geschichte Berlins
Titel:
Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins / Verein für die Geschichte Berlins
Weitere Titel:
Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins
Erschienen:
Berlin: Mittler 1943
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Erscheinungsverlauf:
1.1884 - 60.1943,1; mehr nicht digital.
Fußnote:
Hauptsacht. anfangs: Mittheilungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Haupttitel 51.1934 - 60.1943,1: Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins
Umfang:
Online-Ressource
ZDB-ID:
2396602-6 ZDB
Berlin:
B 16 Allgemeines: Heimatforschung, Heimatvereine
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1912
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Berlin:
B 16 Allgemeines: Heimatforschung, Heimatvereine
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-14483
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Veröffentlichungen des Vereins für die Geschichte Berlins

Ausgabe

Titel:
No. 12
Erschienen:
, 1912

Aufsatz

Titel:
Die Tausendste Versammlung
Sprache:
Deutsch
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 15.1889 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 6. October 1888 Nr, 1
  • 13. October 1888 Nr, 2
  • 20. October 1888 Nr, 3
  • 27. October 1888 Nr, 4
  • 3. November 1888 Nr, 5
  • 10. November 1888 Nr, 6
  • 17. November 1888 Nr, 7
  • 24. November 1888 Nr, 8
  • 1. Dezember 1888 Nr, 9
  • 8. Dezember 1888 Nr, 10
  • 15. Dezember 1888 Nr, 11
  • 22. Dezember 1888 Nr, 12
  • 29. Dezember 1888 Nr, 13
  • 5. Januar 1889 Nr, 14
  • 12. Januar 1889 Nr, 15
  • 19. Januar 1889 Nr, 16
  • 26. Januar 1889 Nr, 17
  • 2. Februar 1889 Nr, 18
  • 9. Februar 1889 Nr, 19
  • 16. Februar 1889 Nr, 20
  • 23. Februar 1889 Nr, 21
  • 2. März 1889 Nr, 22
  • 9. März 1889 Nr, 23
  • 16. März 1889 Nr, 24
  • 23. März 1889 Nr, 25
  • 30. März 1889 Nr, 26
  • 7. April 1889 Nr, 27
  • 14. April 1889 Nr, 28
  • 21. April 1889 Nr, 29
  • 28. April 1889 Nr, 30
  • 05. Mai 1889 Nr, 31
  • 12. Mai 1889 Nr, 32
  • 19. Mai 1889 Nr, 33
  • 26. Mai 1889 Nr, 34
  • 1. Juni 1889 Nr, 35
  • 8. Juni 1889 Nr, 36
  • 15. Juni 1889 Nr, 37
  • 22. Juni 1889 Nr, 38
  • 29. Juni 1889 Nr, 39
  • 6. Juli 1889 Nr, 40
  • 13. Juli 1889 Nr, 41
  • 20. Juli 1889 Nr, 42
  • 27. Juli 1889 Nr, 43
  • 3. August 1889 Nr, 44
  • 10. August 1889 Nr, 45
  • 17. August 1889 Nr, 46
  • 24. August 1889 Nr, 47
  • 31. August 1889 Nr, 48
  • 7. September 1889 Nr, 49
  • 14. September 1889 Nr, 50
  • 21. September 1889 Nr, 51
  • 28. September 1889 Nr, 52

Volltext

272 
„Hätt' vieles »och zu wünschen, mein Herr Statthalter," 
erwiderte der Delinquent schnell lind lebhaft. „Hört mich, ob 
Ihr das Eine oder Andere mir gewähren wollet! 
Möchte mein Weib und meine Kinder gern noch eininal 
sehen nnd sie zli trösten suchen, dieweil sie bleiben in der 
jammervollen Welt, — nach mir, — allein und schutzlos. 
Möchte sodann, daß Ihr die Summe, die bereit liegt, — 
400 Thaler, — meiner armen Gattin zahltet. Ich hab' nicht 
Geld noch Geldeswerth gesammelt; es ist nicht wahr, was I 
der von Knesebeck gesagt, daß ich ein reicher nnd zugleich ein 
harter Mann sei! Hätte Euch gerne wahrlich nicht gedrängt 
zur Tilgung ßurcr Schuld, Ihr Männer von Berlin und Kölln! 
Es war die eigne 'Noth, die mich auf meinen Schein bestehen 
ließ. Deshalb mein Ingrimm gegen Wedigcn, der mein ge 
treues Brandenburger Herz so schwer beleidigt hatte. Gebt 
Ihr der armen Frau von Hake und meinen Waislein nicht, 
was ihnen zukommt, so treibt Ihr sie auf Pfade der Ver- j 
zweiflung. Ich bitt' Euch: thut es nicht! 
Zum Dritten aber möcht' ich sagen: ,Nehmet mir nicht 
die rechte HandJ — sie ward im Dienste Brandenburgs nie 
lässig oder schwach befunden. Den Degen in der Faust hab' 
ich für Euch gestritten, Ihr Männer von Berlin nnd Kölln: laßt 
mich zum Tode geh'n mit heilem Leib, — nicht wie 'nen 
Ehrlosen, an Haut und Haar geschändet! 
Uild weiter: mir lvüthct Feuer in der Kehle, seitdem ich 
cs erfahren, wie man den guteil, alteil Ehrennamen mir hinter- j 
rücks geschmälert hat. Reichet mir 'ne Kanne guten Bieres! 
Danii will ich mich mit meinem Gott berathen. Wollt Ihr 
mir einen Pfaffen senden, so schickt mir den voin heil'gen 
Geiste; — das ist ein Mann, der tapfer ist und wahrhaft 
srvnim zugleich! El' wird ein wenig Mitleid mit mir haben! 
Und endlich: Wenn es zum Letzten geht, so sagt dein 
Meister Hans, oder wie sonst der blut'ge Richter bei Euch 
heißt, daß er den Streich führe mit starkem Arm lind sicherm 
Auge. DaS ist es, was ich noch zu sagen hätte." — 
Wie er so frei und kühnlich sprach, von den Schrecken 
des ihm bevorstehenden, gewissen Todes kaum berührt, da ! 
konnten sie ihre Theilnahme ihm nicht versagen. Auch der 
Graf Schwartzenberg legte jetzt Fürsprache für ihn ein. „Ge- 
richtsherr", sprach er, „ist freilief) der Rath zu Kölln. Wohl 
aber möchte ich für den Verbrecher bitten, daß man in 
Gnaden ihm gewähre, was er jetzt gefordert. Und Du, Hans 
Jürgen Hake, stirb als Mann!" — Der Rath von Kölln 
willfahrte dem Statthalter. 
Es hätte jener zuletzt allsgesprochenen Mahnung nicht 
bedurft. Der Edelmann war eine jener ungebändigten Na 
ture», an wclchcii grade das Geschlecht derer von Hake mit 
den drei schwarzeil Gemshörnern im silbernen Schilde sich so 
reich erwiesen hat, — Naturen, die in sich allein das Maß 
der Dinge zu suchen und ihren eigenen Weg zu gehen pflegten, 
ganz ohne Rücksicht darauf, ob er zum Heil hinführe oder 
zum Verderben. Der Magister Johannes Rösner vermochte 
den starren Landsasien anfangs durchaus nicht zu überzeugen, 
daß er überhaupt Unrecht gethan habe; die Lehre, daß man 
Gott jedwede Rache überlassen inüsie, prallte von diesem harten, 
auf die schroffen Rechtsanschauungen der Altvordern sich stützen 
den Gcnlüthc güilzlich ab. „Er mußte sterben", sprach er 
düster, „nachdem er mich beim alten Knesebeck verleumdet 
hatte". — Erst als der Geheime Rath es dein Gefangenen 
versichert hatte, daß der Bürgermeister voll Kölln ihn liicht im 
mindesten verdächtigt hatte, — erst als seine Gattin und seine 
Kinder den Kreishanptmann im Gefängnisse des Rathhauses besucht 
hatten, und er selbst bei kühlerem Blute das unermeßliche 
Elend zu überschaueil vennochte, welches er in seinem Jähzorn 
und beleidigten Ehrgefühle über zwei Familien gebracht hatte, 
schmolz die Eisrinde seines Herzens. „Ja", sprach er endlich, 
— „könnt es geschehen, so möchte ich wohl ein wenig länger 
noch bei Euch verweilen. Allein mit einer Blutschuld auf 
dem Haupte, — nein, nein; 's ist doch wohl besser, daß ich 
sterbe!" — 
Die Frau von Hake, eine Landedelftau, wie sie damals 
fast alle waren, ohne höhere Bildung, aber starkherzig, hoch 
sinnig, wirthschaftlich tüchtig und ihrem Junker von ganzem 
Herzen zugethan, eine Schlabbrendorf aus Dalem, küßte 
den Gatten beim Abschiede und hieß ihn gutes Muthes sein. 
„Noch gebe ich nicht alle Hoffnung auf!" sprach sie, als sie 
das düstere Geinach verließ. 
„Was willst Du thun?" ftagte ihr Gatte. 
„Laß' mich nur handeln!" rief sie dem Gefangenen zu. 
„Um Gottes willen, — bitte nicht für mich bei Schwartzen 
berg : Du weißt, er haßt mich tödtlich, weil ich einstmals mein 
liebes Machenow ihm nicht verkaufen wollte." 
Die wackere Edelftau aber ging; sie begab sich nach dem 
Hause des getödteten Bürgermeisters; ihre Kindlein folgten ihr. 
„Magister Rösner sagte mir", so sprach sie, als sie der Wittwe 
und der Tochter des Erstochenen gegenübertrat, „Ihr wäret 
güt'ge Frauen. Viel freilich ist's, was ich von Euch verlange. 
Ihr sollt mir bitten helfen bei der Gräfin Anna Katharina, 
daß sie den Statthalter vermöge, meinen Herrn, der jetzt die 
schwere That auf's Herzlichste bereut, ins Ausland nur zu 
senden, auf daß den armen Kindern doch ein Vater bleibe. 
Frau Bürgermeisterin und Ihr, viel ehr- und tugendsame 
Jungfrau, — ich weiß, was Ihr gelitten habt. Der Herr 
Magister aber meinte, daß Euch grade dieser große Schmerz, 
den Ihr zu tragen habt, barinherzig inachen würde gegen inein 
und meiner Kinder tiefes Elend." 
Wie sie so dastand, schlicht, treu und wahr, die ernsten 
Züge von tiefein Leide vergeistigt, da konnte die Frau Wedigen 
nicht anders: sie umarinte schluchzend die Gattin des Mörders 
ihres Eheherrn. Johanna zog die weinenden Kinder Hake's 
an sich; sie streichelte deren flachsblonde Scheitel und nahm sie 
liebreich auf den Schooß. Frau Wedigen konnte sich freilich 
in die Größe des Opfers, welches sie bringen sollte, nicht 
sofort hineinfinden, Johanna aber sprach: 
„Schon ehe Ihr kämet, Frau von Hake, hatte ich mich 
fest entschloffen, das zu thun, was Ihr von uns erbittet. Ich 
fteue mich, daß Herr Johannes Rösner billigt, was das Herz 
mir selbst gerathen. Kommt denn sogleich! Das Blut 
Eures Gemahls weckt ihn nicht wieder auf, der unser Alles 
einst gewesen." 
„O Gottes Segen über Euch, Johanna Wedigen!" rief 
hocherfreut die Frau von Hake. 
Sie eilten nach dem Schlöffe. Der Graf von Schwartzen 
berg hatte in dem Altanzimmer einige der Geheimen Räthe 
versammelt; der Obrist von Rochow und einige seiner Offiziere, 
sowie die Gräfin Anna Katharina wohnten der Sitzung bei. 
Mt rührenden Worten erbat Johanna Wedigen dem Mörder 
ihres Vaters Gnade. Vergebung ihm und mir!'" so
	        

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