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Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 16.1914 (Public Domain)

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fullscreen: Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 16.1914 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Architekturwelt : Zeitschrift für Baukunst, Malerei, Plastik und Kunstgewerbe der Gegenwart
Publication:
Berlin 1919
Dates of Publication:
1.1899 - 21.1919
ZDB-ID:
2264139-7 ZDB
Succeeding Title:
Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1914
Language:
German
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9148058
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing

Issue

Title:
H. 2

Contents

Table of contents

  • Berliner Architekturwelt (Public Domain)
  • Ausgabe 16.1914 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • H. 1
  • H. 2
  • H. 3
  • H. 4
  • H. 5
  • H. 6
  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9
  • H. 10
  • H. 11
  • H. 12

Full text

45 
6 
REINHOLD KIEHL.f 
Zum dritten Male innerhalb weniger Monate hat der dunkle, rätselvolle, bittere Tod 
einen aus unseren Reihen geholt, der noch im besten, kampfes- und schaffensfrohesten 
Alter stand, der noch keine Müdigkeit spürte und noch viel vor sich zu sehen meinte, 
ob er zwar schon ein gut Stück Arbeit geleistet und Anerkennung geerntet hatte: Auf 
Julius Habicht und William Müller ist nun Reinhold Kiehl gefolgt* 
Tretet mit mir, Berufsgenossen, gesenkten Hauptes an sein frisches Grab: Ich weiß, 
Ihr fühlt mit mir, daß eine besondere Tragik um diesen plötzlichen Tod webt. Ihm war 
es vergönnt, in jungen Jahren den Namen unserer Nachbarstadt Neukölln, die bisher 
jedem nur als Freudlose, rußige Industrie- und Arbeiterstadt gegolten hatte, in die Tafeln 
der Baugeschichte einzugraben. Das Rathaus, das er hier geschaffen, das Elektrizitäts 
werk, die Ausgestaltung des Friedhofes und eine Reihe von Schulen —: es sind Bauwerke, 
die dauernden Kunstwert besitzen und sich weit, weit erheben über das, was sonst 
durchschnittlich Kommunalbehörden zu schaffen pflegen. Wer es weiß, wieviel Wider 
stände gerade der Kommunalbeamte oft zu überwinden hat, wenn er künstlerisch schaffen 
will, der wird Reinhold Kiehls Leistungen doppelt zu würdigen wissen. Seine Arbeiten 
fanden auch allenthalben die verdiente Anerkennung, und diese, verbunden mit dem 
Zauber einer schlichten und liebenswürdigen Persönlichkeit, ebneten ihm für seine 
weiteren künstlerischen Absichten die Wege. 
Nun suchte er ein größeres Feld der Betätigung. Er wurde zum künstlerischen 
Beirat beim neu geschaffenen Verbände Groß-Berlin erwählt. Eine gewaltige, schöne, 
lockende Aufgabe lag vor ihm: Dem Konglomerat von Städten und Ortschaften, die wir 
Groß-Berlin zu nennen uns gewöhnt haben, sollte er die städtebauliche Schönheit wieder 
gewinnen, die ihm in allzu raschem Wachstum, in allzu stürmischer Entwicklung ver 
loren gegangen war. Und mit der Schönheit sollten gesundere Wohn- und Lebens- 
bedingungen für die Millionen geschaffen werden, die das weite Städtegebiet bevölkern: 
Freiflächen, Spielplätze, Dauerwälder, Licht und Luft für jeden Einzelnen. Mit voller 
Hingabe und Begeisterung hat er sich auf die umfassende Aufgabe gestürzt — und nach 
sechsmonatlicher Tätigkeit, ehe einem weiteren Kreise kund werden konnte, ob und wie 
er sie bewältigen würde, ist er abberufen worden! Ist das schon tragisch, das jähe Hin 
sinken am Beginn eines großen Aufstiegs, so wird sein plötzlicher Tod noch nieder 
drückender und beklemmender dadurch, daß es den Eingeweihteren nicht verborgen 
bleiben konnte, daß er an der Bewältigung der großen Aufgabe zu verzagen begann. 
Mehreren Freunden und Bekannten hat er in den letzten Wochen sein Herz ausgeschüttet 
und bekannt, wie gern er wieder zurück möchte und wie unzufrieden er mit seinen 
Erfolgen und seiner neuen Tätigkeit sei. Die bange Frage läßt einen nicht los: Stand 
sein Tod im Zusammenhang mit seiner Enttäuschung? Hat ihn der stete, aufreibende 
und aussichtslose Kampf in so kurzer Zeit zerbrochen? Man wird es nie erfahren noch 
B.A.W.XVl.s.
	        

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