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Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 14.1912 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 14.1912 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Berliner Architekturwelt : Zeitschrift für Baukunst, Malerei, Plastik und Kunstgewerbe der Gegenwart
Erschienen:
Berlin 1919
Erscheinungsverlauf:
1.1899 - 21.1919
ZDB-ID:
2264139-7 ZDB
Spätere Titel:
Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
720 Architektur
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1912
Sprache:
Deutsch
Dewey-Dezimalklassifikation:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9148143
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen

Ausgabe

Titel:
H. 3

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Volltext

W ir leben im Zeitalter des Spezialisten 
tums* Alle Handwerke und Industrien 
gehen allmählich dazu über, ihre Betriebe auf 
die Herstellung irgendeines Sonderartikels 
einzürichten und diesen zu möglichster Voll 
kommenheit zu bringen; wissenschaftliche 
Berufe sogar zeigen dieselbe Tendenz: Ge 
lehrte, Ärzte, Rechtsanwälte, sie alle spezi 
alisieren sich heute. Da liegt der Gedanke 
nahe, daß auch für die bildende Kunst eine 
solche Verzweigung und Verästelung das 
Zeitgemäße und Richtige sei. Sie wird denn 
auch wirklich immer mehr und mehr zur 
Tat. Wenn noch Lionardo und Raffael fast 
das gesamte Gebiet der bildenden Künste 
und des Bauwesens beherrschten, so hat 
sich die Teilung in Baukunst, Bildhauer 
kunst und Malerei schon seit Jahrhunderten 
vollzogen; die Ingenieurbaukunst hat sich 
dann vor einigen Jahrzehnten von der Archi 
tektur abgetrennt und ist ihre eigenen Wege 
gegangen, die wiederum auf eine weitere 
Verzweigung hinführten. Aber erst in aller 
jüngster Zeit macht sich unter den Archi 
tekten selbst eine immer weitere Spezi 
alisierung bemerkbar. Dieser wirft sich 
ganz auf Warenhäuser, jener auf Kirchen, 
ein anderer beschränkt sich auf den Wohn 
bau, wieder einer auf Inneneinrichtungen 
und so fort* 
Mir will diese Entwicklung für die bildende 
Kunst nicht als das Wünschenswerte er 
scheinen. Eine Spezialisierung, die über 
gewisse, weit gesteckte Grenzen hinausgeht, 
führt unfehlbar zu gewerblicher Routine, 
die mit wirklich künstlerischem Schaffen 
nicht vereinbar ist. Der Künstler, der sich 
auf ein allzu enges Gebiet allein wirft, wird 
dadurch vielleicht ein guter Sachverständiger 
auf diesem Sondergebiet, aber er hört sicher 
lich auf, -ein Künstler zu sein. Eine Sache 
künstlerisch zu behandeln, heißt, sich ganz 
in sie zu versenken und aus ihren besonderen 
Anforderungen und Bedingungen heraus ihre 
äußere Form zu entwickeln. Wenn einem 
Künstler immer dieselbe Aufgabe gestellt 
wird, so ermüdet er selbstverständlich und 
kommt, er mag wollen oder nicht, zu einer 
schablonenmäßigen Behandlung. Nur ein 
steter Wechsel der Aufgabe kann ihm die 
Frische und Elastizität des Geistes bewahren, 
die dazu nötig ist, jede Aufgabe wieder mit 
der ganzen Liebe und Wärme seines Herzens 
zu erfassen und in sich zu verarbeiten. Das 
auftraggebende Publikum ist leider zu sehr 
geneigt, ein solch verderbliches Spezialisten 
tum in der Kunst zu züchten und zu fordern. 
Ein Kirchenbau wird mit Vorliebe dem Archi 
tekten übertragen, der schon viele ähnliche 
Bauten ausgeführt hat, weil man glaubt, dies 
biete am besten die Gewähr, daß er den be 
sonderen Anforderungen dieser Aufgabe ge 
wachsen sein wird- Daß er sich im Gegen 
teil in dieser Richtung schon ausgegeben 
haben kann und daher entweder in die be 
queme, routinemäßige Wiederholung früherer 
Arbeiten verfallen muß oder nur gequält sich 
etwas Neues abringen kann, das den Stempel 
des Erquälten dann ewig sichtbar an der 
Stirne tragen wird — ein solcher Gedanke 
ist wohl dem Mitgliede einer Baukommission 
oder sonst jemandem, der für die Vergebung 
von Bauaufträgen verantwortlich war, noch 
niemals gekommen; und doch kann man 
diese schädliche Wirkung des Spezialisten 
tums auch bei unseren besten Künstlern auf 
Schritt und Tritt verfolgen. 
Ein glückliches Geschick und der instink 
tive Drang nach immer neuen Feldern der 
Betätigung haben Bruno Möhring davor be^ 
wahrt, in die Enge eines solchen Sonder 
zweiges der Kunst zu geraten und darin zu 
ersticken. Die Abbildungen dieses Heftes, 
die eine Reihe bisher unveröffentlichter Ar 
beiten aus den letzten Jahren bringen, zeigen 
die Vielseitigkeit dieser Betätigung. Und sie 
zeigen auch, wie er jede Aufgabe wieder als 
etwas ganz Neues angefaßt und bearbeitet 
hat, so daß die Ergebnisse denn auch mannig 
fach und abwechslungsreich sind. Da ist 
die Kellerei Kays er in Traben an der Mosel 
mit schwerem, wuchtigem Bruchsteinmauer 
werk und einem fröhlichen Dachgarten dar 
auf, dessen originelle Türme und Pavillons 
zu ernster Weinprobe oder zu heiterem Ge 
nuß der schönen Aussicht und der schönen 
Gottesgabe, die hier verzapft wird, einladen. 
Ähnlichen Charakter trägt das Kurhaus 
Wildbad, ebenfalls in Traben; es ist ein 
Flügel, der an ein bestehendes Gebäude an 
gesetzt ist und eigentlich nur Bruchteil und 
Anfang einer geplanten größeren Bauanlage 
darstellt. Dagegen ist die Kreissparkasse 
in Naugard ein preußisch-sparsamer, fast 
nüchterner Nutzbau, der eben nur dadurch 
seinen eigenen Zauber bekommt, daß er 
nicht, wie die meisten seinesgleichen, in der 
dumpfen Luft amtlicher Baubureaus ent 
standen ist, sondern daß sich ein Künstler 
liebevoll in ihn versenkt hat. Die Aus« 
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