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Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 12.1910 (Public Domain)

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fullscreen: Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 12.1910 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Architekturwelt : Zeitschrift für Baukunst, Malerei, Plastik und Kunstgewerbe der Gegenwart
Publication:
Berlin 1919
Dates of Publication:
1.1899 - 21.1919
ZDB-ID:
2264139-7 ZDB
Succeeding Title:
Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1910
Language:
German
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9148061
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing

Issue

Title:
H. 3

Contents

Table of contents

  • Berliner Architekturwelt (Public Domain)
  • Ausgabe 12.1910 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • H. 1
  • H. 2
  • H. 3
  • H. 4
  • H. 5
  • H. 6
  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9
  • H. 10
  • H. 11
  • H. 12

Full text

ALLGEMEINES VON DER ARCHITEKTUR 
AUF DER DIESJÄHRIGEN GROSSEN 
BERLINER KUNSTAUSSTELLUNG. 
Wieder haben Sezession und „Große“ ihre 
Pforten geöffnet, und geschäftig präparieren 
die Kritiken von hundert Zeitungen dem 
kunstverständigen Zeitgenossen aus allen 
Schätzen die Scheidemünze für den ge 
bildeten Kunsttratsch, Soll an dieser Stelle, 
die dem ewigen Urteilprägen so oft ent 
gegengetreten, den hundert Kritiken eine 
hunderterste hinzugefügt werden? 
So nötig es auch gerade für die Archi 
tekturentwicklung scheint, daß Bespre 
chungen über Bauwerke und Baufragen 
von wirklich fachlich vorgeschulten Kräf 
ten erfolgen: gerade die heurige Ausstellung 
drängt viel mehr von den Einzelleistungen 
hinweg zu mehr allgemeinen Betrachtungen, 
deren Erörterung nicht zur Ruhe kommen 
sollte, zu Betrachtungen über das Für und 
Wider einer Beteiligung der Baukunst an 
den großen Kunstausstellungen, 
Selten nämlich ist die Aschenbrödel 
stellung der Architekturabteilung so kalt 
blütig zum Ausdruck gebracht worden 
wie diesmal. 
Gerade weil die Durchschnittshöhe der 
Maler leistungen ungewöh Mich achtun g- 
gebietend ist und weil die Hängekommis 
sion in der Schaffung harmonisch wirken 
der Bildersäle ganz Ungewöhnliches ge 
leistet hat, fällt die Behandlung der Archi 
tektur schier wie ein Bekenntnis auf, als 
ob man’s hinaussagen möchte: sie ist uns 
unsympathisch, nicht zugehörig, diese 
Architekturi 
Drei Räume, die nicht einmal im Zu 
sammenhänge stehen, hat man ihr zuge 
wiesen. Auch von später , sich etwa noch 
auftuenden Räumen mit Musterschöpfun 
gen der Innenarchitektur verlautet diesmal 
nichts. Die alten Truhen und Stühle, die 
aus zwei Sälen Antiquitätenlädchen machen 
wollen, können für angewandte Kunst wohl 
auch nicht zählen. Bleibt also nur noch 
die neue Raumteilung der beiden Front 
säle durch die eingestellten sehr anspre 
chenden, leider nur allzudeutlich die Sur 
rogatschäbigkeit von „Einzugsstraßen-Ar- 
chitekturen“ verratenden Säulenquerhallen 
nach Alfred J.Balcke, dessen großer „Blauer 
Saal“ diesmal, von Bildern freigehalten, 
besonders gut wirkt. Dafür hat man frei 
lich wieder den schönen Möhringschen 
Saal der Schwarzweißkunst zugewiesen, 
wobei dann naturgemäß die Raumwirkung 
infolge der grellen Betüpfelung der Wände 
mit den schwarz-weißen Bildtlecken völlig 
zerstört ist. — Das also ist alles, was von 
der sogenannten „führenden Kunst“ für das 
Allgemeinbild der Ausstellung geschehen — 
durfte. Und was diese führende Kunst 
draußen im Lande schaffen konnte, das 
mußte sich, wie gesagt, in drei beziehungs 
losen Räumen zusammendrängen. 
Von diesen Räumen wird der des Stadt 
battrates von Berlin am meisten den Bei 
fall der Herren „Kollegen von der anderen 
Fakultät“ gefunden haben. Ludwig Hoff- 
manns letzte Werke sind hier in einer 
Reihe riesiger Photographien in einem 
Raffinement der Aufmachung zur Dar 
stellung gebracht, das jeden Zauber der 
Wirklichkeit geradezu noch unterstrichen 
herausholt. So schöne „Bilder“ gehen 
dann dem Laien ebensogut und „ver 
ständnisvoll“ ein, wie Werke des Pinsels 
oder Griffels. Sie ersparen — wenigstens 
scheinbar! — dem Betrachter diejenige 
geistige Arbeit, die vor jedem gezeichneten 
Architekturwerk immer wieder nötig wird 
und die darum auch die Architekturdar 
stellungen niemals populär werden läßt: 
die Übersetzung des Bildes mittels der 
Phantasie in die räumliche Wirkung, 
In der Erkenntnis dieser Schwierigkeit 
für das wirkliche Verständnis baulicher 
Entwürfe hat der Architekt nun zu einem 
Auskunftsmittel gegriffen, das dem Publi 
kum die Reize seiner Kunst näherbringen 
soll: zum Modell. Dieser Weg war ge 
radezu nötig, um die Leute aus den lebens 
vollen Farben und Linien der Bildersäle 
einmal in die kühlen Räume der Archi 
tektur mit den fast hieroglpyhsischen Aus- 
drucksmitteln der Parallelperspektive zu 
locken. Publikum kam denn auch und 
fand dieaeModelle „ganz reizend“. Wenn die 
Baumeister nur stets mit so netten Sachen 
kommen wollten, da könnte man ja natür 
lich sogleich auch mitreden .... Ach ja, 
es zeigte sich eben wieder, daß alle Waffen 
zum Kampfe um höheres Kunstverständnis 
im Publikum recht zweischneidig sind,
	        

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