Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 18.1891 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 18.1891 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Periodical

Title:
Berliner Architekturwelt : Zeitschrift für Baukunst, Malerei, Plastik und Kunstgewerbe der Gegenwart
Publication:
Berlin 1919
Dates of Publication:
1.1899 - 21.1919
ZDB-ID:
2264139-7 ZDB
Succeeding Title:
Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1906
Language:
German
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9143377
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing

Issue

Title:
H. 6

Illustration

Title:
Taf. [6]

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 18.1891 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß
  • No. 1, 8. Januar 1891
  • No. 2, 15. Januar 1891
  • No. 3, 22. Januar 1891
  • No. 4, 29. Januar 1891
  • No. 5, 12. Februar 1891
  • No. 6, 19. Februar 1891
  • No. 7, 26. Februar 1891
  • No. 8, 5. März 1891
  • No. 9, 12. März 1891
  • No. 10, 19. März 1891
  • No. 11, 25. März 1891
  • No. 12, 9. April 1891
  • No. 13, 23 April 1891
  • No. 14, 6. Mai 1891
  • No. 15, 14. Mai 1891
  • No. 16, 28 Mai 1891
  • No. 17, 4. Juni 1891
  • No. 18, 11. Juni 1891
  • No. 19, 18. Juni 1891
  • No. 20, 25. Juni 1891
  • No. 21, 3. September 1891
  • No. 22, 10. September 1891
  • No. 23, 17. September 1891
  • No. 24, 24. September 1891
  • No. 25, 8. Oktober 1891
  • No. 26, 15. Oktober 1891
  • No. 27, 22. Oktober1891
  • No. 28, 5. November 1891
  • No. 29, 12. November 1891
  • No. 30, 19. November 1891
  • No. 31, 26. November 1891
  • No. 32, 3. Dezember 1891
  • No. 33, 17. Dezember 1891
  • No. 34, 30. Dezember 1891

Full text

den Ueberschüssen genommen. Das können wir uns doch nicht ein 
reden, daß irgend jemand deshalb leichtsinnig Gelder bewilligt, weil 
in der Vorlage steht: Diese Ausgabe wird aus den Ueberschüssen des 
vorigen Jahres geleistet. 
M. H.! Wenn Siebedenken, daß, wenn Sie den richtigen Augen 
blick verfehlen, und jetzt den Wassersturz nicht herstellen, und die 
Parzellen verkaufen, das Terrain nie wieder zu bekommen sein wird, 
und daß dann in Berlin keine ähnliche Anlage irgendwo mehr mög 
lich ist, so werden Sie mir zugeben: Die Bürgerschaft und speziell 
alle kunstverständige Leute werden nicht verstehen, wie sich die Kaiser 
stadt diese Gelegenheit hat aus den Händen nehmen lassen, wo sie 
mit verhältnismäßig geringen Mitteln so Großes und Schönes hat 
vollbringen können. 
(Bravo! und Widerspruch.) 
Stadtv. Sachs II: Der Appell, den der Herr Referent an die 
geehrte Versammlung gerichtet hat, ihre Beschlüsse aus großen Ge 
sichtspunkten heraus im Interesse der Stadt zu fassen, findet Wieder 
hall in aller unserer Herzen, aber auch die Minorität, zu der ich mich 
zähle, welche nicht so weit gehen will, den Etat mit Ausgaben dauernd 
zu belasten, die weder wirthschaftlich nothwendig sind, noch der Haupt 
stadt zu einer besonderen Zierde gereichen — 
(Widerspruch.) 
— darüber giebt es doch verschiedene Ansichten; jeder glaubt von sich, 
daß er den besten Geschmack hat; ich glaube es von dem meinigen 
ebenfalls — ich sage: die Minorität kann diesen Appell ebenfalls ruhig 
an sich ergehen lassen, weil sie in dieser Frage ihre Ueberzeugung nach 
bestem Wissen zum Besten der Stadt zum Ausdruck bringt. 
Die Frage wegen des Umfanges des Viktoriaparkes ist bereits in 
erschöpfender Weise von dem Herrn Korreferenten ausgeführt worden; 
für meine Ausführungen ist diese Frage von untergeordneter Be 
deutung; ich habe es lediglich mit dem Wassersturz zu thun. Wie Sie 
über den Umfang des Parkes beschließen mögen, muß ich Ihnen über 
lassen; aber ich muß Sie bitten, diese weder wirthschaftlich noth 
wendige noch irgendwie zweckmäßige Maßregel aus dem Spiel zu 
lassen. 
Trotz der Autorität des Herrn Kollegen Vortmann bin ich noch 
nicht davon durchdrungen, daß es sich hier um eine landschaftliche 
Schönheit handelt, die wir beschließen. Mir ist zweifelhaft, ob der 
Wassersturz in den kleinen Dimensionen irgend welche Wirkung hervor 
rufen wird, wenn man einige Schritte tiefer die Provenienz dieses 
ungeheueren Wassersturzes betrachtet. Ich bestreite, daß Fremde sich 
dadurch angezogen fühlen, und ich bestreite insbesondere, daß diejenigen, 
die sich in dem Parke ergehen wollen — und darauf kommt es gerade 
an — durch den Wassersturz eine Erhöhung ihres Vergnügens erreichen. 
Das ist das Wesentliche; wenn man mich überzeugt, daß unsere 
ärmere Bevölkerung sich besser ergehen wird, weil ein Wassersturz da 
ist, dann bin ich dafür zu haben; davon kann ich mich aber ebensowenig 
überzeugen, wie davon, daß der Wassersturz, wie der Herr Referent 
ausführte, in hygienischer Beziehung besonders wirken würde. 
Da es sich nun weder um eine Zweckmäßtgkeits- noch um eine 
bereits festgestellte Schönheitsfrage handelt, frage ich: welches ist der 
finanzielle Effekt? Es ist das Mittel in Anwendung gebracht worden, 
welches man stets anwendet, wenn man die finanzielle Bedeutung ab 
schwächen will: der Magistrat hat Betriebstage verlangt; der Magistrat 
hat zwölf Stunden verlangt; man hat das subtrahirt und dividirt; 
man spricht nur von sechs Stunden, man spricht nur von 186 Tagen, 
und man bemängelt die angestellte Berechnung des Magistrats von 
26 000 JC- Ich muß sagen, daß ich in diesem Punkte vollständig 
vertraue, daß der Magistrat die Kosten zu Recht aufgestellt hat. Haben 
Sie aber einmal den Wassersturz beschlossen, dann sind Sie verpflichtet, 
diese — gestatten Sie mir den Ausdruck — Spielerei, wie ich es 
nenne, 
(Oh! oh!) 
m. H., ich habe keine andere Bezeichnung dafür. 
(Unruhe.) 
Vorsteher: M. H.! Seien wir tolerant gegen die Minorität. 
(Große Heiterkeit.) 
Stadtv. Sachs II: M. H.! Indem ich die Divinationsgabe 
unseres Herrn Vorstehers bewundere, welcher bereits die Minorität 
und Majorität in diesem Falle kennt, will ich nur ausführen 
Vorsteher: Ich bitte um Entschuldigung, daß ich Sie da 
unterbreche; das war Ihr eigenstes Wort. Sie haben sich als Ver 
treter der Minorität hierher gestellt, und deshalb kann ich das wohl 
auch sagen. 
Stadtv. Sachs II: Dann habe ich anzuführen: wenn Sie ein 
mal den Wassersturz beschlossen haben, wird es nothwendig sein, daß 
Sie ihn 12 Stunden fallen lassen, daß Sie ihn an mehr als 
186 Tagen, an 200, 250 Tagen und noch mehr laufen lassen. Ja, 
m. H, das kann doch für Sie nicht unerheblich sein. 
143 
Der Herr Stadtbaurath hat neulich vor dieser Versammlung mit 
Emphase hervorgehoben, daß Sie wegen einiger Quadratmeter stunden 
lange Debatten führen, weil Sie im Interesse der Stadt wohl über 
legten, ob Sie die Kosten aufwenden können. Nun, m. H., ist es 
ganz gleichgiltig, wie lange der Wassersturz läuft und welche Kosten 
entstehen? Nach meiner Auffassung wird es dahin kommen, daß der 
Etat belastet wird durch eine dauernde Ausgabe, die einen Kapital 
werth von 1 bis 1 Vs Millionen darstellt, und diejenigen, welche diese 
Maßregel beschließen, werden demnächst, wenn an sie das Ansinnen 
gestellt wird, weiter zu erhöhen, nicht mit Rücksicht auf die Finanzlage 
diese Forderung, die vielleicht in einzelnen Punkten berechtigt ist und 
leider nur abgelehnt werden muß im Interesse der Finanzlage, ab 
lehnen können. In einem Zeitpunkt, wo noch so viele Aufgaben der 
Stadt harren, wo wir nicht wissen, ob wir stets diese Ueberschüsse 
haben werden, ist es nicht nöthig, den Etat dauernd zu belasten, und 
ich bitte Sie entschieden, die Vorlage, soweit sie den Wassersturz an 
belangt, abzulehnen. 
Stadtv. Singer: M. H.! Ich werde, trotzdem der Herr Vor 
redner den Plan, den der Ausschuß uns empfiehlt, als „Spielerei" 
bezeichnet hat, trotzdem für diese „Spielerei" stimmen. Ich bin mir 
bewußt, daß mit dieser — um bei dem geschmackvollen Ausdruck zu 
bleiben — „Spielerei" weiten Kreisen der Bevölkerung ein Gefallen 
geschieht; ich bin mir bewußt, daß dieser Wassersturz zur Verschönerung 
der Stadt beitragen wird und daß er auch — was für mich viel 
werthvoller ist — in hygienischer Beziehung unserer Stadt zu Gute 
kommt. Ich bewundere überhaupt, daß die Gegner der Vorlage diesen 
Gesichtspunkt, den ich weitaus für den wichtigsten halte, gar nicht in 
den Bereich ihrer Betrachtungen gezogen haben. 
Was die beabsichtigte Vergrößerung des Parkes anlangt, so habe 
ich in dieser Beziehung mit dem letzten Herrn Vorredner nichts zu 
thun, der seinerseits für die Vergrößerung gesprochen hat; aber was 
die anderen Herren anbelangt, so wird niemand im Zweifel sein, daß 
es im Interesse der Stadt dringend zu wünschen ist, daß so viel als 
möglich Parkanlagen geschaffen werden, die die Lungenflügel — wenn 
man sich so ausdrücken darf — der Stadt darstellen; sie sind die 
Organe, durch die der Bevölkerung die Luft zugeführt wird. Und 
abgesehen davon, daß nach des Tages Arbeit viele Tausende sich dort 
erholen, ist schon der Ozon, der durch diese Parkanlagen geschaffen 
wird, wesentlich in der Lage, die Gesundheitsverhältnisse des betreffenden 
Stadtlheils zu verbessern. Von diesem Gesichtspunkt aus komme ich 
zu dem Entschluß, daß all derjenige Grund und Boden, der irgendwie 
verfügbar ist, für diesen Zweck dem Park zugeschlagen werden muß. 
Ich habe mich außerordentlich gefreut, daß der Magistrat sowohl 
wie der Ausschuß sich dahin entschlossen haben, von diesen Parzellen 
nichts zu verkaufen, sondern sie dem Park zuzuschlagen. Damit bin 
ich mit dem Herrn Korreferenten vollkommen einverstanden, daß an 
einen späteren Verkauf dieser Parzellen nicht zu denken ist, und ich 
würde es auf das Lebhafteste bedauern, wenn dieser Plan vorhanden 
sein sollte oder zur Ausführung käme. Aber es ist dafür gesorgt, daß 
die Bäume nicht in den Himmel wachsen, und ich bin überzeugt: was 
einmal zum Park zugeschlagen ist, das bleibt beim Park und das soll 
auch sein: der Park soll so groß werden, wie möglich; er soll für den 
dortigen Stadttheil Ort der Erholung werden, und das kann er werden, 
namentlich da es sich um eine gegenüber dem Budget der Stadt nicht 
so übermäßig hohe Summe handelt. Wenn ich Ihnen vorrechnen 
wollte, was Sie im Lauf der letzten Jahre — hier möchte ich den 
Ausdruck des Herrn Vorredners gebrauchen — für „Spielereien" aus 
gegeben haben, dann werden Sie mir zugeben, was ich behauptet habe, 
daß das Geld, das jetzt für Parkanlagen verwendet werden soll, diese 
Bezeichnung nicht verdient. 
In Bezug auf den Wassersturz bin ich auch der Meinung, daß 
der gesundheitliche Gesichtspunkt nicht genügend in den Vordergrund 
gestellt ist. Wasser ist das beste Desinfektionsmittel, das existirt. In 
demselben Maße, wie Sie Wasser ausströmen lassen, befreien Sie die 
Luft von Miasmen; in demselben Maße verbesseren Sie die Gesundheits 
verhältnisse der Bevölkerung. Auch von diesem Gesichtspunkt aus kann 
ich dreist behaupten, daß die Ausgabe, die jetzt beschlossen werden soll, 
in der verbesserten Gesundheit der Bevölkerung reichliche Zinsen tragen 
wird. Man wird — es läßt sich ja wahrscheinlich zahlenmäßig nicht 
nachweisen — in der geringeren Belastung der Krankenhäuser, in der 
geringeren Belastung der Gesundheitspflege das wieder herausbekommen. 
Im Uebrigen scheint mir in der That nicht angemessen zu feilt, 
wenn solche Fragen, die, wie ich behaupte, von größeren Gesichts 
punkten als von dem der einzelnen Mark betrachtet werden sollen, 
nicht anders beurtheilt werden, als die Herren Gegner des Antrages 
gethan haben Worüber beschweren sie sich? Sie sagen, Sie wollen 
den Etat der Stadt nicht jährlich mit 40 000 belasten. Unser 
Etat balanzirt mit 76 Millionen Mark. Nun, glauben Sie, daß in 
der Bevölkerung kein Verständniß sein wird für die Auffassung: man 
will den Etat der Stadt Berlin nicht mit einer Summe belasten, die 
doch zur Verschönerung des Parkes beiträgt, daß es den ganzen Park 
erst lebendig macht, und so den Leuten erst Vergnügen macht, ihn oft 
zu besuchen!
	        

Downloads

Downloads

The entire work or the displayed page can be downloaded here in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.