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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 71.1921 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Monografie

Verfasser:
Hennes, Aloys
Titel:
150 Ausflüge in die Umgegend von Berlin / von Aloys Hennes
Ausgabe:
Kleine Ausgabe
Erschienen:
Berlin: Lehmann, [1888]
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Umfang:
85 Seiten
Fußnote:
Kleine Ausgabe aus dessen beiden größeren Werken: 100 Ausflüge in die Umgegend von Berlin ; 32 Ausflüge in die weitere Umgegend von Berlin
Berlin:
B 49 Allgemeine Landeskunde: Umgebung Berlins
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15419869
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 49/18
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Fahrten mit der Potsdamer Bahn in das Potsdamer Gebiet

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 71.1921 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • H. 1-3
  • H. 4-6
  • H. 7-9
  • H. 10-12

Volltext

Schmid, Die Bürgen des deutschen Ritterordens in Kurland, 
221 
der Oberfläche ausgegraben wurden (Mus. Führer 1916, S. 21), 
also ein Reichen, daß die Burgstätte seit den Kämpfen des 
13. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt oder wesentlich ver 
ändert ist. 
Kandau. 
Der Ortsname „Candowe“, wird 1231 zum ersten Male 
erwähnt und 1253 wird Kandau bei der Landesteilung dem 
Orden zugesprochen. 1318, 15. Mai stellt der Ordensmeister 
Gerhard von Jorke in Kandau eine Urkunde aus. 
(Liviäod. Urfaundeabuch I., 104, 105, 248; II, 6G’2.) 
Der Vogt von „Candow u wird 1341 
bei der Amtsübergabe des Goldioger Kom 
turs erwähnt. 
(Ho einig, Geschichte von Goldingen.1,184.) 
Von 1383 an ist die freilich sehr 
lückenhafte Reihe der Vögte namentlich 
bekannt. 
1560 wurde das Gebiet K. her 
zogliches Amt und die Burg Sitz des 
Hauptmanns. 
1605, während des Krieges mit 
Schweden, diente die Burg den kurlän* 
dischen Truppen als Stützpunkt, 1659, 
im 2. schwedischen Kriege, wurde sie 
von den Schweden besetzt. 
Noch bis zur Mitte des 18. Jahr 
hunderts tagte das Hauptmannsgericht 
in der Burg, dann wurde diese verlassen, 
weil sie zu sehr verfallen war. 1840 
wurden die 2,8 m hohen Mauern am 
Südende der Burg abgetragen, weil sie 
die Beisenden auf der Straße nach Mitau 
gefährdete. (K, v. Löwis of Menar 
in den Kurl. Sitzungaber. 1902, S. 192 ff.) 
Kandau liegt am Uferrande des sehr 
breiten Abau-Tales, dort, wo diese sich 
von der westöstlichen Richtung nach 
Norden wendet. Der weite Ausblick in 
die Talebene ist landschaftlich schön 
und mag bei der Auswahl des Platzes, 
der schon zu heidnischer Zeit besiedelt war, mitgesproohen 
haben (Abb. 37). Westlich vom Burghügel fließt ein Mühlenbach, 
der in die Abau fällt, die Süd- und Ostseite sind durch die 
Steilabhänge gesichert, nur im Norden fällt das Gelände 
sanfter ab und hier war der Zugang zur Burg. Das eigent 
liche Haus lag ungefähr in der Mitte auf. dem höchsten Punkte; 
die Auffahrt befand sicli an der Westseite der Burg und führte 
neben dem Hause vorbei, in die an der Südspitze gelegene 
Vorburg. Von dieser aus gelangte man sodann auf einer 
Rampe zur inneren Burg; diese war als Rechteck von 
34,2:31,5 m angelegt, mit etwa 1,7 m starken Außen 
mauern. Das eigentliche Haus war an die Westmauer ge 
baut, 6,6: 38 m im Lichten groß; erhalten sind in niedrigen 
Stümpfen die südliche und westliche Außemnauer und ein 
8,25 m langes Stück der Hofmauer, in der noch ein paar 
Öffnungen kenntlich sind. Die Südmauer hat eine 4,55 m 
breite Lücke, in der wohl das Tor lag. 
Nördlich von dem Hause war ein breiter Parcham, der 
sich in der Geländeform noch abhebt, auch ist ein Teil der 
östlichen Stützmauer erhalten. Hier sind auch die Ansätze 
eines Vorbaues von 3,5 m Breite und 2,8 m Vorsprung er 
halten, wahrscheinlich die Grundmauern eines Treppenturmes. 
Von der Vorbarg, die in zwei Terrassenstufen angelegt war, 
sind die Unterbauten der Stützmauern, und an der Ostseite 
auch diese selbst erhalten. 
Das Merkwürdigste an der Burg ist der Turm, der in 
etwa 25 m Abstand am Ostabhange auf halber Höhe steht. 
Er hat nahezu quadratischen Grundriß, 11,8:11,95 m, und 
ist zwei Geschosse hoch. Die Mauern sind unten 1,75 bis 
1,9, oben 1,5 bis 1,6 m stark. Über 
die ursprüngliche Gestalt der Öffnungen 
läßt sich jetzt nicht urteilen und die 
Innenwände sind durchweg neuere Zutat. 
Der Turm dient als Wohnung und ge 
hörte 1917 einem in der Lüneburger 
Heide beheimateten Deutschen. Nach 
der Lage und Bauart des Turmes darf 
man nicht an einen Bergfried denken, 
und noch weniger an einen Torturm, 
da das Gelände hier stark abfällt; einen 
Wartturm hätte mau auf der höchsten 
Stelle erbaut. So bliebe nur übrig, ihn 
als Danzker zu deuten, da die Lage den 
Danzkerbauten der preußischen Ordens 
burgen entspricht; abweichend ist nur, 
daß hier das fließende Wasser, sei es des 
Burggrabens oder eines selbständigen 
Bachlaufes, ganz fehlt, während auf der 
Westseite ein Bach vorbeifließt. Viel 
leicht enthielt der Turm daher einen 
Tiefbrunnen; die alte Turmsohle liegt 
etwa 15 m unter dem Schloßhofe und 
10 in über der Talsohle; es war hier 
also leichter, einen Brunnenkessel zu 
senken, als von der Spitze des Burg 
berges. Es sei daran erinnert, daß die 
Kapitelsburg in Marienwerder (Westpr.) 
einen stattlichen Danzk über einem 
Seitenarm des Liebeflüßchens hat, der 
tief im Tale steht, während im Hausgraben des Burgberges 
ein zweiter, fälschlich auch als Danzk bezeichneter Turm 
steht, der den Brunnen enthält. ' 
Die Burgmauern sind aus großen Findlingsgraniten ge 
mauert, mit Kalksteinföllstücken; für die Tür- und Fenster 
gewände sind Ziegel von 9 —10:15—: 30 cm Größe 
verwandt. — Am eigentlichen Hause ist vor einigen Jahren 
der Schutt abgeräumt, der Platz geebnet und das Mauer 
werk abgegliohen; Bepflanzung fehlt hier, während sie in der 
Vorburg angelegt ist. Es ist hier in der Ruinenpfiege mit 
Geschick das richtige Maß getroffen. 
Die bürgerliche Ansiedlung vor der Burg war zur Ordens 
zeit ein Hakelwerk und hat erst im 19. Jahrhundert Stadt- 
recht erlangt; das Straßennetz trägt noch vollständig dörf 
lichen Charakter, bemerkenswerte Bauwerke fehlen, abgesehen 
von der Kirche. 
Memel. 
Die erste Memelburg wurde unter dem Landmeister 
Dietrich von GrÜningen erbaut (1242 bis 1245), um die 
Abb. 37. Das Ordenshaus Kandau. 
Lageplan 1:2000.
	        

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