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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

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fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Folia linguistica
Publication:
Berlin [u.a.]: Mouton de Gruyter
Note:
Gesehen am 19.09.07
Scope:
Online-Ressource
ISSN:
1614-7308
ZDB-ID:
2202459-1 ZDB
VÖBB-Katalog:
15137981
Keywords:
Zeitschrift
Classification:
Sprache
Collection:
Sprache
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen

Article

Author:
Liebesman, David
Title:
Ryan Nefdt: Language, Science, and Structure
Publication:
Berlin [u.a.]: Mouton de Gruyter, 2025
Language:
English
Scope:
Online-Ressource
Note:
Kein Open Access
Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet
Classification:
Sprache
URN:
urn:nbn:de:101:1-2510280607409.376018799223
Collection:
Sprache
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1926 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1926
  • Sitzung 1, 7. Januar 1926
  • Sitzung 2, 14. Januar 1926
  • Sitzung 3, 21. Januar 1926
  • Sitzung 4, 28. Januar 1926
  • Sitzung 5, 2. Februar 1926
  • Sitzung 6, 4. Februar 1926
  • Sitzung 7, 11. Februar 1926
  • Sitzung 8, 16. Februar 1926
  • Sitzung 9, 18. Februar 1926
  • Sitzung 10, 25. Februar 1926
  • Sitzung 11, 4. März 1926
  • Sitzung 12, 11. März 1926
  • Sitzung 13, 18. März 1926
  • Sitzung 14, 25. März 1926
  • Sitzung 15, 30. März 1926
  • Sitzung 16, 13. April 1926
  • Sitzung 17, 15. April 1926
  • Sitzung 18, 22. April 1926
  • Sitzung 19, 29. April 1926
  • Sitzung 20, 6. Mai 1926
  • Sitzung 21, 18. Mai 1926
  • Sitzung 22, 1. Juni 1926
  • Sitzung 23, 4. Juni 1926
  • Sitzung 24, 8. Juni 1926
  • Sitzung 25, 10. Juni 1926
  • Sitzung 26, 15. Juni 1926
  • Sitzung 27, 24. Juni 1926
  • Sitzung 28, 1. Juli 1926
  • Sitzung 29, 29. Juli 1926
  • Sitzung 30, 7. September 1926
  • Sitzung 31, 23. September 1926
  • Sitzung 32, 7. Oktober 1926
  • Sitzung 33, 12. Oktober 1926
  • Sitzung 34, 14. Oktober 1926
  • Sitzung 35, 21. Oktober 1926
  • Sitzung 36, 28. Oktober 1926
  • Sitzung 37, 4. November 1926
  • Sitzung 38, 18. November 1926
  • Sitzung 39, 25. November 1926
  • Sitzung 40, 2. Dezember 1926
  • Sitzung 41, 7. Dezember 1926
  • Sitzung 42, 14. Dezember 1926
  • Sitzung 43, 16. Dezember 1926

Full text

300 SWnq Vom 11. März 1926. 
luirfcn, die Einladungen für diese Ausstellung habe 
ergehen lassen. Das ist es eben, was wir hier ganz 
eindeutig als demagogisch festzustellen haben. 
(Bei den Sozialdemokraten: Sehr gut!) 
Meine Damen und Herren! Meine Vorrednern: 
hat schon davon gesprochen, daß in Zeitungen, die uns 
politisch gewiß nicht nahestehen, ganz günstige Be 
urteilungen dieser Ausstellung zu lesen waren. Es ist 
eine Fraktion hier in diesem Hause, die etwas klüger 
gewesen ist als die Fraktion der „unentwegten 14". 
Die hat es unterlassen, eine ursprünglich beabsichtigte 
Anfrage einzubringen. Ich möchte nun auch nicht 
unterlassen, Herrn Dr. Caspari ein Urteil einer Zeitung 
vorzulesen, das mir immerhin interessant erscheint. Am 
16. Februar schreibt eine Zeitung, deren Namen ich 
»och nennen werde, über die Kunstausstellung auf dem 
Wedding folgendes: 
„Inmitten des werktäglichen Großstadtverkehrs ist 
in einem Sonderraum des Warenhauses W. Stein, 
Chausseestraße 70/71, eine „Kunstausstellung Wed 
ding" eröffnet worden, an der sich Künstler wie Käthe 
Kollwjtz, Dix, Baluschek, Zille, Nagel, Groß, Sand- 
kuhl, Krain, Wollheim. Margnardsen u. a. beteilig 
ten. Dich'e auf rein idealistischer Basis aus 
gebaute volkstümliche Kunstschau stellt in ihrer 
t u ii st l e r t sch c it E i genast ein Stückchen 
lebendig e r K u l t u r g e s ch i ch t e dar, sie er 
freut sich eines außerordentlich regen Besuches und 
erweckt durch Führungen und Vorträge die lebhafte 
Anteilnahme weitester Kreise." 
(Links: Hört, hört!) 
Das ist keine der Zeitungen, Herr Dr. Caspari. über 
deren Auslegung Sie sich beschwert fühlten, das ist der 
allseits beliebte „Berliner Lokalanzeiger".. 
(Links: Hört, hört! — Händeklatschen. — Heiter 
keit.) 
(Zuruf des Stadtv. Dr. Caspari.) 
Herr Dr. Caspari, was. rufen Sie mir zu? D e r 
„L o k a l a n z e i g e r" sei immer eine sehr 
sch l e ch t e Zeitung gewesen! 
(Links: Sehr richtig! — Große Heiterkeit.) 
Ich bin immer dafür, daß die ..goldenen Worte 
aus dein Buche des Lebens", die Sie hier 
sprechen, allgemein bekannt werden. Ich möchte nicht 
die Frage stellen, ob der „Lokalanzeiger" auch damals 
für Sb' eine schlechte Zeitung war, als er Ihre Ge 
schäftsführung als Stadtverordnetenvorsteher besonders 
lobte. 
(Große Heiterkeit. — Zuruf des Stadtv. Hoffmann.) 
Meine Damen und Herren! Sicher kann man 
darüber streiten, ob der Raum eines Warenhauses 
der richtige Platz für eine Kunstausstellung ist. Aber 
wie liegen denn die Dinge? In einer Zeit, wo es den 
Künstlern und gerade den schaffenden Künstlern herz 
lich schlecht geht, 
(Stadtv. Hoffmann: Sehr wahr!) 
müssen sie doch jede Gelegenheit wahrnehmen, die 
ihnen geboten wird, um ihre Erzeugnisse zu zeigen, 
um die Möglichkeit zu schaffen, daß vielleicht der eine 
oder der andere zu einem Kauf bewogen wird oder 
andere dazu veranlaßt. Aber gar nicht dieses „Ge 
schäftsprinzip" war ja für diese Ausstellung in erster 
Linie maßgebend, sondern die Künstler habön tatsäch 
lich ans idealistischen Motiven die Ausstellung 
gemacht. Man kann ja i m W e d d i n g eigentlich nicht 
annehmen, daß allzu zahlreiche Käufe getätigt werden 
würden. Wir haben es im Sommer dieses Jahres er 
lebt, daß in ^Geschäften der Friedrichstadt, — in der 
Leipziger Straße haben wir es gesehen —namhafte 
Künstler ihre Kunstwerke ausstellen mußten. Das mag 
immerhin vom Standpunkt der Kunst ans bedauerlich 
sein, aber es ist eben leider nicht zu ändern. Das französische 
Kultusministerium, der Minister für schöne Künste in 
Frankreich, hat durch besondere Anordnung gestattet, 
daß alle Künstler ihre Erzeugnisse auf geeigneten 
Pariser Straßen seilhalten können, weil auch dort die 
schlechte Marktlage dafür maßgebend war. Also, es ist 
eigentlich nichts dagegen zu sagen, daß man jetzt in 
einem Warenhaus eine derartige Ausstellung macht. 
Meine Damen und Herren! Andere Bezirksämter 
machen auch Ausstellungen. Ich habe das namenlose 
Unglück, im Bezirk Schöneberg zu wohnen. 
(Heiterkeit.) 
Wir haben dort einen Bürgermeister, der sich vorzugs 
weise als deutschnativnaler Agitator betätigt. Wir haben 
nichts dagegen, uuti so weniger kümmert er sich um seine 
„Amtsführung". Sein deutschnationaler Bezirk macht 
oft eine Ausstellung. Ich bin auch dort Mitglied der 
Kunstdeputatio» und habe eine Ausstellung gesehen. 
Im Vergleich mit der Kunstausstellung im Bezirk 
Wedding stand das Niveau dieser Ausstellung auch nicht 
höher. Wir wollen den Bezirken nicht die Möglichkeit 
nehmen, ihrer Einwohnerschaft Kunstwerke zu zeigen. 
Ueber die Kunstwerke der Ausstellungen des Bezirks 
Schöneberg wird die Meinung aber auch ver 
schieden sein. 
Um nun aber auf das „Verhetzende" zurückzu 
kommen: Ja, mein hochverehrter Herr Dr. Caspari, 
(Links: Au, au! — Bravo! ■— Stadtv. Hoffmann: 
Lokalanzeigerstil!) 
Sie kennen vielleicht nicht alle Bilder, die sich in städti 
schen Räumen befinden. Es gibt z. B. auch im Be 
zirksamt Schöneberg Bilder, die in sehr eindring 
licher Form an den Krieg gemahnen und die, um 
in Ihrem Ton zu reden, verhetzend wirken könnten. 
(Links: Sehr richtig!) 
Ich erinnere mich an ein Bild eines Malers, dessen 
Name mir entfallen ist. Es stellt eine Szene aus dem 
vergangenen Kriege dar. Man sicht ein ostpreußischcs 
Gehöft und einen abreitenden Kosaken auf seinem 
Pferde. Er hat seine Satteltaschen und die sonstigen 
Behälter mit gestohlenem Gut vollgefüllt. Man sieht 
weiter eine Frau, in treffender Manier gezeichnet, bei 
der man, nach ihrer leidenden Haltung zu urteilen, an 
nehmen kann, daß sie durch diesen brutal dreinblicken 
den Kosaken vergewaltigt worden ist. 
(Zuruf: War das nicht der Kronprinz?) 
Das Bild hängt in einem sehr feudalen Repräsen 
tationsraum des Rathauses Schöneberg. Das wirkt 
vielleicht nicht verhetzend, weil es in Schöneberg ist. 
Im Wedding wirkt es eventuell verhetzend. 
(Stadtv. Dr. Caspari: Nein, wir denken gar nicht 
daran!) 
Das Klima im Wedding ist Ihren 14 Mann nun mal 
unangenehm. Ich weiß das, aber darum braucht man 
doch keine Anfrage zu stellen, Herr Dr. Caspari, das 
hätten Sie durch eine einfache Rückfrage beim Magistrat 
feststellen können. Es kam Ihnen aber gar nicht darauf 
an, diese einfache Rückfrage beim Herrn Oberbürger 
meister, mit dem Sie oft zusammenkommen können, zu 
stellen, sondern es kam Ihnen darauf an, in dema 
gogischer, verhetzender Weise 
(Stadtv. Hoffmann: Sehr wahr!) 
auf diese Dinge einzugehen. 
(Vorst. Haß: Herr Kollege Flatan, ich kann diesen 
Ausdruck nicht uugerügt vorübergehen lassen. Ich 
rufe Sie dafür zur Ordnung!) 
Ich stelle fest, daß in der Anfrage dasselbe steht. Aller 
dings kann das W a r e n h a u s nicht zur Ordnung ge 
rufen werden. 
(Stadtv.-Dr. Caspari: Demagogische Verhetzung 
steht in der Anfrage nicht!)
	            		
Sitzung Pom II. März 1026. 301 Weiter stellen wir noch fest, daß die Ausstellung aus den Herrn Oberbürgermeister nicht verhetzend ge wirkt hat. (Stadtv. Dr. Caspari: Hat ja die Ausstellung nicht gesehen!) Nichtig! Der Herr Oberbürgermeister hat die Aus stellung nicht gesehen! Aber nach seinen Ausführungen dürfte' kein Anlaß zum Einschreiten vorliegen. Es ist vielmehr notwendig, daß den Bezirksämtern Gelegenheit gegeben wird, solche Ausstellungen zu ver anstalten. Nun noch etwas, was Ihr sensibles Gemüt einiger maßen verletzt hat: Die „R o t e F a h n e" hat ans- gelegen. Ich bin ja nicht- ohne weiteres dafür bekannt, daß ich eifrigster Propagandist der „Roten Fahne" bitt. (Stadtv. Dr. Caspari: Na, na!) Aber wenn es schon soweit gekommen ist, daß man vielleicht auch wegen des Auslegens der „Roten Fahne" veranlaßt wird, eine derartige Anfrage zu stellen und in der von Herrn Dr. Caspari beliebten Wege zu begründen, dann hat man seine Nerven anscheinend verloben. Nicht nur die „Rote Fahne" hat ausgelegen, Herr Dr. Caspari. Es wird Ihnen noch schauerlicher zu mute werden. Als ich dort war, lag auch der „Vor wärts" aus! (Heiterkeit.) Die „Tägliche Rundschau" ist leider nicht in der Lage, etwas auszulegen, weil sie außer der knappen Abon nentenauflage eben keine Freiexemplare zur Verfügung stellen kann; (Große Heiterkeit.) das wissen wir ja alle. Dann weiter noch etwas wegen der mir berich teten Einzeichnung in das Kritikbuch. Auch mir ist das Buch vorgelegt worden. Ich weiß nicht, ob man mich ohne weiteres für einen Kommunisten gehalten hat. Es ist möglich. Dann wäre das allgemeine Urteil des Herrn Dr. Caspari richtig. Ich habe mich nicht eingezeichnet. Herr Dr. Caspari, Sie wären nicht aufgefordert worden. Bei einer Stehkragenhöhe von 7,5 cm hätte man nämlich ohne weiteres annehmen können, wie Sie darüber urteilen würden, nicht wahr? (Heiterkeit links.) (Stadtv. Dr. Faltz: Furchtbar witzig!) Meine Damen und Herren! Etwas für die Künst ler Unangenehmes hat die Anfrage im Gefolge. Diese Ausstellung, die ursprünglich bis zum 18. März dauern sollte, ist schon in der vorigen Woche geschlossen worden. Ob damit den Künstlern, über deren Not allgemein gesprochen wird, und für die man Mittel zur Ver fügung stellt, geholfen worden ist, das sollen die Freunde des Herrn Dr. Caspari entscheiden. Noch etwas Allgemeines, das vielleicht nicht direkt mit der Frage zusammenhängt: Als wir hier neu zusammentraten, hatte es den Anschein, als wenn zum Teil gewisse „M ä ß i g u n g e n" innerhalb einzelner Parteigruppierungen eingetreten wären. Es schien bei manchen kleiner gewordenen Gruppen, als wenn nicht mehr nur einer — oder soll ich sagen „Eynern"? — allein etwas zu sagen hätte, als wenn die Dinge sich. etwas ausgeglichen hätten. Wir haben das be grüßt, ohne etwa zu erwarten, in ein besonderes Ver hältnis zu diesen anscheinend neu orientierten Rich tungen geraten zu können. Herr Schwarz hat neulich bei der Beratung des Antrages über die Schaffung des „Platzes der Republik" so etwas wie mahnende Worte gesprochen. Man solle die Gefühle anderer schonen, man solle hübsch artig, gesittet und ruhig bei der Be ratung solcher Anträge vorgehen. Das hat er mit der ihm eigenen Liebenswürdigkeit vorgebracht, die noch gesteigert wurde durch seinen mir sehr vertraut klingen den heimatlichen Dialekt. Man konnte nun vielleicht annehmen, daß die Dinge normaler verlaufen würden. Aber in der letzten Zeit hat man hier einige schlecht „g e f a l tz t e" Reden gehört, und nun ist eine Steige rung des Ganzen durch diese Anfrage festzustellen. Meine Herren von der Deutschen Volkspartei! Nachdem Herr Kollege Schwarz neulich die Freundlich keit hatte, als Präzeptor der Stadtverordnetenver sammlung zu wirken, ist vielleicht auch unsererseits eine ganz kleine Warnung am Platze. Sie haben bittere Stunden dadurch erlebt, daß Sie allzuscharf bestimmte kulturpolitische Momente hier betonten. Gerade die Betonung eines solchen Momentes in einer besonders kritischen Situation hat Ihnen einen schmerz lichen Augenblick bereitet, einen Augenblick, der viel leicht Herrn Dr. Caspari gegenwärtig sein wird, wenn ich ihn an die erste Jannarsitzung des Jahres 1924 erinnere. Es wäre vielleicht bedauerlich, wenn man wieder in gewisse Töne der „S ch n e i d i g k e i t", um nichts Schlimmeres zu sagen, hineinkäme, in Töne, die man um einige Sitze weiter nach hinten verbannt glaubte. Ich möchte zum Schluß auch noch sagen: Auf solche Weise gleitet man leicht ans dem Wege über M n ck e r e i hinab in die Gefilde, wo die selige „l e x H e i n z e" wieder beginnt, aufzublühen. (Bravo bei den Sozialdemokraten. — Hände klatschen.) Vorst. Haß: Das Händeklatschen ist im Hanse nicht üblich! Herr Kollege Hausberg hat das Wort. Stadtv. Hausberg (D.): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Na nie der Künstler, die auf dieser Ausstellung vertreten innren, bürgt dafür, daß hier wirkliche und wahre Kunst ausgestellt war. Ich glaube, daß Herr Dr. Caspari das wohl auch nicht bestritten hat. Denn auch ich habe die Ausstellung besichtigt und kann wohl sagen, daß jedes einzelne der Bilder, ob es einem gefällt oder nicht, sicherlich vom künstlerischen Stand punkte ans etwas bedeutet. (Links: Sehr richtig!) Eine andere Frage ist es natürlich, ob es für das Publikum, das eine solche Ausstellung besucht, wirklich niirfi vom künstlerischen Standpunkte ans vorteilhaft und bildend ist, wenn eine Ausstellung einzig und allein auf eine einzige Tendenz eingestellt ist. Ich habe mich, nach dem ich mir die Bilder eingehend angesehen habe, auch eine Weile in dem Saale aufgehalten, mit das Publikum ■ zu studieren und mit zu sehen, welchen Eindruck denn diese Bilder auf die Zuschauer machten. Letzten Endes waren ja alle die Tausende Menschen, die dort gewesen sind, in den.allerwenigsten Fällen Käufer, die sich eins von den Bildern, wenn sie auch billig waren, erstehen konnten und sich daran zu Hause bilden konnten. Sie mußten ja letzten Endes ihn! Bildung dort aufnehmen und im Innern mit nach Hause tragen. Da muß ich nun sagen, daß ich allerdings auch den Eindruck gehabt habe, daß bei einer großen Anzahl halbwüchsiger Jungen und Mädchen die Ausstellung absolut' nicht int erziehe rischen Sinne bildete, ihrer Einseitigkeit wegen. (Hört, hört!) Ich will den künstlerischen Wert dieser Ausstellung absolut nicht herabsetze», aber ich glaube, daß es im Interesse der Erziehung unserer jungen Leute richtiger ist, wenn man solche einseitigen Ausstellungen unterläßt. Ich würde es ganz selbstverständlich, ebenso verurteilen, wenn eine solche Ausstellung etwa nach der rechten Seite hin radikal tendenziös ausgerichtet wäre, wie wenn

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