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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Full text: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Monograph

Author:
Edel, Edmund
Title:
Neu-Berlin / von Edmund Edel
Edition:
2. Aufl.
Publication:
Berlin [u.a.]: Hermann Seemann Nachf., Verlagsgesellschaft mbH, [1908]
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2014
Scope:
83 S.
Note:
In Fraktur
Series:
Großstadt-Dokumente ; 50
Berlin:
B 186 Kulturgeschichte: 1919 - 1945
DDC Group:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-6381081
Collection:
History,Cultural History
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 186/2 a
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 11. Juni 1981
  • Nr. 2, 25. Juni 1981
  • Nr. 3, 2. Juli 1981
  • Nr. 4, 16. Juli 1981
  • Nr. 5, 10. September 1981
  • Nr. 6, 24. September 1981
  • Nr. 7, 28. September 1981
  • Nr. 8, 8. Oktober 1981
  • Nr. 9, 22. Oktober 1981
  • Nr. 10, 12. November 1981
  • Nr. 11, 26. November 1981
  • Nr. 12, 10. Dezember 1981
  • Nr. 13, 19. Dezember 1981
  • Nr. 14, 22. Januar 1982
  • Nr. 15, 28. Januar 1982
  • Nr. 16, 11. Februar 1982
  • Nr. 17, 25. Februar 1982
  • Nr. 18, 11. März 1982

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
3. Sitzung vom 2. Juli 1981 i 
100 
Bm Lummer 
(A) Dabei handelt es sich um Personen, die im Rahmen des Asylverfah 
rens entsprechende Anträge gestellt haben. Insofern ist ihnen der 
Aufenthalt für die Dauer des Verfahrens gestattet. 
Zu Frage 2: Der Senat stellt seit dem 1. Januar 1978 dem Diatoni 
schen Werk Mittel bereit, damit es für ausländische Minderjährige - 
auch für den angesprochenen Personenkreis - Vormundschaften, 
Pflegschaften und Beistandschaften übernehmen kann. Eine Rück 
führung dieser Jugendlichen ist erst nach Abschluß des Asylverfah 
rens möglich, jedenfalls nach bestehender Rechtslage. Allerdings 
wissen Sie, daß wir uns darum bemühen, die bestehende Rechts 
lage zu ändern, um bei offensichtlichen Mißbrauchsfällen das Asyl- 
verfahren abzukürzen. 
Präsident Rebsch: Eine Zusatzfrage, bitte, Herr Abgeordneter 
Kollat! 
Kollat (SPD): Herr Senator! Darf ich Ihre Ausführungen so inter 
pretieren, daß eine Rückführung dieses Personenkreises auch 
dann nicht in Frage käme, wenn die Eltern es verlangten? 
Präsident Rebsch: Herr Senator Lummer! 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Mir sind 
solche Fälle nicht bekannt, muß ich sagen. Ich will mich nicht vor 
eilig dazu äußern, aber ich werde Ihnen unverzüglich eine exakte 
Antwort darauf geben. 
Präsident Rebsch: Weitere Zusatzfragen liegen nicht vor. 
Das Wort hat Herr Abgeordneter Swinne zu einer Mündlichen 
Anfrage über 
Tote Gewässer in Berlin 
(B) 
Swinne (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich 
frage den Senat: 
1. Welche Maßnahmen glaubt der Senat noch ergreifen zu kön 
nen, um die Grunewaldseen Koenigssee und Dianasee davor zu be 
wahren, daß sie ebenso wie der Hubertus- und der Herthasee zu 
toten Gewässern werden? 
2. Treffen Informationen zu, wonach Mittel für die Uferwegkon 
zeption der Höhe jener Mittel entsprechen, die erforderlich wären, 
um ein „Umkippen“ der Grunewaldseen zu verhindern? 
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung, Herr Senator Dr. Hasse- 
mer! 
Dr. Hassemer, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt 
schutz: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordne 
ter Swinne! Die Verwaltung hat in den letzten zehn Jahren ein um 
fassendes Programm für die Sanierung der Grunewaldseenkette 
entwickelt, dessen Schwerpunkt zunächst bei der Entschlammung 
der Seen lag. Seit einigen Jahren hat die Verwaltung dieses Pro 
gramm durch den Vorschlag des Baues von Regenwasservorreini 
gungsanlagen für alle größeren Niederschlagseinleitungen in diese 
Seen wesentlich erweitert. Danach ist für die Sanierung der Grune 
waldseenkette neben bereits durchgeführten beziehungsweise 
noch geplanten Entschlammungen als Hauptmaßnahme der Bau 
einer Entphosphatungsanlage sowie von 17 Regenwasservorreini 
gungsanlagen geplant. 
Für die größeren Grunewaldseen - Schlachtensee, Krumme 
Lanke und Grunewaldsee - wird noch in diesem Jahr die Entphos 
phatungsanlage Beelitzhof in Betrieb genommen werden und damit 
gewährleistet daß eine wesentliche Verbesserung der Wasserqua 
lität dieser Seen erreicht wird, die auch positive Auswirkungen auf 
die kleine Grunewaldseenkette - Fennsee, Hubertussee, Hertha 
see, Koenigssee, Dianasee und Halensee - haben wird. 
Bei der kleinen Grunewaldseenkette sind der Fennsee und der 
Hubertussee gefährdet Die Gefährdung tritt regelmäßig bei Stark- I 
niederschlägen nach längerer Trockenheit im Sommerhalbjahr auf, 1 
Bereits bei einem Starkregen von 30 mm wird der Seeinhalt der 
beiden vorgenannten Seen infolge der Einleitung von erheblichen 
Niederschlagsmengen aus der Regenwasserkanalisation um mehr 
als die Hälfte ausgetauscht Die im Regenwasser enthaltenen 
sauerstoffzehrenden Substanzen führen in derartigen Fällen zu 
einem Sauerstoffschwund bis zu einer Sauerstoffleere etwa zwei £ 
Tage nach dem Starkregenereignis. Für die kleine Grunewaldseen- [■ 
kette sind deshalb allein sechs Regenwasservorreinigungsanla- v 
gen geplant c 
Bisher war vorgesehen, dieses Programm in diesem Jahrzehnt 
sukzessive durchzuführen. Ich habe nunmehr veranlaßt, daß mit 
dem Bauprogramm Mitte 1982 begonnen und die für die kleine 
Grunewaldseenkette wesentlichen sechs Vorreinigungsanlagen 
bedeutend früher als geplant nämlich möglichst 1985, fertiggestellt ^ 
werden. In Abstimmung mit dem Bausenator habe ich erreicht, daß 
für den Neubau dieser Anlagen Prioritäten dahin gesetzt werden, 
daß die erforderlichen Haushaltsmittel für die Errichtung dieser Vor- fl 
reinigungsanlagen bereitgestellt werden. d 
Das Fischsterben in diesem Jahr - bedingt durch das Absinken 
des Sauerstoffgehalts nach Starkniederschlägen in einigen Seen - 
hat, wie Sie wissen, für mich Veranlassung gegeben, Maßnahmen 
für die Aufstellung eines Sofortprogramms zu ergreifen und eine 
bessere organisatorische Zusammenarbeit festzulegen. Bei den 
diesjährigen Fischsterben wurde wiederum unter Einsatz von 
Bauunterhaltungsmitteln das Seewasser durch sauerstoffreiche 
Trinkwasser im Hubertussee, Herthasee und Koenigssee angerei 
chert. In die vorgenannten Gewässer wurden dabei 40 000 Kubik 
meter Trinkwasser eingeleitet sowie Reinigungsarbeiten im Fenn 
see durchgeführt, und zwar mit einem Kostenaufwand von insge 
samt 50 000 DM. Der Hubertussee erholt sich aufgrund dieser 
Maßnahmen bereits zunehmend, während die übrigen Seen vor 
dem „Umkippen“ bewahrt werden konnten. 
Was die künftig zu ergreifenden Sofortmaßnahmen angeht, so 
habe ich Anweisung gegeben, daß bereits bei Starkniederschlägen 
nach Trockenwetterperioden sofort mit der Einleitung von sauer 
stoffreichem Trinkwasser begonnen wird. Darüber hinaus wird von 
der Wasserbehörde künftig verstärkt eine regelmäßige Messung 
des Sauerstoffgehalts in den Monaten Mai bis September vor allem 
im Fennsee und im Hubertussee durchgeführt Davon abgesehen 
habe ich ferner veranlaßt, daß nach weiteren Möglichkeiten zur 
kurzfristigen Verbesserung der Wassergüte dieser Seen gesuchl 
wird, zum Beispiel durch Einbringung von Sauerstoff in die Gewäs 
ser. Gerade heute findet beispielsweise zu diesem Thema bereits 
ein erstes Gespräch mit einer bekannten Firma statt. Ich hoffe, daß 
mein Haus hierdurch in die Lage versetzt wird, in Kürze konkrete 
Vorschläge zu unterbreiten und Maßnahmen einzuleiten. 
Zu Frage 2 will ich zunächst darauf hinweisen, daß Mittel zur Ver 
wirklichung einer Uferkonzeption im eigentlichen Sinn in den Haus 
halt nicht eingesetzt werden. Vielmehr führt der Bezirk Wilmersdorf 
die im Rahmen der Grün- und Freiraumplanung obliegenden Maß 
nahmen auch für den Bereich der kleinen Grunewaldseenkette 
durch. Die hierfür in den nächsten Jahren für investive Maßnahmen 
vorgesehenen Mittel liegen weit unter den Aufwendungen, die für 
die erwähnten sechs Regenwasservorreinigungsanlagen erforder 
lich sind, für die nach den bisherigen Grobschätzungen rund 2C 
Mio DM benötigt werden. 
lic 
; tn 
fr; 
W 
Im übrigen aber, Herr Abgeordneter Swinne, hätte ich mich, falls 
die Finanzierung für die Regenwasserreinigungsanlagen nicht aus 
den hierfür vorgesehenen Haushaltsmitteln möglich wäre, dafür ein 
gesetzt, daß die Mittel aus dem Bauvorhaben für die Anlage eines 
Grünzuges an der Seenkette im Ortsteil Grunewald eben für den 
Bau der Vorreinigungsanlagen verwendet würden. Insoweit stimm® 
ich Ihnen zu, daß die Maßnahmen zur Herrichtung und zur Erhal 
tung der Gewässer wichtiger sind als die Maßnahmen zur Herrich- 
tung dieser Grünanlage. 
[Beifall bei der CDU] 
Präsident Rebsch: Zusatzfragen? - Herr Dr. Jänicke! 
|H(
	        

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