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Sie den diesjährigen jroßen Landtag zu Caffel, wel-
cher, wie in de Zeitungen steht, wejen Mangel an
Vorlagen ohne alle Beschaffung is, un selbst die
Ausschüsse nlscht zu dhun haben. Sie sehen eine
Menge ausjezelchneter Menschen versammelt, die des
Vertrauen der Nation haben, un deshalb da sitzen.
Der Präsident erhebt sich so ebm un sagt: wir sind
zum Wohle des Baterlands hier versammelt !worauf
die janze Versammlung Ja antwort't. Hierauf
sehen sich sämmtliche Deputirte jejenfeitlg an, un es
tritt eine lange, sehr wichtije Stille ein, während
welcher die Volksvertreter über ihre Diäten ngch-
denlen. Mit ein Mal stecht ein unjlückllcher Mensch
aus des Hessencasselsche Volk seinen Kopp durch de
Dhüre un fragt weiter nlfcht als: Na?.' Ueber diese
Störung sind die Vertreter sehr unjehalten un be-
schließen einstimmig, sich ferner nich stören zu lassen.
Unter die vielen Iemslde an der Seitenwand lS ooch
Seine Hoheit der Mltrejent. — Rrrrr, ein anderes
Bild!
— Hür, meine Herrschaften, erblicken Sie
eins von die vielen Berliner Festfressen, welche den
schönen Zweck haben, daß sich Einije amesiren können.
Sie bemerken auf dieses herrliche Iemälde Hundert-
unfufzig deutsche Männer eßen un drinken, un im
Hinterjrunde den Wirth, welcher über den alljemei-
nen Patriotismus sehr erfreut is. Zuerst kommt
Bouillon, aber jleich nachher wird ein Toast auf
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unfern König ausjebracht, un nachher kommt jar
keine Bouillon mehr. Nachher kommt bloS noch
Cavjaar, Am Rhein, am Rhein, Krebsschwänze,
Heil Dir im Siejertranz, Sauerkohl, Bratwurst un
deutsche Tugend, Mehlspeise un Ehrt de Frauen.
Hierauf steht Einer vor de Zwischenspeise auf, zeigt
seine Orden un redt so lange, bls er nischt jesagt
hat un setzt sich darauf unter den Jubel der janzen
Versammlung nieder. Während dieser rührenden
Scene besingt der Hofrath Förschter einen Hammel-
braten, un nachher kommt noch Champanjer un naffe
Wonne, un den andern Dag der Katzenjammer über
des Ianze in de Zeitung.
Erster Junge. Na wat is denn nu die
Veranlassung zu des Fest?
Gucktästner. Hunger.
Fletsch. Na sagen Se mal: halten denn die
Leute teene schöne politische Reden?
Ouckkistner. Ne, dazu sind se zu ängstlich.
Erster Junge. Uebrlgens erlnnere ick mir
aus de Zeltung, deß se doch ooch zuweilen politsch
reden.
Guckkästner. Ja, sehr zuweilen, un wenn
se wirklichmal reden, denn ls es ooch danach; denn
heeßt es so viel wie: komm' her un dhu' mir nlscht,
oder: wasch' mir 'n Pelz un mach'n mir nlch naß.
Se reden dlplomaatsch, des heeßt: «ich jehauen un