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Haus S. in Königsberg i. Pr.

Full text : Bruno Paul / Popp, Joseph (Public Domain)

EINGANG

rückwärts leicht dunkel werden, beheben sie
diesen Mangel auf die einfachste Weise. Sie
sind überhaupt ein gefügiges Mittel zur Verbesserung
 der Raumverhältnisse und lassen die
Proportionen harmonischer ausgleichen, geben
mit Nischen malerische Wirkungen. ;
Im Inneren des Hauses S. wurden fast ausschließlich
 vorhandene Möbel verwendet. Um so
mehr war Paul darauf bedacht, durch eine geschickte
 Wandaufteilung und wechselnde Farbenstimmung
 die Räume eindrucksvoll zu gestalten.
Vor allem gilt dies von der Wohndiele. Da
ihre Fenster nach Norden liegen, ist das Licht
etwas spärlich. Zum Ausgleich dieses Mangels

wurden die bis über die Türhöhe reichenden
Holzpaneele weiß gestrichen, stark rote Voraänge
 und Läufer ‚gewählt. Die Treppenecke
wurde zu einem gemütlichen Winkel ausgebildet,
gegenüber dem Eingang eine behagliche Kaminnische
 geschaffen. Das Speisezimmer ist in Silbergrau
 und Hellblaugrün gehalten. Das danebenliegende
 Wohnzimmer mit Mahagonimöbeln hat
einen groß gemusterten, warm getönten Wandstoff
 und ‚blauen Fußbodenbelag. Das Herrenzimmer:
 wurde mit dunkelgrüner Tapete bezogen
und durch eine horizontale Teilung zu breit gejagerter,
 ruhiger Wirkung gebracht, die dunkel
gebeizte Eichenmöbel ernst stimmen.

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