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Volume Nr. 11 (239-264), 1930/03/14

Full text : Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

der  \  erlängerungsstrecken  der  Nordsüdbahn  nach  Tempelhof,

Neukölln  Hermannstrafie,  Neukölln—Grenzallee.
Verlängerung  der  Stammbahn  nach  Pankow  Vinetastraße,
Siadion—Ruh  leben,  der  Dahlemev  Schnellbahn  vom  Thielplatz
  zur  Krummen  Lanke.
And  zu  einem  Teil  gegen  Ende  vorigen  Jahres  zum  Abschluß
gekommen,  zum  anderen  Teil  ist  ihre  Beendigung  teils  im  April,
teils  im  Juli  dieses  Jahres  zu  erwarten.
Der  zur  Fertigstellung  dieser  Bahnstrecken  noch  benötigte
Geldbedarf  belief  sich  nach  Aufstellung  der  Berliner  Nordsüdbahn-Aktiengesellschaft ­
  am  1.  Januar  1950  auf  rund  80  Millionen
Reichsmark.  Dieser  Betrag  steht  im  Augenblick  noch  nicht  zur
Verfügung,  über  die  Beschaffung  sind  Verhandlungen  mit  einem
Konsortium  unter  Führung  der  Danatbank  geführt  worden.
Diese  Verhandlungen  haben  dazu  geführt,  daß  diese  Gruppe  sich
bereit  erklärt  hat,  die  Betrüge  zur  Verfügung  zu  stellen.  An  die
Zurverfügungstellung  dieser  Beträge  hat  das  Bankenkonsortium
eine  Reihe  von  Bedingungen  geknüpft,  die  sich  im  wesentlichen
darauf  beziehen,  daß  eine  endgültige  Klarstellung  der  finanziellen
Verhältnisse  der  Berliner  Verkehrs-Aktiengesellschaft,  sowie
ihrer  Beziehung  zur  Stadt  und  eine  Klarstellung  der  Bedingungen, ­
  unter  denen  die  vor  der  Vollendung  stehenden  Bahnstrecken
auf  die  Berliner  Verkehrs-Aktiengesellschaft  übergehen  sollen,
erfolgen  müsse.
Zur  Klarlegung  dieser  Bedingungen  ist  es  notwendig,  auf  die
Entwicklung  zurückzukommen,  unter  denen  vor  Jahren  die  Beschlüsse ­
  über  diese  Bahnbauten  gefaßt  worden  sind.
Neben  den  Bahnen  der  jetzt  liquidierten  Gesellschaft  für
Hoch-  und  Untergrundbahnen,  deren  Aktienmajorität  die  Stadt
Berlin  auf  Grund  des  bekannten  Vertrages  mit  den  Aktionären
dieser  Gesellschaft  im  Sommer  1926  übernahm,  hat  die  Stadt
Berlin  seit  Beendigung  des  Krieges  sich  selbst  an  dem  Bau  von
neuen  Untergrundbahnstrecken  Beteiligt.
Der  erste  dieser  Art  von  der  Stadt  in  Angriff  genommene
Bahnbau  war  der  Bau  der  Nordsüdbahn.  Dieser  Bau  wurde
durch  Stadtverordnetenbeschluß  vom  23.  März  1922  auf  Grund
einer  Magistratsvorlage,  Drucks.  69  vom  Jahre  1922,  der  neugegründeten
  Berliner  Nordsüdbahn-Aktiengesellschaft  übertragen, ­
  deren  Hauptaktionär  die  Stadt  war:  zu  einem  kleinen
Bruchteil  war  an  dieser  Gesellschaft  die  Gemeinschaftsgruppe
Deutscher  Hypothekenbanken,  sowie  der  Staat  Preußen  und  die
Hochbahngesellschaft  beteiligt.  Die  Nordsüdbahn-A.-G.  war
eine  Besitzgesellschaft  und  erstellte  ihre  Anlagen  in  der  Form,
daß  die  Stadt  zu  einem  Teil  auf  dem  Kreditwege  die  Mittel  zur
Verfügung  stellte,  wofür  die  Stadt  als  Gegenwert  Aktien  dieses
Unternehmens  erhielt.
Die  bis  zum  Jahre  1926  fertiggestellten  Teile  dieses  Bahnunternehmens,
  dessen  gesamtes  Aktienkapital  sich  nach  der  Umstellung ­
  auf  43  600  000  GMk.  belief,  nämlich  die  Strecken  vom
Bahnhof  Seestraße  bis  zum  Bahnhof  Bergstraße-Neukölln,  bzw.
Bahnhof  Kreuzberg,  gingen  bei  Abschluß  des  oben  erwähnten
Vertrages  mit  ihren  Betriebsmitteln  und  der  gesamten  Bahneinheit ­
  in  den  Besitz  der  Gesellschaft  für  elektrische  Hoch-  und
Untergrundbahnen  in  Berlin  über.  Außerdem  brachte  die  Stadt
auch  die  Schöneberger  Bahn  ein.  Die  Hochbahngesellschaft
übernahm  auch  die  für  die  Fertigstellung  übernommenen  Schulden, ­
  die  zum  Teil  aus  der  späteren  Hochbahn-Amerika-Anleihe
von  1926  beglichen  wurden.  Durch  die  Einbringung  dieser  Bahneinheit
  erreichte  im  wesentlichen  die  Stadt  die  Majorität  des
Aktienkapitals  der  genannten  Gesellschaft,  deren  Kapital  bei
dieser  Transaktion  von  115  244  000  Mi  auf  175  244  000  Mt  erhöht
wurde.
Inzwischen  hatte  die  Stadt  Berlin  auf  Grund  der  Vorlage
Nr.  89  vom  Jahre  1925  weiter  beschlossen,  die  in  der  Vorkriegszeit ­
  von  der  AEG  begonnene  Schnellbahn  Gesundbrunnen—Neukölln, ­
  die  sogenannte  AEG-Bahn,  ebenfalls  zu  bauen.  Für  die
Durchführung  dieses  Bauvorhabens  sind  dann  eine  Reihe  weiterer ­
  Vorlagen  in  folgenden  Jahren  erfolgt,  so

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