Die in der Umgebung des Okularendes sichtbaren Handhaben
dienen teils zum Festklemmen des Rohres, teils zur
Feinbewegung desselben und zur Korrektur der rohen Einstellung
aus freier Hand,
Die große eiserne Drehkuppel, welche den Refraktor
überwölbt und den gesamten Uraniabau krönt, kann sowohl
durch einen elektrischen Motor als auch mit der Hand gedreht
und geöffnet werden.
In der Ostkuppel ist ein Refraktor von 157mm Öffnung
aufgestellt, dessen Objektiv von Rheinfelder und Hertel in
München stammt. Wegen seiner vorzüglichen optischen
Eigenschaften eignet sich dieses Fernrohr besonders zur
Betrachtung der Mondlandschaften und Planetenscheiben,
Die Westkuppel enthält ein Passageinstrument, das ausschließlich
für Übungszwecke der Studierenden dient.
Denselben Zweck haben auch die vielen kleinen Instrumente,
die auf der westlichen Plattform aufgestellt sind.
In dem neben dem großen Refraktor befindlichen Raum
sind die beiden Hauptuhren der Sternwarte untergebracht,
eine nach Sternzeit gehende Uhr und eine nach mitteleuropäischer
Zeit regulierte Uhr. Außerdem ist daselbst ein
Chronograph von Fueß aufgestellt, der zur mechanischen
Registrierung der Fadenantritte der Sterne, zur Registrierung
der Ränderberührungen bei Sternbedeckungen durch den
Mond, ferner der Schatteneintritte bei Sonnenfinsternissen
usw. dient und eine Genauigkeit bei Ermittlung dieser Zeitgrößen
auf 1/100, Sekunde zuläßt.
Bei den trefflichen Einrichtungen der Sternwarte ist
ihr in Zukunft eine größere Beachtung von seiten des Publikums
zu wünschen. Wie die Dinge augenblicklich stehen,
pflegt nur dann ein bedeutender Andrang zu herrschen,
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